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Dieses Thema hat 241 Antworten
und wurde 11.039 mal aufgerufen
 IV.1. Modellbahnbetrieb als Ideologie
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Solwac Offline



Beiträge: 60

30.11.2017 16:24
Startpackung für Modell- und nicht für Spielbahner antworten

Ich hoffe, ich bin hier im Unterforum richtig...

Dieser Punkt verdient es diskutiert zu werden:

Zitat von hwunderlich im Beitrag Besessenheit ?
Schuur ihr Jonge,

der letzte Beitrag von Christoph spricht mir aus der Seele: Wenn nicht mittels eines "einfachen" Kochrezeptes in einer der besseren Startpackung (natürlich mit entsprechendem Inhalt) sollte denn der "Betriebsgedanke" transportiert werden?

Da war das TRIX-Handbuch schon so ein Meilenstein. Aber ein solches Grundlagenwerk ist doch heute nirgends breit gestreut erhältlich.

Ja, natürlich gibt es die "tiefergehende" Literatur... Aber daran denkt doch der Einsteiger gar nicht, resp. er erfährt erst viel später, dass es so etwas überhaupt gibt.

So eine Art "blaues Buch light" wäre ein richtiger Ansatz. So etwas sollte JEDER Startpackung beiliegen und ausserdem als einzeln erhältliche Publikation Eingang in die Hersteller- und Händlerkataloge finden. Modellbahn als eine Art Gesellschaftsspiel, im besten Fall im Sinne einer Wirtschaftssimulation...

Natürlich bleibt nach Schaffung des entsprechenden Grundlagenwissens die weitere Beschäftigung mit dem Vorbild im Idealfall nicht aus!

Ich kenne allerdings auch aus dem FREMO-Umfeld einige dieser älteren Herren (ob kettenrauchend oder nicht), die in ihrem Keller die Züge kreisen lassen und auch überhaupt keinen Drang verspüren, sich mit dem Vorbild auch nur weiter zu beschäftigen, ob die neue Lok jetzt "Personen- oder Güteranhänger" ziehen kann...


Warum gibt es bisher keine solche Startpackungen und wie sollte sie aus unserer Sicht aussehen bzw. was wären erste Schritte dahin?

Ich denke, früher gab es dieses Bewusstsein noch nicht. Es gab die Startpackung zu Beginn einer Hobbykarriere und bei Begeisterung (und nach dem Wunsch nach den vielen teuren Ideen aus dem - es wurde meist nur ein Vollanbieter berücksichtigt - Katalog) kam der Rest durch Beobachtung beim Vorbild oder eben auch nicht. Der Betrieb war umfangreich, noch nicht so rationalisiert und man konnte vieles relativ einfach erfragen wenn man es nicht wusste. Reisen war etwas besonderes (abgesehen vom Pendlerverkehr in Ballungsgebieten) und man bekam durch das Erlebnis viel mehr Informationen im Vergleich zum überhaupt verfügbaren Angebot im Vergleich zu heute. Viele kannten als Kunde auch noch den Verkehr mit Stückgut. Modellbahn war oft die "Istzeit".

Ab den 70ern kam das Bewusstsein von Epochen beim Modellbahner auf, der Spielbahner oder Sammler erfreute sich an zusätzlichen Lackierungen und kannte die ausgemusterten Fahrzeuge zumindest "irgendwie". Dabei war es ihm egal wenn bei ihm eine der 10 81er (zu Hause in Norddeutschland) mit einer S3/6 (kam kaum in den Norden) in der Gegenrichtung die Runden drehte oder nicht.

Heute sind die Startpackungen entweder Futter für total unkundige Schenkende oder werden kannibalisiert und nach Loks, Wagen, Gleisen und Digitalkomponenten getrennt verschachert. Der Einstieg in Epoche 3 oder gar 2 ist schwer und ausgerechnet Märklin macht hier noch die besten Pakete. Ansonsten gibt es bunte Triebwagen und Wendezüge sowie Güterzüge mit eher weniger Rangieraufwand (zumindest aus der Perspektive der normalen Kunden, die Ortsgüteranlage zum Schauen gibt es ja nicht mehr). Die ersten Erweiterungspackungen oder gleich das Luxus-Startset führen zu zwei Kreisen, auf denen dann zwei Garnituren ihre Runden drehen. Über die betrieblichen Möglichkeiten der Abstellgleise wurde oder wird der Kunde nicht unterrichtet. Die Bilder in den Katalogen können sich nicht entscheiden wie Fachwerkhäuschen, 50 cm Bahnsteige (in H0) und Containerterminal zusammen passen. Kurz: Man bekommt gewisses Material, etwas Unterstützung für die reine Technik und das war es. Ein Fernreisezug mit drei oder vier Wagen wird als angemessen verkauft, die Verniedlichung als Anreiz für möglichst viel Zubehör gesehen.

Ich habe letztes Jahr einem Freund bei der Auswahl einer Startpackung geholfen (Roco Güterzug und Piko A-Gleis, das RocoLine konnte er für einen Rabatt gleich im Laden lassen) und Informationen gegeben, die ein Neuling nie und nimmer haben kann. Ich möchte nicht wissen, wie viele Einsteiger mangels solcher Informationen irgendwann unglücklich mit ihrer Eisenbahn und eventuell bereits getätigten Investitionen werden und das Hobby an den Nagel hängen bevor der überhaupt in die Wand geschlagen werden konnte.

Fazit: Jemand mit einer Startpackung bräuchte eigentlich vorher Informationen, für die er nach dem Erwerb immer noch keine guten Quellen hat.

Wie könnte es besser gehen?

Ein Hersteller sollte dem Kunden nicht vormachen, es müsste alles gekauft werden. Wenn ein Kunde das Gefühl bekommt, sein individueller Teilbereich ist im Sortiment gut abgedeckt, der wird doch viel eher motiviert zu kaufen. Beratung durch den Fachhandel hat es da früher schon nicht gegeben und ist per Internet noch viel weniger zu erwarten. Deshalb sollte eine kleine Broschüre (gedruckt ein paar Seiten im Startset beigelegt) im Katalog bzw. online beworben werden um die Grundlagen anzubieten. Das wäre einmal ein wenig allgemeines zur Geschichte der Eisenbahn und der Technik im Modell. Hier sollte auf die räumliche und zeitliche Verbreitung eingegangen werden sowie auf Maßstab, 2 bzw. 3-Leiter und dem Unterschied Digital zu Analog. Dies sollte wirklich kurz sein und eher die Stichworte nennen und gerne auch Werbung für das eigene Sortiment machen, aber den Kunden schon vor dem Kauf an die Hand nehmen. Der zweite Teil setzt dann an die räumliche und zeitliche Verbreitung an und gibt individuelle Informationen zum Startset. Damit bekommt der Kunde etwas Gefühl für seinen Start. Der redaktionelle Aufwand sollte für die Anbieter eines Vollsortiments machbar sein, die dicken Kataloge heutzutage sind es ja auch.

Beim Inhalt des Startsets sind Gleise für einen ersten Betrieb und passende Erweiterungen wichtig. So sollte das kleine Set mit einem Kreis bewusst als preiswerter und flexibler Start beworben werden während das Luxusset diesen ersten Erweiterungsschritt für einen kleinen Rabatt mit anbietet. Entscheidend ist aber, dass die Auswahl der Fahrzeuge einen sinnvollen Start bietet. Ich kenne die Verkaufszahlen zwar nicht, aber vermutlich wird man um die aktuellen Stars nicht herum kommen, es wird also ICE, Interregio und Regionalexpress (bzw. Pendants für andere Länder) geben müssen. Aber sinnvoller sind Butter und Brot Modelle der entsprochenen Epoche und beworbenen Region (die erwähnte 81 mit 10 Exemplaren ist also eine schlechte Wahl). Es gab immer wieder mal Anläufe in diese Richtung, das bräuchte man nur konsequenter fortzuführen. Bei den Erweiterungen muss dann aber weiteres Informationsmaterial zur Verfügung stehen (wieder PDF und/oder Broschüre) mit Themen wie Umsetzen, Absetzen und Aufnehmen von Wagen von einem Nebengleis u.ä. Gerade mit den heutigen Möglichkeiten des Digitalbetriebs braucht es auch bei zwei Zügen nicht auch zweigleisige Strecken. Ausweichgleise zum Überholen und Kreuzen sind schöner und machen mehr Spaß im Betrieb. Bei Reisezügen kann dann das Preiserlein umsteigen oder bei Güterzügen werden Ladestellen bedient.

Die kaufmännischen Interessen müssen natürlich berücksichtigt werden und wahrscheinlich haben die Großen der Branche da einen gewissen Überblick über die Entwicklung eines Neulings nach einer Startpackung. Vereinfachte Modelle um den Einstiegspreis zu drücken sind da aber vielleicht nur begrenzt sinnvoll. Besser wäre von vornherein die Wahl preiswerterer Modelle aus dem normalen Sortiment. Die voll detaillierte 50 passt dann eben nur in ein Luxusset, hier haben die Hersteller alle sehr unterschiedliche Ist-Situationen.

Vielleicht habt Ihr ja noch ganz andere Ideen.

hwunderlich Offline




Beiträge: 515

30.11.2017 18:52
#2 Startpackung für zukünftige Modellbahner: Was muss rein, und was eher nicht. antworten

Schuur ihr Jonge,

ich habe (mich ) mal aus dieser Veröffentlichung zitiert: http://www.n-bahn.net/ak5/ak5_intro.html

Heranführung des Nachwuchses an die (Modell -) Eisenbahn. Sehe ich hier ein Stirnrunzeln? Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man eine(n) 10 - jährige(n) mit Dampfloks und Epoche 3 Betrieb auf die Dauer nicht wirklich imponieren kann. Die Kinder fahren heute in DoStos, Talenten oder 628ern zur Schule. Sollte es wirklich mit der Bahn in die Ferien gehen, zählen die modernen Fahrzeuge zum Erlebten. Im Bereich des Güterverkehrs (wo er denn noch stattfindet) dominieren die bunten Loks der Privaten neben den wenigen Loks der DB - Güterbahn.

Auf dieser Passage aus dem gesamten Konzept zur modernen Eisenbahn möchte ich meine Thesen mal aufsetzen:

Nach meinen Beobachtungen sind alle die netten Startpackungen mit den niedlichen 81ern (in meinen Augen gar keine so schlechte Wahl für eine Lok in einer solchen) und den Ep.III Wägelchen etwas an der avisierten Kundschaft vorbei geplant...

Wenn ich mich heute für die Eisenbahn interessiere, fahren da draussen einfach keine Dampfloks mehr rum. Wer schon tiefer im Thema Eisenbahn drin ist, der kennt auch die Quellen im www oder Buchhandel. Diese "Neumodellbahner" müssen vermutlich woanders abgeholt werden. Allerdings auch diese mit einem Bluebook_Light in Ihrer Startpackung: Auch Ihnen wird man den Betrieb (sehr wahrscheinlich) erläutern müssen... .

Der unvoreingenommene Neueinsteiger wird in der Regel den ICE (gab's auch schon mit Gleisoval...), aktuelle Regionalbahnzüge und die modernen Loks der Güterbahnen kennen.

Was also sollte sich (aus meiner Sicht) in einer Startpackung befinden:

=> Ein Bluebook Light mit Erklärungen und zwei, drei Gleisplanvorschlägen, möglichst schön in 3D illustriert für den Packungsinhalt und Informationen über die in der Packung enthaltenen Güterwagen
=> Ein teppichbahntaugliches Gleissystem mit einer überschaubaren Symmetrie
=> Eine erweiterbare Digitalsteuerung (haben auch heute schon alle Hersteller)


=> Ein Gleisoval (ja ich höre den Aufschrei... ) mit mindestens vier Weichen und ausreichend vielen geraden Gleisen

=> Eine moderne, mittlere Rangierlok, notfalls eine V60 in aktueller Livree
=> eine handvoll unterschiedlicher, attraktiver Güterwagen (Eaos, Rs, Hbis, Za)

Und é voila: Fertig ist eine Startpackung, die bei ALLEN Herstellern im Bereich 399,--€ platzierbar sein sollte. Dazu gehört ein abgestimmtes Sortiment an sinnvollen Gleiserweiterungen und ggf. auch themenbezogenen Wagensets, um eine solche Startpackung zielgerichtet in Richtung Vollbach weiter zu entwickeln.

Das wäre allemal vorbildnäher als Feuerwehr-, Polizei- oder THW-Startpackungen...

Ich bin gespannt, ob wir in diesem Faden eine Richtung formuliert bekommen

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Solwac Offline



Beiträge: 60

30.11.2017 20:28
#3 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: Was muss rein, und was eher nicht. antworten

Die Frage nach der Epoche kann nur wirtschaftlich beantwortet werden, es sollte aber Auswahl geben. Die Begeisterung für Dampfloks entsteht heute sicher anders als vor 50 Jahren, aber das ist letztlich nicht der Punkt.

Der Ansatz Güterzug und Oval mit vier Weichen ist gut, dabei aber auch zwei Prellböcke und als Gleisplan (bzw. hervorgehoben wenn mehrere) ein Umsetzgleis und zwei Anschließer. Und dann etwas Information über den möglichen Betrieb mit den in der Packung enthaltenen Wagen.

Aber was ist mit dem den Kunden besser vertrauten Reisezügen? Wie kriegt man da die Identifikation und den Betrieb in eine Startpackung? Bei modernen Zügen fährt ein Triebwagen oder eine fixe Wagengarnitur hin und her. Da ist die Spannung überschaubar...

hwunderlich Offline




Beiträge: 515

01.12.2017 14:52
#4 Startpackung für zukünftige Modellbahner: Ohne Input wird das nichts... antworten

Schuur ihr Jonge,

deshalb muss es in dem "BlueBookLight" auch ein kurzer Vorbildschlenker zu einem Ladegut sein, dass ALLE kennen. Ich denke dass da "weisse Ware" in Hbis vom Produzenten ins Auslieferungslager ein guter Ansatz wäre, oder Stammholz von der Ladestrasse zur Sägerei... Von mir aus dann auch wieder Bretter zur Ladestrasse. Es muss veranschaulicht und nachvollziehbar/-spielbar werden, was, wann, warum, wohin... Die heutige Eisenbahn ist da leider etwas arm an passenden Beispielen...

Aus dem Stand fällt mir da der vor ein paar Wochen eingestellte Schäferverkehr der Weba ein: Eine kleine Diesellok und 3-5 H-Wagen. Das kann man auch mit der "81" und der gleichen Anzahl, möglichts unterschiedlicher G-Wagen spielen.

Oder funktionierender Schüttgutverkehr... Es müssen ja nicht unbedingt die roten Kippmulden sein... Aber die funktionalen Fc oder von mir auch Fal, die es mal bei FLM gab, wären in meinen Augen auch ein guter Einstieg!! Ein Wagentyp fährt den Rostoff zum Verarbeitungsbetrieb, ein anderer das Fertigprodukt zum Kunden... Da gab's bei den Fleischmännern mal alle Zutaten, um diese Geschichte quasi als Kreisverkehr unenedlich ablaufen zu lassen.

Früher (TM) wurden solche Ideen häufig im EM gezeigt, garniert mit den genialen Schaubildern von Ivo Cordes...

Reisezüge sind heute (und waren eigentlich auch in vergangenen Zeiten) dann doch eher langweilig... Lok umlaufen lassen und fertig ist doch da schon eher das betriebliche Maximum...

Um dauerhaft Spass an der MoBa zu generieren, ist der Güterverkehr DAS Mittel zum Zweck!

Klar muss sich die "epochale" Frage AUCH an den wirtschaftlichen Prämissen der Hersteller orientieren, aber ich weiss aus meinem Umfeld, dass eine Startpackung mit Dampflok weitaus weniger Begeisterung auslöst / auslösen würde / ausgelöst hat, als die gleiche Anzahl an Wagen in Kombination mit einem modernen Triebfahrzeug (in den genannten Fällen eine 212, also auch nichts so gaaaanz modernes)...

Edit hat ein paar Satzzeichen sinngebend eingefügt...

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

hmmueller Offline



Beiträge: 322

01.12.2017 16:21
#5 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: Ohne Input wird das nichts... antworten

Zitat von hwunderlich im Beitrag #4
Reisezüge sind heute (und waren eigentlich auch in vergangenen Zeiten) dann doch eher langweilig

Nicht ganz, wenn man das Um/Ansetzen von Kurswagen, das Aufnehmen von Postwagen, Eilgut und Milchwagen betrachtet ... aber das gilt nur für die "vergangenen Zeiten", muss ich zugeben ...

H.M.

hwunderlich Offline




Beiträge: 515

01.12.2017 17:13
#6 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: Ohne Input wird das nichts... antworten

Ech noch emooh

Zitat von hmmueller im Beitrag #5
Nicht ganz, wenn man das Um/Ansetzen von Kurswagen, das Aufnehmen von Postwagen, Eilgut und Milchwagen betrachtet ... aber das gilt nur für die "vergangenen Zeiten", muss ich zugeben ...


Das ist sicher richtig und kann unwidersprochen stehen bleiben.

Aber...:

Diese sicherlich interessanten Aufgaben im Reisezugdienst sind doch eher der zweite Schritt beim "Kennenlernen" der Möglichkeiten. Und ja: Leider enden solcherlei kurzweilige Betriebsaufgaben spätestens mit der Umstellung (fast) aller Reisezugleistungen auf Triebwageneinheiten

Allerdings liefen auch in den 1980ern auf den allermeisten Nebenbahnen "feste" Zugstämme. Häufig als Wendezüge, seltener, für den Modellbahner idealer, als konventionelle Reisezüge und wenn es wirklich hoch kam wurden vor dem Berufsverkehr ein paar Wagen beigestellt und nach dem Abflauen desselben wieder ausrangiert.

Aus Siegen kenne ich es noch so, das Züge aus dem Wittgensteiner Land (Bad Berleburg oder Bad Laasphe) nach Köln in Siegen gestärkt oder auf dem Rückweg geschwächt wurden. Für den aus dem Inhalt einer Startpackung abbildbaren Bahnhof ist das aber erstmal "oversized"...

Finde zumindest ich

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

OOK Offline




Beiträge: 4.090

01.12.2017 18:07
#7 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: Ohne Input wird das nichts... antworten

Wie wär's denn mit Hammer Küsschen?
Ein dutzend Mal am Tag treffen sich in Hamm zwei ICE 2 und fahren gemeinsam weiter Richtung Berlin, oder auch zwei FLIRT der Eurobahn (einer von Bielefeld, der andere von Warburg) und fahren dann gemeinsam weiter nach Münster. In umgekehrter Richtung dann die Trennungen. Das wäre doch Äktschn à la 21. Jahrhundert, oder?
BTW: Gibts eigentlich FLIRTs in den gängigen Maßstäben?

OOK
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www.0m-Blog.de

hwunderlich Offline




Beiträge: 515

01.12.2017 18:16
#8 Startpackung für zukünftige Modellbahner: "Hammer Küsschen" antworten

Schuur,

enääh Otto... Würde jetzt der Siegerländer sagen!! Warum?

Zweimal ICE 2 oder Flirt ist für eine halbwegs überschaubare Anfangspackung zu viel!! Ja, es gibt Flirt zumindest in 1/160 und 1/87. Aber die spielen in einer Preisliga, die für den Anfänger jenseits von gut und böse ist...
Davon abgesehen geht das natürlich mit zwei Lint oder Desiro auch... Aber auch hier stösst man sicherlich an Preisgrenzen: Mit einer solchen Konfiguration wird man sicher auch die 599,--€ Schallmauer reissen... Zudem denke ICH, dass der Anfänger mit einem Triebfahrzeug erstmal genug zu tun hat...

Aber das sind die Überlegungen eines "alten Fuchses", der zudem beruflich belastet ist...

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Lord_Nelloz Offline



Beiträge: 13

01.12.2017 19:48
#9 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: "Hammer Küsschen" antworten

Aber wie langweilig ist das denn auf Dauer, einfach zwei Flirt oder ICE zusammenzukuppeln? Wenn dann einen Kopfbahnhof, wo die Wagen von einer Köf in die Abstellgruppe rangiert werden müssen um dann nachher von der 212 oder so wieder abgeholt zu werden. Aber auch das auf Dauer? Laaaangweilig.

Nee, nee, es müssen schon Güterwagen sein. Und da gibt es heutzutage außer in der chemischen Industrie doch fast gar keinen Einzelwagenverkehr mehr, der vorbildlich zu bespielen ist. Da geht dann nur die Abwandlung des Märklin-Slogans "Papa komm spielen" mit Opa. Denn der hat das noch erlebt. Eltern der Kinder, die jetzt einsteigen kennen doch auch nur noch Mora C...

Viele Grüße
Christoph

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

01.12.2017 21:27
#10 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: "Hammer Küsschen" antworten

Hi Lord,

ich nehme an, Otto hat sich mit

Zitat von Lord_Nelloz im Beitrag #9
einfach zwei Flirt oder ICE zusammenzukuppeln
einen seiner Scherze erlaubt: klar wäre das sterbens-
Zitat von Lord_Nelloz im Beitrag #9
langweilig
- von der anschließenden Kreisfahrt gar nicht zu reden.

Schönes Wochenende,
Gilpin

Lord_Nelloz Offline



Beiträge: 13

01.12.2017 22:37
#11 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: "Hammer Küsschen" antworten

Öhm...ja. Das hat man davon, wenn man kurz vor dem Sport noch einen Beitrag schreiben will. Den Gag hab ich tatsächlich überlesen

Viele Grüße
Christoph

Viele Grüße
Christoph

OOK Offline




Beiträge: 4.090

02.12.2017 02:45
#12 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: "Hammer Küsschen" antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #10
Otto hat sich mit
Zitat von Lord_Nelloz im Beitrag #9
einfach zwei Flirt oder ICE zusammenzukuppeln
einen seiner Scherze erlaubt:
Schitt, erwischt.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

cargonaut Offline



Beiträge: 102

02.12.2017 21:53
#13 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner antworten

Zitat von hwunderlich im Beitrag #4
Schuur ihr Jonge,

deshalb muss es in dem "BlueBookLight" auch ein kurzer Vorbildschlenker zu einem Ladegut sein, dass ALLE kennen.



Ein BlueBookLight sollte auch Gleispläne für den Umfang modifizierter Startpackungen enthalten. Der Einstieg muß finanziell zu stemmen sein und Erweiterungen dürfen nicht die Potenz der Investition der Startpackung kosten.
Auch wenn es nicht unbedingt hier her gehört, hab im Zuge der Weihnachtsvorbereitung gesehen, was LEGO für seine Eisenbahn (Güterzugset) an Preisen aufruft. Also die kann Märklin noch gut unterbieten.

Zitat


Ich denke dass da "weisse Ware" in Hbis vom Produzenten ins Auslieferungslager ein guter Ansatz wäre, oder Stammholz von der Ladestrasse zur Sägerei... Von mir aus dann auch wieder Bretter zur Ladestrasse. Es muss veranschaulicht und nachvollziehbar/-spielbar werden, was, wann, warum, wohin... Die heutige Eisenbahn ist da leider etwas arm an passenden Beispielen...



Wenn ich in aktueller Epoche denke fällt mir bei Stammholz auch Sturmholz ein, welches überwiegend zu Papier verarbeitet wird. Eine Papierfabrik bietet in Sachen Wagengattungen schon Vielfalt: Stammholz auf Snps Wagen, Kaolin in Z Wagen, Kohlebriketts in Fc Wagen und die Papierrollen dann in H-Wagen. Neben Wagenvielfalt auch genügend Ladestellen.

Etwas weniger „gestaltungsintensiv“ ist eine Felgenfabrik, Eingang Coils in Shimms Wagen (öffnungsfähig und im Spielbetrieb zu entladen) leere Ea Wagen für Schrott und leere H- Wagen für die Felgen.

Als Ladestelle in Epoche 5/6 geht auch eine Abfüllstation für Propangas ( Umladung von Kesselwagen in haushaltsübliche Gebinde).

Zitat

Reisezüge sind heute (und waren eigentlich auch in vergangenen Zeiten) dann doch eher langweilig... Lok umlaufen lassen und fertig ist doch da schon eher das betriebliche Maximum...

Um dauerhaft Spass an der MoBa zu generieren, ist der Güterverkehr DAS Mittel zum Zweck!

Klar muss sich die "epochale" Frage AUCH an den wirtschaftlichen Prämissen der Hersteller orientieren, aber ich weiss aus meinem Umfeld, dass eine Startpackung mit Dampflok weitaus weniger Begeisterung auslöst / auslösen würde / ausgelöst hat, als die gleiche Anzahl an Wagen in Kombination mit einem modernen Triebfahrzeug (in den genannten Fällen eine 212, also auch nichts so gaaaanz modernes)...



Die 212 fiel mir als Triebfahrzeug für eine kombinierte Startpackung auch ein, als Allrounderin auf Nebenstrecken ideal. Müssen es immer zwei Loks sein in Strartpackngen? Eine 212 und eine Güterzug und Reisezug Garnitur und fertig. Zwei Lokomotiven und ein Steuergerät dazu bildet zum Einstieg den falschen Ansatz ab, das verleitet eher zu Geschicklichkeitsspielen als zu vorbildorientiertem Betrieb.
Wenn man aus der 212 eine 213 macht fällt mir als Vorbild der Verkehr auf der Steilstrecken Boppard - Emmelshausen ein, n-Wagen Wendezüge mit Karlsruher Kopf, für den Güterverkehr ein Vorstellwagen auf Basis des Roco Pwghs, kurze Züge starke Steigung...

Soweit meine Gedankenstürme zum Thema Startpackung

Gruß
Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

Gilpin Offline




Beiträge: 1.345

03.12.2017 20:32
#14 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: Was muss rein, und was eher nicht. antworten

Hallo zusammen,

ich würde zum Thema "Start" gern zwei unterschiedliche Startergruppen ausmachen: Kinder, im wesentlichen wohl Jungs, zu Weihnachten beschenkt, und so ungefähr 45- bis 55-jährige, im wesentlichen wohl Männer, die sich selbst etwas gönnen, auch zu Weihnachten. (Oder auf dem Küchentisch um den zweiten Advent herum bedeutungsschwanger einen Märklin- oder Roco-Katalog aufgeschlagen liegen lassen.) Ein Bekannter nannte sich kürzlich empty nester, nachdem sich alle Kinder in entfernte Studienorte aufgemacht hatten; und da ergab sich plötzlich ein leeres Zimmer... Für beide Gruppen ergeben sich unterschiedliche Packungsinhalte: Epoche 6 und womöglich leicht alberne Waggons/Themen (plus anspruchsvolle Digitaltechnik) vs. Epoche 4 und interessante Güterwagen (und sich möglichst selbst konfigurierende Elektronik).

Ich schließe mich bezüglich des Packungsinhalts Solvac an:

Zitat von Solwac im Beitrag #3
Der Ansatz Güterzug und Oval mit vier Weichen ... aber auch zwei Prellböcke und als Gleisplan ... ein Umsetzgleis und zwei Anschließer.
Mir würden Firmen gefallen, die (für Anlieferung und/oder Abtransport) erkennbare Ladungen auf offenen Waggons erfordern: Baumstämme auf Rungenwagen hat schon Hartmut (#4) angeregt. Ich meine aber, dass hier zusätzlich passende Gebäude - durch Kooperation mit Faller, Auhagen oder Kibri - mit verpackt gehören, in diesem Fall eben ein Sägewerk; Reliefs würden mir reichen. Die Startpackungen von Märklin gehen schon sehr deutlich in diese Richtung. (Warum dort häufig Elektro- statt Dieselloks aufgeboten werden, die dann ohne Oberleitung herumkurven, ist mir aber unklar.) Sinnvoll ist auch die Möglichkeit, gleich noch einmal passende "Themen-Ergänzungspackungen" zu erstehen. Und diese bringen mich auch auf eine Idee, was bzgl. der den
Zitat von Solwac im Beitrag #3
Kunden besser vertrauten Reisezügen
geschehen könnte, und
Zitat von Solwac im Beitrag #3
Wie ... man da die Identifikation ... und ... Betrieb
hinkriegt - in der Fragestellung liegt doch schon die Lösung: Gerade weil
Zitat von Solwac im Beitrag #3
Bei modernen Zügen ... ein Triebwagen oder eine fixe Wagengarnitur hin und her
fährt - wie auch schon früher ein Schienenbus - kommt doch eine gewisse Spannung auf: Wie weicht der Nahgüterzug dem Triebwagen wohin aus, der immerhin seinen Fahrplan einhalten muss?

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

hwunderlich Offline




Beiträge: 515

03.12.2017 22:31
#15 RE: Startpackung für zukünftige Modellbahner: Was muss rein, und was eher nicht. antworten

Schuur ihr Jonge,

ich glaube, das sich hier so langsam eine Richtung entwickelt:

● Das BlueBookLight, und auf die dort publizierten Inhalte abgestimmt der weitere Inhalt:

■ Eine "Allzwecklok": 64, 86, 212, ggf. MaK 4-Achser, außerhalb Deutschlands länderspezifisch ein anderer, vergleichbarer Loktyp

■ 5 Güterwagen, in der "Luxusversion" vielleicht noch zwei Personenwagen

■ Das von mir schon angeregte Gleisoval mit der angesprochenen Ausstattung

■ Ggf. entsprechende Gebäudemodelle, evtl. als thematisch passende Ergänzungssets

☆ Weitere thematisch, auch als Ergänzung oder Erweiterung, passende Gleis-, Fahrzeug- und Gebäudesets

Wie allerdings bringt man das der Branche bei??

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

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