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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 58 Antworten
und wurde 6.084 mal aufgerufen
 IV.3. Praxis des Modellbahnbetriebes
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NHE Offline



Beiträge: 38

20.04.2014 15:11
Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hilfe - wie geht Betrieb?? (s. meine Vorstellung in diesem Forum)
Hier ist mein ein Gleisplan,
aber ohne Erklärung geht es nicht!
Die Anlage ist über die gesamte Länge des Hauses auf dem Dachboden aufgebaut, wobei die Dachschrägen nirgends beim Bedienen behindern. Die Raummaße sind luxuriöse ca 8 x 6 m, mit Nebenraum ca 12 x 6 m. Da ich mit diesem Luxus zuvor 2 mal grandios gescheitert bin, habe ich mich zwecks zwangsweiser Beschränkung für die Baugrösse II entschieden. Da muss man lange suchen bevor mal zum Anlagenthema passende Fahrzeuge und Ausstattungsteile zu finden sind. Spur II ist für dieses Forum ungewöhnlich, betrieblich macht es jedoch keinen Unterschied.
Zum Gleisplan: klassischer Kreisverkehr?? Denkste!

Ein Blick auf den Streckenverlaufsplan enthüllt den Point to Point Verkehr: im Nebenraum befinden sich 4 Bahnhöfe in denen Züge abgestellt werden und in denen Züge Kopf machen können. Händisch fiddeln ist in dieser Baugröße nicht. Und: Züge von und nach Bad Harzberg ignorieren die Bahnhöfe Goslar und Halberstadt zunächst (obwohl sie dieselben Gleise benutzen) und fahren durch die flache Vorharzgegend über Okertal und
Wernigerode Gbf (oder umgekehrt) eben nach Goslar/Halberstadt ( einmal im Kreis) oder weiter nach Kreiensen oder Magdeburg.

Der Personenverkehr ergibt sich von selbst: ein VT 209 (Ferkeltaxe) samt Steuerwagen startet in Halberstadt, hält in Okertal und kann dort mit einem Triebwagen ( vorgesehen ist der T1 ) aus Blankenburg oder Wildemann kreuzen.
Aber der Güterverkehr! Den habe ich nicht im Griff und erbitte Eure Hilfe. Ich zähle einmal alle Betriebstellen auf:
1. Fabrik im Anschluss an Wernigerode Gbf (westlich)
2. Rollbockgrube in W-Gbf mit insgesamt 10 Rollböcken
3. Rollwagenanlage von W-Gbf aus bedienbar mit 2 Rollwagen.
4. Lokwartegleis in Halberstadt/Goslar
5. Triebwagenabstellgleis in Halberstadt
6. Triebwagenabstellgleis in Wernigerode bzw Blankenburg (schmalspurig) 7. Dieseltankstelle Bad Harzberg
8. Abstellgleis ( zB für Triebwagen in der Mittagspause ) in B.H. 9. Kopf-Seitenrampe (KR) B.H.
10. Güterschuppen B.H.
11. Ladegleis (LG) B.H.
12. Sägewerk B.H.
13. Bw Oker: nacheinander Bekohlung, Wasser, Schlacke, U-Grube,
Schuppengleis
14. Offenes Schuppengleis und anschließend Dieseltankstelle
15. kleine Ladestraße (LS)
16. große Ladestraße mit Fabrikanschluß
17. Laderampe (LR), insbesondere für Holz
18. und 19. zwei Berkwerksgleise mit Ladebunkern


Betriebliche Besonderheiten:
Das Hauptthema ist ganz offensichtlich die Übergabe von der Schmalspur
auf Regelspur bzw umgekehrt. Bemerkenswert sind hier betriebshinderlich die Gleise mit 3 Schienen an 3 Stellen. Die 3. Stelle ist das kurze Stück östlich W.-Gbf vor der Kreuzung mit der Regelspur. Dies ist unumgänglich, da sonst nie die Kurven im Schattenbahnhofsraum hinzukriegen wären. Auch die gebockten Wagen werden mit der Originalkupplung gekuppelt und brauchen einen 1,5 m Radius.
Der 1,5 m Radius ist der nächste Knackpunkt: die Hauptlast im Regelspurbereich trägt eine DR V100. Originalgekuppelt überpuffert sie mit allen G-Wagen mit Ausnahme zweier längerer Kühlwagen, die größere (und etwas vergrößerte) achteckige Pufferteller haben. Das heißt, daß immer ein
Kühlwagen hinter der Lok fahren muß (und einer am Zugende, weil meist Kopf gemacht wird).
Die nächste Schwachstelle ist der Gegenbogen der letzten Regelspurweiche am östlichen Ende von W-Gbf. Hier kann eine Lok nur alleine durch. Daraus ergibt sich, daß Gleis 2 immer von Wagen freizuhalten ist und nur als reines Umfahrgleis für Regel- und Schmalspur gleichermaßen dient. Ausnahme ist die Anfahrt zur Rollbockübergabe. Das Ausziehgleis dafür ist lang genug für Lok, Kühlwagen und 4 weitere Wagen. Wie auch Gl. 3 ausreichend lang ist um 4 aufgebockte Wagen und 1 Pufferwagen abstellen zu können. Auf Gl. 2 wird dann umfahren, um nach Oker zu kommen.
Wenn man mit dem Finger mit der Schmalspur dorthinfährt, wird man feststellen, daß man dort zur Laderampe und in das Bergwerk sinnvollerweise den Zug schieben wird (Einfahrt Lok voran, umsetzen, schieben).
Eine Erlösung war die Idee mit der Segmentdrehscheibe in B.H. (deutlich sichtbar nachträglich eingebaut mit dem runden Ausschnitt aus der westlichen Anlagenplatte.) Ich habe so einen sehr gut benutzbaren und rangierintensiven Bahnhof mit ausreichend langen Gleisen und in einem gut anzusehenden Bogen verlegt. Die sonst zu den Wänden parallel verlegten Gleise sind in diesem Maßstab nicht zu verhindern gewesen.
Die Gangbreite von 60 cm wird an manchen Stellen deutlich unterschritten, ist aber in arbeitsintensiven Bereichen groß genug.
Die Anlagentiefe ist zum Teil zu groß, aber nur dort, wo nicht gekuppelt werden muß. Im Unglücksfall muß ich auf die Anlage steigen oder einen 50 x 50 cm Ausschnitt am Wasserturm benutzen.
Mein Fahrzeugpark beschränkt sich außer auf die bereits erwähnten Fahrzeuge noch auf eine V 36 regelspurig, insgesamt 3 Dampflokomotiven und eine Köf in der 1-m-Spur wie sie alle im Harz auch zu Hause sind. Zusätzlich sind 4 offene G-Wagen,1 Rungenwagen, 1 Tankwagen und 1 gedeckter G-Wagen vorhanden. Schmalspurig existieren lediglich 2 Pufferwagen und 2 Rungenwagen.
Alle Bahnhofsnamen gelten erstmal zwecks besserer Verständigung vorläufig. Meine Phantasie hat bis jetzt noch nicht gereicht für einen fiktiven Streckenverlauf. Wer mir den im Nordharzbereich erfindet, ist herzlich willkommen.
Soweit erst einmal.
Gruß Wulf

OOK Offline




Beiträge: 4.036

20.04.2014 19:01
#2 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Zitat von NHE im Beitrag #1
Hilfe - wie geht Betrieb??
Muss wohl genauer heißen: Wie könnte Betrieb auf dieser Anlage gehen, die nicht für Betrieb konzeptioniert ist. Da bin ich grad mal überfragt.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Steffend Offline



Beiträge: 35

20.04.2014 22:53
#3 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

So wie ich das sehe denkt er sich eine lineare Strecke aus in dem bestimmte Gleisen je nach Spielsituation nur bestimmt nutzbar sind.

Ich habe auf jeden Fall Schwierigkeiten den Streckenverlaufsplan mit dem Gleisplan in Einklang zu bringen oder der Gleisplan verwirrt mich zu sehr.

Kann du eventuell deinem Streckenverlaufsplan so umzeichnen, das er auch die Gleisplan der jeweiligen Bahnhöfe beinhaltet? Noch besser wäre dann, wenn für jedes Gleis noch eine Aufgabe zu erkennen wäre, also die Liste die du schon erstellt hast darin übertragen.

Die einfachste Arte von Betrieb wäre, anzunehmen, dass die Schmalspur selbst gar keine Binnenverkehre hat. Dann beginnen und enden alle Güterzüge im Übergabebahnhof an der Rollbockgrube. Die Wagen werde gemischt und von der Hauptbühne übergeben und von der Schmalspurbahn an ihre Ziele gebracht. Zweite Stufe wäre dann, bei der Fahrt auch gleich die abgehenden Wagen einzusammeln und möglichst wenig Fahrbewegungen zu brauchen, dritte Stufe wären dann GmP und vierte Stufe noch gleichzeitig stattfindender planmäßiger Personenverkehr.

Das Anlagenkonzept stößt aber in den gedachten Doppelbahnhöfen an seine Grenzen. Der Personenverkehr hat es da einfacher, weil er nur am Bahnsteig hält. Ein Zielgleis für Güterverkehr kann eben real nur einmal belegt sein. Außer ich stell den Wagen nach dem zustellen von Hand runter und vor dem abholen wieder rauf. Dazu wäre Kärtchen hilfreich um mich zu erinnern auf welchem freien Gleis ein unsichtbarer Wagen steht

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

21.04.2014 14:07
#4 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Wulf,

meiner Ansicht nach sollte erst die etwas widersprüchliche Argumentation besser geklärt werden, sowie einige der Anlage noch anhaftenden technischen Mängel beseitigt werden, bevor an die Aufstellung eines Betriebskonzepts, wie immer das aussehen mag, gedacht werden kann.
Es ist z.B. die Rede vom "Feinschliff", der ja wohl mit gewissen Eingriffen verbunden ist, gleichzeitig wird aber die kleinste Änderung an der Anlage ausgeschlossen. Das passt nicht zusammen, ganz abgesehen davon, daß eine Modellbahnanlage nie fertig ist, vor allem keine, die dem Betrieb dienen soll. Gerade beim Betreiben stellt sich erst eine Unzahl von Verbesserungsmöglichkeiten heraus.
Weiß man schon vorher um einige Schwachstellen, wäre man gut beraten, zunächst mit allen Mitteln diese zu beseitigen, bevor darauf weiter aufgebaut wird.
Ein Gleis, das nicht von allen beliebigen Fahrzeugkombinationen befahren werden kann, ist für einen vorbildgerechten Betrieb unbrauchbar, ebenso ein Fahrzeug, das nur in Verbindung mit einem bestimmten Wagen fahrfähig ist.
Beim Betrieb wird es darum gehen, daß sich völlig zufällig ergebende Transportaufgaben bearbeitet werden müssen, was sich im Bewegen, Aufnehmen von Wagen in Züge, Aussetzen von Wagen, Zustellen an bestimmte Ladestellen usw. äußert, und zwar unter Ausschluss des eigenen spontanen Willens, so, wie es bei einer echten Bahn eben auch passiert. Hierbei bereits vorhandene Handikaps mit einzubeziehen, birgt die Gefahr des betrieblichen Scheitern in sich.
Daher der dringende Rat, erst die Anlage betriebstauglich zu machen (alle Standard-Fahrzeuge müssen alle Gleise befahren können), auch wenn das im Widerspruch zu den selbstformulierten Grundbedingungen steht.
Was vielleicht zum Verständnis noch etwas verdeutlicht werden sollte: Die Baugröße ist II, also Maßstab 1:22,5. Dann wäre die Spurweite 64mm für Normalspur und 45mm für die meterspurige Schmalspur. Ist das korrekt?

Grüße
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

NHE Offline



Beiträge: 38

21.04.2014 18:16
#5 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Ad OOK: na klar ist der Betrieb auf dieser Anlage gefragt und der Betrieb kann nicht original, sondern höchstens vorbildnah sein. Das blaue Buch gab es vor 10 Jahren noch nicht.

Ad Steffend: ich dachte, ich hätte mir Mühe gegeben und Gleisplan und Streckenverlaufsplan übersichtlich und selbsterklärend zu Papier gebracht. Aber es ist wohl so, daß man das, was man selber seit Jahren vor Augen hat und für selbstverständlich hält, nicht so einfach für andere zu vermitteln ist.

Ich versuche die Schwerpunkte des Güterverkehrs noch einmal herauszuarbeiten:
Wernigerode Gbf hat 5 Gleise: Gl. 1-5 von Nord nach Süd. Der Fabrikanschluß im Westen ist die einzige Betriebsstelle, sonst wird der Bhf nur zur Übergabe zur Schmalspur benutzt. Der Personenverkehr fährt ohne Halt durch.
Bad Harzberg ist Kopfbahnhof, hat 3 Hauptgleise 1-3 von Nord nach Süd und ein Stumpfgleis zum Diesel tanken. Gl. 1 ist für die G-Wagen am Güterschuppen, an der Ladestraße mit dem Anschluß des Sägewerkes vorgesehen. An Gl. 3 gibt es außer der Bahnsteigkante noch eine Kopf-Seitenrampe.
Oker ist Einsatzstelle für die Dampf- und Diesellokomotiven der Schmalspur, hat eine große Laderampe für Holzstämme, eine Ladestraße und die Anschlüsse für den Ladebunker des Bergwerkes. Die kleine Ladestraße in Lokschuppennähe ist optional und noch nicht in den Betrieb eingeschlossen.

Es ist tatsächlich so, daß die Schmalspur kaum Binnenverkehr hat (das Pärchen Rungenwagen blockiert eher die Gleise, aber vielleicht findet sich ja noch eine schlaue Verwendung). Es gilt vornehmlich, die Güter der aufgebockte Regelspurwagen (Holzstämme, Güter der Ladestraße, Kohle) an ihren Bestimmungsort zu transportieren. Diese liegen wiederum im Bereich der Regelspur: Sägewerk und Abnehmer in Bad Harzberg, Kohlen für ein Kraftwerk im weiteren Teil des Landes (erreichbar über Goslar oder Halberstadt). Leere Wagen oder wieder beladene mit zB Brettern gehen denselben Weg zurück (die Fabrik in Oker könnte zB Kisten herstellen). Die Dieseltankstellen können noch über den Kesselwagen bedient werden, das Fabrikgleis in W-Gbf ist noch nicht einbezogen.

Der Personenverkehr pendelt wie bereits beschrieben. Ein Gemischter Betrieb ist nicht vorgesehen.

Ad Christian: ich arbeite an der Anlage seit ca 10 Jahren und mit „Feinschliff“ ist die Ausgestaltung im landschaftlichen Bereich gemeint. Der Maßstab ist tatsächlich 1:22,5. Das geht überhaupt nicht mehr ohne diese -völlig zu Recht monierten- Kompromisse. Ohne 1,5 m Radien käme ich nicht um die Kurven. Und wie ich den Gegenbogen in W-Gbf wegzaubern sollte, ist mir ein Rätsel. Für mich geht es auch so. Ich baue ja nicht nur, ich fahre auch ständig und hinter die V 100 einen Kühlwagen zu kuppeln (wie früher einen Güterzugbegleitwagen) ist mir in Fleisch und Blut übergegangen.
Der technische Mangel besteht darin, in diesem Maßstab, Regelspur auf dieser Fläche betreiben zu wollen. Wohl wahr, ich weiß. Zu spät.

Gruß

Wulf

Silbergräber Offline



Beiträge: 535

22.04.2014 07:31
#6 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Moin Wulf,

da hast Du uns wahrlich eine ganz schön harte Nuss zu knacken gegeben bzw. ein Osterei ins Nest gelegt
Um es vorweg zu nehmen: Betrieb geht, natürlich mit viel Phantasie. Ich brauche noch etwas für mein Konzept.
Aus meiner Sicht kann IIm im Wohnhaus vorrangig nur dem Rangieren dienen. Von daher sehe ich Deine Anlange als meterspurige Industriebahn mit einem Teil normalspuriger Privatbahn.
PtP-Betrieb auf Normalspur würde ich nur zwischen Goslar-Okertal-Halberstadt durchführen. Harzberg wird über Spitzkehre Halberstadt angefahren (entweder triumphiert OOK jetzt wegen des entdeckten Designtrumphs Spitzkehre oder er gibt mir wegen des Seitenhiebes eins zwischen die Hörner ). An Deiner Stelle würde ich die Normalspurgarnitur in aller Ruhe kreiseln lassen, während Du Betrieb mit der Schmalspurbahn machst. Dazu müssen meine Gedanken aber erst mal reifen.

LG

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
--------------------------
Mein Planungsthread:
"Auf schmaler Spur in den Oberharz"
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=144119

Mein Wagenschnitzer-Thread:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=50&t=139641

NHE Offline



Beiträge: 38

22.04.2014 14:23
#7 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Jörn,

Zitat: "Aus meiner Sicht kann IIm im Wohnhaus vorrangig nur dem Rangieren dienen. Von daher sehe ich Deine Anlange als meterspurige Industriebahn mit einem Teil normalspuriger Privatbahn."

Völlig richtig. Und Privatbahn klingt angesichts der zuvor genannten Mängel sehr gut. Ermutigend Deine Ansätze. Auch auf die Spitzkehre muß man erst einmal kommen, wenn man schon jahrelang festgefahren ist.

Kreiseln lassen ist schwierig, angesichts der vielen Berührungspunkte durch Dreisschienengleise. Und mit einem Zug hat man allein genug zu tun.

Laß man weiter reifen.

Gruß

Wulf

NHE Offline



Beiträge: 38

23.04.2014 12:22
#8 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Christian,

Zitat: „Ein Gleis, das nicht von allen beliebigen Fahrzeugkombinationen befahren werden kann, ist für einen vorbildgerechten Betrieb unbrauchbar, ebenso ein Fahrzeug, das nur in Verbindung mit einem bestimmten Wagen fahrfähig ist.“

Es hat mich nicht in Ruhe gelassen, auch wenn ich mich schon längst mit dieser misslichen Situation arangiert hatte. Den Gegenbogen im östliche Bereich von W-Gbf werde ich entschärfen. Das wird gehen, wenn ich Gl 1 und 2 mit einer Rechts- statt einer Linksweiche verbinde und die Einfädelung zum Dreischienengleises etwas verändere. Nicht schön, aber machbar. Die Bedingung „alle Fahrzeuge auf allen Gleisen“ wäre damit erfüllt.

Ich kann aber sicher nichts an dem 1,5 m Radius ändern. Das muß ich auch nicht, wenn ich die V 100 z-stelle (tausche oder verkaufe) und nur mit der V 36 fahre, was ja bei meinen kurzen Zügen (höchsten neun 2-achsige Güterwagen; mehr ist nicht vorgesehen) durchaus realistisch erscheint. Mehr als eine Lokomotive brauche ich auf der Regelspur auch nicht.

Gruß

Wulf

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

23.04.2014 12:55
#9 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Wulf,

so weit wolle ich mit meiner Einwendung aber niemals gehen, dir die z-Stellung von Fahrzeugen zuzumuten. Ich kann mir vorstellen, daß in dieser Baugröße eine Lok entweder eine gewaltige Selbstbauleistung oder eine erhebliche Investition darstellt.
Da das Problem die Überpufferung zu sein scheint: Tritt das nicht bevorzugt bei geschobenen Zügen und bei relativ gespannten Kupplungen auf? Dann müßte die V100 doch im Personenzugdienst funktionieren. Vielleicht - ich bin mir jedoch bewußt, daß solche Vorschläge etwas zu leicht klingen und nicht so einfach umzusetzen sind - könnte man auch mit einer modifizierten Original-Kupplung eine Verbesserung erreichen. Z.B. eine Kupplung, die starr wäre und etwas länger, so daß sie die Puffer von der direkten Berührung abhält, also etwas ähnliches, was die Modellbahnindustrie in allen kleinen Baugrößen schon immer macht - niemand könnte sonst überhaupt fahren.
Die Entschärfung des Gegenbogens war dagegen eine grundlegende Verbesserung, die sich bei jeder Rangierfahrt auszahlen wird.

Gruß
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

NHE Offline



Beiträge: 38

23.04.2014 17:02
#10 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Christian,

wozu doch so ein Forum gut ist. Mit einer schnell gebastelten (Sekundenkleber) starren Kupplung funktioniert der Schiebebetrieb problemlos. Danke für den Tip.

Zur V 100: es war keine gewaltige Selbstbauleistung, sondern ein selbst zusammengebauter Bausatz von Hilbert. Ein herrliches Teil in dieser Baugröße.

„Menschen“ werden bei mir nur in Triebwagen im Pendelbetrieb befördert. Personenwagen gibt es kaum in dieser Baugröße.

Gruß

Wulf

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

23.04.2014 23:55
#11 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Wulf,

das freut mich natürlich sehr. Ich hatte mir als H0e Fahrer nicht unbedingt eingebildet, daß meine Tips auch bei mehrfach größeren Fahrzeugen was bewirken, zumal ich mit Originalkupplungen noch keine Erfahrungen gesammelt habe.
Aber gut zu wissen, daß es auch Ähnlichkeiten über die Baugrößen hinweg gibt.
Nachdem nun alle technischen Vorbedingungen erfüllt sind, könnte man sich voll auf den Betrieb konzentrieren. Da Jörn hier schon zugange ist, möchte ich nicht dazwischengackern, sondern erst mal abwarten. Ich bin aber der gleichen Meinung, dass sich auf der Anlage ein interessanter Betrieb durchführen lässt.

Vielleicht noch ein paar Fragen am Rande:
Ist daran gedacht, daß den Betrieb mehrere Personen durchführen, oder muß einer alleine alles bewältigen können, oder ist beides vorgesehen?
Wie wird die Anlage gesteuert. Damit meine ich: Wo befinden sich Fahrregler und sonstige Bedienelemente? Kann man mit den Zügen mitgehen?
Wie werden die Weichen gestellt?
Gibt es im Fahrweg Sicherheitselemente, wie z.B. Schutzweichen oder Gleissperren?
Gibt es Signale und sind sie von der richtigen Weichenstellung abhängig?
Wie groß ist deine Bereitschaft, zur Betriebsvorbereitung "Papierkram" in überschaubarem Umfang zu bewältigen?
Wie groß ist deine Bereitschaft, während des Betriebes einfache schriftliche Arbeiten auszuführen?

All dies ist nicht zwingend notwendig, aber hilfreich, um ein Gefühl für die Anlage zu bekommen. Umso zutreffender können die Betriebsempfehlungen ausfallen.

Grüße
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

NHE Offline



Beiträge: 38

24.04.2014 14:11
#12 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Christian,

Als HOe-Fahrer hast Du doch sicher auch Rollböcke im Betrieb und viel Spaß dabei. Das war bei mir damals immer etwas kipplig und mir letztendlich zu fummelig (ohne Pinzette gehst nicht). Bei der großen Spur funktioniert das wunderbar und ist der eigentliche Grund, weswegen die Regelspur mit im Boot ist. Ursprünglich hatte ich lediglich die Meterspur des Harzes im Sinn.

Nun zu Deinen Fragen:

Zitat: „Ist daran gedacht, daß den Betrieb mehrere Personen durchführen, oder muß einer alleine alles bewältigen können, oder ist beides vorgesehen?“
In der Regel bin ich alleine. Es geht auch zu dritt: Je eine Person für Regel- und Schmalspur. Der dritte lenkt und denkt. Die Gänge sind wie beschrieben knapp, aber es geht.


Zitat: „Wie wird die Anlage gesteuert. Damit meine ich: Wo befinden sich Fahrregler und sonstige Bedienelemente? Kann man mit den Zügen mitgehen?“
Alles ist digitalisiert. Gefahren wird mit Zimo-Funkhandreglern und das Mitlaufen ist möglich, sinnvoll und gewünscht. Der Nebenraum mit den vielen „Bahnhöfen“ wird auch mit Kameras kontrolliert, die Monitore sind neben der Segmentdrehscheibe.


Zitat: „Wie werden die Weichen gestellt?“
Im Wesentlichen motorisch. Einige wenige ganz am Rand der Gänge sind handgestellt.


Zitat: „Gibt es im Fahrweg Sicherheitselemente, wie z.B. Schutzweichen oder Gleissperren?“
Nein. Es fährt immer nur ein Zug und für diesen wird über das Digitalsystem immer die gesamte Fahrstraße gestellt. Das ist die Sicherheit. (Bei falscher Weichenstellung gibt es am polarisierten Herzstück eben einen Kurzschluss). Schutzweichen fehlen (jede Weiche ist teuer und frißt Platz), an Gleissperren habe ich noch nicht gedacht. (Stichwort Feinschliff).


Zitat: „Gibt es Signale und sind sie von der richtigen Weichenstellung abhängig?“
Bei Signalen gibt es weder eine Weichenabhängigkeit noch eine automatische Stoppfunktion. Sie können einzeln gestellt werden oder im Zusammenhang mit der Fahrstraßenschaltung. Bei der Schmalspur gibt es nur Signaltafeln. Die Regelspur ist möglichst vorbildgetreu mit Licht- und Formsignalen ausgestattet. Je ein Einfahrsignal und je ein Gruppenausfahrsignal in W-Gbf. (westl.) und Bad Harzberg und 2 Ausfahrt-Lichtsignale W-Gbf östlich (was ja Quatsch ist, bisher konnte aus Gl. 2 kein Zug ausfahren; wird ja geändert!). Auch Gleisperrsignale (Form und Licht) sind reichlich vorhanden.


Zitat: „Wie groß ist deine Bereitschaft, zur Betriebsvorbereitung "Papierkram" in überschaubarem Umfang zu bewältigen?
Wie groß ist deine Bereitschaft, während des Betriebes einfache schriftliche Arbeiten auszuführen?“
Was für den Betriebsablauf notwendig ist, wird gemacht. Wie man sich die Arbeit dann wieder leicht macht, ist eine sekundäre Frage.

Gruß

Wulf

NHE Offline



Beiträge: 38

29.04.2014 13:14
#13 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Ich versuche es mal mit einigen Bildern. Vielleicht hilft es, sich in einen Betrieb hineinzudenken.

die westliche Ausfahrt Wernigerode Gbf
die östliche Ausfahrt Wernigerode Gbf
Rollbockanlage und Gl. 4 ua für Rollböcke
das Berkwerk in Oker
das Bw in Oker
Bad Harzberg; hinten der Bahnsteig und die Sementdrehscheibe
das Sägewerk in Bad Harzberg
am Sägewerk mit Hintergrundbild

Gruß

Wulf

Angefügte Bilder:
IMG_1374.jpg  
OOK Offline




Beiträge: 4.036

29.04.2014 17:59
#14 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Zitat von NHE im Beitrag #13
Ich versuche es mal mit einigen Bildern. Vielleicht hilft es, sich in einen Betrieb hineinzudenken.
Zumindest hilft es, deine Anlage als real existierend zu akzeptieren, womit ich bisher zugegebenermaßen Schwierigkeiten hatte.
Und: natürlich kann man sich da Betrieb hineindenken. Aber vielleicht in einem bescheideneren Zuschnitt als gleich geografisch so große Räume abdeckend.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

29.04.2014 22:52
#15 RE: Hilfe, wie geht Betrieb?? antworten

Hallo Wulf,

gratuliere, die Anlage hat ja richtig Atmosphäre ! (hierzu gibt es, wie du vielleicht schon erblättert hast, auch einen eigenen Diskussionsfaden). Für die ausführliche Beantwortung meiner vielen Fragen vielen Dank. Zusammen mit den Bildern kann ich mir die Anlage nun recht gut vorstellen, wenngleich man den Gesamteindruck, den die großen Fahrzeuge vor allem beim Fahren hinterlassen müssen, nur mitbekommt, wenn man daneben steht. Muß sehr beeindruckend sein. Man hört bestimmt die Schienenstöße unter den Rädern.
Warum ich noch nichts weiter habe verlauten lassen, liegt daran, daß ich Jörn selbstverständlich den Vortritt lasse. Auch ist Betrieb ein Feld, wo man sicher eine Weile braucht, um das richtige Maß an Intensität herauszufinden (ist bei jedem Betreiber etwas anders, daher meine vielen Fragen).
Bitte also noch etwas Geduld.

Grüße
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

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