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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 3.952 mal aufgerufen
 II.6. Planungsdetails unabhängig vom Gesamtplan
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ow Offline




Beiträge: 249

04.10.2009 19:27
Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von OOK
( vom 15.6.2009 Gebirgsbahn mit...)
Hallo Otto,................Den Anschluss auf freier Strecke würde ich nicht als abzweigende Nebenstrecke ansehen, sondern halt als Anschluss. .... Eine besondere Signalisierung ist nicht erforderlich, wenn die Bedienung über Sperrfahrten erfolgt.
Gruß


Meine Frage an die Spezialisten und Bahnprofis:
Wie muß der Anschluß auf freier Strecke an eine eingleisige Hauptbahn korrekt erfolgen?
Laut anhängender Skizze soll zwischen A und B der Anschluß für ein Industriegebiet C, (Stein und Holz,)gebaut werden. Da es topografisch nicht möglich ist direkt von A zu C zu verbinden, die meisten Fahrten aber von A nach C absolviert werden, halte ich ein Ziehgleis (Spitzkehre) für notwendig. Es sollte doch nicht auf der Hauptstrecke rangiert werden. Außerdem könnte auf dem Ziegleis eine Übergabe der Wagen von einer eventuellen Firmenlok zur Bundesbahnlok erfolgen.
Entspricht diese Vorgehensweise der Realität??
fragt ow, der immer noch am Plan der Gebirgsbahn herummodelt.

Angefügte Bilder:
Anschlußskizze.jpg  
Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

04.10.2009 21:00
#2 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von ow
Entspricht diese Vorgehensweise der Realität??

Nö, mit der Spitzkehre müsste genauso auch auf dem Hauptgleis rangiert werden. Google mal nach Wagenübergabestelle!

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 4.018

05.10.2009 09:45
#3 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Ich sehe es anders. Ich halte das für eine brauchbare Lösung. Ich denke, ins Streckengleis muss bei der rückkehr aus dem Inddustriegebiet nur eingefahren werden, wenn es tatsächlich weiter nach A gehen soll. Das Gleis Richtung Industriegebiet dient bei der Spitzkehre gleichzeitig als Schutzgleis. Die Weiche ist mit signalabhängigem Verschluss zu sichern.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

paulimieze Offline




Beiträge: 20

05.10.2009 09:59
#4 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Der Plan ist IMHO völlig in Ordnung. Einzig ein zusätzliches Ausweichgleis könnte noch sinnvoll sein. Andererseits kann von A eine Lok Wagen ziehen, ins Stumpfgleis fahren, von dem / den Wagen durch eine Werkslok erlöst werden und warten (Nachteil: Wagen zurück nach A schieben) oder wieder zurückfahren und später die von der Kleinlok ins Stumpfgleis gedrückten Wagen wieder abholen. Das erwähnte Ausweichgleis ist also nicht unbedingt erforderlich, erleichtert aber u.U. das Leben. Ähnliches wirst Du bei der empfohlenen Suche nach Wagenübergangsstelle feststellen.

Gruß,
Dirk

ow Offline




Beiträge: 249

05.10.2009 10:48
#5 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Danke
jetzt bin ich bei den Optimierungsversuchen meiner Anlage wieder ein Stück weiter.
Otto (ow)

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

05.10.2009 12:54
#6 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

ich muss meinen Vorredner wiedersprechen. Die Spitzkehre bietet hier keine betriebliche Vorteile. Sie ist teurer, denn die braucht mehr Platz und mehr Gleis. Vom Rangieraufwand sind beide Lösungen gleichwertig, es muss jeweils gezogen und geschoben werden. Die Spitzkehre schränkt aber auch die Länge der Übergaben ein. Hier in diesem Fall ist das Anschlussgleis lang genug und eine Spitzkehre muss nicht als Ausziehgleis dienen. Interessant wäre auch was hier hinten dran hängt.

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 4.018

05.10.2009 17:13
#7 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Pfalzbahn
Die Spitzkehre bietet hier keine betriebliche Vorteile. Sie ist teurer, denn die braucht mehr Platz und mehr Gleis. Vom Rangieraufwand sind beide Lösungen gleichwertig, es muss jeweils gezogen und geschoben werden. Die Spitzkehre schränkt aber auch die Länge der Übergaben ein.


Einspruch, Euer Ehren. Die Zufahrt des Anschlusses in das Streckengleis muss ja ordentlich gesichert werden, mindestens mit einer Schutzweiche. Das könnte dann ohne Spitzkehre so aussehen:

Und diese Lösung macht den gleichen Aufwand wie die von Otto angefragte, baulich und betrieblich.
Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass das Gleis von C her im Gefälle liegt, dann kann man es auf keinen Fall "einfach so" in die Strecke münden lassen. Und wenn ich bei der Bahnaufsicht wäre, würde ich den ersten Vorschlag vorschreiben. Sicher ist sicher.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

05.10.2009 18:10
#8 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Das man hier Schutzweichen braucht steht außer Frage, nur der Gleisstummel muss nur noch 10m Meter lang sein, während die Spitzkehre schon ihre x 100m braucht. Rechtliche Grundlagen findet man hier.

Leicht OT, kam mir aber hier in den Sinn: Warum müssen Modelleisenbahner immer exotische Ausnahmesituationen darstellen, ist eine einfache Strecke, Anschluß oder Bahnhof zu banal fur unsere Anlagen?

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 4.018

05.10.2009 19:16
#9 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Pfalzbahn
Das man hier Schutzweichen braucht steht außer Frage, nur der Gleisstummel muss nur noch 10m Meter lang sein


Wo du Recht hast, Hubert, hast du Recht. Du hast sogar noch Rechter: der Gleisstummel braucht auch nicht zehn Meter lang zu sein. Es reicht eine Entgleisungsweiche, die die Rangiereinheit in die Wicken fahren lässt. Soll das aber vermieden werden, ist ein Gleis, das lang genug ist, sie aufzunehmen + ein wenig Bremsweg, die bessere Lösung.

<blockquote><font size="1">Zitat von Pfalzbahn


Warum müssen Modelleisenbahner immer exotische Ausnahmesituationen darstellen, ist eine einfache Strecke, Anschluß oder Bahnhof zu banal fur unsere Anlagen?
mein Lieber, das ist eine heftige Pauschalierung. Ich glaube nicht, dass Modellbahner das immer müssen. Wieviele "exotische Ausnahmesituationen" gibt es denn auf der BAE? Und davon abgesehen: auch wenn der Vorschlag von ow ein wenig aufwändiger ist als das absolute Minimum, von "exotisch" ist er doch noch ein Stück entfernt. Denk' ich ma so.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

ow Offline




Beiträge: 249

05.10.2009 21:29
#10 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Oh Weh, liebe Kollegen/Innen, macht mich bitte nicht irre!
Habe ich doch endlich auch mal einen Trumpf aus dem Ärmel gezogen (Designtrumpf Spitzkehre), will ihn doch gleich einer mit einem Buben ausstechen.
Na sowas.
wundert sich Otto (ow)
PS: Bei der von Hubert empfohlenen Googlerei nach "Wagenübergabestelle" habe ich folgendes Foto gefunden. Ist als Modellvorlage doch herrlich ???

Angefügte Bilder:
Übergabestelle 1.jpg  
jimknopf Offline




Beiträge: 170

05.10.2009 21:43
#11 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Hallo,

die Frage, die Pfalzbahn eben gestellt hat, habe ich zum Anlass genommen ein neues Thema zu erstellen.

Ihr findet es unter den Ideologien.

Hier sollten wir bei dem Vorschlag von ow bleiben:

Otto (ow) macht sich Gedanken und ich finde das positiv. Eine WÜSt einzurichten oder eine Spitzkehre in der Form wie sie im oberen Plan steht sind beides Möglichkeiten. Ich selbst hätte auch eine AnSt oder eine AwAnSt daraus geplant, aber... die geographischen Gegebenheiten einer bereits vorhandenen Landschaft zwingen auch im Original zu ungewöhnlichen Massnahmen. Also warum nicht die Spitzkehre als Lösung? In Harle kamen die Güterwaggons auch über eine Spitzkehre an den Güterschuppen sprich der Verladestation im Hafen, einfach weil es nicht anders machbar war.

es grüßt

der Jim

ow Offline




Beiträge: 249

05.10.2009 21:43
#12 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Und gerade habe ich noch was gefunden!
Ich könnte ja am Anschluß eine Munitionsfabrik etablieren. Dann ist die Schutzweiche sicher begründet.

Zitat aus:
Schutzweichen auf Abzweigstellen
aus FrokelWiki, dem freien Modellbahnbastelarchiv
…...................
…...........................
Die Reichsbahn schreibt dagegen für die Fälle, wo:
4.Wagen mit Explosivstoffen der Anschlußbahn zugeführt oder oder von ihr abgeholt werden

eine Schutzweiche vor. In den anderen Fällen darf mit Ausnahmegenehmigung eine Schutzweiche durch eine Gleissperre ersetzt werden, wenn die zugelassen Geschwindigkeit der Strecke 80 km/h nicht übersteigt.

explodiert trotzdem überhaupt nicht euer Otto (ow)

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

05.10.2009 21:56
#13 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten



Gerade die Topographie hier ist es die Spitzkehre hier teuer und damit unrealistisch macht. Für das wesendliche längere Spitzkehrengleis müsste viel mehr Fels gesprengt werden um den nötigen Platz zu schaffen.
Nochmals die Schutzweichen braucht man hier immer!

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Boscho Offline




Beiträge: 297

12.10.2009 13:09
#14 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Ich glaube, Otto ist geholfen, wenn er sich die Frage beantwortet, wie die Übergabe hinfort gebracht wird. Wenn es eine Werkslok gibt, die das Konglomerat in das Ziehgleis drückt, wo es dann von einer anderen Lok abgeholt wird, ist seine Lösung gut.

Ist es hingegen so, dass eine Lok mit Streckenzulassung in den Anschluss fährt, um die Wagen abzuholen, ist die Variante von Hubert besser, da weniger Gleis benötigt wird.

Es wäre also konkret wirklich interessant zu wissen, was noch hinten dran hängt, weil sich damit die Frage beantworten lässt, ob eine eigene Werkslok begründbar scheint. Falls die dann aber nennenswerte Größe hätte, könnte sie ja evtl. auch eine Streckenzulassung bekommen, was ebenfalls für Huberts Variante spräche.

Für Explosives braucht's übrigens keine Munitionsfabrik. Da reicht ein Steinbruch.

Grüße!
B.

ow Offline




Beiträge: 249

12.10.2009 19:46
#15 RE: Anschluß auf freier Strecke antworten

Zitat von Boscho
......Wenn es eine Werkslok gibt, die das Konglomerat in das Ziehgleis drückt, wo es dann von einer anderen Lok abgeholt wird, ist seine Lösung gut.
Ist es hingegen so, dass eine Lok mit Streckenzulassung in den Anschluss fährt, um die Wagen abzuholen, ist die Variante von Hubert besser, da weniger Gleis benötigt wird.
Es wäre also konkret wirklich interessant zu wissen, was noch hinten dran hängt, weil sich damit die Frage beantworten lässt, ob eine eigene Werkslok begründbar scheint. Falls die dann aber nennenswerte Größe hätte, könnte sie ja evtl. auch eine Streckenzulassung bekommen, was ebenfalls für Huberts Variante spräche......


Zuerst zur Frage, was noch hinten dran hängt: Die Planung ist die, daß dieser Anschluß hinter einer Biegung im Hochwald verschwindet und real zur Anlagenkante führt, wo ein Zugspeicherelement von der Fiddleyardschublade angedockt werden kann. (siehe die Planbeschreibung Gebirgsbahn mit....)(wie man einen für dich bequemen Link macht habe ich immer noch nicht kapiert). So können im Planspiel alle möglichen Firmen in allen Größen angefahren werden. Wichtig ist mir, daß ein Zug unbeladen einfährt, und beladen wieder zurück kommt. (Holz, Schotter, Blechrollen usw.) Deshalb halt ich die Variante mit Spitzkehre immer interessanter, mit oder ohne Übergabe. Besonders weil das Rangieren in den "Werksgleisanlagen" ja entfällt.
Gruß Otto (ow)

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