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Dieses Thema hat 48 Antworten
und wurde 3.124 mal aufgerufen
 VI.1. Was ist "drüben" anders?
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STBR Offline



Beiträge: 183

26.09.2014 00:32
#46 RE: Open Houses, Operating Sessions, und wie das eine zum anderen führt antworten

Die FREMO-Brio-Schnapsidee geistert schon länger durch Treffenabende (so ab 1,8 Promille), dann aber Brio-fine, wenn schon, denn schon

Der "Knackpunkt" dieser gemeinsamen Projekte besteht m.E. darin, daß hier über kurz oder lang die gleichen Probleme wie in jedem MEC auftreten können! Wer baut was, auf welchem Niveau und warum nicht pünktlich, und warum ich und nicht ein Anderer, und wieso hast Du nicht, aber wir hatten doch gesagt....etc., etc., etc.

Der große FREMO-Vorteil in Zeiten zunehmender Individualisierung (und abnehmender "Lebenssicherheit"): Jeder baut was und wann er kann und will, wenn's nur der jeweiligen Norm entspricht und legt sein Werk zu den Treffen dann "in die Hand der Allgemeinheit". Denn wenn der Arrangementplaner und der Fahrplanverantwortliche feststellen daß die Betriebsstelle X und der Streckenast Y hier oder da passen/benötigt werden ist auch die liebevollst komponierte Gesamtstrecke ruck zuck auseinandegenommen. Der FREMO baut eben keine Segmentanlagen sondern Betriebskonzepte in Modulform!

Das ist der große Vorteil der eigenen Anlage: ICH bestimme Was wie und wann gebaut wird und wie das dann betrieben wird!

Vielleicht ist das aber auch ein "deutscher" Hinderungsgrund. Als Gast muß ich mich an das halten was der Gastgeber auf seiner Anlage vorgibt (!) und als Gastgeber muß ich schon ein durchdachtes Konzept vorweisen können ("Ähhhh, ein was...??), wenn solch ein Treffen mehr sein soll, als mit der Bierflasche in der Hand "liebevolle Szenen" auf der Anlage zu "besichtigen".

Gruß:
Stefan

OOK Offline




Beiträge: 3.151

26.09.2014 09:19
#47 RE: Open Houses, Operating Sessions, und wie das eine zum anderen führt antworten

Zitat von STBR im Beitrag #46
... dann aber Brio-fine, wenn schon, denn schon

Boschos Vorschlag ist idealistisch und gut gemeint, aber kaum realitätsnah. Das entspräche dem Versuch, innerhalb einer schwarzen Partei einen grünen Nucleus (oder umgekehrt) aufzumachen. Muss scheitern.
Zitat von STBR im Beitrag #46
Das ist der große Vorteil der eigenen Anlage: ICH bestimme Was wie und wann gebaut wird und wie das dann betrieben wird!
Vielleicht ist das aber auch ein "deutscher" Hinderungsgrund. Als Gast muß ich mich an das halten was der Gastgeber auf seiner Anlage vorgibt (!) und als Gastgeber muß ich schon ein durchdachtes Konzept vorweisen können.
Mehr noch, deine Anlage muss so überzeugend sein, dass eine genügende Anzahl von Leuten sich davon so "angeturn" fühlt, dass sie einfach dabei sein wollen, völlig unabhängig davon, was sie sonst in diesem breit gefächerten Hobby machen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Boscho Offline




Beiträge: 287

27.09.2014 07:02
#48 RE: Open Houses, Operating Sessions, und wie das eine zum anderen führt antworten

Zitat von OOK im Beitrag #47
Boschos Vorschlag ist idealistisch und gut gemeint, aber kaum realitätsnah.

Das erwähnte ich bereits, wenn auch nicht mit gleicher Deutlichkeit...

OOK Offline




Beiträge: 3.151

17.10.2014 15:21
#49 RE: Open Houses, Operating Sessions, und wie das eine zum anderen führt antworten

Im neuesten Model Railroader (Nov 14) überschreibt Tony Koester seine Kolume "Trains of Thought" mit "It's not my railroad". Darin resümiert er, wie er die Konzeption seiner derzeitigen Anlage nach dem Vorbild der NKP entwickelt und dann den Anlagenbau weitgehend allein bewerkstelligt hat.
Diese Konzeption sieht jedoch einen Betrieb vor, zu dem 18 - 20 (!) Mitmacher vonnöten sind, eine für unsere Gegend unvorstellbare Größenordnung, auch für mich. Der maximalste Betriebstag, den wir an der BAE hatten, fand mit sieben Teilnehmern statt. Immerhin. Auch nicht wenig und vielleicht für einige andere eine unvorstellbare Größenordnung. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Es geht mir aber hier nicht um das Quantitative. Tony schreibt (frei von mir übersetzt): "Ich kann diese Eisenbahn nicht allein betreiben. Ich brauche ein paar Leute, die gewillt sind, ein mysteriöses Vorschriftengeflecht zu erlernen und wie die NKP dieses in ihrem Alltagsbetrieb umsetzte. Da niemand dafür bezahlt wird, folgt daraus, dass ich diesen engagierten Freiwilligen nicht nur eine bereichernde Lernerfahrung bieten muss, sondern auch einmal im Monat einen genussvollen Abend in angenehmer Umgebung." Das könnte so ähnlich von mir stammen und die Aktiven des BAE-Clubs werden sich in den "engagierten Freiwilligen" wiedererkennen. Und genau wie Tony es beschreibt, ist auch die BAE nicht "the Generic Central where anything goes", also die Feldwaldundwiesen-Zentralbahn, wo alles geht.

Sobald die Modelluhr gestartet ist, geben die 18 bis 20 genannten Mitspieler ihr Bestes und denken und handeln wie professionelle Eisenbahner. Das ist der Moment, so Tony, wo er wieder einmal feststellt: "It's their railroad, not mine."

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

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