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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 2.030 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Konstantin Offline



Beiträge: 23

23.03.2014 21:02
Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Liebe Forummitglieder!

Ich möchte hier kurz die Genese dieser elektrisch betriebenen Lokalbahn im oberösterreichischen Alpenvorland darlegen.

Ausgangspunkt meiner Fiktion war die schon Jahre währende Beschäftigung mit ber Bau- und Betriebsunternehmung Stern&Hafferl, welche in Gmunden ihren Hauptsitz hat. Gegründet Ende des 19.Jahrhunderts führte dieses Büro Planungen und Bau vieler Lokalbahnen auf dem Gebiet der Österreichischen Monarchie durch. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit der Errichtung von Wasserkraftwerken. Dies öffnete den Weg zur elektrischen Zugförderung. Erste elektrische Bahnlinie war 1894 die Gmundner Lokalbahn (heute Gmundner Strassenbahn).
Insgesamt baute bzw. betrieb Stern&Hafferl 10 Bahnstrecken in Oberösterreich und Salzburg. Heute sind davon noch 6 in Betrieb.

Davon waren 5 Betriebe schmalspurig, die da wären: (Die Buchstabenkürzel am Zeilenanfang waren die betriebsinternen Streckenkürzel)

GM, Strassenbahn Gmunden 1894 - H, 1000mm, 2,4km
ELBUS, Lokalbahn Unterach/Attersee - See/Mondsee 1907 - 1949, 1000mm, 3,2km
GV, Gmunden - Vorchdorf 1912 - H, 1000mm, 14,6km
VA, Vöcklamarkt - Attersee 1913 - H, 1000mm, 13,4km
EF, Ebelsberg - St.Florian 1913 - 1973, 900mm, 9,6km

Diese Bahnen waren außerordentlich sparsam errichtet, nutzten strassenbahnähnliche Motorwagen, waren aber auch für den regionalen Güterverkehr konzipiert.

Mein Interesse für diesen Bahnbetreiber brachte mich zu dem Entschluss, eine solche Stern&Hafferl (STH) Bahn im Maßstab 1:87, H0m darzustellen.
Und ab hier wird es etwas kompliziert, besonders, was das rollende Material angeht.
Das einzige jemals erschienene Modell eines STH - Motorwagens stammte von Gogtram, liegt ca 30 Jahre zurück und ist nicht das Gelbe vom Ei.
Obwohl nicht ganz unerfahren im Modellbau, bezeichne ich mich als einen halbwegs versierten Küchentischbastler ohne maschinelle Ausrüstung. Drehen, Fräsen, Ätzen geht nicht. Schneiden, Sägen, Schleifen, Lackieren, das ist meine Liga.
Zum Glück gibt es die Souveniermodelle der Wiener Verkehrsbetriebe. Einen Triebwagen der Reihe K kann man durch gezieltes Zerschneiden und wieder Zusammensetzen in einen ganz plausiblen STH - Motorwagen umbauen, Kompromisse inclusive. Für Beiwagen gilt das Selbige.
Soweit zu den Fahrbetriebsmitteln.

Als nächstes stellte sich die Frage, welche der STH - Strecken ich als Vorbild anpeilen sollte. GM und ELBUS fielen aufgrund ihres zu starken Strassenbahncharakters weg.
Blieben GV, VA und EF. Diese drei Linien, alle innerhalb zweier Jahre erbaut und mit ähnlicher Ausrüstung ausgestattet stellen wirkliche Schwesterbahnen dar. Und alle drei waren wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges Torsi geblieben

GV und VA waren Teilstrecken einer großzügig geplanten Voralpenbahn (Ried i.Innkreis - Vöcklamarkt - Attersee - (Trajekt!) - Weyregg - Gmunden - Vorchdorf - Kirchdorf a.d. Krems)

EF war das verwirklichte Teilstück der geplanten Traunkreisbahn Ebelsberg (heute der südlichste Stadtteil von Linz) - St.Florian - Steyr.

Auf Grund der nicht exakt vorbildgetreuen Fahrzeuge entschied ich mich für eine "Was wäre wenn" Strecke.
Doch in welcher Form. Etwa eine der nie gebauten Teilstücke der Voralpenbahn als Thema? Diese Zwischenstücke wären aber immer Teil der bereits vorhandenen STH - Strecken gewesen, womit ich wieder Probleme mit der Vorbildabweichung meines Rollmaterials hätte. Zudem fand ich diese nie geschlossenen Lücken als nicht besonders reizvoll von der Themenstellung her.
Das Gleich gilt für die Verlängerung des EF-Torso bis Steyr.

Fazit: Eine eigene, völlig eigenständige STH - Strecke, fiktiv aber in die Geschichte eingebettet plausibel. Also her mit der Oberösterreich - Landkarte und Ausschau halten nach einem Winkel des Landes, welcher 1912/13 noch eine meterspurige elektrische Lokalbahn vertragen oder erfordert hätte.

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße aus OÖ, Konstantin.

dave Offline



Beiträge: 124

24.03.2014 08:59
#2 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hallo Konstantin!

Ich habe mir jetzt die landkarte etwas angesehen und es ist gar nicht so leicht, dass man größere Orte verbindet ohne, dass viel Konkurenz zur großen Bahn besteht und heute noch lebensfähig wäre. Meine ersten Vorschläge wären:

(Ried/I. -) Haag/H. - Grieskirchen - Waizenkirchen
Die "Parallelstrecke" Ried - Neumarkt-Kalham - Waizenkirchen ist weniger attraktiv, da in Neumarkt-Kalham von ÖBB auf St&H gewechselt werden muss. Außerdem ist man in Neumarkt-Kalham eher auf die Hauptstrecke Wels - Passau ausgerichet als auf die Nebenbahnen. Die Bezirkstadt Grieskirchen wäre sicher interessiert an der Bahnlinie gewesen, da die Gegegend Haag/H. durch die LH Richtung Wels orientiert wurde. Gleiches gilt für die Region Peuerbach/Waizenkirchen, die durch die NWP in Richtung Eferding bzw. Linz ausgerichtet wurden. Durch diese neue Bahn könnte man im Bezirk Grieskirchen die Orte wieder an die eigene Bezirkstadt orientieren und den Handel hierher verlagern.

Freistadt - Schenkenfelden - Bad Leonfelden (- Hohenfurt(Vyssi Brod))
Quer durchs Mühlviertel eine Bahn zu bauen, wurde nie verwirklicht. Bad Leonfelden hat durchaus eine Größe, die es lohnt per Bahn angebunden zu werden. Allerdings gibt's es wohl kaum staubare Flüße um die Bahn zu versorgen. Deswegen sollte die Bahn weiter ins damals österreichische Hohenfurt führen, da dort die Stromversorgung per Moldaukraftwerk sichergestellt werden konnte. Eine Weiterführung der Bahn Richtung Rohrbach hielte ich für nicht zweckmäßig, da wirtschaftlich unbedeutend. Wie es mit der Stromversorgung bzw. mit der Strecke Bad Leofelden - Hohenfurt nach 1918 bzw. 1945 aussah, wage ich nicht zu beurteilen.

Du hast ja schon länger überlegt. Welche Stracken hältst du für möglich?

Zu den Fahrzeugen:
Bemo hat ja verschiedene schweizer H0m-Fahrzeuge im Programm. St&H hat ja seit den 70ern immer wieder gebrauchte schweizer Triebwagen gekauft um sie dann auf ihren Strecken einzusetzten (siehe GV, VA). Ein umlackierter Bemo-Triebwagen würde sicher einen authentischen St&H-Triebwagen geben!

Ein Triebkopf kommt selten allein.

OOK Offline




Beiträge: 4.036

25.03.2014 09:12
#3 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hallo Konstantin,
ich kenne die S&H-Bahnen ganz gut, speziell GM und GV, VA* weniger, aber die fände ich als Vorbild interessant, schon wegen der Plätte!
Du willst also prototype freelancing betreiben und hast gute Ideen dazu. Vielleicht gehst du noch einen Schritt weiter und gründest die Firma Stern & Haflinger (oder so ähnlich), das gibt dir noch mehr Freiheit und bist bei den Fahrzeugen nicht so darauf angewiesen, dass sie Stern & Hafferl-Fahrzeugen gleichen.

*Hast du den Vorschlag Attersse in Herbert Fackeldey's Minimax-Anlagen gesehen?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Konstantin Offline



Beiträge: 23

26.03.2014 09:53
#4 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hallo David, Hallo OOK

Herzlichen Dank für das Interesse an meiner Lokalbahn.

Zu David: Die Streckenführung liegt schon fest, dazu später mehr. Habe allerdings einen Kunstgriff anwenden müssen. Die Fahrzeugfrage ist eigentlich schon geklärt. Leider habe ich derzeit keinen Photoapparat, werde ich aber nachholen. Bemo-Fahrzeuge sind schön, aber haben ein gewaltiges Lichtraumprofil. Ich wollte mir einmal einen Rangiertraktor zulegen, der hätte aber sämtliche anderen Fahrzeuge optisch erschlagen.

Zu OOK: Du hast recht. Von allen ST&H Bahnen ist die VA die weitaus interessanteste. 16.500t Güterverkehr per anno mit insgesqamt 25 Güterwaggons, Anschluss an die Atterseepersonenschiffahrt (im Übrigen auch von ST&H betrieben) und natürlich das Trajektschiff "Resi".

Zur Ähnlichkeit meiner Fahrzeuge: Sie unterscheiden sich vom Vorbild hauptsächlich durch eine Außenwandverblechung statt Teakholzlattung (50 paralelle und gleich tiefe/starke Ritzungen pro Wagenseite bring ich nicht zustande) und einen um ~4mm zu geringen Achsstand. Sonst entsprechen sie den Vorbildern eigentlich ganz gut.

Das Buch von Herbert Fackeley kenne ich, besitze es aber nicht. Ist es noch im Handel erhältlich oder schon vergriffen?

Bilder folgen. Versprochen.

Fortsetzung zum Projekt folgt.

Herzliche Grüße aus OÖ, Konstantin.

OOK Offline




Beiträge: 4.036

26.03.2014 15:47
#5 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Zitat von Konstantin im Beitrag #4
Das Buch von Herbert Fackeley kenne ich, besitze es aber nicht. Ist es noch im Handel erhältlich oder schon vergriffen?
Bei VGB sind sie jetzt wohl auch vergriffen. Aber möglicherweise hat der Herbert selber noch ein paar. Frag ihn doch per pn (auf "Mitglieder'" klicken, "Hfy" suchen.)

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

dave Offline



Beiträge: 124

26.03.2014 15:53
#6 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Zu den Fahrzeugen:
Ich habe bei Shapeways diesen Triebwagen, der den Rheinbahn-Tw nahe kommt: http://www.tramspotters.de/?p=373
Allerdings ist mir nicht klar warum seine Modelle bei Shapeways zu finden sind, aber nicht zu kaufen... Wahrschnlich hilf nur ihn bei Interesse zu kontaktieren!

Ein Triebkopf kommt selten allein.

Konstantin Offline



Beiträge: 23

12.04.2014 16:48
#7 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hallo werte Forenmitglieder!
Es folgt nun Teil 2 meiner Überlegungen zur fiktiven Ennsegger Lokalbahn AG.

Wie David schon angemerkt hat, ist es gar nicht so einfach, im Oberösterreichischen Platz für eine fiktive elektrische meterspurige Lokalbahn zu finden. Es gibt zwar Freistellen, aber viele davon liegen in Gebieten, welche entweder nach Dampf und Diesel, nach 760mm oder nach 1435mm rufen. ( Mühlviertel, Inn- und Hausruckviertel bzw. alpine Gebiete.)
Eigentlich bleiben nur das Alpenvorland und die Flyschzone als mögliche Gegenden übrig. Und besonders hier ist die Streckendichte schon sehr hoch.
Ich habe mir daher die Freiheit erlaubt, einen nicht existenten Ort einzuführen, der mir quasi als "Deus ex Machina" aus der Patsche hilft.

Wir schreiben das Jahr 1959

Ennsegg:
Marktgemeinde in Oberösterreich
Gemeindewappen (folgt noch)

Geographische Lage:
Am Westufer der Enns, schräg gegenüber dem Niederösterreichischen Ernsthofen, relativ in der Mitte zwischen den Städten Steyr und Enns (In der Realität befindet sich hier eine Flusschleife und ein Weiler/Siedlung mit Namen Winkling

Einwohner 1959: Etwa 2500
Funktion als regionales Zentrum (Volksschule, Hauptschule, Gewerbe, Gastronomie, Kleinindustrie, Jährlicher Kirtag/Markttag, beginnender Fremdenverkehr)
Das Ortsbild entspricht in etwa dem von Steinbach an der Steyr. Der Ortskern liegt auf einer Terrasse über der Enns (Adressen "Am Tabor" und "Taborstrasse"), zwischen dieser Terrasse und dem Ennsufer liegt der untere Ortsteil (Adressen "Lände", "In der Enge") Hier verläuft die Lokalbahn im Strassenplanum (Aber dazu später)
Eine Rollfähre verbindet den Ort mit dem gegenüberliegenden Ufer
Sehenswürdigkeiten: Gotische Kirche-barockisiert, Biedermeierbebauung

Die Ennsegger Lokalbahn AG:

Erste Vorplanungen ab 1907. Im Zuge der Vorprojekte zur Lokalbahn Linz/Ebelsberg - Steyr kam es immer wieder zu Verzögerungen, da die Bürgerschaft der Stadt Steyr sich nicht über die Trassierung der Bahn im Stadtgebiet einigen konnte. Zudem wurde ein Abwandern des Handels aus dem Umland in Richtung der Landeshauptstadt Linz befürchtet. Das führte dazu, dass die Lokalbahn Ebelsberg-St.Florian in der bis heute verkürzten Form erbaut wurde.
Im Süden und Osten des Bezirkes Linz-Land regte sich ob der Verhinderungspolitik der Steyrer Kaufmannschaft großer Unmut, besonders in der Marktgemeinde Ennsegg, welche seit Jahrhunderten unter der Steyrer Dominanz zu leiden hatte, und wo man sich von einer Anbindung Richtung "Kaiserin Elisabeth Bahn KEB" beim Staatsbahnhof Enns viel versprach.
Die Ennsegger Messer- und Kleineisenindustrie erhoffte sich einen besseren Zugang zu den Märkten, die relativ wohlhabenden Landwirte (Korn, Zuckerrüben, Mais, Gemüse, Milch) eine bessere Abtransportmöglichkeit für ihre Produkte.

1908 fand die erste Interessentenversammlung in einem Ennsegger Gasthof statt, es folgte die Gründung einer Aktiengesellschaft (Eine Liste der Hauptaktionäre liegt vor). In Steyr war man nicht begeistert.
Als Baugesellschaft wurde die Firma Stern und Hafferl beauftragt, welche auch bei der Florianerbahn tätig war.

Die eingleisige Strecke wurde wegen der Nähe zur Florianerbahn mit einer Spurweite von 900mm erbaut, um eine zukünftige Verbindung beider Betriebe und den Anschluss an das Linzer Tramwaynetz zu ermöglichen.

Die Verbindung zur Florianerbahn kam 1915 zustande, da auf Grund des kriegsbedingten beginnenden Mangels an schweren Zugpferden eine 2km langen Verbindungsbahn von der Haltestelle Taunleiten der Florianerbahn zur Hst. Abzeigstelle St.Florian der Ennsegger-Bahn gebaut wurde. Die Strecke wurde durch die Aktiengesellschaft der Lokalbahn Ebelsberg - St. Florian errichtet, welche den anschließenden Streckenteil bis zum Staatsbahnhof Enns im Peagebetrieb mitbenutzt.

Die Streckenlänge beträgt 16.500m, kleinster Krümmungsradiuns auf freier Strecke ist 45m, größte Neigung liegt bei 40 Promille.

Zum Einbau kamen Vignolschienen der Form XXX mit 17,9kg/m und in Straßenlagen Rillenschienen Teplitzer Profil mit 34kg/m
Die elektrische Ausrüstung führte die Firma Siemens Schuckert aus, im Bahnunterwerk wurde der von Stern und Hafferl gelieferte Drehstrom in Gleichstrom von 650V umgeformt.
Die Fahrleitung wurde an schmiedeeisernen Auslegern an Lärchenholzmasten montiert. 5 Streckentrenner teilten die Anlage in 6 separate Abschnitte, welche über eine Speiseleitung versorgt wurden.

Größere Hochbauten gibt es nur im Lokalbahnhof Ennsegg. Eine zweigleisige Remise in Riegelwandbauweise für 4 Motorwagen, eine hölzerne Beiwagenhalle, das Aufnahmegebaüde mit Kanzlei, Warteraum und Räume für die Bahnstromerzeugung, ein hölzernes Frachtenmagazin.
In allen anderen Halte- und Ladestellen beschränkte man sich auf hölzerne Warteräume und Laderampen, wo notwendig.

An Fahrzeugen waren zur Betriebseröffnung vorhanden:
2 Personenmotorwagen, 1Gütermotorwagen, 3 Personenbeiwagen, 2 Gepäck- und Postbeiwagen, 2 gedeckte Güterwagen, 2 Hochbordwagen, 2 Niederbordwagen, 2 Drehschemelwagen, 1 Turm/Oberleitungsmontagewagen, 1 Plateauwagen für den Bahndienst.

Um 1921 folgten: 1 Personenmotorwagen, 1 Personenbeiwagen, 1 Niederbordwagen
um 1940 kamen durch Ankauf aus Deutschland noch 2 gedeckte, 2 offene und 2 Rungenwagen hinzu.


Streckenführung der Ennsegger Lokalbahn:

Die Trasse beginnt mit Baukilometer 0,0 beim Staatsbahnhof Enns an der KEB, der heutigen Westbahn. Vor dem Aufnahmegebäude besteht im Straßenplanum eine Ausweiche für den Personenverkehr. Die Strecke verläuft danach 250m paralell zur Staatsbahn nach Westen, wo die Güterumladeanlage angelegt wurde. Diese besteht aus einer Ausweiche und einem Stumpfgleis.
Danach wendet sich die Trasse nach WSW, wo sie die Abzweigung zum Schleppgleis der Ennser Zuckerfabrik EZF (Seit 1929) erreicht. Ins Werksgelände führt lediglich ein Gleis, umgesetzt wird bei den Gütergleisen beim Staatsbahnhof.

Die Strecke führt währenddessen entlang des Werksgeländes der EZF zur Haltestelle (Hst) Kristein, wo kurz darauf die Wiener Reichstrasse (heute Bundesstrasse 1)gekreuzt wird
Nach ca. 1,0km folgt die Abzweigstelle St.Florian (Halte und Ladestelle HuLst, seit 1915) mit Ausweiche und Verbindungsbahn zur Haltestelle Taunleiten der Florianerbahn.
Die Bahn folgt nun der Senke des Kristeinerbaches nach Süden und passiert folgende Betriebsstellen:
HuLst. Tillysburg - Volkersdorf
HuLst. Hausleithen - Franzberg
Hst. Thann
HuLst. Hargelsberg
Hst. Schmieding
HuLst. Kronstorf
HuLst. Mühlrading mit Schleppbahn zur Kunstmühle der Mühlencommune Ennsegg
Bhf. Ennsegg Lokalbahn (Remise, Unterwerk)
Hst. Ennsegg-Lände mit Schleppbahn zur Messerfabrik Cajetan Haacks Nachf.

So. Hier lass ichs mal gut sein. Zumindest habt Ihr jetzt einen Überblick über die Lage und den Charakter der Ennsegger Lokalbahn.

Herzliche Grüße, Konstantin.

OOK Offline




Beiträge: 4.036

12.04.2014 20:25
#8 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Eigentlich ist dies ja nicht die Planung der Anlage, sondern die konzeptionelle Vorarbeit. Da ich aber davon ausgehe, dass die Planung sich unmittelbar anschließen wird, lasse ich das hier mal stehen, würde aber wirklich gerne mal zunächst eine Landkarte sehen, in der die Bahn in die reale Welt eingefügt erscheint und dann in Bälde einen ersten Anlagengleisplanentwurf (kann noch ohne genaue Gleispläne der Bahnhöfe sein.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

rainbow Offline




Beiträge: 60

12.04.2014 22:09
#9 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

, diese Beschreibung. Eine Karte brauche ich zumindest nicht mehr, denn ab dem Bahnhof Enns kann man sich ja an den Ortsnamen und südlicher Richtung entlanghangeln. , Konstantin!

Grüße,
Jan

eisenhans Offline




Beiträge: 390

13.04.2014 11:56
#10 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Zitat von rainbow im Beitrag #9
Eine Karte brauche ich zumindest nicht mehr
Ich schon. Ich finde, eine spezielle Karte zur Darstellung einer Bahnlinie gehört immer dazu, zumal nur so die Vernetzung mit dem Rest der Bahnwelt erfasst werden kann. Findet

Der Eisenhans

Konstantin Offline



Beiträge: 23

13.04.2014 12:24
#11 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hallo Eisenhans, Jan und Otto!

Danke für Euer Interesse. Natürlich werden Landkarten Gleispläne und Bilder folgen. Ich besitze nur derzeit weder Scanner oder Photoapparat. Darum habe ich vorerst mit einer verbalen Beschreibung begonnen.
Die konkrete Planung ( incl. Raumskizze, ZOFF etc.) wird folgen.

PS.: Studiere seit einer knappen Woche das Blaue Buch. Großartiger Wurf.

Herzliche Grüße, Konstantin.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.829

13.04.2014 12:50
#12 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Zitat von eisenhans im Beitrag #10
Ich schon. Ich finde, eine spezielle Karte zur Darstellung einer Bahnlinie gehört immer dazu, zumal nur so die Vernetzung mit dem Rest der Bahnwelt erfasst werden kann.


Bitte sehr:

https://www.google.de/maps/dir/48.220958...604!1m0!1m0!3e2

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

eisenhans Offline




Beiträge: 390

14.04.2014 21:34
#13 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Zitat von Konstantin im Beitrag #11
Natürlich werden Landkarten Gleispläne und Bilder folgen. ...
Die konkrete Planung ( incl. Raumskizze, ZOFF etc.) wird folgen.

PS.: Studiere seit einer knappen Woche das Blaue Buch. Großartiger Wurf.

Ja, mache ruhig eine spezielle Karte, auch wenn die von Hubert bearbeitete Google-Map gute Interimsdienste leistet. Da sehe ich nur nicht, welche Bahnen in welcher Spurweite angelegt sind und wo sie hinführen.

Der Eisenhans

Konstantin Offline



Beiträge: 23

01.11.2015 14:57
#14 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hallo werte Kollegen!

Nur kurz zu meinem Projekt:
Obwohl ich hier schon lange nichts mehr geschrieben habe, geht es voran.

Zum Stand der Dinge:
Das Grundkonzept bleibt, wie oben beschrieben.
Mittlerweile habe ich einen Kollegen, welcher eine Flügelstrecke plant.
Das heißt, es wird stationäre Anlagenteile geben, aber auch transportable Segmente, mit denen wir uns gegenseitig besuchen können.

Mittlerweile haben wir uns auch den Spass erlaubt, die fiktiven Strecken im Original abzufahren, Stationsplätze festzulegen und nach potentiellen Bahnkunden Ausschau zu halten.
So etwas ist wirklich spannend.
Wenn wir noch zusätzlich einen Geometer dabei gehabt hätten, wären die Anrainer sicher unruhig geworden.

Bilder einer Probeaufstellung von "Ennsegg-Markt" gibt es hier:

http://www.kleinbahnsammler.at/wbb2/inde...3441&highlight=

Ich hoffe, man erkennt einige "Identelemente"
In dieser Machart soll es weitergehen.

Was uns von flotteren Fortschritten abhält kann man hier

http://www.kleinbahnsammler.at/wbb2/inde...3812&highlight=

http://www.kleinbahnsammler.at/wbb2/inde...=14474&pageNo=5

betrachten.

Ich hoffe, nun in schnellerer Folge von Fortschritten berichten zu können, dann auch mit Raum- und Gleisplänen.
(Es wird strikt linear an der Wand entlang gebaut, ohne verdeckten Bereich, mit halboffenem fiddleyard.)

Herzliche Grüße, Konstantin.

Gilpin Offline




Beiträge: 1.295

01.11.2015 18:23
#15 RE: Vorprojekt Ennsegger Lokalbahn AG, H0m antworten

Hi Konstantin,

so wie Du das beschreibst ist Prototype Freelancing eine echte Alternative! Die Suche nach möglichen Anschließen hat sicher Spaß gemacht!

Nach der Sensibilisierung für Zugspeicher spätestens seit MIBA Spezial 106: was heißt "halboffen"? Unter der Anlage und seitlich offen?

Gruß,
Gilpin

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