Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 42 Antworten
und wurde 10.443 mal aufgerufen
 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
Seiten 1 | 2 | 3
OOK Offline




Beiträge: 3.597

29.05.2014 18:42
N-Anlage Kauneg antworten

Heute stelle ich mal eine Anlage zur Diskussion, die vor vielen Jahren in einem Anlagenplanungsbüchlein (als es noch nicht so viele gab wie heute) abgedruckt war. Und im Ur-Vorläufer dieses Forums hatten wir sie - glaube ich mich zu erinnern - schon einmal am Wickel.Das soll uns aber nicht hindern, mit neuen Denkansätzen darüber nachzudenken, ob und wie wir da etwas optimieren könnten.
Ich habe den Entwurf ein wenig verfremdet, ohne am Konzept irgendetwas zu verändern.
Nun wissen gestandene Mitglieder dieses Forum, dass ich von zweigleisigen Rundum-Anlagen nicht so arg viel halte. Deshalb gleich die Gretchenfrage: Macht die Zweigleisigkeit bei dieser Anlage Sinn?



Was meint ihr?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Online




Beiträge: 1.524

29.05.2014 20:00
#2 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Die Zweigleisigkeit rechts macht Sinn als Umstez- und Überholgleis eines Bahnhofes!
Aber sonst??


Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

eisenhans Offline




Beiträge: 376

29.05.2014 22:10
#3 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Zitat von OOK im Beitrag #1
Nun wissen gestandene Mitglieder dieses Forum, dass ich von zweigleisigen Rundum-Anlagen nicht so arg viel halte. Deshalb gleich die Gretchenfrage: Macht die Zweigleisigkeit bei dieser Anlage Sinn?
Wenn ich mal versuche, mich in den Entwerfer der Anlage hineinzuversetzen, vermute ich, dass er einfach ein Stück zweigleisige Strecke braucht und sich um den betrieblichen Sinn nicht so viele Gedanken gemacht hat.
Man könnte den doppelgleisigen Halbkreis auch als Paradestrecke definieren.
Was mir an dieser Anlage Probleme macht ist, dass aus dieser Zweigleisigkeit über einen Flaschenhals (DKW) ein Kopfbahnhof ausgefädelt wird, der den Betrieb der zweigleisigen Strecke gar nicht verkraften kann. Das erinnert ein wenig an einen inzwischen ausgeschiedenen User, der uns in diesem Frühjahr mit einem ähnlichen Thema unter Strom gehalten hat. Findet

Der Eisenhans

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

30.05.2014 01:26
#4 RE: N-Anlage Kauneg antworten

wie eisenhans schon erkannt hat, ist die Zweigleisigkeit totaler Unsinn, wenn sie durch Engstellen (DKW) wieder aufgehoben wird. Ebenso ist kein Bahnhof denkbar, der einseitig aus einer Strecke herausgeführt wird, wie ein Werksanschluß.
Ich habe den Eindruck, da hat einer mit Gewalt alle "Gleisstücke", die er in seiner Kiste gefunden hat, verbaut, und mal geschaut, was dabei herauskommt. Hauptsächlich ist Kreisen angesagt, wenn das langweilig wird, fährt man mal eben in den Kopfbahnhof, wendet und hat damit Zugang zum Schattenbf. In der Gegenrichtung gehts sogar ohne den Kopfbahnhof bemühen zu müssen. Für Kreuzungen ist das zweigleisige Stück ganz praktisch. - Das sind eben die vielfältigen Fahrmöglichkeiten, die ein Anlagenentwurf haben muß!!!

>Wenn möglichst wenig geändert werden soll, sehe ich nur eine Möglichkeit, aus dem verkorksten Gebilde was zu machen:

Der Bahnhof wird zum Kopfbahnhof, die untere Strecke, die im Uhrzeigersinn ausschließlich ein Kreisen gestattet, endet ebenfalls stumpf, damit hat der Kopfbahnhof ganz anständige Dimensionen (für die 44 wird's dennoch nicht reichen). Aus den beiden oberen Strecken ließe sich wunderbar eine Spitzkehre machen (deren Äste natürlich notgedrungen wieder zusammenlaufen). Der 2-gleisige Bogen könnte sogar erhalten bleiben. Der Schattenbf ließe sich sicher mit mehr durchgehenden Gleisen ausstatten, es ist viel Abstand zum Rand)

>Will man mehr ändern, und eine durchlaufende Strecke erhalten, könnte man den Kopfbahnhof zu einem Werksanschluß umwidmen, die beiden Bogengleise des Hufeisens könnten einen einfachen "Bahnhof" bilden, hauptsächlich zum Ein-und Ausleiten des Werksverkehrs, eventuell mal eine Überholung oder Kreuzung (wie Hubert schon sagte).
Aber: Der südliche (untere) Streckenteil (der mit dem Kreisen) braucht ebenfalls Zugang zu einem Schattenbf, eventuell mit einer Wendel ganz links, die zu einer Ebene unter dem vorhandenen Schattenbf führt. Die kunstvolle Ausfädelung am oberen Rand könnte man als zusätzliche Streckentrennung (analog zur Spitzkehre oben) verkaufen, das wäre aber fast zuviel des Guten. Aber da das schon angelegt ist....

Eine optische Zerschlagung des "Hufeisens" durch Bebauung/Berg/Kulisse wäre in beiden Fällen anzuraten.

Grüße
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

OOK Offline




Beiträge: 3.597

30.05.2014 05:17
#5 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Das sind sehr kreative Ideen, um von diesem Plan zu retten, was zu retten ist, und das animiert mich, mich auch noch einmal damit zu befassen. Später am Tag ...

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Online




Beiträge: 1.524

30.05.2014 07:40
#6 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Zitat von Casey Jones im Beitrag #4
Ebenso ist kein Bahnhof denkbar, der einseitig aus einer Strecke herausgeführt wird, wie ein Werksanschluß.

Einspruch, sowas gab es schon: Kaiserslautern West!



Kaiserslautern West hatte diese betriebliche Besonderheit:

Zitat von Wikipedia
Für den Personenverkehr gestaltete sich der Betrieb sehr kompliziert: Der dem Personenverkehr dienende Teil war mit seinen Gleisanlagen als Sackbahnhof angelegt, weshalb Personenzüge nach Lauterecken rückwärts in den Bahnhof einfahren mussten. Züge, die in die entgegengesetzte Richtung verkehrten, mussten aus der Station rückwärts ausfahren und vorwärts zum Hauptbahnhof verkehren.
....
Die Deutsche Bundesbahn (DB) gliederte den Bahnhof nach dem Zweiten Weltkrieg in die Bundesbahndirektion Mainz ein, der sie alle Bahnlinien innerhalb des neu geschaffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz zuteilte. Da ihr das Procedere im Personenverkehr zu umständlich war, ersetzte sie den Bahnhof im Jahr 1969 durch einen gleichnamigen Haltepunkt westlich des Streckenabzweigs. Dennoch war ersterer als Güterbahnhof weiterhin in Betrieb.



Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Thomas Englich Offline




Beiträge: 267

30.05.2014 08:25
#7 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Moin Moin ...

irgendwie erinnert mich der Plan den Otto oben eingestellt hat ja an den guten alten "Pit Peg". Oder täuscht mich das jetzt? Ich habe zwar die alten Publikationen von ihm nicht mehr, aber erinnern tue ich mich noch sehr gut an sie, habe ich doch in meinen Anfangsjahren nicht gerade wenige Stunden beim studieren und bewundern seiner Zeichnungen und Pläne zugebracht. Auch wenn so manche Pläne eher etwas "kringelig" waren (wie der oben), so gab es auch andere die ich früher schon einfach toll fand. Und seine Art zu Zeichnen habe ich schon immer bewundert ...

Aber gut, zurück zum Plan. Ich habe da mal etwas aufgeräumt.



Die "Zweigleisigkeit" habe ich einfach eliminiert, die erscheint mir einfach überflüssig. Auch den "Knoten" oben habe ich entfernt. Mangels Phantasie habe ich den Plan zu einer klassischen eingleisigen Nebenstrecke (oder von mir aus gehobenen Nebenstrecke) mit abzweigendem Endbahnhof gemacht. Eigentlich ähnlich dem was Hubert mit Kaiserslautern-West schon zeigte. Die mit einem "K" bezeichneten Stellen sollen eine Kehrschleife bzw. einen kleinen Schattenbahnhof darstellen.

Für mich schon mal eine kleine Verbesserung gegenüber dem Ausgangsplan. Man kann da natürlich noch manches dran verbessern oder ändern. Soweit von mir zur frühen Morgenstunde ...

Gruß Thomas

Meine Webseite:
www.lokalbahn-reminiszenzen.de

OOK Offline




Beiträge: 3.597

30.05.2014 09:38
#8 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Zur "betrieblichen Besonderheit von Kauserslautern West:

Zitat von Wikipedia
Für den Personenverkehr gestaltete sich der Betrieb sehr kompliziert: Der dem Personenverkehr dienende Teil war mit seinen Gleisanlagen als Sackbahnhof angelegt, weshalb Personenzüge nach Lauterecken rückwärts in den Bahnhof einfahren mussten. Züge, die in die entgegengesetzte Richtung verkehrten, mussten aus der Station rückwärts ausfahren und vorwärts zum Hauptbahnhof verkehren.


Diese Be- oder Absonderlichkeit gab es in USA häufig, sogar bei Unions Stations der großen Städte, wo ein ganzer long distance Schnellzug kilometerweit zurückgedrückt werden musste und dann vorwärts weiter fuhr. Beispiele fallen mir gerade nicht ein.
Nun soll eine Anlage ja, wie wir wissen, kein Sammelsurium von Ausnahmesituationen darstellen, aber ich könnte mir sehr gut eine Anlage mit der Situation à la Kaiserslautern West als Zentralthema vorstellen. Aber da lasse ich den Pfälzern gerne den Vortritt.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Thomas Englich Offline




Beiträge: 267

30.05.2014 10:13
#9 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Ich nochmal ...

Bevor Anmerkungen kommen zur Kreisstrecke, die in meiner Skizze oben enthalten ist: Ich dachte dabei weniger an eine Art Paradestrecke, sondern eher an eine Schleife, die der Fahrzeitverlängerung dient für die Züge auf dem Weg vom Endbahnhof zum Schattenbahnhof. Man kann also erst mal ein paar Runden drehen bevor der Zug seine Fahrt beendet. Okay, vielleicht nicht so besonders sinnvoll für manche, ich selber würde das so auch nicht bauen, sondern eine richtige Punkt zu Punkt Anlage daraus machen wollen. Aber ich wollte auch nicht zuviel vom Ausgangsplan wegnehmen. Nutzt man die Schleife als Paradestrecke muss man in einer Richtung immer erst im Endbahnhof Kopf machen um wieder in den Schattenbf. zu gelangen. Aber das nur zur Vervollständigung. Mal sehen was hier noch für Ideen kommen ...

Gruß Thomas

Meine Webseite:
www.lokalbahn-reminiszenzen.de

OOK Offline




Beiträge: 3.597

30.05.2014 19:58
#10 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, den Gleisplan der Kauneg-Anlage zu schematisieren:



So meine ich, kann man besser sehen, was da eigentlich abgeht. Wenn man guten Willens ist (ich versuche das mal ), kann man erkennen, dass es sich um eine point-to-loop-Anlage mit zusätzlichem Ring zur Fahrzeitverlängerung handelt. Vielleicht hat sich der Planer das so gedacht.
Man kann also aus dem Kopfbahnhof nach einer beliebigen Rundenzahl in den (im Schema relativ verkleinerten) Schattenbahnhof einfahren, in dessen Kehre wenden und dann in eins der Stumpfgleise zurückdrücken, um den Zug abzustellen.
Das ist an sich keine schlechte Idee, hier aber Krampf, denn die lichte Höhe über den Schattengleisen ist geringer als eine hochkant gestellte Hand, ein Eingreifen also unmöglich. Da mit den N-Zügen, die man nicht einmal sehen kann, ordentlich zu rangieren dürfte wenig erquicklich sein.

Dass es für das von mir definierte Konzept keine zweigleisige Strecke braucht, ist selbstredend. Es wird wohl eine Masche des Planers gewesen sein.
Ähnlich wie Thomas hat mich der Plan gereizt, eine einigermaßen brauchbare Variante daraus zu stricken, die stelle ich in Kürze ein.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

eisenhans Offline




Beiträge: 376

31.05.2014 08:27
#11 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Ich hatte ursprünglich gedacht, ach so ein kleines Stück zweigleisig kann doch nicht schaden, aber der Schemaplan macht klar, dass das hier keinen Sinn macht.
Übringens brauchte ich eine Weile bis ich glauben konnte, das der Schemaplan tatsächlich der Plan war, der ursprünglich eingestellt war. Gesteht

Der Eisenhans

OOK Offline




Beiträge: 3.597

31.05.2014 10:14
#12 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Nach einigem Daddeln stelle ich mal diese Variante von mir vor:



Die zwei Gleise im rechten Bogen verlaufen zwar immer noch nebeneinander, aber während das innere Gleis ab Weiche fällt, steigt das andere.
Jetzt ist es im Prinzip immer noch die point-to-loop-Anlage, aber stark vereinfacht. Der Schattenbahnhof ist stark reduziert und ganz nach vorn an die Kante gezogen, damit man wenigstens im vordersten Gleis fiddlen kann. Evtl. könnte man die Kehre auch entfallen lassen und immer umsetzen. Dann wäre es schon fast das Konzept der Siebertalanlage im Blauen Buch.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Lutterberger Offline




Beiträge: 120

31.05.2014 11:50
#13 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Der entwurf gefällt mir gut, aber wäre es optisch nicht besser, das innere Gleis würde steigen? Wenn es fällt, wird es ja nach einer Weile vom äußeren Bogen verdeckt. Ich mein ja nur ...

Es grüßt der Exil-Harzer
Lutterberger

OOK Offline




Beiträge: 3.597

31.05.2014 14:24
#14 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Zitat von Lutterberger im Beitrag #13
... wäre es optisch nicht besser, das innere Gleis würde steigen? Wenn es fällt, wird es ja nach einer Weile vom äußeren Bogen verdeckt. Ich mein ja nur ...
Ich wollte schon schreiben "Au ja, stimmt!", aber ein zweiter Blick zeigt, dass dem nicht so ist. Wir gehen davon aus, dass die Unterkante des Plans "vorne" ist, also wird die Anlage im Wesentlichen von hier aus betrachtet. Da ist das äußere Bogengleis ja höchstens einige unbedeutende Millimeter höher, nicht genug, um vom Zug auf dem inneren Bogen auch nur die Räder zu verdecken.
Am Ende des Bogens ist das äußere Gleis schon wesentlich höher, liegt aber nun für den Betrachter hinter dem inneren, verdeckt also wieder nichts.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Thomas Englich Offline




Beiträge: 267

31.05.2014 15:04
#15 RE: N-Anlage Kauneg antworten

Hallo Otto,

ein schöner interessanter Plan!
Nur die BW Anbindung gefällt mir nicht so ganz. Da würde ich den Impuls bekommen noch am Gleisplan des Endbahnhofes zu tüfteln. Dafür ist die Güterortsanlage jetzt größer geworden (oder kann größer werden) und der Gla mit der langen Verbindungsstrecke ist auch eine gute Idee. Vom "Handgleis" im Schattenbf. mal ganz abgesehen. Mir persönlich würden aber (ob bei Deinem oder meinem Plan) die zwei Bögen rechts letztlich nicht so gefallen. Ich würde also den inneren weglassen und (bei Verzicht auf größere Höhendifferenz) den Gla erst nach dem Kehrbogen von der Strecke abzweigen lassen. Klassisch langweiliger Gla also. Den Hp würde ich auch weglassen, der ist mir zu dicht am Bahnhof. Aber das sind so kleine Details. Da hat jeder so seine Vorlieben. Mir gefällt's jedenfalls, weil hier für einen Endbahnhof noch mehr Betrieb drin ist als in meiner frühen "Morgenstundversion"!

Point-to-loop ist es also immer dann wenn eine Kehrschleife als Endpunkt eingesetzt wird? Weil, ich hätte jetzt point-to-point geschrieben. Weil endlose Kreisfahrten ja nicht möglich sind. Point-to-point ist es aber nur wenn die Endpunkte aus einem Fiddelyard und/oder aus einer "richtigen" Station bestehen? Richtig?! Mir kommen da wohl manchmal die Begriffe noch durcheinander ...

Gruß Thomas

Meine Webseite:
www.lokalbahn-reminiszenzen.de

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de