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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 1.541 mal aufgerufen
 VII.3. Weichen und Signale stellen
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OOK Offline




Beiträge: 4.140

28.08.2014 11:39
#16 RE: Stellwerk und Sicherungstechnik Bf Elend antworten

Zitat von STBR im Beitrag #15
Zum Thema "Nachbildung von Stellhebeln und mechanischer Weichenantrieb" gab es vor Urzeiten mal einen MIBA Artikel.
Der Autor baute die Weichen-/Signalhebel in MS nach und steuerte die Weichen dann mit Stahllitze und Gegengewichten an. Herztückpolarisierung dann nicht mit Kipp- sondern kleinen Druckschaltern.
Man darf nicht verbessen, dass ich kein Feinmechaniker bin, sondern ein grobmotorischer (meinetwegen auch -notorischer) Küchentischbastler. Insofern macht es keinen Sinn, dass ich nach genauer Nachstellung der Vorbildtechnik streben.
Frei nach Hollywood: Es muss nicht sein, es muss echt wirken. Zumindest soll der Fdl das Gefühl haben, ein "richtiges" Stellwerk zu bedienen. Da die de facto eingesetzten Fdl kaum Vorbildwissen haben, vermissen sie bestimmte Feinheiten auch nicht. Ich finde es dennoch toll, wenn jemand da genauer ist als ich und es sich leisten kann, es richtig zu machen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

28.08.2014 15:39
#17 RE: Stellwerk und Sicherungstechnik Bf Elend antworten

Hallo Stefan,

vielen Dank für die meist bestätigenden Ergänzungen. Ich tu mich natürlich etwas schwer bei dem Ganzen, da ich alles nur nach "Aktenlage" beurteilen kann, und die vielen kleinen (und interessanten) Abweichungen in keine allgemeingültigen Dokumente Eingang gefunden haben.

Zitat
Erst wenn nach korrektem Verschließen der Fahrstrasse der letzte Schlüssel frei war, konnte damit die entsprechende Signalkurbel im Stellwerk aufgeschlossen werden...


bezieht sich das auch auf Elend? Da wäre es eher naheliegend, daß die Signalkurbelfreigabe nicht über Schlüssel erfolgt, sondern gleich intern im Verschlußkasten. Wenn dagegen kein Kurbelwerk, sondern nur ein Schlüsselbrett vorhanden ist, kann eine Fahrstraße gar nicht verschlossen werden. Die Sicherung beruht dann nur auf der Kontrolle der Anwesenheit der entsprechenden Schlüssel am Brett.
Die Möglichkeit, daß man eine Fahrstraße mit einem Schloß verschließt, und mit einem dann freiwerdenden Schlüssel die Signalkurbel/den Signalhebel aufschließt, gibt es natürlich auch, aber dann müsste ein Schlüsselwerk vorhanden sein. Das ist bei der momentanen Diskussion, die ja harzspezifisch ist, noch nicht aufgetaucht.

Zitat
Den Überblick über die richtig eingestellte Fahrstrasse erhielt der Fdl. auch über die Weichenlaternen.


Das ist relativ unsicher, weil man dadurch nicht weiß, ob die Zungen korrekt anliegen und verriegelt sind. Das mögliche Umlegen des Fahrstraßenhebels bzw die Kontrolle der Schlüssel am Brett ist sicherer und erfüllt auch die Bedingungen der Fahrdienstvorschrift für die Fahrwegprüfung.

Zitat
Drahtzugleitungen sind auf alten Fotographien nirgends zu sehen.


Das könnte auch daran liegen, daß die Leitungen in Bahnsteignähe unterirdisch geführt wurden und erst in gewisser Entfernung ans Tageslicht kamen. Doch wenn ein Kurbelwerk vorhanden ist, gibt es auch Drahtzugleitungen.

Zitat
Herztückpolarisierung dann nicht mit Kipp- sondern kleinen Druckschaltern.


Da würde ich lieber bei den Kippschaltern bleiben. Alle Weichen brauchen auch im Modell eine Art Verschluss, d.h. die Zungen müssen mit einer gewissen Kraft in ihrer Lage gehalten werden. Und das leistet der Kippschalter zusätzlich zur Polarisierung.

Grüße
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

28.08.2014 15:45
#18 RE: Stellwerk und Sicherungstechnik Bf Elend antworten

Hallo Otto,

Zitat
Mit ist nicht ganz wohl bei der Vermengung der Sicherung von Elend und der von Sonnenberg.


das sehe ich auch so. Ich bin bei dem letzten Beitrag ja auch ständig hin und hergesprungen. Wäre vorteilhaft, beides zu trennen, denn Elend (und Eisfelder Talmühle) sind ja existierende Anlagen, während Sonnenberg "vorbildentsprechend angelehnt" ist, aber über weitgehende Freiheiten für Abänderungen haben sollte.

Zitat
Zumindest soll der Fdl das Gefühl haben, ein "richtiges" Stellwerk zu bedienen.


Da gebe ich dir recht. Das Gefühl ist das wichtigste. Das ist leider unmittelbar verbunden mit der Forderung, daß bei Fehlbedienungen eine Hemmnis eintritt, die den Bediener auch auf seinen Fehler aufmerksam macht. So etwas geht meist nur mechanisch und ist manchmal entsprechend schwierig.

Gruß
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

STBR Offline



Beiträge: 183

29.08.2014 00:40
#19 RE: Stellwerk und Sicherungstechnik Bf Elend antworten

Schliesse mich an: Es wird etwas unübersichtlich!
Die Sache mit den Weichenhebeln gehört hier eigentlich auch nicht mehr hinein.
Otto:
für das Kurbelstellwerk in Drei Annen Hohne! Kannte ich noch nicht, dort ist immer so viel los, daß ich mir noch nie die Nase am Fenster des Dienstraumes plattdrücken wollte (werde ich aber nachholen!)
Christian:
Auch Dir vielen Dank für Deine Informationen! Über das Thema Sicherungstechnik weiß ich noch zu wenig und bin froh um jede Information! Was die Drahtzüge betrifft werde ich beim nächsten Harzbesuch mal drauf achten, ob sich noch irgendwo Spuren und Reste finden lassen.

Gruß:
Stefan

OOK Offline




Beiträge: 4.140

29.08.2014 08:33
#20 RE: Stellwerk und Sicherungstechnik Bf Elend antworten

Eure Antworten sind so wie erwartet. Ich werde also an passender Stelle einen extra Stang zum Stellwerk Sonnenberg der BAE aufmachen und auch einiges von hier nach dort kopieren, muss mir nur noch das Procedere überlegen.
Man sieht sich.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
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