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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 4.357 mal aufgerufen
 X.4b. Identität durch Fahrzeuge
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Gilpin Offline




Beiträge: 1.510

09.12.2019 15:38
#16 RE: Identität oder Betrieb? Antworten

Hi zusammen,
„Vorsichtig“ ist schon richtig - sanften Druck braucht‘s meiner Erfahrung nach dennoch.
Gruß, Gilpin
Will sagen: ganz einfach ist das nicht; Ich empfehle unbedingt, an einem Übungsstück Erfahrung zu sammeln, nicht an einem Lokmodell.
Edith

memento Offline




Beiträge: 92

09.12.2019 19:02
#17 RE: Farben entfernen? Antworten

Hallo Udo, hallo Gilpin,

ich hatte im Modellbahnladen letztens ein Gespräch mit jemandem, der häufiger Modell-Beschriftungen entfernt (wenn auch in anderer Spurweite und Epoche).

Den Hinweis, daß man das unbedingt vorher probieren muß, bevor man auf das eigentliche Modell "losgeht", hatte er mir auch gegeben. Und daß es sowohl vom Baujahr, dem Hersteller und auch der Lackfarbe des Modells abhängen kann, wie gut das alles klappt.

LG
Thomas


PS.


Beim Googeln nach Nebenbahnen zu Zeiten der DRG und der ganz frühen DB habe ich noch dieses schöne Bild gefunden:

https://www.bahnbilder.de/bild/Deutschla...ussische-t.html



Eine preußische T16 alias 94.5 zieht einen kurzen Zug mit zwei Güter- und zwei Personenwagen auf der Kochertalbahn im Jahre 1935. Die Lok hat zwar eine Riggenbach-Bremse, aber die maximale Steigung dieser Bahnstrecke liegt bei 38 ‰ – also haarscharf unter den 40 ‰, die als Grenze für "Steilstrecken" bei Nebenbahnen gelten.

Vermutlich werden die meisten einwenden, daß die 94er für Nebenbahnen, die keine Steilstrecken sind, dennoch tendentiell untypisch und überdimensioniert sind. ABER in TT muß man doch nehmen, was man kriegt, und ich bin auch geneigt, politisch zu denken: Will sagen, wenn 2019 überhaupt noch ein Hersteller in das Geschäft mit attraktiven TT-Dampfloks (nicht nur für DR-Ost!) neu einsteigt, muß man den eigentlich direkt mit einem Kauf unterstützen, bevor er's mangels Erfolg eh direkt wieder sein läßt.

So gesehen ist das neue und bezahlbare Kühn-Modell für DB Epoche IIIa halt verführerisch ... also das Modell ist gut für 1950-52 passend, nicht erst ab 1957 ... und ich denke, eine solche Vorbildsituation wie die auf dem Foto oben von 1935 kann es doch ziemlich glaubhaft auch 1950-52 bei der ganz frühen Bundesbahn noch mit den gleichen Fahrzeugen so gegeben haben. (Wieso überhaupt von 1935 auf 1950-52 springen? Nunja: Für DRG wird es die Kühn-94er nämlich nicht geben.)

Solwac Offline



Beiträge: 61

11.12.2019 20:06
#18 RE: Farben entfernen? Antworten

Zitat von memento im Beitrag #17
Vermutlich werden die meisten einwenden, daß die 94er für Nebenbahnen, die keine Steilstrecken sind, dennoch tendentiell untypisch und überdimensioniert sind.
Dazu braucht es doch nur einen "relativ hohes" Güteraufkommen. Wenn die 94er dann mit einer Füllleistung einen Personenzug befördert, dann passt das doch. Wichtig sind doch die Gedanken dahinter und wenn eine gute Erklärung für den dargestellten Betrieb gefunden werden kann, dann ist doch fast so gut wie ein echtes Vorbild.

isenmann Offline



Beiträge: 3

14.12.2019 17:35
#19 RE: Farben entfernen (Steilstrecken 94.5)? Antworten

Hallo Zusammen!

Nachdem hier ein Bild von meinem eigentlich favorisierten Vorbild (Wenn ich viermal so viel Platz hätte...) aufgetaucht ist, nutze ich die Gelegenheit, um ein paar Infos (bzw. meine Interpretation) aus dem Buch "Die Kochertalbahn Waldenburg-Künzelsau-Forchtenberg von Dieter Gräter" einzustreuen:

Ein Zitat aus dem Buch: "Für den schweren Verschub wurden dem Bw Heilbronn Ende der zwanziger Jahre preußische T 16.1 (Baureihe 94.5) zugeteilt. Der Lokbahnhof Künzelsau hatte einen Bedarf von drei Maschinen dieser Baureihe. Die schwierigen Betriebsverhältnisse auf dieser Nebenbahn führten dazu, dass immer mindestens vier Maschinen des Bw Heilbronn mit einer Riggenbach-Gegendruckbremse ausgestattet wurden, um so bei anstehenden Fristen und Reparaturen den Bedarf des LokBhf Künzelsau stets decken zu können."

Vermutlich für Wochenendpendler gab es im Fahrplan 1953 Montag früh einen Zug, der bereits 3:50 in Forchtenberg gestartet ist und vermutlich über die Hauptstrecke (Crailsheim-Heilbronn) bis Heilbronn (Ankunft 6:17) durchgefahren ist. An den anderen Werktagen war der Start in Forchtenberg um 5:24. Es gab damals acht Zugpaare zwischen Waldenburg und Künzelsau und sechs zwischen Künzelsau und Forchtenberg.

Es dürfte eine Maschine im Lokschuppen am Steckenende in Forchtenberg übernachtet haben. Hab keinen Hinweis gefunden, ob die beiden anderen Maschinen gemeinsam im Lokschuppen in Künselsau untergebracht werden konnten. War einständig, könnte aber lang genug gewesen sein.

Die 94.5 wurden durch Schienenbus und V100 verdrängt, dürften im Güterverkehr aber noch bis mindestens 1958 in Einsatz gewesen sein. Die im Kochertal eingesetzten Maschinen wurden zwischen 1960 und 1968 u.a. in Heilbronn, Crailsheim und Tübingen ausgemustert.

LG Götz

OOK Offline




Beiträge: 4.336

14.12.2019 18:40
#20 RE: Farben entfernen (Steilstrecken 94.5)? Antworten

Zitat von isenmann im Beitrag #19
War einständig, könnte aber lang genug gewesen sein.

Kleine Anmerkung zum Eisenbahnerslang: Wenn in einem eingleisigen Lokschuppen zwei Loks hintereinander Platz finden, dann nennt man das zweiständig, d.h. da können zwei Loks stehen.
Gruß

Otto

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Nebenbahner Offline



Beiträge: 53

14.12.2019 21:19
#21 RE: Farben entfernen? Antworten

Zitat von Solwac im Beitrag #18
Wenn die 94er dann mit einer Füllleistung einen Personenzug befördert, dann passt das doch.

Die in Beitrag #17 verlinkte 94 754 hat es (später) als Personen(Sonder)-Zug sogar bis nach Gerabronn geschafft (siehe hier)

Am Streckenende in Langenburg hat es auch einen (eingleisigen) 2-ständigen Lokschuppen gegeben.
Dort haben zu Beginn sogar 2 Loks übernachtet.
Die 1. Lok hat den Frühzug um 5:30Uhr nach Crailsheim übernommen und wurde mit Crailsheimer Personale gefahren.
Die 2. Lok pendelte immer von Langenburg nach Blaufelden mit Langenburger Personale.
Die 1. Lok hat den letzten Zug von Crailsheim nach Langenburg gefahren und stand dort dann als letzte Lok im Schuppen.
Waren größere Wartungsarbeiten an der 2. Lok notwendig, die in Langenburg nicht durchgeführt werden konnten, dann wurden die beiden Loks Nachts im Schuppen umgetauscht und die Arbeiten dann am nächsten Tag in Crailsheim erledigt. In der Regel hatte dann das Langenburger Personal am nächsten Abend "seine" Lok wieder zurück.

Grüße
Gerold

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