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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 8.427 mal aufgerufen
 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

29.11.2013 21:06
Gleisplan der Woche (2) Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Hallo Zusammen,

anbei zum 20jährigen ein Link zum Anlagenentwurf "Bergisch Dierscheid" von Rolf Knipper. Veröffendlich zuerst in der MIBA Spezial 18, November 93!
Dieser Entwurf war für mich der Einstieg zum Thema vorbildgerechter Betrieb! Unbedingt lesenswert sind die dazu gehörigen Artikel in MIBA Spezial 18 und 19!
Aus heutiger Sicht würde man die Speicherbähnhöfe etwas anders planen. Etwas unglücklich ist auch das die PAN im Bereich Nebenstrecke verletzt ist, und beim Nachbau würde auch etwas mehr Länge den Bahnhofsgleisen nicht schaden! Achja: Thema Eientlich Eingleisige Hauptbahn mit Nebenstrecke!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

ET 65 Offline




Beiträge: 47

29.11.2013 21:46
#2 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Hallo Hubert,

ist das schon 20 Jahre her? Ich bin geschockt.

Der leider viel zu früh verstorbene Rolf Knipper hat mit diesem Entwurf einen Modellbahnplan in fünf Akten geschaffen. Falls ich mich jetzt auf den Höhepunkt festlegen muss, tue ich mir echt schwer, denn neben Bergisch Dierscheid haben der Anschluss Wipperzement und Krähwinklerbrücke etwas besonderes.

Die Kritik am Schattenbahnhof - Entschuldigung, offenen Abstellbahnhof - finde ich mehr als berechtigt.

Was mich an der Umsetzung (ich hatte den schon mal ins Auge gefasst für meinen noch freien Kellerraum) war die schlechte Zugänglichkeit des Abstellbahnhofes in der Schleife und die Notwendigkeit des "Duck-Under" oben rechts.

Was mich auch ein anfänglich gestört hatte, war die Lage der Gebäude an der Anlagenkante, die den Blick auf dahinter stehenden Fahrzeuge verstellen. Bei meiner aktuellen Planung (sollte ich dann hier wohl mal vorstellen?) stehe ich gerade genau vor diesem Problem.
Daher auch ein Dankeschön an Hubert für das Erinnern an diesen tollen "Knipper-Plan", der mir wohl bei der Entscheidungsfindung hilft.

Gruß, Heinz

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

29.11.2013 21:49
#3 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von ET 65 im Beitrag #2
Bei meiner aktuellen Planung (sollte ich dann hier wohl mal vorstellen?) ....

Heinz, mach hin!!!!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.11.2013 09:02
#4 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Als MIBA-Spezial 18 erschien, arbeitete ich mit Hochdruck an der Vorbereitung des Umzugs der BAE in die größeren Räume der BAE II. Da hatte ich weder Zeit noch Sinn für MIBA-Produkte, und so ist mir dieser schöne und interessante Plan von Rolf Knipper durch die Lappen gegangen.

Auf den ersten Blick ist er wirklich hinreißend schön, auf den zweiten- zumal wenn man als Betriebler schaut - schon nicht mehr ganz so toll, wie Hubert schon bemerkte. Hubert, vielleicht kannst du ein paar Auszüge zu Knippers betrieblichen Ausführungen dazu einstellen? Für mich sieht es nämlich fast so aus, als hätte er sich nicht wirklich dazu Gedanken gemacht, wie auf der Anlage der Betrieb ablaufen soll. Was damals auch niemand wirklich erwartet hat.
Mich stört das Un-Lineare, speziell die vielen Verbindungsbögen, die es erlauben, neben betrieblich nötigen auch allerlei unsinnige Verbindungen zu fahren (Fahrmöglichkeiten!)

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

30.11.2013 09:48
#5 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Hallo Otto,

zum Betriebskonzept haben sich die Autoren Jan Brun, Michael Meinhold, Rolf Knipper und Bertholt Langer schon viele gute Gedanken gemacht! Zum Anlagenentwurf gehören 2 Artikel in Prosaform die einen fiktiven Tag aus Sicht eines Eisenbahners den Güterverkehr dort mit seinen ganzen Facetten schildern! Diese beiden Artikel liegen leider nur als Scan vor, und machen nur komplett einen Sinn! Diese Artikel kann ich bei Bedarf dir zulassen kommen Von der Beschreibung des Anlagenentwurfs stelle ich mal die erste Seite mit dem Betriebsschema ein:



Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 3.501

08.12.2013 22:55
#6 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #1
Aus heutiger Sicht würde man die Speicherbähnhöfe etwas anders planen. Etwas unglücklich ist auch das die PAN im Bereich Nebenstrecke verletzt ist, und beim Nachbau würde auch etwas mehr Länge den Bahnhofsgleisen nicht schaden!

Jeden Abend seit Hubert den Plan hier eingestellt hat, brüte ich drüber und sinniere und kann mich nicht wirklich anfreunden. Inzwischen hatte ich auch Gelegenheit (), die "betrieblichen" Ausführungen von Berthold Langer zu lesen,und auch damit bin ich nicht zufrieden. Er windet sich ganz ordentlich um die Aufgabe herum, konkret zu beschreiben, was auf dieser Anlage abgehen soll und erzählt in romantisierender Art nette Stories vom Vorbild. Nicht wirklich hilfreich.
Wenn ich mir das Betriebsschema anschaue, das Hubert eingestellt hat, kriege ich schon Bauchgrimmen. Ich stelle mir vor, ich werde zum Betrieb an so einer Anlage eingeladen und soll darauf Züge von A über B nach C fahren. Das geht zwar,klar. Aber bis ich herausgefunden haben, wie ich da unterirdisch fahren muss und welche Weichen ich dazu stellen muss, ist der Abend gelaufen.

Hier noch einmal der Anlagenplan, ergänzt um ein Meter-Gitter und mit einigen Änderungsvorschlägen bezüglich der Anbindung eines zentralen Zugspeichers (rot):



Im Bereich des BW schaue man sich einmal den Radius der Eingreiftiefe an. Der Lokschuppen und der gesamte rechte Bahnhofskopf sind unerreichbar. Wie kann man so etwas zeichnen?

Hubert meinte, die Bahnhofsgleise könnten länger sein. Ich finde, sie könnten, nein sollten kürzer sein. Denn zum einen wird damit das arge Missverhältnis von Bahnhofslänge und Streckenlänge etwas gemildert und zweitens können dann die beiden Strecken, die nach links herausgehen,sehr früh in der Höhe divergieren, so dass es möglich wird, mit dem Speicher so tief zu kommen und mit der Nebenstrecke so hoch, dass letzterer über ersteren hinwegführen kann.

Das PAN wird jetzt nicht auf die Hauptstrecke angewandt, wo das gar nicht lohnt (und beim Originalentwurf plötzlich endet und der Zug fährt einem weg), sondern bei der Nebenstrecke, der man durchgehend bis zum Ende folgen kann.

Also da kann man schon was G'scheites draus machen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

tuxlover Offline



Beiträge: 159

09.12.2013 15:11
#7 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von OOK im Beitrag #6
Im Bereich des BW schaue man sich einmal den Radius der Eingreiftiefe an. Der Lokschuppen und der gesamte rechte Bahnhofskopf sind unerreichbar. Wie kann man so etwas zeichnen?

Gezeichnet ist so etwas immer schnell. Einen solchen planerischen Bock zu verzapfen ist allerdings schon heftig. Selbst mit Verzicht auf das BW wird es in der Ecke aber mit der Zugänglichkeit sehr sehr eng.

Zitat von OOK im Beitrag #6
Das PAN wird jetzt nicht auf die Hauptstrecke angewandt, wo das gar nicht lohnt (und beim Originalentwurf plötzlich endet und der Zug fährt einem weg), sondern bei der Nebenstrecke, der man durchgehend bis zum Ende folgen kann.

Sehr guter Vorschlag, die Nebenstrecke zu drehen. Ich könnte mir sogar vorstellen, die Hauptstrecke vom linken Bahnhofskopf aus, verdeckt auch zur Wendel zu führen und dort dann beide Strecken zu einem gemeinsamen Speicher in den Untergrund fahren zu lassen.

Den fett gedruckten Text will ich auch noch einmal hervor heben. Hier zeigt sich nämlich auch, dass die Hauptbahn in dem Entwurf für den Dienst als Zugführer nicht sonderlich attraktiv ist. Egal ob im Ursprung oder in deiner überarbeiteten Version.

Gruß Michael

vauhundert
Beiträge:

09.12.2013 18:51
#8 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Hallo zusammen,

ich erinnere mich an ein Gespräch mit Rolf, das ich etwa 2005(?) im Zuge der Samba-Recherchen geführt habe und bei dem wir die Schwierigkeiten dieses Entwurfes kurz beleuchtet haben.
Zwar habe ich aus der Sicht des Spur-0ers den Bahnhof Dierscheid schon damals als nicht baubar bzw. betreibbar bezeichnet, aber auch Rolf hatte das bereits entdeckt.
Er hatte damals schon erwähnt, das er das Konzept eigentlich gerne einmal überarbeiten würde und zurgriffreundlicher gestalten wollte.
Das wurde ihm ja leider aus der Hand genommen.

Im Prinzip müsste der Bahnhof bzw. die einzelnen Element weiter gestreckt werden, damit diese dann schmaler werden, was aber dann das bereits erwähnte Verhältnis zwischen Strecken- und Betriebsstellenlänge weiter verschlechtern würde. Das Original, der Bahnhof Dieringhausen, aus dem die stark komprimierten Bereiche stammen, war naturgemäß auch sehr viel länger.
Ich hänge hier mal klickbare Vorschaubilder vom Gleisplan mit an, um vielleicht damit die ein oder andere Idee auszulösen.





Meiner persönlichen Ansicht nach (insbesondere als 0er) ist solch ein Bahnhof ohnedies als Vorbild nicht ganz so gut geeignet, weil er eben als größerer Knoten zu viele betriebliche Aufgaben wahrzunehmen hat und demnach im Modell zumindest so lange nicht gut betreibbar ist, bis man voll funktionsfähihge "Avatarpreiserlein" zur Verfügung hat.
Als Einzelperson ist der nicht einfach zu betreiben und mit mehreren steht man sich ständig auf den Füßen.

Beste Grüße aus dem Bergischen

puls200 Offline



Beiträge: 70

09.12.2013 20:31
#9 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Kann die Hauptstrecke nicht auch als doppelte 8 gelegt werden, so daß der Zugspeicher komplett unter Dierscheid und der Innenkurve liegt? Dann braucht man die Wendel nicht mehr und im Innenraum entsteht noch mehr Platz.

Zur Erreichbarkeit:
Der Bediener der Hauptbahn könnte vielleicht auch im Innenraum sein. Somit kommt er auch an den rechten Bahnhofskopf heran. Das einzig wirklich fast unerreichbare Element ist dann noch der Lokschuppen, aber das wäre m.E. noch zu verschmerzen. Blöd natürlich wegen der Kulisse, die dann entweder entfallen oder sehr niedrig ausgeführt werden müsste..

Ich kann es nicht genau erklären, aber mir gefällt der Plan sehr gut. Er ist geradezu dafür gemacht, Modellbahn nicht allein zu erleben.

Grüße
Daniel

OOK Offline




Beiträge: 3.501

09.12.2013 21:02
#10 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von puls200 im Beitrag #9
Kann die Hauptstrecke nicht auch als doppelte 8 gelegt werden, so daß der Zugspeicher komplett unter Dierscheid und der Innenkurve liegt? Dann braucht man die Wendel nicht mehr und im Innenraum entsteht noch mehr Platz.
Weiß ich nicht. Vielleicht. Zeichne doch mal grob, wie du es dir vorstellst.
Ich vermute allerdings, dass es zu längeren Doppelführungen kommen wird, d.h. der gleiche Zug kommt zweimal durch die gleiche Szene.
Der "Bediener der Hauptbahn"? Das wäre ja allenfalls (einer) der Bediener des Bahnhofes, da es sonst an der Hauptbahn nicht viel zu bedienen gibt.

Wie Michael (V 100) schon vermutet, braucht es zur ordentlichen Bedienung des Bahnhofes, wenn dort wirklich das stattfinden soll, was da hin gehört, mindestens drei Mann plus einen Dunkelmann im Schatten, der die Züge aus dem Speicher sorum oder andersrum nach Dieringhausen äh Bergisch Dierscheidt schickt. Das fände ich persönlich reizvoll, aber mit dem deutschlandweiten Faible für Einmannbetrieb wäre es dann wohl nix.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

eisenhans Offline




Beiträge: 369

10.12.2013 13:39
#11 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von puls200 im Beitrag #9
Ich kann es nicht genau erklären, aber mir gefällt der Plan sehr gut. Er ist geradezu dafür gemacht, Modellbahn nicht allein zu erleben.

Geht mir auch so. Der hat mir immer schon gefallen. Aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, dass ich auf den schönen Schein reingefallen bin. Ich hatte weder die fehlende Eingrifftiefe bemerkt noch das unvollständige Zugverfolgen (PAN). Aber mit OOKs Änderungsvorschlägen ist der Plan nicht nur zu retten, sondern wird doch so richtig gut.
Was den zweiten Satz im Puls-Zitat angeht, ist es wohl so, dass diese Anlage für einen Einzelkämpfer überhaupt nicht zu betreiben wäre. Allenfalls so wie der Peter T. aus U. sich das bei seiner Anlage vorstellt, dass man auf der Nebenbahn händisch fährt während auf der Hauptstrecke automatisch die Züge herumdüsen. Findet

Der Eisenhans

tuxlover Offline



Beiträge: 159

10.12.2013 14:12
#12 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von eisenhans im Beitrag #11
...ist es wohl so, dass diese Anlage für einen Einzelkämpfer überhaupt nicht zu betreiben wäre. Allenfalls so wie der Peter T. aus U. sich das bei seiner Anlage vorstellt, dass man auf der Nebenbahn händisch fährt während auf der Hauptstrecke automatisch die Züge herumdüsen.


Die Anlage braucht auf jeden Fall mehrere Personen zum Bespielen:
1-3 Zugführer Nebenbahn
1-3 Betriebspersonal Bf Dierscheid
1 Zugspeicherbediener / PC

Was mich etwas stört, dass Konzepte dieser Art es recht schwer machen, auch mal als Einzelner etwas befriedigenden Betrieb zu machen. Hängt sicherlich auch davon ab, wie sehr man auf diesen Punkt Wert legt. Und wie viele Mitspieler in regelmäßigem Abstand zu Gast sind.
Ich versuche mir das zwei Szenarien vorzustellen:
1. Man spielt Zugführer auf der Nebenbahn. Hier ist der Bf Dierscheid relativ viel ungenutztes Kapital / Raum, selbst wenn man dort mit der Automatik Züge verkehren lässt.
2. Man bespielt den Bf Dierscheid. Hier ist die Frage, wie man die Nebenstrecke behandelt? Mit dem Zugspeicher kann man eine Automatik als passenden Gegenspieler annehmen. Die Nebenstrecke wird im "normalen Betrieb" aber händisch gesteuert. Hier muss man also auf den Verkehr schmerzlich verzichten, oder zumindest den Endpunkt auch Automatik gerecht ausrüsten. Das ist wieder zusätzlicher Aufwand.

Ich denke man sollte eine Kernmannschaft von mindestens 3 Leuten haben, um so eine Anlage voll bespielen zu können. Ansonsten ist Weniger mal wieder mehr. Also entweder ein Hauptbahnbahnhof oder Nebenbahn.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

10.12.2013 20:00
#13 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Hallo Zusammen,

der Gleisplan kommt hier etwas schlechter weg als er in Wirklichkeit ist!

Zitat von OOK im Beitrag #6
Inzwischen hatte ich auch Gelegenheit (), die "betrieblichen" Ausführungen von Berthold Langer zu lesen, und auch damit bin ich nicht zufrieden. Er windet sich ganz ordentlich um die Aufgabe herum, konkret zu beschreiben, was auf dieser Anlage abgehen soll und erzählt in romantisierender Art nette Stories vom Vorbild. Nicht wirklich hilfreich.
Wenn ich mir das Betriebsschema anschaue, das Hubert eingestellt hat, kriege ich schon Bauchgrimmen. Ich stelle mir vor, ich werde zum Betrieb an so einer Anlage eingeladen und soll darauf Züge von A über B nach C fahren. Das geht zwar, klar. Aber bis ich herausgefunden haben, wie ich da unterirdisch fahren muss und welche Weichen ich dazu stellen muss, ist der Abend gelaufen.

Man soll hier gar nicht nach A, B und C fahren! Die Strecke ist hier eigentlich nur Beiwerk als Ziel für die Übergaben. Der Hauptjob ist hier das Zerlegen und Bilden von Nahgüterzügen, sowie das Bedienen der Anschlüsse! Und genau diese Tätigkeiten hat Berthold Langer genau beschrieben.

Richtige Rangierbahnhöfe findet man in der deutschen Anlagenplanung recht wenig, im Gegensatz zu amerikanischen Layouts wo man ein Yard öfters findet (so gar bei den kleinsten Anlagen! Und hier wäre Bergisch Dierscheid ein Bahnhof, der bei fast minimaler Ausstattung, dies ermöglicht! Warum also einen Zug im Fiddleyard zerlegen wenn man dies in einem ausgestalteten Bahnhof vorbildgerecht machen kann?
Der Bahnhof ist schon so ausgefuchst, dass das Verlegen der Streckeneingänge nicht geht ohne seine Funktionalität zu beeinträchtigen! Der Bahnhof funktioniert allerdings nur mit Hilfe eines elektronischen Stellwerks (mein Favorit an Software wäre hier im Moment Modellstellwerk), für das Stellen der Rangier- bzw. Fahrstraßen. Zwei Bediener wären hier sinnvoll, der eine der FDL am Stellwerk und der Zweite der Führer der 94.5. Beide müssen sich abstimmen damit der Fahrplan angehalten wird.
Die Eingriffstiefe sehe ich nicht so kritisch, da am linken Bahnhofskopf gar nicht so viel passiert! Auch könnte man den ganzen Bw-Bereich herausnehmbar gestalten für Notfälle oder die Wartung! Bei Verzicht auf die kleine Drehscheibe könnte man auch den ganzen Bereich noch schmaler halten!





Außerdem:
Zitat von OOK im Beitrag RE: Wasgauwaldbahn
Ich finde es auch grundsätzlich wichtig, dass sich jemand an solche Design-Extravaganzen wagt, sonst bleibt die Anlagenbauerei immer konservativ beim "Wie-Gehabten".

Den Schattenbahnhof würd ich wie von puls200 unter den Bahnhof legen in Kehrschleifenform und Einrichtungsverkehr mit der Möglichkeit von beiden Streckenabgängen ein- und auszufahren! Neue Möglichkeiten ergeben sich wenn man Bergisch Dierscheid zu einem Doppelstöcker macht! Bergisch Dierscheid bleibt auf der unteren Ebene. Die Hauptstrecke verlasst links den Bahnhof und geht über die linken Seite über einen Einleger einen Stock tiefer in den Schattenbahnhof! Krähwinkelbrücke liegt auf der oberen Ebene angebunden über eine Helix der links oben Platz hätte, da könnte man auch wieder PAN einhalten! Insgesamt würden aber dann dem Plan 1 Meter mehr Breite und Länge gut tun!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 3.501

10.12.2013 23:42
#14 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Damit wir wissen, wovon wir reden, habe ich mal den Gleisplan von Bergisch- Dierscheidt schematisiert:



Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #13

Man soll hier gar nicht nach A, B und C fahren! Die Strecke ist hier eigentlich nur Beiwerk als Ziel für die Übergaben. Der Hauptjob ist hier das Zerlegen und Bilden von Nahgüterzügen, sowie das Bedienen der Anschlüsse! Und genau diese Tätigkeiten hat Berthold Langer genau beschrieben.


Also ehrlich, dafür dass die Strecke „nur Beiwerk“ ist, ist sie doch einigermaßen elaborat und teuer, im Bau und in der Bestückung mit Zügen. Hauptjob ist also das Bedienen der Anschlüsse und das Bilden von Nahgüterzügen.
So, was haben wir denn an Anschlüssen: Schraubenfabrik, Apparatebau, Umspannwerk sowie die Standards Gs, Lst und Ra. Umspannwerk ist nicht gut gewählt, so ein Anschluss kann zehn Jahre stillliegen und wird nur vorgehalten für den Fall eines Falles. Bleiben also real fünf Stellen, die zu bedienen sind, bei optimistischer Annahme sogar täglich.
Das dürfte aber eine nervige Angelegenheit sein, denn drei Stellen sind auf der einen Seite der automatisch betriebenen Hauptbahn und zwei auf der anderen. Keine Ahnung, wie man da zwischen den Zügen hindurchflutscht.
Das Hauptfeature des Bahnhofes soll ja der Ablaufberg mit der Richtungsgruppe sein. Fragt sich nur, wozu man das braucht. Um die Wagen eines Ng auf die fünf Stellen zu verteilen eher nicht, das geht auch so. Und was gibt es denn an Zugbildungsaufgaben? Maximal zwei Ng am Tag sind zu „bilden“. Großes Wort für das Einstellen der Wagen von den (maximal) fünf Stellen. Bleibt also das Verteilen der Wagen aus dem Ng von der Nebenstrecke auf die beiden Richtungen der Hauptbahn. Dafür scheint mir ein Ablaufberg etwas aufwändig, aber meinetwegen. Aber wie lange gibt es da was zu tun? Das ist doch in einer (Modell-)Stunde, meinetwegen auch zwei, gemacht. Anschließend kann man wieder „genüsslich“ den durchrauschenden Zügen zuschauen.

Ich vermute mal, dass die Bedienung dieses Bahnhofes nicht wirklich Spaß machen würde. Er ist einerseits zu kompliziert (der Gleisplan ist chaotisch), andererseits gibt es nicht wirklich etwas für eine ganze Schicht zu tun.
Ganz was anderes: Bezüglich des Personenverkehrs ist der Bahnhof mit zweieinhalb Bahnsteigleisen sehr schwach ausgerüstet. Eine Kreuzung von zwei Hauptstreckenpersonenzügen, die am Bahnsteig halten sollen, ist nicht möglich, ein erhebliches Manko.

Fazit: Natürlich kann man mit diesem Bahnhof Betrieb machen. Aber irgendwie ist es immer zu viel oder zu wenig, je nachdem aus welcher Richtung man schaut. Wenn jemand da weiterhin Spaß dran findet, soll es mir recht sein. Ich persönlich glaube, dass man mit der Hälfte des Aufwandes wesentlich mehr spannenden Betrieb erzeugen kann.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

tuxlover Offline



Beiträge: 159

11.12.2013 13:07
#15 RE: Gleisplan der Woche Rolf Knippers Bergisch Dierscheid antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #13
Man soll hier gar nicht nach A, B und C fahren! Die Strecke ist hier eigentlich nur Beiwerk als Ziel für die Übergaben. Der Hauptjob ist hier das Zerlegen und Bilden von Nahgüterzügen, sowie das Bedienen der Anschlüsse! Und genau diese Tätigkeiten hat Berthold Langer genau beschrieben.


So sehe ich das auch, wobei ich es noch den Job des Fdl Dierscheid ergänzen möchte. Durch die Ausgestaltung der Nebenstrecke ist die Anlage dann aber halt doch wieder weder Fisch noch Fleisch. Diese erhöht den Bau- / Finanzierungsaufwand und bindet einen zusätzlichen Mitspieler fest ein. Ich würde hier maximal den Hafen nachbilden und den Rest durch einen Zugspeicher ersetzen. Dann ist auch mehr Raum für den Bahnhof und er lässt sich hoffentlich etwas zugänglicher platzieren. Alternativ die Multideck Version als spätere Ausbaustufe, wenn nach dem Bahnhof Dierscheidt einen die weitere Bauwut noch einmal packen sollte. Mit ersterem ist man aber schon mal eine ganze Weile beschäftigt.

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #13
Die Eingriffstiefe sehe ich nicht so kritisch, da am rechten Bahnhofskopf gar nicht so viel passiert! Auch könnte man den ganzen Bw-Bereich herausnehmbar gestalten für Notfälle oder die Wartung! Bei Verzicht auf die kleine Drehscheibe könnte man auch den ganzen Bereich noch schmaler halten!


Hier bin ich etwas skeptischer. Der Ablaufbetrieb kann doch ab und an zu Entgleisungen führen und ein Bw auf einer Wartungsluke bereitet mir dann auch eher Bauchschmerzen.
Ich hab überlegt, das Bw und die Ortsgüteranlage vielleicht um ca. 90° von den Hauptgleisen wegzukippen, so dass man drum herum gehen kann und dahinter einen Bedienraum hat. Das zerstört aber die Identität des Bahnhofes. Vielleicht sollte man die Richtungsgruppe mit verschwenken? Ein paar Richtungsgleise wären dann stillgelegt und abgerissen für einen Bediengang.

Bei den Anschlüssen ist das Umspannwerk betrieblich sicherlich ungünstig, ich würde es hier aber als Identität stiftendes Element betrachten. Auch wenn das im Modell dazu führt, dass die Lebensdauer der örtlichen Trafos dramatisch niedriger ist, als sonst irgend wo.

Zitat von OOK im Beitrag #14
[Anschlüsse] Das dürfte aber eine nervige Angelegenheit sein, denn drei Stellen sind auf der einen Seite der automatisch betriebenen Hauptbahn und zwei auf der anderen. Keine Ahnung, wie man da zwischen den Zügen hindurchflutscht.

Das ist doch gerade das Salz in der Suppe, der Fdl muss sich hier mit dem Rangierer so abstimmen, dass der Fahrplan eingehalten werden kann. Betrachte die Automatik mal im sichtbaren Bereich als reine Zugführer. Das Einstellen der Fahrwege und die zeitliche Koordination obliegt dem menschlichen Fdl Dierscheidt.

Was die Zugbildungsaufgaben angeht, so darfst du nicht nur die ausgestalten Betriebsstellen betrachten, sondern musst das ganze Umfeld inklusive der nur fiktiven im verborgenen Betriebsstellen einbeziehen.
Das Konzept wäre dann etwas folgendes:
Die zwei gegenläufigen Dg werfen in Dierscheidt jeweils eine bunte Gruppe Wagen ab und nehmen abgehende Wagen entweder auch bunt oder noch einmal vorsortiert wieder auf. (hier könnte man unterscheiden zwischen Eil- / Frachtgut oder auch nochmal zusätzliche Ausgangsrichtungen, da eine Gruppe des Dg in einem anderen fiktiven Rbf direkt auf einen anderen Zug übergeht)
Die ankommenden Wagen müssen nun von der Ortslok sortiert werden. Dabei kann in dem Bahnhof nicht nur der Nebenstrecken Ng gebildet werden, sondern auch zwei Ng für die Hauptstrecke, welche ab Dierscheidt die Nachbarbahnhöfe links bzw. rechts bedienen. Mit Ortsfrachten sind das schon mal vier Gruppen. Die Ng sind dann nach GZV wieder in ca. 5 Gruppen passend nachzuordnen.
Da ist also einiges zu tun. Die zurückkehrenden Ng müssen dann wieder in mindestens drei Gruppen für die Übergabe an die Dg zerlegt werden (Ausgang links, Ausgang rechts, Binnenfrachten). Das ganze lässt sich noch ausweiten, wie gesagt durch weitere fein Sortierung des Ausgangs oder durch Leerwagendisposition in dem Bahnhof. Über mangelnde Arbeit dürfte man sich dort während einer Session als Rangierer kaum beklagen dürfen.

Zitat von OOK im Beitrag #14
Bezüglich des Personenverkehrs ist der Bahnhof mit zweieinhalb Bahnsteigleisen sehr schwach ausgerüstet. Eine Kreuzung von zwei Hauptstreckenpersonenzügen, die am Bahnsteig halten sollen, ist nicht möglich, ein erhebliches Manko.

Das ist mir auf deinem Schema auch aufgefallen. Da fehlt eine Weichenverbindung am rechten Kopf. Wobei bei Rolfs Entwurf Haupt- und Nebenstrecke rechts gedreht sind und somit der Gleisplan wieder passt. Da ist dir beim Nachzeichnen ein Fehler unterlaufen. Die längere Bahnsteigkante passt auch besser zur Hauptstrecke. Der Achsensprung links vom Bahnsteig sollte man dann allerdings Weichentechnisch so auslegen, dass er nicht zu einer Reduzierung der Streckengeschwindigkeit auf der Hauptstrecke führt.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Gleisstummel rechts am Bahnsteig hervorheben. Er eine gute Möglichkeit für Wagenübergänge in Personenzüge von der Haupt- auf die Nebenstrecke und anders herum. Nicht nur Kurswagen, sondern auch Post, Express- oder Stückgut kann man dort gut zwischenpuffern. Das erhöht die betriebliche Vielfalt des Bahnhofs noch einmal.

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