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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 3.952 mal aufgerufen
 II.6. Planungsdetails unabhängig vom Gesamtplan
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

12.10.2009 22:56
#16 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Boscho
Für Explosives braucht's übrigens keine Munitionsfabrik. Da reicht ein Steinbruch.


Langsam sehe ich hier die Sache emotionslos!
Macht was ihr wollt, aber vergesst die Pulverflagge am Wagen nicht!

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Boscho Offline




Beiträge: 297

13.10.2009 08:53
#17 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Otto, wenn das so ist, dann bietet die Spitzkehre keinen Vorteil. Im Gegenteil - der Zug müsste ja dann von Jottwehdeh zurück in die Spitzkehre gedrückt werden, bevor es nach A weitergeht. Mach die Hubert-Lösung mit Schutzweiche; dann hast Du alles, was du brauchst.

Grüße!
Boscho

Boscho Offline




Beiträge: 297

14.10.2009 09:55
#18 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Edith lässt noch ausrichten, dass es betrieblich dann so liefe, dass die Werkslok den Zug bis zur Schutzweiche fährt (Lok voraus). Wenn dann die Hauptbahnlok (u.U. samt Zug) da ist, wird auf offener Strecke ein wenig rumrangiert. Dann können die abzufahrenden Wagen wiederum Lok voraus nach A dampfen und die Werkslok fährt zurück ins Werk (ggf. samt frisch zugestellten Wagen [b]im Schlepp].)

Eigentlich ganz einfach, oder?

Grüße!
B.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

14.10.2009 10:27
#19 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Boscho
...... wird auf offener Strecke ein wenig rumrangiert.

Ich glaube dies wird nicht so einfach bei den vorhandenen Steigungen. Sollte die Werkslok den Anschluss sehen wollen, braucht man doch irgendwie eine Spitzkehre. Die Staatsbahnlok würde hier eher nach C durchfahren. Das mit dem "wenig rumrangieren" hätte ich gerne erklärt, ohne Umsetzmöglichkeit kann da wenig passieren.

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Boscho Offline




Beiträge: 297

14.10.2009 22:45
#20 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Die Staatsbahn kommt von B und stellt zuzustellende Wagen vor der Anschlußweiche ab, zieht dann vor und wartet.

Nun fährt die Werkslok auf die Staatsbahnstrecke, drückt abzuholende Wagen rückwarts an den Staatsbahnzug und kuppelt anschließend zuzustellende Wagen an, um diese heim ins Werk zu ziehen.

Währenddessen zieht die Staatsbahnlok ihrer Wege (und zwar nach A).

Im Ergebnis spart man sich die Spitzkehre und die Rückwärtsfahrerei. In Anbetracht der Tatsache, dass Otto auf diesem Weg erklärterweise komplette Garnituren tauschen möchte, finde ich das durchaus von Vorteil. Die Verbindung mit den entsprechenden Kassetten würde ich jedenfalls lieber ziehend als schiebend befahren.

... und außerdem: so unrealistisch finde ich das Szenario nicht - Rangieren auf der freien Strecke per Sperrfahrt; das hat doch auch was.

Grüße!
B.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

14.10.2009 23:05
#21 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

das gefällt mir immer noch nicht. Zu einem glaube ich daß die Staatsbahn die Werkslok nicht so einfach auf die Strecke läßt, und bei 25 Promille Steigung der abgestellte Zug sich Richtung Tal bewegen.

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Boscho Offline




Beiträge: 297

16.10.2009 09:53
#22 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Das mit den 25 0/00 war mir irgendwie entgangen. In dem Fall gilt: "Housten, wir haben ein Problem."

Trotzdem wäre meiner Ansicht nach die von dir (Hubert) aufgebrachte Lösung zu favorisieren. Ob nun die Staatsbahnlok in den Anschluss einfährt oder ob die Werkbahnlok auf Strecke darf - die Wagen müssen auf jeden Fall geschoben werden. Und ob man sie nun in eine Spitzkehre oder direkt auf die Strecke schiebt, ist da tendenziell wurscht. Direkt auf die Strecke spart aber Geld.

Läge die Spitzkehre waagerecht, könnte sie aber doch noch hilfreich sein. Dann kann man nämlich da Wagen abstellen (was ja auf der Strecke nun erklärter Maßen nicht geht...) und auf diese Weise eine kombinierte Übergabe von ab- wie von zugehenden Wagen vornehmen.

Otto wird also weiter mit der Qual der Wahl gefoltert...

Grüße!
B.

ow Offline




Beiträge: 249

16.10.2009 10:47
#23 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"
Hallo Hubert,
hilf mir bitte: von was oder wem sind wir umzingelt????

Grüßt der des Englischen nicht mehr mächtigen Otto (ow)

übrigens, ich quäle mich immer noch mit der Qual der Wahl, alle bisherigen Argumente haben was für sich !!

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

16.10.2009 11:55
#24 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

So langsam wird die Sache unübersichlich. Es wäre nett wenn OW mal seine angedachten Steigungen angibt. Apropos Steigungen: Die Weichen des Anschlusses müssten bei allen Varianten eigentlich fernbedient sein. Einen Zug in dieser Steigung anzuhalten um die Weichen umzulegen halte ich inzwischen für bedenklich, vielleicht wäre eine Abzweigstelle hier doch besser.

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

16.10.2009 11:57
#25 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von ow
"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"
Hallo Hubert,
hilf mir bitte: von was oder wem sind wir umzingelt????
Grüßt der des Englischen nicht mehr mächtigen Otto (ow)
übrigens, ich quäle mich immer noch mit der Qual der Wahl, alle bisherigen Argumente haben was für sich !!



OT: Manchmal bekommt man halt von allen Seiten Dresche, das schöne ist man kann aber auch nach allen Seiten austeilen!

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

jpachl Offline




Beiträge: 50

16.10.2009 14:12
#26 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Pfalzbahn
Die Weichen des Anschlusses müssten bei allen Varianten eigentlich fernbedient sein. Einen Zug in dieser Steigung anzuhalten um die Weichen umzulegen halte ich inzwischen für bedenklich, vielleicht wäre eine Abzweigstelle hier doch besser.
Gruß Hubert


An einer Anschlussstelle sind die Weichen in der Regel immer ortsgestellt. Es ist ja gerade der Sinn der Anschlussstelle, auf Stellwerk und Signale verzichten zu können. Die Fahrt zur Anschlussstelle ist auf Strecken ohne selbsttätigen Streckenblock (was bei diesem Vorbild wohl zutrifft) eine Sperrfahrt und damit, wie richtig gesagt, ein Zug und keine Rangierfahrt. Erst nach dem Halt vor der Weiche findet die folgende Einfahrt in den Anschluss als Rangierfahrt statt. Da die Fahrt bis zur Anschlussstelle als Zugfahrt durchgeführt wird, müssen auch die für Züge geltenden Bremshundertstel erreicht werden. Damit kann man ohne Probleme sicher zum Halten kommen. Da die Zugmasse die für die maßgebende Neigung geltende Anfahrgenzmasse des Triebfahrzeugs nicht überschreiten soll, kann das Triebfahrzeug die haltende Einheit auch problemlos wieder anfahren. Man darf beim Bedienen der Anschlusstelle auch das Streckengleis zum Rangieren benutzen und dort auch vorübergehend Wagen abstellen. In einer größeren Steigung würde dies allerdings erfordern, zum Sichern der still stehenden Fahrzeuge sehr viele Handbremsen anzuziehen und ggf. noch zusätzlich durch Hemmschuhe oder Radvorleger zu sichern. Das wäre ein sehr großer Aufwand, der das Rangieren erheblich behindern würde, so dass man in so einem Fall besser eine Lösung wählt, bei der das Rangiergeschäft ohne Nutzung des Streckengleises erledigt werden kann.

Es gibt vereinzelt auch Anschlussgleise, die über eine Abzweigstelle angeschlossen sind (wird in den BOA einiger Bundesländer als "Anschlussabzweigstelle" bezeichnet, aus Sicht der DB ist es aber einfach nur eine Abzweigstelle). Das ist kostenmäßig nur bei sehr intensiv genutzten Anschlüssen vertretbar, also bei großen Anschlussbahnen, wo vielleicht täglich zehn oder mehr Güterzüge rein und raus gehen. Im hier diskutierten Beispiel wäre das aber vollkommen unrealistisch.

Jörn

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

16.10.2009 14:21
#27 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Jörn für deine Ausführungen. Ich war mir nicht sicher!

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

ow Offline




Beiträge: 249

16.10.2009 21:03
#28 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Pfalzbahn
So langsam wird die Sache unübersichlich. Es wäre nett wenn OW mal seine angedachten Steigungen angibt. Apropos Steigungen: Die Weichen des Anschlusses müssten bei allen Varianten eigentlich fernbedient sein........



Hallo liebe "Dresche Austeiler".
Mittlerweile habe ich mal wieder am Plan gepfriemelt und stelle ihn auch hier (und im Thread: Gebirgsbahn...) ein.
Nur zur Erläuterung der Situation für Forumsmitglieder die sich mit dem Gesamtplan nicht beschäftigt haben. Der Gesamtplan soll hier ja nicht diskutiert werden.
Steigung ist durchgängig 2,5% notwendig. Zur Verkehrsdichte stelle ich mir schon 3 bis 4 Zubringerzüge vor, denn am Anschluß können ja mehrere Werke liegen die jeweils mit kompletten Zügen versorgt werden.
Kann die Fernbedienung der Weichen von den Blockstellen aus erfolgen?

Gruß Otto (ow)

Angefügte Bilder:
Plan 16.10.09.jpg  
jpachl Offline




Beiträge: 50

16.10.2009 22:24
#29 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von ow

Kann die Fernbedienung der Weichen von den Blockstellen aus erfolgen?


Nein. Örtlich besetzte Blockstellen gibt es nur auf Strecken mit nichtselbsttätigem Streckenblock, also bei alten Sicherungsanlagen ohne Gleisfreimeldeanlagen. Die maximale Stellentfernung von Weichen beträgt bei mechanischen Stellwerken ca. 400 m, bei elektromechanischen Stellwerken ca. 600 m. Außerdem müssten sich dann die Weichen in Signalabhängigkeit von den deckenden Blocksignalen befinden. Das würde letztlich auf eine Abzweigstelle hinauslaufen, bei der sich das Stellwerk aber auch in in unmittelbarer Nähe der Weichen befinden müsste, nicht zuletzt auch wegen der Fahrwegprüfung durch Hinsehen. Dies alles vermeidet man bei einer Anschlussstelle. Hier wird die Signalabhängigkeit über eine Schlüsselfreigabe von einem der den Streckenabschnitt begrenzenden Bahnhöfe hergestellt. Da wäre noch darauf hinzuweisen, dass die Signalabhängigkeit nur zu den Ausfahrsignalen desjenigen Bahnhofs herstellbar ist, von dem aus die Schlüsselfreigabe erfolgt. Da die EBO die Signalabhängigkeit nur für spitz befahrene Weichen fordert, wird die Anschlussweiche immer so angeordnet, dass sie aus Richtung des Bahnhofs, zu dessen Ausfahrsignale die Weichen in Signalabhängigkeit stehen, spitz befahren wird. In stumpf befahrener Richtung wird sie zulässigerweise ohne Signalabhängigkeit befahren.

Eine reine Fernbedienung der Weichen von einer benachbarten Blockstelle aus, ohne den Schritt zu einer Abzweigstelle zu gehen, würde betrieblich nichts bringen, da nach den deutschen Regeln eine Zugfahrt nicht ohne Halt in eine Rangierfahrt übergehen darf. Der als Sperrfahrt ankommende Zug müsste also trotzdem vor der Anschlussweiche halten und dann nach dem Umstellen der Weichen die Zustimmung zur Rangierfahrt abwarten.

Es ist unabhängig von Problem der Anschlussstelle übrigens ausgesprochen selten, dass auf eingleisigen Strecken zwischen zwei Bahnhöfen mehr als eine Blockstelle liegt. Bei dem in der Vorkriegszeit üblichen Streckenblock der Form A war dies technisch gar nicht möglich. Beim seit den 1940er Jahre üblichen Streckenblock der Form C ist dies zwar technisch möglich, betrieblich aber kaum sinnvoll. Auf eingleisigen Strecken wechselt die Fahrtrichtung einfach zu häufig, als dass sich eine solche Blockteilung vernünftig ausnutzen ließe. Also wäre vielleicht eine praxisnahe Alternative, auf eine der beiden Blockstellen zu verzichten und die andere zu einer in Höhe des Anschlusses angeordneten Abzweigstelle umzuwandeln, bei der die Blocksignale die Deckung der Abzweigweichen üernehmen. Bei nicht hinreichend starkem Verkehr gibt es aber durchaus auch Blockstellen, die in unmittelbarer Nähe einer Anschlussstelle liegen, ohne dass eine Abzweigstelle eingerichtet wird.

Jörn

hwunderlich Offline




Beiträge: 506

13.01.2013 13:16
#30 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Hallo,

dieser Fred schlummert zwar schon etwas länger, aber ich werde trotzdem mal etwas zum Thema darlegen:

Die Notwendigkeit der von OW angedachten Spitzkehrenanbindung der Anschlussbahn könnte in der umgebenden
Topographie begründet sein.

Wenn der Gleisabschnitt zwischen W13 und W14 deutlich länger und geneigter ausgeführt würde, ergäbe sich
zwischen dem Streckengleis und dem Spitzkehrengleis schon ein "erklärender" Höhenunterschied.
Bei entsprechender Umgebungsgestaltung kann dann der Eindruck entstehen, "das es ja gar nicht anders ging".

Die Anschlussbahn des Industrieparks in Frankfurt-Höchst (früher mal die Höchst AG) ist aufgrund baulicher
Zwänge übrigens auch als Spitzkehre an das DB-Netz angeschlossen.

Grüsse Hartmut

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

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