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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 1.207 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
Matze Offline



Beiträge: 14

17.02.2015 23:07
2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Liebe Modellbahnfreude,
wie versprochen der 2. Entwurf meiner Hallertauer-Bockerlbahn.

Das Streckenkonzept hat sich gegenüber dem 1. Entwurf nicht grundsätzlich geändert.




Ich habe jedoch versucht, die Schlingen und parallelen Gleisführungen aus dem 1. Entwurf aufzulösen bzw. zu reduzieren. Die Verbindung Enzelhausen Nandelstadt gelingt durch einen Tunnel unter dem Bahnhof Mainburg.

Die beiden Fiddleyards sind an den rechten Rand gewandert und verstecken sich hinter einer Kulisse. Für die Handhabung der Arbeitsbahnhöfe gefällt mir dieser Platz sogar besser, leider konnte ich die Streckenenden nicht als Geraden ausbilden, sondern musste sie aufgrund der Platzsituation kurvenförmig auslaufen lassen. Die Realisierung des ZAK-Prinzips wird dadurch vielleicht etwas schwieriger und auch das Aufgleisen der Loks und Wagen verlangt wohl jetzt etwas mehr Fingerspitzengefühl.

Die Bahnhöfe entsprechen nicht den Originalbahnhöfen. Ich denke, dass dieser Anspruch auch in reduzierten Varianten nicht durchhaltbar ist. Mir persönlich ist wichtig, dass die Bahnhöfe konzeptionell der Realität gerecht werden (so verstehe ich „Prototyping Freelancing“). Anzahl und Länge der Gleise muss ich nicht gegen ein Vorbild verrechnen.

Der neue Bahnhof Mainburg hat den Bahnhof Alstadtbahnhof zum Vorbild (siehe: http://www.gleisplan.ch/gleisplaene/plan3334.html).
Die Hosenträger beim Bahnhof Enzenhausen habe ich noch nicht aufgegeben, sie gefallen mir einfach zu gut. Ich würde sie aber opfern um den Bf. Enzelhausen mit Blick auf den Platzverbrauch in einer kleineren Auslegung sinnvoller zu gestalten.
Dazu fehlen mir aber aktuell die Ideen. Auch Nandlstadt erscheint mir noch etwas zu groß, hier reicht vielleicht auch ein Ladegleis für die dort ansässige Baywa.

Den größten Nachteil dieses Streckenkonzeptes ist für mich der etwas sehr kurze Streckenabschnitt Enzelhausen Mainburg. Die Strecke ist nur etwas mehr als 1.00m lang. Vielleicht kann man hier etwas retten, in dem man den Bahnhof Enzelhausen reduziert.

Ich freuen mich auf Eure Antworten.
Grüße
Matthias

dave Offline



Beiträge: 128

18.02.2015 07:56
#2 RE: 2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Hallo!

Bei den Höhen wir es sicher Probleme geben. Die Differenz von 65 mm zwischen Tunnel und Bf Mainburg ist sicher zu wenig. Zwischen den beiden Ebenen liegen der Oberbau, Lichtraum für Fahrzeuge sowie Elektroversorgung und Weichenantriebe für Bf Mainburg und schließlich die Platte für den Bf Mainburg. Das kann sich also selbst in N nicht ausgehen.
Den runden Fiddle Yard würde ich um jeden Preis vermeiden. Der Radius sieht sehr klein aus. Da wird es schwierig zum Aufgleisen und Kuppeln. Da ist schon ordentlich Frustpotential vorhanden.

Ein Triebkopf kommt selten allein.

Matze Offline



Beiträge: 14

18.02.2015 21:03
#3 RE: 2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Hallo,
anbei der verbesserte/korrigierte 2. Entwurf meiner Hallertauer-Bockerlbahn. Der Fehler mit der lichten Höhe über den kreuzenden Fahrstrecken wurde korrigiert. Die Anfahrt auf den Bahnhof Mainburg wurde verändert. Der Zug fährt jetzt durch einen Tunnel um den Berg herum.
Bild 1. zeigt alle sichtbaren Strecken, inklusive der Fiddleyards.



Bild 2 zeigt die Strecken im Tunnel (transparent).



Grüße
Matthias

Nebenbahner Offline



Beiträge: 52

19.02.2015 22:28
#4 RE: 2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Hallo Matze,
was hälst du davon, die beiden FY Langenbach und Rohrbach wegzulassen und dafür die beiden Bahnhöfe (in dem Falle Endbahhöfe) etwas in den rechten Schenkel zu ziehen ?
Enstpricht dann halt nicht mehr ganz dem Streckenverlauf des Originals, aber du kannst/musst dann an beiden Bahnhöfen kopfmachen und die Gleise im Bahnhof wären deutlich länger.
Wie gesagt, nur ein unverbindlicher Vorschlag.

Mit freundlichem Moba-Gruß
Gerold

OOK Offline




Beiträge: 4.090

20.02.2015 21:36
#5 RE: 2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Zitat von Nebenbahner im Beitrag #4
was hälst du davon, die beiden FY Langenbach und Rohrbach wegzulassen und dafür die beiden Bahnhöfe (in dem Falle Endbahhöfe) etwas in den rechten Schenkel zu ziehen ?


Langsam, langsam. Die FYs weglassen? Eine Inselbahn kreieren? Wie stellst du dir die Betriebskonzeption vor?
Also echt: kein guter Vorschlag. Da kann ich nur heftigst abraten.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Nebenbahner Offline



Beiträge: 52

20.02.2015 23:30
#6 RE: 2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Ich hab da leider nicht alle meine Gedanken dazu geschrieben
Eigentlich hätte ich den FY dann auf die linke Seite gesetzt (sprich: Mainburg = FY / event. 2 FY´s übereinander) von dem aus dann die beiden anderen Bahnhöfe angefahren werden

Matze Offline



Beiträge: 14

21.02.2015 15:44
#7 RE: 2. Entwurf Hallertauer Bockerlbahn antworten

Liebe Modelleisenbahner,
zu nächst einmal vielen Dank, für Eure Ideen und Hinweise, auch wenn ich nicht immer direkt drauf antworte, dürft Ihr sicher sein, dass ich Eure Kommentare lese und sie in meine Überlegungen zur Entwicklung der Hallertauer Bockerlbahn einfließen lasse.

Ich sehe in dem aktuellen Layout der Anlage, dank Euer Hilfe, durchaus einen Fortschritt in die richtige Richtung, merke aber auch, dass die Sache noch nicht rund ist, es fehlt noch etwas und so fühle ich mich durch die Zwischenfrage von Gilpin:

Zitat
… woher rührt die Festlegung auf die Epoche 3: Ist das Deine Vorliebe, die sich vielleicht in den schon gesammelten Fahrzeugen ausdrückt? Und wäre es nicht sinnvoller, aktuelles Geschehen nachzubilden, das Deine Mitspieler ab und zu in der Realität beobachten können...?



grundsätzlich aufgefordert, mich noch einmal intensiver mit meinen übergeordneten Anforderungen, den Top Level Requirements der Anlage auseinander zu setzen. Ich bin ja neu zur Modelleisenbahn gekommen und dadurch nicht festgelegt auf vorhandenes Material oder besondere Eisenbahnvorlieben.
Wichtig ist mir nur, nicht im Kreis zu fahren, es soll eine Point-to-Point Anlage werden, ich möchte Personen und Güter von A nach B bringen und meine Freude daran haben, dass auf 5 Meter Gleislänge ein Stück von der großen weiten Eisenbahnwelt realitätsnah wiederzuerkennen ist.

Von daher möchte ich auf Fiddleyards nicht verzichten, wie es Gerold in seinem Beitrag andeutete:

Zitat
… was hältst du davon, die beiden FY Langenbach und Rohrbach wegzulassen und dafür die beiden Bahnhöfe (in dem Falle Endbahnhöfe) etwas in den rechten Schenkel zu ziehen ?



Vielleicht ist der Maßstab oder die Raumgröße mein eigentliches Problem, vielleicht aber auch das Streckenkonzept mit 3 Bahnhöfen.
Wenn ich nur einen Abschnitt aus der Hallertauer-Lokalbahn nachbilde, mit den Bahnhöfen Nandlstadt und Au beispielsweise, ohne Abzweig nach Mainburg wird das ganze vielleicht auch auf 3,6m x 2,0m möglich.

Gerold bringt, wie ich finde das Problem meines Streckenkonzeptes auf den Punkt:

Zitat
„... ich finde dein Konzept wirklich nicht schlecht, aber dafür wäre ein Raum mit geschätzt ca. 6,0mx4,0m richtig.“



Vielleicht ist die Lösung ein anderer Maßstab. Ich habe in den letzten Tagen viel über das Zubehör zur Spur TT (1:120) gelesen und muss feststellen, dass das Angebot doch sehr, sehr umfangreich ist, auch wenn es nicht mit dem Angebot von h0 konkurrieren kann. Ich kann nicht sagen, dass ich meine Anlage aufgrund irgend einer Brücke oder eines Vorsignals, die oder das es so im Maßstab TT nicht gibt (noch nicht gibt) nicht realisieren kann.

Mein Sorgenkind sind aktuell eigentlich die Bahnhöfe. Ich denke, sich bei der Gleisplanung der Bahnhöfe am Original zu orientieren (siehe Link: http://www.bockerl.de/hallhoch.htm), bringt aufgrund der Raumvorgabe große Schwierigkeiten.

Ich habe diesen Streckenabschnitt, mit 3 Bahnhöfen der Hallertauer-Lokalbahn gewählt, weil ich mir vorstellen kann, dass mit einem solchen Streckenkonzept ein ganz ordentlicher Eisenbahnbetrieb möglich ist, denn immerhin muss ich zwei hoch motivierte Lokführer mit ordentlichen Aufgaben versehen.
Gleichzeitig sollte meine Hallertauer-Bockerlbahn die wirtschaftlichen Aktivitäten der Region wieder spiegeln

Die Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Die großen mehrstöckigen Speicherhäuser in Au und vielen anderen Ort verdeutlichen womit in dieser Region die Menschen ihr Geld verdienen. Es ist die Landwirtschaft und da insbesondere
der Hopfenanbau. Traktoren tuckern noch heute über die engen Landstraßen zu den Hopfenfeldern oder wie es richtig heißt zu den Hopfengärten.

Auch wenn im Hopfenanbau mittlerweile Maschinen eingesetzt werden, ist diese Art der Landwirtschaft doch sehr arbeitsintensiv. Der Hopfen, so erzählt es der Volksmund, will jeden Tag seinen Herrn sehen.

Vor diesem Hintergrund habe ich die folgenden Transportaufgaben für meine Hallertau Bockerlbahn abgeleitet:
1.) Personen Transport
- Erntehelfer zu allen Bahnhöfen der Hallertau
- Pendlerverkehr (Schulkinder, Berufstätige) von/zu allen Bahnhöfen der Hallerteu
- Touristen in die „Hopfenzentrale“ Mainburg
2.) Güterverkehr
- Hopfen Transport von allen Bahnhöfen der Hallertau
- Getreide, Düngemittel, landwirtschaftlicher Bedarf zur BayWa (alle Bf habe einen Baywa-Anschluß)
- Holztransport für den Hopfenanbau (Holzstangen für die Hopfengärten)
- Kohletransport, die Hopfendolde muss nach der Ernte getrocknet werden (große Heizungen)
- Biertransporte von den Bahnhöfen der Hallertau (z.B. Bierbrauerei Au/Hallertau))
- Transport von Traktoren, Hopfenzupfmaschinen, etc. zu allen Bahnhöfen der Hallertau

Die Raumbeschränkung meiner Anlage zwingt mich zu kleineren Bahnhöfen (kürzere Gleise, weniger Weichen). Die Geschichte um diese Eisenbahnanlage kann deshalb nicht in die Blütezeit (vielleicht 1930/40) der Hallertauer Eisenbahn gelegt werden, sonder erzählt die Anfänge dieser Eisenbahn und spielt somit irgendwann in den Jahren nach dem 1. August 1893 (siehe Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Hallertauer_Lokalbahn).
Nach NEM800 ist das die Epoche I bis II, und das ist wahrscheinlich auch nicht konsequent durchzuhalten und so habe ich mich großzügig für die Epoche III entschieden.

Meine Hoffnung ist, durch die Methode „Prototyping Freelancing“, wie es im blauen Buch auf der Seite 130 definiert ist, einen Weg zu finden, alle oben genannten Gegensätze und Schwierigkeiten in einem guten Kompromiss aufzulösen. Bitte korrigiert mich, wenn ich diese Methode überstrapaziere.

Neue Ideen für die Anwendung von „Prototyping Freelancing“ auf meine Anlage erhoffe ich mir von dem Buch „Minimax Anlagen. Minimaler Platzbedarf, maximale Betriebsmöglichkeit“ von Herbert Fackeldey aus dem MIBA Verlag.
Diese Buch habe ich mir gestern bestellt und hoffe nach dem Studium dieser Literatur den nächsten Entwicklungsschritt meiner Hallertauer Bockerlbahn diesem Forum für eine kritische Betrachtung präsentieren zu dürfen.

Bis dahin, Grüße
Matthias

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