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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 3.434 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
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OOK Offline




Beiträge: 3.599

20.01.2014 14:29
#16 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Der Strang beginnt, aus dem Ruder zu laufen bzw. OT zu werden. Es geht um Fertig-Anlagen. Module sind etwas völlig anderes. Wer in der Modul-Szene angekommen ist, braucht gewiss nichts Konfektioniertes.
Die Frage ist weiterhin offen: Wie kann eine Fertiganlage aussehen, auf der man einigermaßen gescheiten Betrieb machen kann? Möglicherweise muss man die Frage aber weiter fassen: Ist es überhaupt möglich, eine betriebsorientierte Fertiganlage zu konzipieren, herzustellen und zu verkaufen?
Da kann auch ein Nein herauskommen, dann brauchen wir nicht weiter zu diskutieren und können unsere Energien und unseren Gehirnschmalz wichtigen Fragen zuwenden.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

BernhardH Offline



Beiträge: 66

20.01.2014 19:58
#17 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Module könnte es auch als Fertiggelände geben. Gibt es sogar, "Heidelberg" von Noch.

Es gibt keinen Grund, warum es nicht fertige Module für sinnvollen Betrieb geben sollte. "Fertiggelände = Rechteckanlage" ist nicht zwangsläufig.

OOK Offline




Beiträge: 3.599

20.01.2014 21:21
#18 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Zitat von BernhardH im Beitrag #17
Module könnte es auch als Fertiggelände geben. Gibt es sogar, "Heidelberg" von Noch.
Gewiss, nur ist weder ein Modul noch ein "Fertiggelände" eine Anlage im Sinne dieses Forums. Eine Anlage vereinigt Strecke für fahrende Züge und Betrieb in Bahnhöfen. Beides natürlich extrem kondensiert. Module sind immer nur ein Teil einer Anlage: ein Stück Strecke, eine Betriebsstelle... Bei "Heidelberg" von Noch handelt es sich um eine Segmentanlage, nicht um Module im eigentlichen Sinn. (Segment und Modul wird leider häufig durcheinander gebracht.)

Zitat
Es gibt keinen Grund, warum es nicht fertige Module für sinnvollen Betrieb geben sollte. "Fertiggelände = Rechteckanlage" ist nicht zwangsläufig.

Nö, man kann natürlich auch ein dreieckiges Fertiggelände machen, nur wird das schwerlich eine Anlage.
Ich würde es für wenig zielführend halten, hier darüber zu diskutieren, wie ein 1m langes Streckenmodul als Fertiggelände aussehen könnte.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

BernhardH Offline



Beiträge: 66

20.01.2014 22:11
#19 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Dann lösch einfach diesen Thread.

OOK Offline




Beiträge: 3.599

21.01.2014 05:25
#20 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Zitat von BernhardH im Beitrag #19
Dann lösch einfach diesen Thread.
Um ehrlich zu sein, diese Idee hatte ich auch schon. Aber das wäre nicht ok. Da müsste ich ja zumindest jeden Poster fragen. Für mich gibt es ja auch sowas wie ein (vorläufiges) Ergebnis: Betriebsgeeignete Fertiganlage ist kaum umsetzbar, die Idee möglicherweise falsch.
Ich habe ja auch den Strang schon mit falschem Titel gestartet, indem ich das Wort Fertiggelände verwendete, wo es doch um Anlagen geht.
Mir ist klar geworden, dass der Start in die Betriebsmodellbanerei über ein Fertiggelände mit einiger Sicherheit ein Fehlstart ist, das kam auch schon in den allerersten Reaktion hier heraus: nur zum Einfahren von Loks zu gebrauchen.
Heute glaube ich, dass ein tiefgezogenes Fertiggelände, auch wenn es, wie Michael (Vauhundert) festgestellt hat, in Grenzen veränderbar ist, unerhört kreativitätshemmend ist. Die Entwicklungsstufen, die z.B. die Vollbach-Anlage in meinem Buch gemacht hat, sind gar nicht möglich.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

fridoo Offline




Beiträge: 51

21.01.2014 08:23
#21 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Da hast du völlig recht, Otto.

Aber genau wegen die extreme Ausgangspunkte und Einschränkungen finde ich diese Strange doch immer wieder interessant. Und 'in der Einschränkung zeigt sich der Meister', oder wie war es auch wieder... [lachen]

Frido

Harz Spoorweg Betuwe - Gartenbahn nach SHE Vorbild

Ghost Offline




Beiträge: 17

21.01.2014 18:24
#22 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Guten Abend,

(Zitat)Möglicherweise muss man die Frage aber weiter fassen: Ist es überhaupt möglich, eine betriebsorientierte Fertiganlage zu konzipieren, herzustellen [b]und[/b] zu verkaufen?

Ich nehme einmal folgenden Weg: Ich analysiere die Fragestellung und erfasse, dass der Satz letztendlich drei Fragen umfasst, die zunaechst einmal voellig getrennt zu betrachten sind:

1.) Ist es moeglich, eine betriebsorientierte Fertiganlage zu konzipieren?
2.) Ist es moeglich, eine nach 1.) konzipierte Fertiganlage herzustellen?
3.) Ist es moeglich, eine nach 2.) hergestellte Fertiganlage zu verkaufen?

Um wirkliche Antworten zu geben, fehlen Definitionen. Aus dem Stegreif und ohne gross nachzudenken:
Was bedeutet "betriebsorientiert"? Bereits auf zwei Gleisen, mit einer einzelnen Weiche verbunden, kann es "betriebsorientiert" zugehen. Ich stelle mir eine Strassenbahnlinie ohne Wende- oder Umsetzmoeglichkeit an den Endhaltestellen und Zugang zu einem kleinen Strassenbahndepot vor.
Was bedeutet "Fertiganlage"? Keine Fertiganlage, die ich kenne, ist "fertig"; der zukuenftige Nutzer muss Hand anlegen. Wieviel Spielraum bzw. gesteht man sich bzw. dem Endanwender zu?
Was bedeutet "Verkauf"? Dinge, die man nicht verkaufen kann, gibt es selten. Liegt hier der Anspruch nicht eher in "einem sich lohnenden Verkauf"? Dass Konzeption, Herstellung, Werbung, Versand, etc. sich letztendlich mindestens traegt? Vielleicht sogar lukrativ genug ist, um davon zu leben? Wer soll davon leben koennen? Eine Person, zwei, eine ganze Firma mit 20 Angestellten?

Das mag sich nach Korinthenkackerei anhoeren, sind aber relevante, wichtige und laengst nicht alle Punkte! So fehlt eine komplette Marktanalyse. Ist denn alleine schon die Frage "Aus welchen Personen setzt sich die Zielgruppe zusammen?" klar? Wie gross ist diese Zielgruppe? Welche weiteren Dinge kann man einer durchschnittlichen Zielperson beiordnen? Finanzielle Lage? Zur Verfuegung stehender Platz? Alter? Familiaere Verhaeltnisse? Alleine schon diese Daten helfen, sehr wichtige Parameter festzulegen, beispielsweise: Wie gross darf denn ein typisches Gelaende einnehmen? Welche Spurweite wird bevorzugt (zwischen 1:45 und 1:220 liegen eben doch Welten)? Welchen qualitativen Anforderungen muessen beachtet werden?

So ist es mit vorliegender Fragestellung und entsprechend vorliegenden Fakten schwierig, diese Fragen objektiv zu beantworten. Daher verbleibe ich auf der subjektiven Seite und treffe unbewiesene, auf keiner nachweisbaren Faktenlage beruhende Annahmen.

Frage 1): Ein kleinerer Masstab vorausgesetzt: ja. Ich erweitere oben genannte Idee: Strassenbahn, Abzweig zu einem zweigleisigen Depot, Ausweichstelle, evtuell Umsetzmoeglichkeiten an den Endpunkten. Moegliches Vorbild: eine Ueberland-Strassenbahn. Zum Beispiel Kirnitzschtalbahn. Betriebsorientiert? Wenn ich mir das Vorbild anschaue: ist gegeben.
Frage 2): Wenn man traditionelle Fertiganlagen als Vorbild nimmt: Selbstverstaendlich. Landschaftskonturen und Strecke werden vorgeformt und bemalt, Gleise, Elektrik und Ausgestaltung wird beigelegt und wird vom Kaeufer endmontiert.
Frage 3): So wie sie gestellt wurde: Ja, ich bin mir sicher, dass mindestens ein derartiges Fertiggelaende verkauft werden wird, sofern ein bestimmter Qualitaetsstandard eingehalten wird. Ob sich eine "Massenproduktion" lohnt, ist mit vorliegender (mir bekannter) Faktenlage nicht zu klaeren.

Im "1x1 des Anlagenbaus 1/2013" mit dem Thema "Aus ALT mach NEU" wird sehr schoen beschrieben, was man aus alten Fertiganlagen noch herausholen kann. Vor allem der zweite Beitrag hat mich sehr beeindruckt. Was fehlt dieser Anlage, um "betriebsorientiert" zu wirken? Eigentlich nur eine "bessere" Andockmoeglichkeit fuer befahrbare Vitrinenroehren, die als "Welt" dienen. Oder?

Ich stelle eine weitere Frage als Einstieg und eventuellen Weiterphilosophieren:
Ihr kennt sicherlich Barbie. Nein, nicht den Klaus. Ja, diese Puppe, die seit vielen Jahrzehnten sich verkauft wie warme Semmeln. Deren "Kurven" wurden sehr selten geaendert; das Modell also schon recht betagt. Warum verkauft sich das Ding immer noch wie bloede? Kann man Erkenntnisse aus diesem Phaenomen ziehen und auf dieses Thema uebertragen? Ich denke schon. Im Prinzip wurde dieses Thema auch schon in "Modell + Natur 1" thematisiert und traegt zu einer abwechslungsreichen Optik bei.

Steffen

PS: Link zu einem Bild aus 1x1 des Anlagenbaus:
https://shop.vgbahn.info/imgs/news/VGBahn/aus%20ALT%20mach%20NEU/IMG_3212__xl.JPG

PPS: Diese Anlage ist kein Fertiggelaende, jedoch sehe ich atm keinen Grund, warum es sich nicht fuer ein Fertiggelaende eignen sollte

--
I walk out to meet my fate
In the receding of the day
In hope the tide will grant me stay
From the ghost that never wanes

vauhundert
Beiträge:

21.01.2014 19:34
#23 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Hallo zusammen,

leider bin ich zur Zeit, neben der Arbeit, fast ausschliesslich damit beschäftigt meinen PC nebst Programmen wieder ans Laufen zu bringen und kann mich daher hier nicht wie gewünscht einbringen.

Jedoch sei der kleine Einwurf gestattet, das wir nicht schon so schnell klein bei geben sollten und die Fragestellungen, so wie von Steffen ausgeführt, überdenken und gegebenenfalls Verändern sollten. Als Zerpflückungsgrundlage könnten wir ja Weilheim in einer etwas vergrößerten Version nach den zu erstellenden Punkten hin für Produktion, Kundeninteressen udgl. durchnudeln, um uns nicht noch in den Entwürfen zu verzetteln.

Edith sacht noch, das die Sache mit der Kirnitschtalbahn ja auch seine Reize hat und als Thema sehr viel Ähnlichkeiten aufweist. Problem ist bei beiden Vorbildern nur die Frage, ob man das auch dem Neukunden vermitteln kann auf die V200, die E 03 oder die Ludmilla zu verzichten?[lachen]

handytippen ist muehsam...

Beste Grüße aus dem Bergischen

Michael

OOK Offline




Beiträge: 3.599

21.01.2014 21:46
#24 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Also ich werde 'n Deubel tun und mir den Kopf darüber zerbrechen, wie die Hersteller solcher Fertiggelände zu Absatz kommen. Mich interessiert nur der Modellbahner, dem ich gerne zeigen möchte, wie Betrieb geht und wie spannend der sein kann.
Aber kurz ein Wort zur Kirnitzschtalbahn, die ich gut kenne.

Zitat von Ghost im Beitrag #22
Frage 1): Ein kleinerer Masstab vorausgesetzt: ja. Ich erweitere oben genannte Idee: Strassenbahn, Abzweig zu einem zweigleisigen Depot, Ausweichstelle, evtuell Umsetzmoeglichkeiten an den Endpunkten. Moegliches Vorbild: eine Ueberland-Strassenbahn. Zum Beispiel Kirnitzschtalbahn. Betriebsorientiert? Wenn ich mir das Vorbild anschaue: ist gegeben.
Eine sehr hübsche Bahn in attraktiver Landschaft.Und Straßenbahnen sind sowieso mein Faible. Aber die KTB ist betrieblich leider eher langweilig. Rauf - runter - rauf, einmal kreuzen mittendrin, das wars schon. Ihr fehlt Güterverkehr. Da gab es im Bergischen viiiiiel spannendere Straßenbahnen. Da wird uns Michael ein Lied singen können, aber vielleicht wäre das besser einen eigenen Strang wert: betrieblich spannende Straßenbahnen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

vauhundert
Beiträge:

25.01.2014 18:57
#25 RE: Wie könnten betriebsorientierte "Fertiggelände" aussehen? antworten

Hallo zusammen,

noch sind die Probleme nicht aus der Welt, aber einen kurzen Literaturhinweis zum Thema Güterverkehr und Straßenbahn sei kurz eingeschoben:

[url=http://www.eisenbahn-verlag.de/buchtitl/fr_tram_zw_rhein.html] Straßenbahn und Güterverkehr zwischen Rhein, Ruhr und Wupper _ Link zum Klicken [/url]

Wolfgang R. Reimann
Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2004

ISBN 3-933254-45-0

Ein höchst lesenswertes Produkt, welches sich ausführlich mit vielen Details um das Thema Güterstrabse in den angegebenen Gebieten, mit Schwerpunkt auf dem Bergischen, beschäftigt. Selbst wenn man daraus eine Quintessenz wollte, wäre das ein seeeehr umfangreicher Artikel. Mal sehen ob ich so etwas leisten kann.

Beste Grüße aus dem Bergischen

Michael

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