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Modellbahnanlagen
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 IV.1. Modellbahnbetrieb als Ideologie
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Gilpin Online




Beiträge: 1.294

12.02.2018 18:53
#196 RE: #188 und 189 antworten

Hallo Kai-Nils, hallo Alle,

ich denke, wir sollten diesen Strang räumen und den Gleisplanern diesen Raum lassen, da gibt's noch genügend zu tun – aber nachdem Dein Beitrag #188 schon mal hier steht, möchte ich noch einmal hier antworten.

Zum Rollmaterial: klar, dass wir in eine Packung nur solches des Gleislieferanten hineintun können.

Unter der Zielgruppe würde ich zunächst den sogenannten Wieder-, aber auch Neueinsteiger sehen wollen, der irgendwie (wieder) Lust hat auf Modellbahn hat. Damit er eine Startpackung kaufen kann, die sofort betrieblichen Sinn ergibt, bemühen wir uns um diese. Und weiter wollen wir darauf aufbauende Erweiterungssets konzipieren, die immer zu erweitertem Betrieb führen. (Wenn ihm zwischendurch der Sinn nach dem Sechzigerjahre-Rheingold steht, dann soll er den kaufen, das macht ja unser Konzept nicht kaputt.) – Teens und Twens betrachte ich als schöne Ergänzung, wenn's klappt: die haben anderes im Kopf, und das ist ja auch gut. Die spielen schon an ihren Handys herum – ob wir die mit Frachtkarten begeistern? , das war gemein, mea culpa.

Unter Gestaltung der Packung meine ich in der Tat das ganze Layout. Die Marke muss strahlen – da brauchen wir uns aber keine Sorge machen –, das ganze Corporate Design muss rüberkommen - da eigentlich auch nicht -, aber eine Identifizierbarkeit unserer folgerichtigen Serie wäre auch schön. Nicht zu vergessen die auf den Karton sinnvoll aufgedruckten Gebäudeteile.

Der Dollpunkt ist natürlich die fehlende quantitative Marktforschung. Außer Fallstudien, auch der hier im Forum Versammelten, haben wir da nichts zu bieten. Aber wenn jeder "seinen" Händler und seine Bekanntschaft befragt, hätten wir ein paar Interviewergebnisse... Wir sollten aber eine Persona schreiben können.

Zu der Nutzenbetrachtung eines vorab: nachdem wir unsere Idee verkaufen wollen, sind hier Märklin, Piko u.a. unsere Kunden, die Kunden-Kunden sind die Modellbahnkäufer. Der Kunden-Kunden-Nutzen ist etwas anderes als der Kundennutzen. Letzterer ist offensichtlich: insbesondere Märklin legt mit Startpackungen den Einsteiger auf das eigene (Strom-, Gleis-, Digital-, Kupplungs-)System fest; bei Piko ist das weniger deutlich, DC und DCC sind viel offener. Der Kunden-Kunden-Nutzen wäre zu erarbeiten: das ist das Problem, vor dem der potenzielle Käufer steht, und das er per Startpackung gelöst bekommt. Ich versuch's mal vorläufig und knapp: die Startpackung nimmt ihm die Entscheidung, wie er in einem unglaublich ausdifferenzierten Angebot eine erste Auswahl treffen soll, ab.

Unter der Argumentationskette verstehe ich einfach, dass die mittlerweile sehr vielen Elemente unseres Konzeptes ineinandergreifen und eine kohärente Story ergeben müssen.

Die Gleispläne reichen an sich. Es gibt da aber mehrere Stränge nebeneinander, Du hast sie aufgezählt, und da kommt wieder das Thema der einen Story zum Tragen: eine klare Abfolge, Startpackung = Set 1, Sets 2 bis 5. (Fünf deshalb, weil Hartmut auch schon eine Gleisplan-Abfolge 1 bis 5 vorgelegt hat, die eine schlüssige Abstufung darstellt.) Ob ein Kunde, der vom Set 1 gleich zum Set 3 springt, ein Schuft ist oder seine freie Kaufentscheidung wahrnimmt, müssen wir noch durchdenken. Eine Tabelle, die die Entwürfe integriert und sinnvoll aufeinander folgen lässt, wäre natürlich toll! Abwarten...

Noch zur IGEMA (#189): da machst Du gleich noch einmal ein Fass auf! Bislang haben wir die notwendigen Fabrikgebäude aus Kostengründen ein wenig auf die Schachteln verbannt und nicht weiter verfolgt. Eine Kooperation (eines) der dort versammelten Hersteller kann ich mir schon vorstellen, und sinnvoll wäre ein solcher Beipack allemal. Da sollten wir gedanklich noch ein wenig dranbleiben!

Also dann – rein in's Gewühl,
Reiner (und Edith)

BerndK Offline



Beiträge: 205

12.02.2018 22:52
#197 RE: EM Messeheft Editorial... Was Redakteure so verzapfen... antworten

Hallo Otto,

Zitat von OOK im Beitrag #192
Meine Eisenbahnaffinität ist sozusagen autogen.


Meine auch. Allerdings zweifle ich in der heutigen Zeit daran, daß sich in Sachen Freizeitbeschäftigung von der Multimediawelt geprägte Heranwachsende ohne "Hilfe" anderer von sich aus auf das Thema Modellbahn zu bewegen. Modellbahn ist in vielen Aspekten das genaue Gegenteil der - ich nenne es mal "Bildschirm- und Social Media-Welt", beispielsweise relativ langfristig und viel Ausdauer fordernd. Dazu fehlt der Modellbahn m.E. auch noch das heute wichtige coole Image. Meine Einschätzung wäre ohne Momi läuft da nicht viel in einer schnellebigen Zeit mit - im Vergleich zu beispielsweise den 80er Jahren - unbegrenzten Freizeitmöglichkeiten. Allerdings sollte die Hinführung zur Modellbahn nicht missionarisch von Statten gehen. Wenn ich Missionarisches lese oder mitbekomme, "löscht" es mich genauso ab.

Gruß
Bernd

OOK Offline




Beiträge: 4.036

13.02.2018 04:37
#198 RE: EM Messeheft Editorial... Was Redakteure so verzapfen... antworten

Bernd, du erwähnst etwas Wicithiges, dass ich gerade nicht bedacht habe: Meine Eisenbahn-Faszinationn fand in einer Zeit statt, als es wenig Konkurrenz gab. Wenn man mal von Kriegsgerät absieht, das ich aber nur als bedrohlich und nicht als faszinierend erlebt habe, gab es wenig anderes. Doch, gerade fällt mir ein, ich wollte auch mal Modellschiffe bauen, es blieb aber bei der Idee. Und "cool" war damals überhaupt nichts, genausowenig wie es für Kinder Moden gab. Man zog an, was man kriegen konnte, hatte keine Auswahl.

Wenn wir also heute wünschen, dass Kinder und Jugendliche sich für Modellbahn interessieren und davon fasziniert sind, dann wollen wir schon missionieren, weil wir glauben, dass dieses Hobby förderlicher ist als Gameboy-Daddeln (das ist immer mein Pauschalausdruck für alle elektronischen Spielchen). Genau wie einst die Missionare in Afrika wollen wir also den rechten Glauben verbreiten. Und haben auch irgendwie ein Sendungsbewusstsein. (Ich fasse mich gerade an meine Nase. )
So, und nun geht es darum, wie du schon andeutest, zu missionieren ohne dass die Zielgruppe es merkt. Da haben wir uns viel vorgenommen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Bill Offline



Beiträge: 93

13.02.2018 08:49
#199 RE: EM Messeheft Editorial... Was Redakteure so verzapfen... antworten

Hallo,
wo es jetzt von der Startpackung etwas Richtung Motivation geht. Möchte ich meine Erfahrungen mit drei "digital natives" dazu geben.
Besonders wenn man an die Zielgruppe Jugendliche denkt.

Es hat sich halt viel Spielen ins virtuelle verlagert. Früher spielte und baute man mit Lego (zumindest ich), heute baut und spielt man in Mindcraft. Ich denke es erfordert beim Denken eine Änderung in der eigenen Wahrnehmung.
Nach zwei Stunden Mindcraft sage ich "jetzt reichte es aber". Habe ich nach zwei Stunden Lego spielen glaube ich nicht gehört.
Für die Jugendlichen jetzt ist das virtuelle auch eine Realität in der man sich gerne bewegt.

Ich habe z.B. auf meinen Computern nur einmal ein Spiel gehabt und das nur, damit ich einen Grund hatte einen schnellen Computer zu bauen. Zu Ende gespielt habe ich das Spiel nie. Wenn ich jetzt den Kinder vorschlage einen eigenen Computer zu bauen, dann machen diese das nicht weil das Computer bauen toll ist, sondern damit sie das neueste Spiel auch spielen können.

Eine Modellbahn muss hier versuchen anzusetzen. Die Z21 Steuerung ist ja so eine Idee. Virtueller Führerstand gekoppelt mit realer Modellbahn. Auch die Smartphone Handregler gehen in die Richtung. Auch wenn die Bedienung nicht blind erfolgen kann.

Eine Startpackung muss diese Verbindung ins virtuelle mit hergeben, wenn eine große Gruppe Jugendlicher angesprochen werden soll.

Ein bisschen Zukunftsmusik wäre eine Augmented Reality Anwendung. In der man die Gleisanlagen noch baut, die Gebäude und die Landschaft aber nur in der AR Brille stattfinden. Man kommt so schnell zu einer fertigen Anlage und kann jederzeit die Szenen wechseln.
Es kann zwar alles im virtuellen stattfinden, aber das ist nicht im Sinne der Modellbahn Hersteller.
Das war einfach mal ein Gedanke zur „Software“ beim eigentlichen „Hardware“ Strang.

Grüße
Till

OOK Offline




Beiträge: 4.036

13.02.2018 10:07
#200 coole virtuelle Welt antworten

Ich blaube, dass du ein ganzes Stzück weit Recht hast, Bill, aber ich persönlich mag da nicht mehr mitgehen, not my cup of tea. Ihr seid auch genug jüngere Leut, die das vorantreiben können.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Gilpin Online




Beiträge: 1.294

14.02.2018 22:00
#201 RE: Startpackung für Modell- und nicht für Spielbahner antworten

Hi Alle,

ich würde gern auf die anfängliche Diskussion der Industrieanschlussgleise zurückkommen. Die ist schon im Eröffnungsthread von Solvac angelegt, zunächst als Kritik an der derzeitigen Information durch die Hersteller, dann als Alternatividee:

Zitat von Solwac im Beitrag #1
Über die betrieblichen Möglichkeiten der Abstellgleise wurde oder wird der Kunde nicht unterrichtet. ... Bei den Erweiterungen muss dann aber weiteres Informationsmaterial zur Verfügung stehen ... mit Themen wie Umsetzen, Absetzen und Aufnehmen von Wagen von einem Nebengleis u.ä.
Danach ging's weiter:
#03: Schäfer-Werk,
#13: Papierfabrik, Felgenhersteller,
#16: Eisen-, Stahlwalzwerke,
#18: Sägewerk,
verebbte aber dann bis auf eine Grundsatzaussage:
#66: jedem Ausbaupaket sei eine betriebliche Aufgabe wie ein einspeisender Anschließer zuzuordnen.

Ich würde das Thema gern aufgreifen und an einen etwas kurzlebigen thread von Alex erinnern: ihm ging es (u.a.) um eine reine schmalspurige Industriebahn auf sehr kleinen Modulen auf dem Schreibtisch. Dort wird schon Plettenberg erwähnt, und da kommt doch Jörns Plettenbach in den Sinn – im Prinzip das gleiche Thema, von Jörn detailliert ausdiskutiert, aber auf einem Regal. (Damit hätten wir neben Fußboden und Platte eine weitere Unterlage für den Aufbau.) Ich meine, dass eine Ausbaustufe, vielleicht schon Start plus erste Erweiterung, eine solche Anlage ermöglichen sollte. Gerade der Aufbau im Regal würde eine lineare Struktur geradezu erzwingen – Cheerio Kreisverkehr!

Vorbildinformationen finden sich im Faden zur Industriebahn.

Noch schönere, bestens dokumentierte haben wir aber in einem weiteren, von Boscho eingestellten Beitrag zur Industriebahn Ulm und dem darin beschriebenen Buch; zu letzterem gibt es dort einen sehr großzügigen Link! Dort finden sich viele Ideen für von der Bahn bediente Industrien; Das dickste Ei ist wohl der Anschluss des Magirus-Werkes, auch nur ein Gleis. Orangefarbene Kipperlaster(-Modelle) verladen, das hat doch 'was!

@Hartmut: klar sind das nur Fingerübungen für den 18.02.

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Fischkopp Online




Beiträge: 409

14.02.2018 23:07
#202 RE: Startpackung für Modell- und nicht für Spielbahner antworten

Moin Reiner,

@Regal: So etwas sollte auf jeden Fall in das BBL.

Die schon erwähnten @Erweiterungspackungen sollte man dann so vermitteln, daß sie ein @Industriestammgleis bilden.
(Das kann auch gerne von einem Kreis o.Ä. abzweigen.)
Der jeweilige Umkarton könnte ja bereits das passende Gebäude sein, so wie es bei Märklin Alpha war.

Allerdings sollten wir auch die @Landwirtschaft nicht vergessen. Einem Kind aus Hellschen-Heringsand-Unterschaar wäre ein Industriestammgleis
durchaus schwieriger zu vermitteln als ner Hamburger Stadtpflanze...
Da bräuchte es dann auch eine Packung oder zwei für.

Diese Unterscheidung würde aber eine möglichst generische @Startpackung erfordern. Ein Eaos kann ja sowohl Schrott als auch Dünger transportieren.
Gashändler gibts auch (grade) auf dem platten Land, ein Kesselwagen kann auch Rapsöl transportieren.

Wir entwerfen also wohl doch eher eine ganze Produktlinie (notwendigerweise), ob sich da jemand drauf einlassen wird?

Grüße
Alex

Gilpin Online




Beiträge: 1.294

24.03.2018 22:19
#203 RE: Wie machen wir jetzt weiter? antworten

Hallo Hartmut, hallo alle Mitplaner,

ich würde gern auf Deinen Beitrag Seite 11, #165 zurückkommen:

Zitat von hwunderlich im Beitrag #165
wie wollen wir denn jetzt hier weitermachen? Wir haben mit dem Cordes-Entwurf, Vollbach und dem Briloner Wald
jetzt drei Konzepte erarbeitet ... schon mit einer sinnvollen stufenweisen Ausbauplanung.
Ich bin nicht der Meinung, dass wir uns zwischen diesen Alternativen entscheiden müssen. Im folgenden versuche ich, die verschiedenen Konzepte zu integrieren – einfach, um nichts verloren gehen zu lassen. Vielleicht kommen wir so einem Abschluss der Erörterung näher, nachdem der thread gerade ergebnislos zu versiegen drohte.

Ein Grundgedanke besonders Deiner Ideen ist, dem Käufer (Horst, Frank,...) fünf Packungen zu offerieren, die einander jeweils erweitern - das möchte ich gern festhalten. Er kann - so verstehe ich Dich - wählen, welche der Alternativen er verfolgen möchte; große Teile der Anlage bleiben bestehen, die Erweiterungen machen das Ganze langsam komplexer, vorbildnäher, rangierintensiver etc. Ich meine nun, dass er nicht unbedingt bei einem der Themen bleiben muss, sondern in eine andere Abfolge springen kann, dann muss er eben alles auseinander nehmen, kann aber mehrmals unterschiedliche Gleispläne durchspielen. Hintergedanke ist, dass die Aufbauten der Stufen 1 bis 4 nur so und so lange entertainment bieten. Erst ab Stufe 5 baut er eine länger bestehende Anlage.

Nachdem der Versuch einer Tabelle etwas unanschaulich und dröge ausfiel, versuch' ich's mit einer Liste:
- Die x/yy geben die Seiten und Beitragsnummern in diesem thread an.
- Bei der Zuordnung gibt es kleine Ungenauigkeiten bzgl. der konkreten Ausstattung.
- Über die Weichen hinaus gibt es jeweils weitere gerade und gebogene Schienen – die Weichen markieren den Ausstattungsgrad lediglich.

Stufe 1: Oval, 3 Weichen
Gleispläne 3/44 (namenlos Hubert), 4/56 (namenlos Hartmut), 13/181 Rühenbeck V1
Ich finde nach wie vor, dass diese Einfachstgleispläne auf dem glatten Fußboden aufgebaut werden können. Rollmaterial wäre eine Lok plus 3 Wagen zur Bildung eines Gmp.

Stufe 2: Oval, neu 3 bis 4 Weichen, 1 Kreuzung / gesamt 6 bis 7 Weichen, 1 Kreuzung
Gl 4/57-59 (namenlos Hartmut), 10/141 Vollbach 1, Brilon 12/166-167
Ab hier macht die Platte als Unterbau Sinn. Die Addition des mitgelieferten Rollmaterials sollte nunmehr zwei Lokomotiven und die Wagenausstattung wie in Deinem Beitrag 6/86 ergeben.

Stufe 3: Oval, neu 2 bis 3 Weichen / gesamt 9 Weichen, 1 Kreuzung
Gl 4/60 (namenlos Hartmut), 10/145 Vollbach 2, 13/181 Rühenbeck V2
Nun reichen Gleispackungen aus – die Kataloge bieten genug Loks und Waggons zur freien Auswahl.

Stufe 4: Oval oder point-to-point mit 2 bis 3 Bahnhöfen, neu 3 Weichen, 1 Dkw / gesamt 12 Weichen, 1 Dkw (1 Kreuzung)
Gl 3/31 bis 37 Collbach, 10/150 Vollbach 4, 5/67 Cordes, 13/181 Rühenbeck V3

Stufe 5: komplexe point-to-point Anlage mit Höhenentwicklung, neu 2 Weichen, 1 Dkw / gesamt 14 Weichen, 2 Dkw (1 Kreuzung)
Gl 11/151 bis 156 Vollbach 5, 9/123 bis 134 und 12/169 Brilon, 11/158 Cordes, 13/181 Rühenbeck V4
Das Begleitheft führt nun zur Rahmenbauweise oder zu einem Fertiggelände – spätestens hier käme die Zubehörindustrie ins Spiel (s.o., #189).

Klar: je mehr Gleis- und Weichenmaterial, desto vielgestaltiger die Konzepte und Gleispläne. Ich vermisse aber schmerzlich eine Abfolge von Industriegleis-Anlagen, timesaver für die Stufe 2 (Danke für die Anregung), weitere Anlagen im Regal auf der Basis Ulm und andere - abwarten. Auch für die bereits eingeordneten Anlagen fehlt die Verknüpfung mit Industrien ab einem gewissen Zeitpunkt. All dies mit dem BBL zu verknüpfen wäre auch wichtig... Bleiben wir dran!

Schön' Sonntag,
Reiner

(Allerletzte Mini-Edits während des folgenden Beitrags - sorry.)

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

25.03.2018 10:52
#204 Die Probleme, die erwachsen könnten... antworten

... wenn wir Reiners Idee zur Umsetzungsreife entwickeln

Schuur Reiner und ihr Jonge,

ich finde Reiners Idee, aus der Startpackung heraus möglichst mehrere "Gleisfiguren" entwickeln zu können, wirklich
gut, ja eigentlich fast genial!

Allerdings muss dann bei allen Entwürfen die Weichenausstattung, insbesondere beim Einsatz von Bogenweichen, nochmal
nachjustiert werden. Nichts bereitet mehr Frust, als eine fehlende linke Bogenweiche, die für die eigene Kreation fehlt,
während drei rechte Weichen herumliegen... Zudem könnte der "Zwang" zur Vorhaltung diverser "Ausgleichgleise" die
nötige Anzahl der beizulegenden Stückgleise und damit den Herstellungspreis nach oben drücken.

Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo es aus meiner Sicht sinnvoll erscheint die Fachpresse mit unseren Ideen
zu "konfrontieren". Nicht zuletzt auch um unsere Ansätze einer breiten Masse näher zu bringen.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

25.03.2018 11:12
#205 Themen der Industrien antworten

Schuur ihr Jonge,

was wir bisher nur rudimentär beleuchtet haben, sind die darzustellenden Industrieen.

Idealerweise sollten diese Verlader "sichtbare" Produkte empfangen oder versenden; im besten Fall beides!

Die fett gedruckten Buchstaben sind die Hauptgattungen nach UIC.

# Holzindustrie: Einschlag => Rohholz auf R zum Sägewerk => Bretter auf K zur Kistenfabrik => Kisten auf R zum "Empfänger"

# Metallverarbeitung 1: Coils auf S zum Verarbeitungsbetrieb, Endprodukt in G, Reste als Schrott in E zum "Empfänger"

# Metallverarbeitung 2: Bleche auf R zum Verarbeitungsbetrieb, Endprodukt (z.B. Rohre, Apparate) auf K oder S, die Reste als Schrott in E zum "Empfänger"

Zudem, zumindest bis "MORA-C", noch Stückgut in G-Wagen und Kohle oder Heizöl an die Ladestrasse...

Diese Aufstellungen lassen sich natürlich beliebig erweitern...

Soweit erstmal meine Gedanken zum Thema.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Gilpin Online




Beiträge: 1.294

25.03.2018 15:52
#206 Industrien für die Stufen der Start- und Ergänzungspackungen antworten

Sorry, Fehlbedienung!

Gilpin Online




Beiträge: 1.294

25.03.2018 15:52
#207 Industrien für die Stufen der Start- und Ergänzungspackungen antworten

Hallo Hartmut, hallo Alle,

dann versuch' ich mal, den Stufen meines Beitrags #203 ein paar (Klein-)Industrien zuzuordnen - unter Verwendung Deiner Ideen und Deinen Beitrag zitierend, der Übersichtlichkeit halber ohne Zitate und Anführungszeichen.

In der Stufe 1 gibt es in allen Entwürfen ein Anschlussgleis. Mein Vorschlag Holzindustrie "Kleinversion" (Sägewerk, siehe auch Beiträge #4 und #18) dampft einfach Deinen etwas zusammen: Rohholz auf R zum Sägewerk => Bretter und Kisten auf K 'raus. Damit wäre auch schon gesagt, welche Ladegüter in die Startpackung gehören, und welches Gebäude auf die Verpackung gedruckt gehört.

Die Pläne der Stufe 2 vertragen zwei solche Industrien, und ich schlage als Ergänzung Deine Metallverarbeitung 1 vor: Coils auf S zum Verarbeitungsbetrieb, Endprodukt (z.B. Kühlschränke, Schäferkisten) in G oder K, Reste als Schrott in E heraus. In diese Packung gehören natürlich die Coils.

Für die Stufe 3 würde ich gern Deine Abfolge verlassen und schlage ein Raiffeisen-/Baywa-/Maschinenring-Lagerhaus vor. Zu letzterem findet sich eine Liste des umfangreichen Verkehrs, den ein solches generiert. Die Packung gewinnt durch Beipack eines Mähdreschers, und ganz langsam dürfte auch Schluss sein mit den Modellen aus Pappe...

In Stufe 4 käme endlich Deine Metallverarbeitung 2 zum Zuge: Bleche auf R und anderes Material zum Verarbeitungsbetrieb, Endprodukte (Apparate, z.B. Motoren) und evtl. Reste als Schrott in E 'raus. (Die Rohre finde ich etwas zu "groß" für die überschaubaren Gleisanschlüsse.) – Alternativ gibt's auch noch den Stahlhandel á la Breyell. Ein Wiking- oder Brekina-Sattelschlepper für entsprechende Transporte wäre wünschenswert.

Die Anlagen der Stufe 5 sind dann so umfangreich, dass Dein kompletter Zyklus Holzindustrie: Einschlag => Rohholz auf R zum (gewachsenen) Sägewerk => Bretter auf K zur Kistenfabrik => Kisten auf R zum "Empfänger" dargestellt werden kann. Dafür sollten die entsprechenden Werke so auf die Gleisanschlüsse verteilt werden, dass maximal umständlicher Zustell- und Rangieraufwand generiert wird.

Ansonsten bin ich Deiner Meinung:

Zitat von hwunderlich im Beitrag #204
Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo es aus meiner Sicht sinnvoll erscheint die Fachpresse mit unseren Ideen
zu "konfrontieren"
- und über diese oder direkt die einschlägige Industrie.

(Das Nachverfolgen der Bogen- und sonstigen Weichenformen steht natürlich an - so richtig spaßig ist das aber nicht.)

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

25.03.2018 19:29
#208 Gegenüberstellung der Weichen antworten

Schuur ihr Jonge,

ich habe mal auf die Schnelle die Anzahl der Weichen in eine Tabelle gegossen:



Als erste Erkenntnis würde ICH sagen, so ohne Weiteres lässt sich nicht mit jedem Einstieg jeder Ansatz verwirklichen.

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

25.03.2018 22:15
#209 Zielrichtung der Startpackung(en) antworten

Schuur noch emool,

ich denke, das wir nach der V.2 der Startpackung dem geneigten Neueinsteiger, auch anhand der Herstellerkataloge mit der
einen oder anderen Hilfestellung (BBL), so einige Entscheidungen selbst überlassen können!

Drei Gleisplanentwicklungen im BBL und davon weitgehend unabhängig eine Skizzierung diverser Verquickungen von
"Schlüsselindustrien" lässt dann auch viel Raum für die eigene Kreativität!

Ins BBL gehören nach meinem Empfinden die folgenden Themen:

=> Generelle MoBa-Grundlagen
==> Grundsätze zu Elektrik und Digital

=> Ein (sehr) kurzer Abriss zu den "Epochen"
=> Knapp gehaltene Vorbildinfomationen zu Fahrzeugen und Betrieb

=> Informationen zu den vorgeschlagenen Industrien

=> Gleisplanentwicklungen zu den drei "Grundszenarien"

=> Hinweise auf weiterführende Webseiten und Literatur

=> Hinweise auf kostenfreie oder kostengünstige (Gleis)planungssoftware

=> Eine ausreichend ausführliche Abhandlung zum "Spielen mit Sinn"

Das Ganze aufgelockert mit Fotos, 3D-Skizzen á la Ivo Cordes und komprimiert auf eine durch 4 teilbare Seitenzahl

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

hwunderlich Offline




Beiträge: 508

01.04.2018 15:33
#210 Der fehlende Timesaver antworten

Schuur ihr Jonge, schuur Reiner,

erst emool frohe Oasterrn

Reiner hatte in all unseren Überlegungen zur Startpackung abseits der Oval- und point-to-point-Überlegungen
den "Timesaver" hinterfragt.

Nun, so sei es: Hier ist er



Mit fünf Weichen, zwei Industrien, sechs Güterwagen und einer GUT laufenden Rangierlok sollte
diese Ausstattung incl. einer ausbaufähigen Einsteiger-Digitalsteuerung gleich im Einsteigerset
realisierbar sein.

Sägewerk und Blechverarbeiter als Ausschneidebögen innen auf der Verpackung, das BBL dazu => könnte gut werden.

Nodda, bess demmnäxx

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

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