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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 1.112 mal aufgerufen
 VI.8. Modellbahn-Technik
Seiten 1 | 2
Michael_hbbg Offline




Beiträge: 63

31.12.2009 12:08
#16 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

einerseits: so weit ich weiß, gibt es bei der 1:1 Bahn Seile, keine Stangen mit Gelenken. Es wird Gründe geben, und ich vermute, dass ein wesentlicher Grund ist, dass alles "beliebig" lang und "beliebig oft" umgelenkt sein kann.


andererseits: OOK hat beim letzten BAE-Bautreff Schaltmechaniken mit Stangen und Gelenken gebaut, die auch schon (zumindest für mich) sehr knifflig wirkten.

Michael

OOK Offline




Beiträge: 4.019

31.12.2009 13:10
#17 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Zitat von Michael_hbbg
einerseits: so weit ich weiß, gibt es bei der 1:1 Bahn Seile, keine Stangen mit Gelenken. Es wird Gründe geben, und ich vermute, dass ein wesentlicher Grund ist, dass alles "beliebig" lang und "beliebig oft" umgelenkt sein kann.


Einspruch, euer Ehren:



Das sind Grafiken aus dem Max Jüdel Katalog. Die preußische Staatsbahn hatte ursprünglich auf Gestänge gesetzt. In England und USA gab es praktisch nur Gestänge bei mechanischen Stellwerken. Das von Michael sechs Posts weiter vorn eingestellte Modell-Hebelstellwerk sieht so aus, wie die Gestängestellwerke in USA aussahen/sehen.

Weiterhin erlaube ich mir auf den Beitrag über den Bf Stöberhai in Harzer Schmalspur-Spezialitäten hinzuweisen, wo die entfernt ligende Weiche des Kreuzungsgleises über Gestänge gestellt wurde.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

OOK Offline




Beiträge: 4.019

31.12.2009 13:25
#18 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Kleiner Nachschlag, ebenfalls aus dem Programm von Max Jüdel, ein simpler Balkensperrbaum mit Gestängeantrieb vom Weichenhebel.



Das wäre etwas für Gl.3 in Oderteich auf der BAE.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

31.12.2009 14:55
#19 Weichenstellhebel antworten

Einigermassend paasend anbei ein paar Bilder eines Weichenstellhebels + Weichen aus dem Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstr.

Gruß Hubert















"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

HFy Offline



Beiträge: 485

31.12.2009 15:28
#20 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Solche Gestänge habe ich noch auf der Strecke Kreuzlingen-Rohrschach im Betrieb gesehen. Inzwischen ist sie vollständig modernisiert. Die Zwischenhebel dienten m.W. dem Längenausgleich bei temperaturbedingter Längenänderung. Dennoch mußte meines Wissens schon mal öfter etwas nachgestellt werden (mithilfe der gut erkennbaren Spannschlösser). Die Reichsbahn hat wohl nicht umsonst die Zweidrahtbetätigung genormt.

Herbert

sieben_k Offline



Beiträge: 111

31.12.2009 16:17
#21 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

...nachdem mehrere fertigungstechnische Einwände, die Kulissenherstellung betreffend, gemacht wurden, nachstehend ein Schnellschuß auf eine momentan bei mir herumliegende Kulisse, die zum Betätigen einer Weiche vorgesehen ist. Aus bestimmten Gründen hat sie einen extrem langen "Primärhub", für den vorliegenden Fall könnte die Längenentwicklung wesentlich geringer sein.
Das Material ist Flachmessing 15x2mm aus dem Baumarkt - und es ist eine ganz normale Laubsägearbeit! In dem 3mm breiten Schlitz wird ein 3mm Messingröhrchen gleiten und die Stellbewegung über einen Gabelkopf auf die Weiche übertragen.



Noch eine Bemerkung zu der Abstützung der Stangen. Natürlich wird so ein Gebilde mit wachsender Länge immer flexibler. Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen, daß man bei den geringen Stellkräften bis zu einer Länge von 1m ohne jegliche Zwischenabstützung auskommt. Alle 1m eine Abstützung, die relativ viel Spiel (=geringe Genauigkeit) haben kann, würde also vollauf genügen.
Super, die Jüdel Katalogauszüge.

sieben_k

HFy Offline



Beiträge: 485

01.01.2010 21:09
#22 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Ich würde mal sagen, Du hast den Auftrag :-)

sieben_k Offline



Beiträge: 111

02.01.2010 23:55
#23 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

....darüber ließe sich ohne weiteres reden.

Bevor ich mich jedoch an die Fertigung machen würde, noch ein Einwand, der mir zugegebenermaßen erst bei der näheren Auseinandersetzung mit OOKs Skizze eingefallen ist.

Es ginge vermutlich etwas einfacher. Meine vorgestellte Kulisse ist ja für eine Weiche vorgesehen, d.h. sie muß in beiden Richtungen Kräfte übertragen können. Bei einem Signalantrieb wäre das nicht erforderlich, da sich ja alles in der Senkrechten abspielt. Es wäre nur eine "halbe Kulisse" nötig, die den Signalflügel, gegebenenfalls auch gefedert, nach oben drückt. Bei der Bewegung der Kulisse in der Gegenrichtung würde der Flügel, eventuell unterstützt durch ein ganz schwaches Gewicht (jetzt doch wieder!) durch die Schwerkraft in die Haltstellung fallen, wie es auch nach Auslösen der elektrischen Signalflügelkupplung beim Vorbild geschieht (wenn eine eingebaut ist).
Ich komme leider vor Montag nicht dazu, eine Skizze zu machen, bitte noch etwas Geduld.

Und es geht auch noch ganz anders:
Bei den beiden Bildern bitte ich zu berücksichtigen, daß es sich um eine zum Abriß vorgesehene Rohbauanlage handelt, gleichwohl auf ihr anspruchsvoller Betrieb gemacht werden kann.
Da es mir hier nur darauf ankam, zu testen, ob "so etwas" geht, stand die reine Funktion im Vordergrund.





Ich habe an das Uralt-Signal einfach eine Seilscheibe angesetzt, und eine Handvoll einfache Seilführungen gebogen und längs der Strecke eingepflanzt. Somit habe ich im Bf zwei Stelldrähte (= sehr dünne Angelschnur, mit Filzstift eingefärbt) zur Bedienung. Die Stellentfernung dürfte ca. 120cm betragen. Als ungewollte Schikanen sind zwei 90° Gleiskreuzungen vorhanden, und die ganze Leitung macht einen 90° Bogen.
Ergebnis: Es funktioniert seit einem halben Jahr ohne jede Beeinträchtigung. Beim Ziehen des Signals spürt man schon den Widerstand der vielen Reibungsstellen, was durchaus originalähnlich ist.
Da dies H0e ist, könnte ich mir das in größeren Baugrößen noch wesentlich unproblematischer (von der Optik her) vorstellen.

sieben_k

OOK Offline




Beiträge: 4.019

03.01.2010 07:13
#24 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Zitat von sieben_k

Ich komme leider vor Montag nicht dazu, eine Skizze zu machen, bitte noch etwas Geduld.


Bin gespannt!

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

OOK Offline




Beiträge: 4.019

03.01.2010 13:31
#25 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Zitat von sieben_k
... Es wäre nur eine "halbe Kulisse" nötig, die den Signalflügel, gegebenenfalls auch gefedert, nach oben drückt. Bei der Bewegung der Kulisse in der Gegenrichtung würde der Flügel, eventuell unterstützt durch ein ganz schwaches Gewicht (jetzt doch wieder!) durch die Schwerkraft in die Haltstellung fallen ...



Bei meinem Weinert-Signal ist die Stellstange, wie beim Vorbild, auf der Gegengewichtseite des Flügels angelenkt. Das bedeutet, dass das Signal auf Fahrt "gezogen" wird. Insofern kann der Flügel auch nicht durch sein Eigengewicht wieder in Hp0 zurückfallen. Ich denke aber, das ich das hinkriege. Bin dran.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

OOK Offline




Beiträge: 4.019

03.01.2010 22:30
#26 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Heute 21.45 Uhr war es soweit: erstmals konnte ich das Einfahrsignal von Sonnenberg aus Richtung Oderteich "ziehen". Zwei Tage lang habe ich Gestänge verlegt, Umlenkpunkte gebaut und schließlich die Kulisse entwickelt und hergestellt, die sicher stellt, dass der Stellweg immer gleich ist, auch wenn der Weg der Schubstangen variiert.



Auf dem Bild sind drei Pfeile. Von den beiden linken Pfeilen zeigt der obere auf die Durchführung der Signalstellstange durch das Trassenbrett.
Der untere Peil zeigt auf die federnde Verbindung zwischen der Kulissenstellstange und der Signalstellstange, da der Weg der ersteren (absichtlich) etwas größer ist als der Stellweg der letzteren.
Der rechte Pfeil zeigt auf eine Art Kasten aus Leisten und Sperrholz. Das ist der Höhen- und Seitenversatz in der von Sonnenberg kommenden Stellstange. Wenn man genau hinschaut, sieht man am unteren Ende das Loch, in dem die von rechts kommende Stange endet.

Und so sieht das in der Praxis aus:



Die Stange mit dem Stellgriff befindet sich natürlich in Sonnenberg, wo der Fdl nach Einstellen des Fahrwegs das Signal ziehen kann. Die Fahrstraßenverriegelungen sind allerdings noch Zukunftsmusik. Alles der Reihe nach.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

jimknopf Offline




Beiträge: 170

03.01.2010 22:55
#27 RE: Signalantrieb mechanisch antworten

Glückwunsch ob des Erfolges... neidlos anerkenne, dass handwerklich geschickte Menschen hier unterwegs sind ;-)

der Jim

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