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 VI.9. Modellbahntechnik
Fdl Triptis Offline




Beiträge: 388

07.07.2019 14:58
Probleme mit Viessmann-Formsignalen antworten

Hallo Forumer, die Viessmann-Formsignale sehen sehr schön aus und funktionieren auch recht gut; ja, wenn sie funktionieren! Leider sind die Signale nach meiner Erfahrung nicht sehr zuverlässig. Ich habe über 30 dieser Signale eingebaut, inzwischen haben mehrere ihren Geist aufgegeben.

Die Technik ist an sich gut durchdacht, der eigentliche Magnetantrieb überträgt seine Bewegung auf einen luftgedämpften zweiten Schieber, der den Signalflügel nicht ruckartig in seine neue Lage bringt. Eine schleifergesteuerte Schutzschaltung soll für die Endabschaltung des Schaltimpulses sorgen, damit die Magnetspule bei Dauerstrom nicht durchbrennt.

Die meisten Störungen auf meiner Anlage wurden durch diese Endabschaltungseinrichtung verursacht, meistens waren die Leiterbahnen verschmutzt oder der Schleifer war dejustiert. Deshalb habe ich eine Methode gefunden, wie man diese Endabschaltung umgehen kann, zumal meine Ansteuerung der Signale sowieso mit Schaltimpulsen arbeitet.

Das Gehäuse des Signalantriebs besteht aus einem oberen Kunststoff-Deckel, der an den Signalfuß angeschraubt ist, und einem unteren Deckel. Zwischen den beiden Deckeln sind zwei längliche Halbschalen aus Blech eingeklipst, die das eigentliche Gehäuse bilden.

Um das Gehäuse zu öffnen, drückt man einen kleinen, relativ spitzen Schraubendreher unten in den Schlitz zwischen den Halbschalen. Es ist am günstigsten, wenn man diejenige Halbschale abspreizen kann, die oben nur ein Loch hat. Die lässt sich dann nach unten herausziehen, während der Rest des Innenlebens an seinem Platz bleibt.

Wenn man das Signal so hinlegt, dass man die schwarze Seite des Signalflügels sieht, dann ist innen unten auf der linken Seite eine kleine Leiterplatte, an der unten die Kabel für die Magnetspulen (zweimal blau und einmal gelb oder rot/grün/gelb) angelötet sind. Diese Leiterplatte hat innen auf der Oberseite die Anschlüsse für die beiden Magnetspulen, auf der Rückseite sind die Leiterbahnen für die Endabschaltungs-Funktion, die über einen Schleifer kontaktiert werden.

Jetzt muss man die andere Halbschale unten entrasten und die Leiterplatte vorsichtig ausschwenken, bis man die Anschlüsse auf dem Bild nachvollziehen kann:



Die Endabschaltung wird außer Kraft gesetzt, wenn man die rot eingezeichnete Verbindung einlötet.

Dazu muss man allerdings ein kleines Loch in den unteren Deckel bohren, beipielsweise mit einem 0,8 mm-Bohrer; ein Sackloch ist im Deckel schon vorhanden, das man nur aufbohren muss. Ich habe ein Stück 0,3 mm Kupferlackdraht genommen, das an den Enden entlackt wurde; die meisten CuL-Drähte sind lötbar, man muss nur mit em Lötkolben lange genug auf das Ende drücken, dann schmilzt der Lack. Nach dem etwas kniffeligen Lötvorgang (ich hab das sogar mit meinen schon ziemlich zittrigen Fingern geschafft) bringt man die linke Halbschale wieder in Position und macht einen Test; mit einem 15 V-Impuls müsste das Signal jetzt sauber schalten.

Dann kann man auch die zweite Halbschale wieder einrasten, fertig.

Wenn man vorher das Signal mit Dauerstrom geschaltet hat, dann muss jetzt ein externer Dauerstrom-Schutz her, beispielsweise wie hier:



Auf meiner Anlage bedienen die virtuellen (elektronischen) Stellwerkswärter die Signale, sie tun das mit Hilfe einer CMOS-Schaltung, die entweder +6 V (für Hp1 oder Weiche Minus-Stellung) oder -6 V abgibt. Ich betreibe also alle CMOS-Schaltkreise mit einer Betriebsspannung zwischen Plus 6V und Minus 6V; das ist ganz praktisch, denn so kann ich alle Weichen und Signale mit dieser relativ einfachen Schaltung ansteuern, die sich schon hundertfach bewährt hat:



Vielleicht kann das bei Problemen etwas helfen, in diesem Sinne

Mit Hp1-Gruß - Helmut

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