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Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

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Dieses Thema hat 115 Antworten
und wurde 9.555 mal aufgerufen
 IV.1. Modellbahnbetrieb als Ideologie
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OOK Offline




Beiträge: 4.348

26.09.2009 08:18
#46 RE: Ideologie Antworten

pun intended.

OOK

https://0m-blog.de/

Wolfgang Offline




Beiträge: 74

26.09.2009 08:53
#47 RE: Ideologie Antworten

Ich denke, "sinnlos" eine Lok bewegen und sich daran zu erfreuen, ist manchmal einfach notwendig. Oft reicht der Antrieb nicht für mehr. Ich weiß noch genau, dass oft ich beim Betrieb am Abend eine Entgleisung hatte. Weiche falsch gestellt. Die Konzentration war eben hin. Dann konnte ich immer nur feststellen, "Gut, daß ich nicht eine Lok lackiert habe!"

Wolfgang

ow Offline




Beiträge: 252

27.09.2009 09:58
#48 RE: Ideologie Antworten

Wenn ich meine Aussage vom 14.4 09 in diesem Forum nochmal hervorholen darf, ich denke genauso:

"Denn es ist schon jetzt, auch bei der noch nicht fertigen Anlage ein erhebender Anblick, wenn man bequem auf dem Schreibtischsessel lümmelnd, ein kühles Bier in der Armbeuge, den Blick über den in Augenhöhe liegenden Bahnhof ( probeweise aufgestellt) nach oben schweifen lässt und die Züge über das Viadukt rauschen und im Tunnel verschwinden sieht. Und das immer wieder ohne Zutun im Kreisverkehr.
Auch das ist Modellbahnfreude und Entspannung pur. Nicht nur Rangieren nach Fahrplan."

lümmelt am frühen Sonntagmorgen Otto (ow)

OOK Offline




Beiträge: 4.348

27.09.2009 10:03
#49 RE: Ideologie Antworten

Leute, das will euch doch keiner wegnehmen. Es ist nur so: wenn sich das Modellbahnhobby darin erschöpft, dann ist es - nach meiner Auffassung - Käse.

OOK

https://0m-blog.de/

spreewaldbahner Offline



Beiträge: 29

27.09.2009 12:19
#50 RE: Ideologie Antworten

Ich finde dies auf Dauer langweilig. Das ist ja, wie nur konsumieren.
Gruß spreewaldbahner

puls200 Offline



Beiträge: 74

27.09.2009 19:14
#51 RE: Ideologie Antworten

Jetzt könnte man dahingehend argumentieren, daß es kein Fehler sein muß, wenn in einem Entwurf / Design / Konzept beide Betriebsmodi berücksichtigt werden. Ich werde es jedenfalls so machen. :)
mit hochrechnenden Grüßen
Daniel

ow Offline




Beiträge: 252

28.09.2009 18:08
#52 RE: Ideologie Antworten

Zitat von OOK
pun intended.

aber, aber, darüber redet man doch nicht, und über den Verkehr schon gar nicht !!

Aber Spaß beiseite, im folgenden Zitat vom Anfang des Threads ist doch alles gesagt:

Zitat von OOK
......Wenn Züge kreisen, und sei die Ringstrecke auch noch so lang und durch noch so viele Tunnel, Kehren und Höhenversetzungen getarnt, dann handelt es sich um Fahrbetrieb. Der Zweck ist, dass sich das Auge des Betrachters am fahrenden Zug erfreut, wie er wieder und immer wieder vorbeirauscht.
Beim Modellbahn-Betrieb versucht man, nicht nur den optischen Eindruck, sondern auch die Funktion des Vorbildes zu simulieren. Das heißt: Züge fahren nicht, sie verkehren. Und zwar von einem Ausgangspunkt zu einem Ziel. Nach Erreichen dieses Ziels kehren sie irgendwann als Gegenzug zurück, bei Reisezügen in der Regel mit der gleichen Wagenkomposition, bei Güterzügen mit einer völlig veränderten.........(oder im be-oder entladenen Zustand=Ergänzung ow)



also:
fahren lassen dient der puren Entspannung (in jeder Hinsicht), Verkehr macht mann!

meint Otto (ow)

OOK Offline




Beiträge: 4.348

21.10.2012 12:41
#53 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Dieses Unterforum und dieser Strang sind nach vorn geholt worden, weil es sozusagen die gedankliche Grundlage des Forums darstellt.

OOK

https://0m-blog.de/

eisenhans Offline




Beiträge: 396

24.10.2012 18:53
#54 RE: Betrieb vs.Fahrbetrieb Antworten

Ich habe mir diesen ganzen Strang nochmal reingezogen und dabei festgestellt, dass ich selber auch einige Male gepostet hatte. Deshalb kann ich mich selber (auszugsweise) zitieren:

Zitat von eisenhans im Beitrag #24
Ich finde, dass das Modellbahnhobby das einzige ist, das die Möglichkeit eröffnet, die Funktion und die Aufgaben des Vorbildes nachzustellen. Ein Schiffsmodellbauer kann sein fertiges Modell wohl in einem Weiher fahren lassen und dank Funkfernsteuerung auch gut manövrieren. Heute kann er sogar ein U-Boot tauchen und wieder auftauchen lassen. Aber dass ein Modellfrachter in einem Hafen mit Containern beladen wird und in einem anderen diese wieder abgibt, nachdem er erst übers große Wasser gefahren ist und dann in einer Flussmündung an den Quermarkenfeuern die korrekten Kurskorrekturen vorgenommen hat bis er schließlich von einem Schlepper an die richtige Stelle bugsiert worden ist, das habe ich noch nicht gesehen und das wird es wohl auch nie geben. Nicht anders ist es mit Modellflugzeugen.
Die Modellbahn hingegen hat die einmalige Chance, den Transport von Personen und Gütern, der die Aufgabe des Vorbildes ist, ziemlich überzeugend nachzustellen. Die Chance kann man nutzen - oder es lassen, klar. Ein Modellbahner, der seine Züge nur herumfahren lässt, versäumt den bestimmungsmäßigen Gebrauch.


Das gilt immer noch. Heute frage ich mich allerdings, was daran ideologisch sein soll. Meint

Der Eisenhans

Lutterberger Offline




Beiträge: 120

25.10.2012 15:59
#55 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Im Gegensatz zum eisenbahns habe ich in diesem Strang früher nicht gepostet, finde ihn aber sehr bedeutsam. Mir ist auch klar geworden, dass ich mein Leben lang im wesentlichen Fahrbetrieb gemacht (und das auch so genannt) habe. Ich habe auch schon immer wieder mal drüber nachgedacht, wie ich auf meiner dafür gar nicht geeigneten Anlage doch sowas wie Betrieb und nicht Fahrbetrieb machen könnte. Seitdem ich das "Vollbach"-Kapitel in OOK's blauem Buch gelesen habe, habe ich schon eine Idee, wie's gehen kann.

Es grüßt der Exil-Harzer
Lutterberger

eisenhans Offline




Beiträge: 396

26.10.2012 10:11
#56 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Zitat von Lutterberger im Beitrag #55
Im Gegensatz zum eisenbahns ...

Au ja, das wäre auch ein guter Nick für mich. Es bedankt sich

Der Eisenhans

OOK Offline




Beiträge: 4.348

26.11.2013 21:57
#57 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Die Lektüre dieses Stranges empfehle ich allen Neueinsteigern in dieses Forum, damit sie wissen, worum es hier geht. Und allen alten Hasen empfehle ich ein neuerliches Durchlesen, um wieder das Gefühl zu kriegen, warum ihr hier seid.

OOK

https://0m-blog.de/

Dirk Offline



Beiträge: 11

16.12.2013 20:18
#58 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Zitat von OOK im Beitrag #57
Die Lektüre dieses Stranges empfehle ich allen Neueinsteigern in dieses Forum, damit sie wissen, worum es hier geht. Und allen alten Hasen empfehle ich ein neuerliches Durchlesen, um wieder das Gefühl zu kriegen, warum ihr hier seid.


Ich habe es mir zu Gemüte geführt und möchte dazu folgendes Beitragen:

Für mich macht der Modelleisenbahner in Normalfall Entwicklungen durch ... Angefangen wird fast immer mit dem Kreisverkehr bis er letztendlich beim "Sinnvollen" Betrieb Betriebsstellen anfährt und Güter umschlägt oder Fahrgäste nach Fahrplan an ihre Zielorte bringt. Diesen Wandel machen fast alle Modellbahner durch nur bleibt der ein oder andere bei Zwischenstufen hängen. Das kommt auf die persönlichen Befindlichkeiten an und der ein oder andere will sich auch gar nicht mit Betriebsdienst oder Fahrplänen beschäftigen. In meinen Augen hat alles seine Berechtigung und jeder soll Spass nach seinem Gutdünken haben... jedem Tierchen sein Pläsierchen. Egal ob jemand nur Spielen will oder sinnvollen Betrieb macht.

Mir ist ein realistischer Betrieb wichtig ... und ich glaube da bin ich hier richtig .

Just my two Cent
Liebe Grüsse
Dirk

OOK Offline




Beiträge: 4.348

25.12.2013 05:29
#59 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Hubert zitierte im anderen Strang aus dem neuen MIBA-SPEZIAL 99 aus dem Text zu den Paradestrecken-Gleisplänen des Ehepaars Peter:

Zitat
Die beiden ... Abstellbahnhöfe sind aufgrund ihrer ausreichenden Gleiszahl ein Garant für abwechslungsreichen Fahrbetrieb.

Wird ja wohl stimmen.

OOK

https://0m-blog.de/

Minimax ( gelöscht )
Beiträge:

04.03.2014 21:40
#60 RE: Betrieb vs. Fahrbetrieb Antworten

Hallo,
zur Philosophie des Automatik- oder Handbetriebes möchte ich auch was beitragen:

OOK hat natürlich Recht, die Tätigkeit des Betriebsbahners ist auch für mich das "Salz in der Suppe". Diese Aufgabenerledigung fasziniert ungemein.
Als Modelleisenbahner habe ich persönlich nicht den Anspruch eine reale Situation maßstabsgetreu darzustellen. Dazu fehlt nicht nur der Platz, die Radien und die Zahlreichen Rangierer, Heizer, Lokführer, Aufsichtsbeamten,...etc. Vermutlich wäre ein maßstäblicher Bahnhof wegen seiner Längenausdehnung für uns Menschen auch visuell gar nicht befriedigend zu erfassen.
Was ich sagen will: Ich habe "nur" die Erwartung an meine Bahn, dass Situationen oder Eindrücke des Vorbilds wiedererkannt werden und mich daran zu erfreuen. Natürlich brauche ich dazu keine maßstäblichen Echtdampfloks, elektrische mit Sound und/oder Rauch geben da auch schon einen guten Eindruck wieder. Natürlich müssen Allerorten Kompromisse her: Längenausdehnung, Radien, Kupplungen, auch Massen der Fahrzeuge, etc. Das Alles wird aber trotz der "Vorbild- und Maßstabswidrigkeit" als angenehm und treffend vom Betrachter empfunden, wenn es stimmig ist.
Da ich für mein Modellbahnhobby nicht wenig Zeit und Geld aufbringe, möchte ich auf Spass und bestimmte Eindrücke dabei nicht verzichten. Für mich persönlich gehört auch eine BR 01 oder eine 044 zu den Eindrücken, die meine eigene Modellbahn vermitteln soll (jeder, wie er will...).
Und dazu ist natürlich nicht eine eingleisige Nebenbahnatmosphäre passend, auf deren Station über Jahre nur ein bis 2 Tenderloktypen und ein Triebwagen verkehren. Also braucht man eine adäquate "Vorführstrecke", die einen stimmigen Eindruck liefert. Das könnte eine Paradestrecke ohne Betriebselemente sein, oder wie in meinem Fall ein 2 m langer doppelgleisiger Abschnitt und eine magere eingleisige Hauptbahn, auf der diese Jumbos mit annähernd den Eindruck vermittelnden Zuglasten (bei mir 32 Achsen) Auslauf finden. Und diese Eindrücke von großen Lokomotiven mit langen oder schnellen Zügen erreicht man eben am Besten auf einer Strecke mit hoher Zugfolge und "wenig" Betrieb zumindest auf der platzsparenden heimischen "Mini"-Modellbahn. Und da hilft eine Automatik wirklich, diese Eindrücke zu erzeugen!
Ich bekomme regelmäßig Angstschweißausbrüche, wenn auf meiner Anlage zwei Züge im Blockbetrieb automatisch laufen und ich einen dritten mit dem Handregler steuere. Jeden Moment ahne ich einen Zusammenstoß, der nicht nur teure Loks von der Platte, sondern auch ein Loch ins Budget reissen würde... wie sollte eine derartige "Bewegung" ohne Automatik auf mich wirken?! Das wäre mir zu anstrengend und auch zu riskant, da folge ich ganz streng dem Vorbild (INDUSI).
Trotzdem habe ich selbst den größten Spass beim rangieren und Umstellen von Wagen im Bahnhof und an Anschlußgleisen, ganz wie OOK! Das ist bei mir sogar nicht vorbildgetreu, denn ich benutze gut sichtbare Entkupplungsgleise, die das Vorbild nicht kennt. Aber Übergroße Arme mit gebogenen Drähten, die Wagen entkuppeln, habe ich auch in noch keinem "echten" Bahnhof gesehen (Lach). Lasst uns unser Hobby doch nicht ganz so verbissen sehen...

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