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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.015 mal aufgerufen
 X.4b. Identität durch Fahrzeuge
schwellenbock Offline




Beiträge: 17

27.08.2019 00:33
Identität oder Betrieb? antworten

Hallo zusammen,

ich war hier längere Zeit nicht aktiv und bin immer noch am Planen, d.h. es gibt nichts Vorzeigbares. Allerdings habe ich letztes Jahr das BAE, das Blaue Buch und dieses Jahr 'Kleine Bahn nach Plan' gelesen, was mich doch wieder motiviert hat weiterzumachen.

Mein Thema ist soweit unverändert geblieben, nämlich eine Nebenbahn in Mecklenburg um 1925 (Plusminus). Nun ist man sich in allen Artikeln einig darüber, daß Nebenbahnen kostengünstig und damit nicht für hohe Achslasten gebaut wurden. Also ergibt sich ein gewisser Zwang zu kleineren Maschinen, wie z.B. T3 und T4. Eine T6 würde vielleicht auch noch gehen. Und damit bin ich an einem schwierigen Punkt, wenn man sich über die Realisierung Gedanken macht. Da ich mich aus Platzgründen dafür entschieden habe unter H0 zu bleiben und N dann doch zu winzig war, bin ich zwangsläufig bei TT gelandet.

Das Angebot ist sehr überschaubar, es gibt nämlich nur von Tillig eine T3 zu kaufen. Das ist natürlich schon mal super, wenn auch nur für DB und DR Loks im Angebot sind. Ja, es gibt das Güterzugset mit einer DRG Lok, was ich mir schon gekauft habe. Ansonsten habe ich natürlich von pmt die T4 bestellt, aber ich habe inzwischen Zweifel, ob die noch vor dem Renteneintrittsalter von Werner Hammer gefertigt wird .

Ansonsten habe ich nichts weiter gefunden, d.h. es gäbe akuten Triebfahrzeugmangel. Schlepptenderloks sind meiner Meinung nach zu groß und schwer, d.h. fehl am Platz. Die Unterschiede zwischen Güter- und Personenzuglokomotiven würde ich in dieser schwierigen Lage unter den Tisch fallen lassen.

Was also tun? Noch ein paar DB T3s kaufen und eventuell die Beschriftung ändern? Ist es vielleicht besser Betrieb mit unpassenden Loks zu machen, als gar keinen? Aber was macht das mit der Anlage?
Wie seht Ihr das?

Gruß,
Andreas

Klaus Weibezahn Offline



Beiträge: 49

27.08.2019 00:54
#2 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Moin Andreas,

wenn schon, dann solltest Du 2 von 3 T3 zu einer Ausführung mit einem Führerhaus mit "Schräge" auf der Rückseite umbauen; und davon eine mit anderer Domanordnung; dann hast Du doch 3 verschiedene Loks und kannst schon mit der Maschine von Tillig/Jatt direkt Betrieb machen ...
T4 wäre auch in H0 ganz nett!

Mit freundlichem Glückauf

Klaus Weibezahn

Silbergräber Online



Beiträge: 559

27.08.2019 07:56
#3 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Moin,

Klaus hat den richtigen Weg schon aufgezeigt. M.E. wäre eine G7.1 von Piko auch vertretbar für den Güterzugdienst. Leider gibt's die wohl noch nicht in Epoche-II-Ausführung, aber das sollte das geringste Problem sein. Neben Rangierdienst entlang der Hauptstrecke sind diese leichten Schlepptenderloks mit einer Radsatzfahrmasse von knapp unter 15 t (T3 und T4 kommen auf knapp 13 t) auch beim Vorbild auf kurzen Nebenstrecken im Güterverkehr zum Einsatz gekommen.

Im Nachbarforum hat jemand eine Segmentanlage mit nordostdeutschen Motiven vorgestellt - ist es so etwas, was Dir vorschwebt?
https://www.h0-modellbahnforum.de/t32040...-Segmenten.html

LG

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
--------------------------
Mein Planungsthread:
"Auf schmaler Spur in den Oberharz"
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=144119

Mein Wagenschnitzer-Thread:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=50&t=139641

schwellenbock Offline




Beiträge: 17

27.08.2019 14:45
#4 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Klaus,

das was Du hier so locker verschlägst ist in der Theorie eine tolle Lösung, aber in der Praxis treibt es mir die Schweißperlen auf die Stirn. Ich habe noch nie an einer Lokomotive oder einem Wagen herumgebastelt, weil doch ein gewisser Wert auf dem Spiel steht und man nur einen Versuch hat. Wenn es gut geht hat man nachher drei optisch verschiedene Maschinen, was super wäre. Aber wenn nicht ...?

Vielleicht überlege ich mir das noch mal, aber vorerst würde ich dann doch lieber eine DB Lok im Jahre 1925 auf der Kleinbahn einsetzen. Das ist einfach die sicherere Variante. Aber dann ist es mit der Identität eben nicht so weit her.

Mit wäre es doch wichtiger, daß der Lok-Typ stimmt, als die Beschriftung, die man nur aus nächster Nähe, bzw. auf Fotos sieht.

Gruß,
Andreas

schwellenbock Offline




Beiträge: 17

27.08.2019 15:57
#5 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Jörn,

was das Motiv betrifft, geht Dein Link genau in die richtige Richtung. Die Sache mit dem Kreisverkehr finde ich nicht so toll, aber das gehört in eine andere Abteilung. Prinzipiell ist 'Blütezeit der DRG. Die Eisenbahn der 30er-Jahre auf einer H0-Anlage der Superlative.' im Eisenbahn-Journal (Super-Anlagen 1/2012) von Ulrich Meyer mein Vorbild. Optisch geht 'Das schmale Karow' aus 'Kleine Bahn nach Plan' in die gleiche Richtung.

Vielen Dank für den Hinweis auf die G7.1. Die ist zwar nie auf meiner Vorbildstrecke gefahren, aber ich will meine weitere Planung inzwischen nicht mehr nur am Vorbild ausrichten, sondern den Weg 'Motiv und Plan' aus der MIBA 'Kleine Bahn nach Plan' verfolgen. Insofern ist das für mich eine Lösung für die langen Rübenzüge und vielleicht finde ich noch weitere Verwendungen im industriebereich.

Gruß,
Andreas

OOK Offline




Beiträge: 4.098

29.08.2019 16:50
#6 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Andreas,
Jörn hat ja die Achsfahrmasse (früher Achslast) in den Vordergrund gerückt. Die ist entscheidend für die Verwendung auf deinem leichten Oberbau, nicht die Größe der Lok.
Was die Identität durch Fahrzeuge speziell Tfz angeht, kennst du ja die Lösung der BAE: Die BAE hätte, wenn es sie gegeben hätte, mit Sicherheit Ts5-Maschinen beschafft. Deswegen habe ich ja die BAE und nicht die SHE oder NWE.
Und so kannst du es auch machen. Du erfindest eine sehr plausible Bahn, die das reale Netz ergänzt, setzt eine höchste Achslast fest und lässt deine Bahngesellschaft beschaffen, was sie kriegen kann.
Deine Abneigung gegen den Umbau von Loks kann ich verstehen. Was spricht denn dagegen, drei total identische Loks zu haben? Das wäre sogar sehr vorbildgerecht. Vorbildbahnen haben, ganz anders als Modellbahner, stets angestrebt, möglichst wenig Loktypen zu unterhalten zu haben. Daher hat die BAE ja auch drei Ts5en im Stall.

Und bei der BAE hat es 25 Jahre (in Worten: fünfdundzwanzig) gedauert, bis die erste "richtige" Harzlok auf die Gleise kam: die BB-Mallet der MF Karlsruhe. Das wird bei Regelspur TT nicht so lange dauern. Fang einfach an, Mann!

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

30.08.2019 21:41
#7 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Andreas, hallo Alle,

Ich hatte mal eine A4-Broschüre aus dem Franckh-Verlag (?), mit Aufrisszeichnungen deutscher Länderbahnlokomotiven, und da gab es ein paar Mal die Herkunftsbezeichnung meckl. Hab' ich verkauft oder weggeschmissen, weil mir irgendein Verwendungszweck nicht zu kommen schien. Heut' wär's so weit gewesen!

Hilfsweise habe ich in das Taschenbuch Deutsche Dampflokomotiven – Regelspur* geschaut, und siehe da, es gab eine P31 – nicht das wahre – und eine meckl T4 (1'C n2t) mit sehr eigenständigem Aussehen; die "Anlehnung an die preußische Gattung T 93" (S. 211) scheint mir eine sehr freie gewesen zu sein. Also schon eher das Wahre: immerhin gab's 50 Stück davon. Kleine Quizfrage: wie viele T3 gab es auf dem Gebiet der vormaligen Mecklenburgischen Friedrich-Franz-Eisenbahn 1925? Weitere Infos findet der geneigte Leser hier. Und nun kommt das dicke Ende: bei pmt findet man genau die Lok (91 1909) als Fertigmodell in TT! Klar sage ich Dir, Andreas, nichts neues - vielleicht interessiert's die Allgemeinheit. Nur: Beschriftung ändern...

Du kannst das einfach so machen wie Otto das vorschlägt, es geht aber auch noch mehr Richtung Identität: Auswahl einer Strecke in Mecklenburg samt ihrer Bahnhofsgleispläne und -Architekturen und der Fahrzeuge, die dort verkehrt sind. Plus der regionalen Wirtschaft, die von der Bahn bedient wurde. (Ich verstehe Dich so, dass es Dir um die Bahn in der Fläche geht, nicht um die Küstenregion mit ihrer ganz eigenen Struktur.)
Für's weitere Mitdenken wäre die Idee der Anlage hilfreich, einfach nur, was es werden soll: ein Bahnhof, eine Strecke adW...

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Edith: Insgesamt gab's dort 67 (siebenundsechzig) T3.

*Horst J. Oberbayer: Taschenbuch Deutsche Dampflokomotiven, Regelspur, Stuttgart: Franckh, 1973

schwellenbock Offline




Beiträge: 17

01.09.2019 22:07
#8 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Gilpin,

ich bin gedanklich seit ein paar Jahren an einer Kleinbahn in Mecklenburg dran, siehe meinen damaligen Beitrag Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft. Fünf Jahre ist das inzwischen her !? OOK hat Recht - ich sollte endlich anfangen...

Zuerst wollte ich es mittels der echten Gleispläne, Gebäude und Fahrzeugen so authentisch wie möglich machen, aber da gibt es in der Praxis doch verschiedene Schwierigkeiten. Es gibt (fast) keine Fotos im Netz aus dieser Zeit und auch keine Gleispläne (im Jubiläumsheft sind zwei drin), aber hier geht es ja um die Fahrzeuge. Und da wären die T3 und die Mecklenburgische T4 ideal. Die T3 habe ich, wenn auch mit DR beschriftet. Und die T4 ist seit zwei Jahren bestellt, wird aber wohl in den nächsten Jahren nicht produziert.

Inzwischen sehe ich das alles nicht mehr so eng, weil man sonst nie von der Stelle kommt. Die BR 55 gab es auf der Strecke nicht, aber sie wäre von der Radsatzfahrmasse her geeignet und nicht so ein dicker, schwerer Brummer. Ich könnte mir inzwischen auch Streckenverlängerungen oder Anschlüsse an der Strecke vorstellen, um mehr Betrieb zu haben und interessanter Rangieren zu können.

Gruß,
Andreas

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

02.09.2019 21:59
#9 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Andreas,

Danke, dann hab' ich nach Deinem

Zitat von schwellenbock im Beitrag #8
damaligen Beitrag Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft
eben mal geschaut! Eigentlich ist der nicht mehr sehr viel Wert, er war in N! Also: . So hatte ich Deinen Wiedereinstieg verstanden; aber:

Ich hatte auch große Schwierigkeiten, diese Planung zu verstehen, und nachdem ich sie verstanden hatte, fand ich sie auch nicht mehr so hübsch. Die Bahnstrecke Teterow-Gnoien ist ja nicht wirklich eine Gebirgsbahn, was die Gestaltung von Steigungen und Einfahrten in Spiralen eher erschwert. Auch großartige Gebäudeschluchten zum Wegtarnen sind beim Vorbild etwas rar...

Tust Du Dir nicht leichter mit einer sehr viel knapperen Planung? (Mehr dazu später.) Und wo wir dabei sind: warum baust Du nicht als Einstieg mal das Bahnhofsgebäude Schwetzin?

Schöne Woche noch,
Gilpin

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

06.09.2019 20:26
#10 RE: Identität oder Betrieb? antworten

Hallo Andreas,

ich habe Deinen alten Beitrag erst noch einmal nachvollziehen müssen – er ist das Beste, was es zu der Strecke gibt. Deshalb meine Frage: inwieweit gilt der noch? Klar hast Du Dich von N verabschiedet, aber auch von der Konzeption?

Ich finde die nämlich gut: Gnoien als Hauptthema und, so weit es eben geht, die Strecke Richtung Teterow. Du hast den Gleisplan Gnoien, einige Fotos, und weißt überhaupt mehr als irgendwer sonst zum Thema. (Eine Schwierigkeit bleibt: die Feldbahn - naja, gar nicht mal ignorieren...)

Planst Du eigentlich noch für den selben Raum? Vielleicht kannst Du die Strecke sehr viel knapper darstellen – mir würde der Haltepunkt Schrödershof zur Illustration schon reichen. (Der hat schon mehr Atmosphäre als Schwetzin! Schwetzin war 'ne Schnaspsidee.) Was ich andeuten will: genügt nicht eine einzige Anlagenebene mit dem Bahnhof Gnoien und ein wenig Strecke, um die von Dir angestrebte Identität 'rüberzubringen: Rübenverkehr nach Teterow zur Zuckerfabrik, T3 und meckl T4 in ihrem realistischen Einsatz, regionaltypische Backsteinarchitektur bis zum Abwinken...?!

Mit anderen Worten: Deine Ausgangsfrage "Identität oder Betrieb" lässt sich (für mich) nur so beantworten: das eine geht nicht ohne das andere!

Schönes Wochenende,
Reiner

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

07.09.2019 17:42
#11 Stimmungsvolle Bilder zu Gnoien antworten

Hi,

bei YouTube gibt es melancholisch stimmende Bilder der relevanten Gebäude(ruinen) in heutigem Zustand, durchaus passend musikalisch untermalt - an sich schon hilfreich, aber auch als Anregung, mit einem dicken Zollstock ausgerüstet einige davon zu vermessen. Mir ist's ein bisschen weit, aber vielleicht wohnt ja jemand näher... Wenn man nach dem kurzen Video YouTube einfach weiter laufen lässt, kommen noch einige zeitgenössische Aufnahmen zur Strecke, die allenfalls atmosphärisch interessieren - nun wissen wir schon einmal, welche Sorte Kühe (heutzutage) dort glücklich grasen: holsteinische!

Insofern "Schönes Wochenende",
Reiner

Gilpin Offline




Beiträge: 1.349

21.09.2019 10:10
#12 Unbekanntes (zu) Teterow antworten

Guten Morgen,

hier erscheint aus heiterem Himmel ein Hinweis auf einen Teterower Bergring. Weitere Info (etwa, dass dieser Ende der zwanziger Jahre erstellt wurde) ist an den üblichen Stellen leicht zu finden.

Ich will auf keinen Fall anregen, diese Strecke auf einer Anlage nachzubilden - ich wollte nur bedenken, dass in der Region zeitweise mehr los war als der Transport von Rüben zur Teterower Zuckerfabrik.

Ansonsten: Fotografierwetter!
Gilpin

Pfalzbahn Online




Beiträge: 1.844

21.09.2019 12:47
#13 Warum 1925? antworten

Mich würde interessieren warum ausgerechnet das Jahr 1925?
1932 oder 1956 würde eine größere Vielzahl an Baureihen bieten!
Und neben den Lokomotiven dürften die Wagen auch ein Beschaffungsproblem sein.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

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