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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 118 Antworten
und wurde 6.731 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Fischkopp Offline




Beiträge: 421

27.02.2018 12:53
#106 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Moinsen,
ich bin nochmal. Joachim hat zwar völlig recht, mit dem was er sagt,
aber ich denke, wenn man das Vorbild umsichtig wählt, kann man auch in Regelspur
glücklich werden.
Der Bahnhof Sulzburg z.B. ist gar nicht sooo weit vom Kaiserstuhl weg,
er hat Gütergleise und ein beachtliches Bw, so etwas wie eine T3 hat er sicher auch mal
gesehen, und er ist knapp 200 m lang. Das passt mit Kurve an die ganz linke Wand.
Und das Empfangsgebäude hat Real-Modell als bausatz im Angebot.
Das wär doch schon mal ein Ansatz.
Und Furschenbach als Zwischenbahnhof kommt auch nur auf knapp 200 m.

Vielleicht kriegen wirs ja also doch hin, mal sehen...

Grüße
Alex

Edith meinte noch, daß sich auch Beerfelden sehr gut als Endbahnhof eignen würde.
Länge auch knapp 200 m, und immerhin drei Ladestellen mehr als Sulzburg.
Dafür ist das Bw kleiner.

Bill Offline



Beiträge: 93

27.02.2018 19:32
#107 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
danke erstmal für die Vorschläge und Anmerkungen.

Ich möchte am Anfang nochmal mit den Dimensionen klar kommen, bzw. die Möglichkeiten aufzeigen.

Ich habe zwei mögliche Formen des Grundrisses der Anlage gemacht. Einmal mit Zunge von links und einmal mit Zunge von rechts. In den Plänen bin ich mit Lenz R2 (r= 1028,7mm) um die Ecken gegangen. Dann habe ich die maximal möglichen Bahnhofslängen eingezeichnet.

Nicht überall wo eine Länge steht soll ein Bahnhof hin. Aber wenn an der Stelle einer sein soll dann mit der Länge.
Das sind die beiden Möglichkeiten der Aufteilung die ich bis jetzt sehe.




In beiden Plänen kann ein „großer“ Bahnhof recht lang sein, liegt aber immer in einer Kurve. Bei der Zunge von Links muss es ein Endbahnhof sein. Bei der Zunge von rechts kann es ein Durchgangsbahnhof sein.

Dann noch was ich mir in meiner Beschreibung als großen Bahnhof vorgestellt habe ist etwas wie z.B. Breissach (6 Gleise) als Anschlussbahnhof in Kopfform. Oder auch der Bahnhof Schliersee http://doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Ob...20Gleisplan.jpg
Ist zwar kein Anschlussbahnhof, könnte man sich aber denken.

Dann noch zum Vorbild, wie bei Schliersee beschrieben bin ich da recht offen. Wenn ich eine Bahnhof abwandle, dann bin ich für mich auch flexibler im Fahrzeugeinsatz. Ich finde nur eine Umsetzung des Vorbilds ohne die passenden Fahrzeuge für mich schwierig. Dann lieber prototype freelancing.
Um die Richtung etwas zu steuern. Joachims Plan geht in die Richtung was mir gefällt (bis auf die fehlenden Hügel). Die genannten Beispiele, Gerogetown 5.0 oder Hohentengen21, die aufgegeben wurden, sind dann eher nicht das was ich möchte.

Wenn ich bei meinen Obligationen von einem Privatbahn BW spreche, dann meine ich damit ein Lokschuppen, vielleicht zweiständig, aber keine Drehscheibe etc..
Gegenüber einer Idee mit Schmalspur bin ich auch offen. Ein Anschlussbahnhof kann gerne auch von Regel- auf Schmalspur anschließen. Ich fände es aber wichtig wenn Wagen von der einen auf die andere Bahn übergehen können. Klar geht das mit Rollböcken, aber da weiß ich nicht ob das wirklich dauerhaft befriedigend funktioniert, d.h. das es dauerhaft Spaß macht. Wenn es zu „fummelig“ wird, dann kann es auch nerven. Die Rollbock Szenarien die ich bis jetzt gesehen habe fand ich irgendwie improvisiert. Wenn jetzt bei jedem Güterzug Wagen übergehen sollen, dann könnte ich mir vorstellen das mich das nervt.

Dann noch zum Thema „Automatik“ . Berührungsängste habe ich da nicht. Ich kann mir schon Betriebsabläufe vorstellen, die sich tatsächlich unterstützen lassen. In einem Anschlussbahnhof kann sicherlich ein Teil automatisiert werden. Nicht komplett, aber z.B. ein Güterzug kann automatisch bis in den Bahnhof fahren, dann wird dieser vom realen Lokführer zerlegt und die Wagen entweder auf die Anschlussbahn bzw. Anschließer verteilt. Die abzuholenden Wagen werden zusammengestellt und dann fährt die Automatik den Zug wieder zurück, während der reale Lokführer sich um den neuen Zug auf der Anschlussbahn kümmert.

Ansonsten möchte ich im Moment noch an meinen Obligationen festhalten und ein paar Favoriten sollten dabei sein.

Ich bin auch wieder gespannt wie es sich entwickelt.
Grüße
Till

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

28.02.2018 09:25
#108 RE: Was mache ich nun damit? antworten

uijuijui!

Das ist wohl noch ein weiter Weg bis ans Ziel!
Mal sehen wie weit wir kommen!

...ach, das hatte ich ja schon geschrieben.

Ich könnte mir vorstellen mal eine Gartenbahn zu bauen. Das reizt mich schon.
Was ich mir auch vorstellen könnte, wäre eine 5"-Bahn mit selbst gebauten Wagen und Loks vorbildlich zu betreiben.
Vorstellbar wäre auch die Halle mit großen Toren, Verladerampen und Parkplätzen direkt vor meiner Haustür anzumieten oder zu kaufen und dort eine große Modul-Anlage im Maßstab 1:32 aufzubauen bzw. die Werkstätten entsprechend zum Bauen zu nutzen und dort Treffen abzuhalten.
Offen bin ich weiterhin für den Nachbau der Rinteln-Stadthagener-Eisenbahn mit Obernkirchen als Betriebsmittelpunkt, der - zu Zeiten, als noch die beiden Glasfabriken, der Steinbruch und die Brikettfabrik in Betrieb waren - 40(!) Wagen täglich(!) im Ein- und Ausgang hatte und das bei gerade mal 320 m Länge!

Vorstellen kann ich mir viel. Auch Wünsche habe ich viele. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

...aber was ist - Dir Till - wirklich wichtig?

Schliersee ist schon eine Hausnummer.
Der Bahnhof hat 4 Bahnsteiggleise. Fährt ein Zug ein, muss er Kopf machen (außer bei Wendezugeinheiten oder Triebzügen). Zum Drehen der Loks gibt es eine Drehscheibe, um immer Schornstein voraus gegen den Berg zu fahren.
Als Ladestellen habe ich eine Ladestraße, Holzrampe, Güterschuppen, Kopf- und Seitenrampe und BW ausgemacht.
Wenn ich einen Personenzug selbst fahre, ist das alles problemlos zu bewerkstelligen. Auch der Güterverkehr stellt kein Problem dar.
Wenn ein PC nun Kopf machen muss, wird es schon spannender.
- Programmgesteuertes automatsches Abkuppeln
- Fahrweg für die Rangierfahrt stellen
- Vorziehen auf das freie Gleis
- Fahrweg auflösen
- Fahrweg stellen für die Fahrt zur Drehscheibe
- Lok auf die Drehscheibe fahren mit punktgenauem Halt
- Fahrweg auflösen
- Lok automatisch drehen
- Fahrweg stellen
- Lok bereit stellen
- Fahrweg auflösen
- Fahrweg stellen
- Lok vorziehen
- Fahrweg auflösen
- Fahrweg stellen
- Lok an stehenden Zug fahren, ankuppeln und punktgenau halten
- Fahrweg auflösen
- Fahrweg stellen
- Zug fährt ab

Soweit auch nichts spannendes. Das Problem ist eher das punktgenaue Halten.
Ich weiß noch, wie bei der Modellbundesbahn in Bad Driburg die Programmierer Tagelang vor dem PC gesessen haben um einen entsprechenden Lokwechsel hinzubekommen. Es hat ewig gedauert.
Auch bei der Anlage von Dieter Bertelsmann wurde eine Software nach der anderen eingesetzt, getestet, zusätzliche Features Programmiert und letztlich verworfen.
Automatikbetrieb ist nicht ohne.

In der Zwischenzeit hat sich aber einiges bei der Software getan, dennoch ist der Aufwand nicht zu verachten.

Was die Ladestellen angeht, hat Altenkirchen (Rügen) genauso viel zu bieten (Ladestraße, Seitenrampe, Güterschuppen, BHG1, BHG2 und BW) und das auf bedeutend weniger Raum.

Wie würdest Du an die Rampe und an den Güterschuppen kommen? 7 Gleise sind da irgendwie davor. 7 x 10 + mind. 10 zum Anlagenrand sind 80 cm (minimum). Originalkupplungen? Ich glaube nicht.
Man könnte Schliersee von beiden Seiten bedienbar machen, aber das frist Raum.
Der Bahnhof wäre 1 m breit und du hast außer einem schmalen Grünstreifen vorn und den platten Fassaden von EG und GS nichts dargestellt. Willst Du die Holzverladung mindestens andeuten und auch vorne am Anlagenrand noch etwas Landschaft darstellen, bist Du bei rund 1,5 m breite. Dabei reden wir noch nicht einmal von großzügier Landschaftsgestaltung.
Schliersee wäre nicht meine erste Wahl.
...und auch kein Bahnhof dieser Art. (...zumindest in Spur 0)

Ein riesen Ding mit wenig Spiel- und Gestaltungswert.

Ok, jeder hat einen anderen Geschmack!
Wenn er Dir gefällt...

Rollbockverkehr ist ebenfalls nicht ohne. Selbst in 0 und 1 nicht, weshalb ich immer Rollwagen im Modell bevorzugen und mich dementsprechend bei Vorbildern, die auf Rollwagen setzen, umschauen würde.
Sachsen ist prädestiniert dafür. Dort gibt es sogar Berge und Wasser, da Schmalspurbahnen häufig an Flussläufen trassiert wurden. Entsprechend gibt es auch einiges an Brücken und - durch den autarken Betrieb BWs und Werkstätten.
Ein Übergabebahnhof frist ebenfalls sehr viel Platz. ungenutze Rollböcke/-wagen brauchen Stellfläche, aufgebockte/-geschemelte Wagen, die nicht sofort abgefahren werden benötigen weiteren Platz bei der Regel- wie bei der Schmalspur. Ausziehgleise auf beiden Seiten müssen vorhanden sein, um Zugfahrten nicht zu behindern und beide Spuren beanspruchen in der Regel auch noch Platz für den Personenverkehr.
Sinnvoll darstellbar ist nur der eine Bereich, also bei einer Schmalspurbahn der Schmalspurteil des Übergabebahnhofs. Die Übergabe selbst wird von einem FY oder Kassetten gefüttert.

Ich würde Dir empfehlen eine Nummer kleiner zu denken, also entweder wieder in Richtung H0 zu gehen oder aber von Schliersee und Übergabebahnhöfen abschied nehmen.

Wieder die Ausgangsfrage: Was ist Dir wichtiger?


Gruß
Joachim

Bill Offline



Beiträge: 93

28.02.2018 10:13
#109 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
ich habe mir noch Gedanken über den „großen“ Bahnhof gemacht. Ich habe ihn mal Rheinstadt genannt. Der Bahnhof hat ein bisschen das Gleiche Schicksal wie Breisach am Rhein, deshalb den selbigen Fluss im Namen.

Früher war der Bahnhof mal Durchgangs- und Anschlussbahnhof. Jetzt ist er zum Kopfbahnhof mit Anschluss einer Privatbahn geworden. Die DB Strecke führt von der Kleinstadt Rheinstadt ins größere Freiburg. Es gibt einen Personen- und Güterverkehr. Der Güterverkehr ist besonders wichtig, da die Privatbahn viel Basaltschotter aus einem an der Strecke gelegenen Steinbruch transportiert. Daneben gibt es noch einige Anschließer in Rheinstadt und auf der Privatbahnstrecke. Die Privatbahn bedient in Rheinstadt alle Anschließer und zerlegt und erstellt die Güterzüge für die DB.

Schematisch sieht der Bahnhof so aus.


Gleis 1 ist Kopfgleis der Privatbahn. Hier halten die Schienenbusse die den Personenverkehr auf der Privatbahnstrecke übernehmen und dort auf die DB Personenzüge übergehen.
Gleis 2 und 3 sind im Bahnhof für die Lokbespannten DB Personenzüge. Halt ist auf Gleis 2. Gleis 3 ist im Bahnhof Umfahrungsgleis.
Gleis 3 ist im Güterbereich Einfahrgleis für die DB Güterzüge aus Freiburg. Gleis 2 wird zur Umfahrung genutzt.
Gleis 4 ist Richtungsgruppe für DB Züge Richtung Freiburg.

Gleis 5 ist Durchgangsgleis für den Personenzug der Privatbahn
Gleis 6 ist Einfahrgleis für die Güterzüge der Privatbahn.
Gleis 7 ist Richtungsgruppe Richtung Privatbahn.
Gleis 6 ist Richtungsgruppe der Basaltwagen zum nahegelegenen Hafen.

Gleis 71 und 81 sind das Privatbahn BW.
Gleis 81 ist Ladenstraße und Rampe.

Dieser Plan würde für die Raumaufteilung mit der Zunge beginnend im linken Raum passen.
Die Privatbahn sollte noch ein paar Anschlieser auf der Strecke und einen Endbahnhof bekommen. Ein FY ist nicht nötig.
Die DB Strecke startet und endet im FY Freiburg.

Soweit meine erste Idee zum „großen“ Bahnhof.

Grüße
Till

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

28.02.2018 11:48
#110 RE: Was mache ich nun damit? antworten

In welcher Baugröße soll der Bahnhof verwirklicht werden?
H0 oder 0?

Vorhin vergessen zu erwähnen:
Dieter Bertelsmann kommt in die Jahre und sucht einen Nachfolger für seine Anlage.
Am liebsten wäre ihm, wenn die Anlage zum Teil oder ganz für die Öffentlichkeit zugänglich wäre.
Eine Privatperson kommt natürlich auch in Frage.

Die Anlage hat alles, was Du Dir wünscht
Oberleitung, Berge, Wasser BW, Drehscheibe, großzügige Bahnanlagen und Landschaft, sowohl Automatikbetrieb wie auch Fahrbetrieb nach FREMO-Manier, ist vom Thema im Freiburger Raum angesiedelt, 50 qm groß, ein Bahnhof von dem eine Nebenstrecke abzweigt mit Traktionswechsel, eine Spitzkehre, ein Endbahnhof, viele Ladestellen. Alle Fahrzeuge vorhanden und gesupert, anspruchsvoller Gleisplan, 3 Fiddle Yards.

...einziges Manko: Es ist nicht Spur 0.

Wenn Interesse besteht, kann ich gerne den Kontakt vermitteln.


Gruß
Joachim

Fischkopp Offline




Beiträge: 421

28.02.2018 20:51
#111 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hm, also wenns doch etwas "Größeres" sein soll, hätte ich noch Kiel Süd im Angebot.
Hier gibts ein paar Bilder, Gleisplan kann ich bei Interesse mal zeichnen.

http://eisenbahn-nord.de/1Privat/Ablage%.../Textablage.htm

Geboten wird:
-Gemeinschaftsbahnhof von zwei Kleinbahnen
-Anschluß an die Staatsbahn
-Lokschuppen
-Ladestraße, Güterschuppen, Kombirampe
-Anschlußgleise Kohlenhändler, Baustoffhandel, Tamponfabrik (wenn ich richtig informiert bin)
-nach einigen Kilometern zweigt von der Strecke nach Schönberg eine Anschlußbahn zu einer großen
Werft (heute teil des Seehafens) ab

Vielleicht kann man das ja als Grundlage für was Eigenes gebrauchen.

Gruß
Alex

Bill Offline



Beiträge: 93

18.03.2018 12:14
#112 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,

ich bin mit dem neuen Entwurf noch nicht so weit, dass ich was zeigen kann.

Aber ich habe mal die Entwicklung der Kaiserstuhlbahn als kurzen Film gemacht.
Finde ich ganz gut um die Änderungen über die Zeit der Planung zusehen.
Kann man hier sehen



Oder hier https://youtu.be/E3Jopw1kblM

Grüße
Till

Bill Offline



Beiträge: 93

24.03.2018 15:45
#113 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
jetzt bin ich mal dazu gekommen weiter zu planen, um noch mehr „Angebote“ zu sehen.

Ich hatte ja hier schon meine ZWÄNGE beschrieben. Daraus habe ich mal zwei Varianten geplant. Wobei die Bahnhöfe erstmal eine Ortsbestimmung sind. Die Gleisplöne sind noch sehr vage.

Einmal habe ich die Zunge im linken Keller beginnen lassen. Das sieht dann so aus:

Hier ist Ankirch aber eigentlich zu viel. Betrieblich bringt der halt nicht wirklich was und da steht noch ein Mauer im Weg.
Was mich noch stört ist die offene Zunge ohne Trennkulisse. Man sieht vom Bahnhof immer die eigentlich „weit“ entfernte Strecke. Deshalb habe ich diese Variante erstmal nicht weiterverfolgt.

Ich habe dann mit einem relativ ähnlichen Layout zur Kaiserstuhlbahn weitergemacht. Die Zunge geht im rechten Kellerraum ab.
Sieht dann so aus:


Ich habe jetzt mit einem Anschlussbahnhof zu einer Schmalspurbahn geplant. Damit gehen die Radien auf die Zunge besser darzustellen. Im Normalspur ist das recht knapp, bzw. müsste übereinander gelegt werden.
Ich würde gerne im Mittelgebirge bleiben und trotzdem einen Hafen haben. Da bietet sich die Westseite des Schwarzwaldes an. Bis zum Rhein ist es nicht weit. Damit ein Hafen auch Sinn macht, sollten Massengüter abtransportiert werden können. Deshalb habe ich mir gedacht, dass eine Schwer- und Flussspat Grube gut passt. Gibt es im Schwarzwald und die Empfänger sind einmal über das Schiff aber auch über die Bahn (DB) zu beliefern. Mit dem Schiff geht der Flussspat dem Rhein runter zu den Eisenhütten und mit der Bahn geht es z.B. nach Ludwigshafen zur Chemischen Industrie.
Bei dieser Planung ist der Hafen über die Schmalspurstrecke erschlossen. Ist nur noch die Frage wie der Spat auf die Normalspurwagen kommt. Ich weiß nicht ob so schwere Wagen mit Rollböcken oder Rollwagen befördert wurden. Oder man bringt die beiden Bahnen höhenmäßig übereinander und kann umschütten.
Die Schmalspur hat auch interne Relationen. Besonders Holz für die Grube wird intern zum Sägewerk gebraucht und von dort dann die Verarbeiteten Hölzer in die Grube.
Ob die Schmalspurbahn in Schuttdorf endet oder noch weiter in einen FY geht weiß ich auch noch nicht.

Alternativ könnte die Anschlussbahn auch Normalspurig sein. Das würde den Übergang der Wagen erleichtern.

Die geplante Normalspurstrecke bedient den Personenbahnhof Rheinstadt und stellt die Güterverbindung in die weite Welt sicher. Ob diese auch den Hafen bedienen soll muss ich noch überlegen, bzw. hoffe wieder auf eure Anmerkungen.

Grüße
Till

Bill Offline



Beiträge: 93

28.03.2018 10:03
#114 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,

manchmal bestimmt die Technik auch die weitere Planung. Es bleibt wohl bei der schmalspurigen Anschlussbahn.
In Busek habe ich nämlich das gesehen:


So funktioniert eine Rollbockgrube scheinbar ohne Probleme. Hier kann man dann Relationen über den Anschluss planen ohne, dass es immer eine „Fummelei“ wird.

Grüße
Till

Fischkopp Offline




Beiträge: 421

29.03.2018 17:37
#115 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Moin Till,
auch ne sehr interessante Richtung, die Du nun einschlägst.
Vielleicht ist Schmalspur doch das Richtige. Gehst Du denn eher in
Richtung Meter- oder Engspur? [Die Frage aller Fragen...]
Und hast Du irgendein Vorbild im Kopf, bei dem Du Anleihen nehmen möchtest,
denn jetzt betreten wir ein nicht weniger weites Feld als bei der Regelspur...

Bin gespannt, wies weiter geht,

Alex

absolute_Null Offline



Beiträge: 178

30.03.2018 08:45
#116 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Ob wir jemals ankommen werden...

Ich hatte schon etwas zur Übergabe Regelspur <> Schmalspur geschrieben.
...auch, dass es neben Rollböcken auch Rollwagen gibt!

Ich würde mich freuen, wenn Du uns weiter auf dem Laufen hälst.


Gruß
Joachim

Bill Offline



Beiträge: 93

30.03.2018 17:33
#117 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,

damit ich weiter planen kann, muss ich mir erstmal klar werden was ich plane. Ich denke das grundsätzliche Layout passt. Nur wie sehen die Bahnhöfe aus? Bei der Kaiserstuhlbahn gab es ja eine klare Vorlage, hier eine Idee wie es aussehen kann.

Ich versuche mal die Verkehre auf der Anlage zu skizieren und zu quantifizieren.

Hier ist einmal die Schmalspurstrecke. Diese wurde hauptsächlich wegen der Schwerspatgrube „Calierya“ gebaut. Diese baut in der Zeit ca. 100.000 t Schwerspat ab. Diese werden zum großen Teil über den Hafen abgewickelt. Wenn ich annehme das 80.000 t per Schiff abtransportiert werden sind es bei einem „Europaschiff“ 60 Ladungen.
Die Transporte auf der Schiene erfordern gut 6500 Wagenladungen um die gesamte Produktion aufzufahren. 5300 Wagen zum Hafen und 1200 Wagen die in Rheinhausen auf die Normalspur umgeladen werden.

Insgesamt werden pro Werktag ca. 30 Wagenladungen benötigt. 24 zum Hafen und 6 werden auf die Normalspur umgeladen.

Dann gibt es noch weiter Güter die von der Normalspur an die Anlieger der Schmalpurbahn geliefert werden. Die Grube baucht Energie also sollten Kohle und auch flüssige Brennstoffe geliefert werden.
Es gibt einen Stückguttransport.
Es gibt auch eine Holzindustrie an der Schmalspurstrecke. Diese liefert einmal an das Sägewerk in Schutterdorf aber auch an entferntere Sägewerke über Rheinstadt. Intern liefert das Sägewerk Balken zur Absicherung der Grube. Ebenso werden die Produkte des Sägewerks über Rheinstadt an entfernte Kunden geliefert.
Für den Personenverkehr zur Grube und nach Schutterdorf gibt es einen Triebwagen der auch die Stückgutwagen mitnimmt. Dann gibt es noch eine? Streckenlok für den Güterverkehr und eine Lok in Rheinstadt für die Rangierbewegungen.

Die Normalspurstrecke schließt Rheinstadt an die weite Welt an. Es gibt einen relativ großen Berufs- uns Schülerverkehr. Dieser wird in den Stoßzeiten mit Lokbespannten Personenzügen geleistet. In der Nebenzeit fährt ein Triebwagen.

Der Güterverkehr nimmt zum einen die Übergaben der Schmalspurstrecke auf und stellt den Transportbedarf in Rheinstadt sicher.

In Zahlen sieht das dann so aus:

Schmalspur täglich:
30 Wagen Schwerspat nach Rheinstadt (Schmalspur)
24 Wagen Schwerspat von Rheinstadt zum Hafen (Schmalspur)
6 Wagen Schwerspat Umladen (Schmalspur Sturzbühne)
2 Wagen Holz (Schmalspur umladen)
1 Wagen Kohle (Rollbock)
1 Wagen flüssige Brennstoffe (Rollbock)
2 Stückgut wagen (Schmalspur umladen)
Personenzug 6 mal täglich Schutterdorf und zurück

Normalspur täglich:
4 Wagen Schwerspat (von Sturzbühne)
1 Wagen Holz (von Umladung)
3 Wagen Kohle (zum Rollbock und für Rheinstadt)
2 Wagen flüssige Brennstoffe (zum Rollbock und für Rheinstadt)
4 Stückgutwagen (von Umladung für Rheinstadt)
Personenzug 3 mal täglich Lok mit 3 Wagen
6 mal täglich Triebwagen

Für die Planung von Rheinstadt heißt es jetzt für mich die Gleisanlagen nach den oben genannten Anforderungen zu planen.

Schmalspur:
Die Gleise für die Abwicklung des Schwerspatverkehrs sollten die Hälfte der Wagen aufnehmen können. Wenn zweimal am Tag die Grube bedient wird, dann sollten die Gleise 15 Wagen aufnehmen können. Es sollte ein Einfahrgleis und ein Ausfahrgleis mit 3m Länge zur Verfügung stehen und ein Verkehrsgleis. Vom Ein- und Ausfahrgleis muss man die Sturzbühne und den Hafen erreichen können.
Die andern Güter sollten auch eine gemischtes Ein- und Ausfahrgleis erhalten. Diese müssen mit dem Umladegleis und der Rollbockgrube verbunden sein.
Der Personenverkehr kann über einen Bahnsteig erfolgen, der mit nur einer Weiche, Richtung Schutterdorf an die Strecke angeschlossen ist.

Normalspur:
Hier sollte der Güterbereich ein Einfahrgleis, ein Ausfahrgleis und ein Verkehrsgleis aufweisen. Diese müssen an die Sturzbühne und das Umladegleis angeschlossen sein.
Der Personenverkehr kann auch über das Verkehrsgleis zum Personenbahnhof mit einem Bahnsteig gehen. Hier soll es eine Umfahrmöglichkeit geben, da Lokbespanne Züge eingesetzt werden. Dieser Bahnsteig solle räumlich relativ nah am Bahnsteig der Schmalspurstrecke liegen. Hier solle es auch noch ein Güterschuppen für das Stückgut geben.

Macht das Sinn?

Grüße
Till

Bill Offline



Beiträge: 93

16.11.2018 17:33
#118 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hallo,
nach doch langer Unterbrechung kann ich aus der 1 zu 1 Welt berichten, dass es Licht wird.

Ich bin wirklich im Keller angekommen und habe erstmal viele Lampen installiert. Jetzt sehe ich sogar was – leider hauptsächlich die Reste von 2 Jahren Hausbau.

Nächste Woche kommen noch die Steine zu Pflastern der Einfahrt und dann kann ich erstmal in den Keller, der „nicht Garten“ muss bis zum Frühjahr warten.

Ich habe mir nebenbei immer wieder Gedanken gemacht, was ich nun im Keller mache. Das möchte ich in einem neuen Thread zur Diskussion stellen.

In zwei Stufen um den Kaiserstuhl.


Grüße
Till

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

26.05.2019 10:14
#119 RE: Was mache ich nun damit? antworten

Hi Alle,

hier passt es vielleicht am besten hin: im HiFo gibt es einen neuen historischen Bericht zur Kaiserstuhlbahn. Abgesehen davon, dass die Bilder hübsch sind, lernen wir über Ladestellen und Güterverkehr sowie dazugehörige Rangiervorgänge, eine ganz andere V100, und sehen schließlich Riegeler mal wieder.

Schönen Sonntag noch,
Reiner

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