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Modellbahnanlagen
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für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

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Dieses Thema hat 7 Antworten
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Wanderer Offline



Beiträge: 90

22.03.2014 21:02
Plan für Burki antworten

Dies ist der Plan, den ich auf Burkis Anfrage hin zeichnete. Bitte nicht falsch verstehen: Dieser Plan ist nicht daraufhin optimiert, auf der gegebenen Fläche maximalen Betrieb zu ermöglichen (da ginge wohl noch einiges mehr), sondern es ist ein Kompromiss-Plan zwischen Fahren und richtigem Betrieb.
Eine Kröte hätte Burki (wäre er noch hier) allertdings trotzdem schlucken müssen: Es ist ein Point-to-Point-Plan geworden. Ich wollte Burki damit zeigen, wieviel sichtbare Strecke er auf seiner Fläche unterkriegen würde, wenn er sich dazu bereitfände, dies zu akzeptieren. Ansonsten war die Fläche mit 4,7mx3,55m vorgegeben, rechts sollte für ein Fenster freigehalten werden; Multideck war erlaubt, aber es sollte möglichst keine Wendel geben.

Meine Grundidee geht davon aus, dass das auch von Burki favorisierte Thema „Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn“ gewählt wird, weil man dann sowohl Hauptbahn- als auch Nebenbahngarnituren einsetzen kann. Wenn ich daher eine passende Betriebslegende so erfände, dass auf der Nebenbahn auch mal Hauptbahnfahrzeuge eingesetzt werden könnten, dann könnte ich den gesamten Platz mit der Nebenbahn belegen und diese könnte dann viel umfangreicher ausfallen als wenn auch noch die Hauptbahn untergebracht werden müsste. Daher überlegte ich mir folgende Betriebslegende:

„Salz aus Bad Herstungen
Als die Hauptstrecke Gerstungen-Bebra fertig war, spürte der kleine Kurort Bad Herstungen, der nicht an der Strecke lag, dass er zunehmend abseits lag. Daher bemühte er sich um den Bau einer Nebenstrecke. Als im Ortsteil Salzingen abbauwürdige Salzvorkommen gefunden wurden, wurde diese Nebenstrecke realisiert; sie wurde jedoch nicht als Stichstrecke, sondern als durchgehende Strecke bis Bebra gebaut, weil noch einige Marktflecken dazwischen miterschlossen werden sollten. Da ein im Wege liegender Kleinstaat seine Einwilligung versagte, musste die Strecke recht aufwendig und steil trassiert werden, um seine Grenze zu vermeiden. Dies war aber nicht problematisch, da dort nur leichte Nebenbahngarnituren fuhren; das Salz wurde von Anfang an von Bad Herstungen nur ein kurzes Stück talabwärts nach Gerstungen gefahren, ehe es dort die Hauptbahn erreichte.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bahnlinie zwischen Bad Herstungen (das im Westen lag) und Gerstungen (in der sowjetischen Zone gelegen) jedoch durch den eisernen Vorhang zerschnitten. Zwar gab es bald einen Staatsvertrag, der den Salztransport über Gerstungen im Transit erlaubte, aber wirklich Verlass darauf war nicht, denn es kam immer wieder zu politisch motivierten Sperrungen des Streckenstücks auf DDR-Gebiet. Daher baute die DB die Bergstrecke nach Bebra zügig für 20t Achsdruck aus, ohne allerdings an ihrem Status als Nebenbahn etwas zu ändern, da sie ja immer nur kurzzeitig für den Salzverkehr benötigt wurde.
Schließlich gibt es einmal im Jahr für eine Woche in Bad Herstungen noch weithin bekannte Freiluftfestspiele, bei denen die Besucher vormittags zu hunderten bis tausenden in die Stadt fluten und abends wieder heimfahren. Da diese Besucher natürlich keine Visa für die DDR haben, müssen sie ebenfalls über die Bergstrecke fahren. Die Stadt und die Betriebe dort befinden sich zu dieser Zeit im Ausnahmezustand beziehungsweise in Werksferien.“

Die Modellbahn würde ich in der Epoche IIIa (genauer Anfang bis Mitte der 50er Jahre) ansiedeln, da zu dieser Zeit die Kurgäste und Festspielbesucher noch nahezu alle mit der Bahn fahren.

Hier nun der Plan. Zuerst die untere Ebene:

und die obere Ebene:


Dargestellt ist auf der Modellbahn die Strecke von der Zonengrenze nach Westen: Der Salverladebahnhof Bad Herstungen-Salzingen (direkt neben einem Bach gelegen – Burki wollte Wasser), von dem aus die Strecke durch das Stadtgebiet von Bad Herstungen bis zum Bahnhof Bad Herstungen führt. Unterwegs gibt es hier 2 bis 3 Anschlüsse, die ich im Dialog mit Burki weiter präzisieren wollte, falls ihm der Plan gefallen hätte. Hinter Bad Herstungen geht es in eine Steigung von 33 Promille und mit einer Spirale in die obere Ebene (für eine vorbilgerechtere Doppelschleife a la Schwarzwaldbahn reichte der Platz leider nicht). Hier wäre die von Burki gewünschte felsige Landschaft. Auf der oberen Ebene liegt der obere Endpunkt der Steigungsstrecke, der kleine Bahnhof Hochsuhl, ehe es durch den Scheiteltunnel und ein weiteres Stück Strecke in den Fidlleyard Bebra geht. Da die Strecke von Hochsuhl aus in beide Richtungen stark fällt, ist in Hochsuhl für alle Züge ein Zwangshalt mit Bremsprobe vorgeschrieben.
Der Plan ist eine erste Skizze; es müssten noch einige Dinge wie die Schräglage der Bahnhöfe zu den Anlagenkanten eingearbeitet werden.

Es gibt 3 Betriebsszenarien:
1. Nebenbahnbetrieb, Salz geht über Gerstungen
Ganz wichtig hierbei ist: Der Salztransport wird nicht dargestellt; die Salzwagen stehen lediglich in Bad Herstungen-Salzingen als Dekoration (dadurch habe ich es vermieden, einen zweiten Fiddleyard Gerstungen einplanen zu müssen). Typische Nebenbahnzüge, also P-, G- und GmP-Züge verkehren von Bebra bis Bad Herstungen – Salzingen und bedienen die Bahnhöfe und Gleisanschlüsse.
Gelegentlich wird einer der P-Züge einen Kurswagen nach und von Bad Herstungen führen, um die Kurgäste her- und wieder heimzubringen.
2. Strecke nach Gerstungen gesperrt, das Salz geht nach Bebra
Hierbei wird nun zusätzlich zu dem Nebenbahnbetrieb auch der Salztransport dargestellt. Kräftige Loks, die aber in beide Richtungen gut fahren können müssen, ziehen die schweren (weil beladenen) Salzzüge die Rampe hinauf. Ich denke da an 50er, 94er oder 95er, auch in Doppeltraktion vor recht langen Zügen.
3. Festspielverkehr
Hierbei ruht der Salzverkehr. Der Bahnhof Bad Herstungen-Salzingen wird vorher von den Salzwagen geräumt. Aufgrund der geringen Ausdehnung der Gleisanlagen in Bad Herstungen müssen die Reisezüge nach dem Aussteigen der Fahrgäste nämlich nach Salzingen weiterfahren, um dort abgestellt zu werden. Wegen einer Woche im Jahr lohnen sich aber keine umfangreicheren Gleisanlagen in Bad Herstungen und auch keine Drehscheibe. Wenn vor den Sonderzügen also Schlepptenderloks zum Einsatz kommen (wegen der Steigung würde ich an 39er oder 41er denken), dann müssen diese Loks nach dem Abstellen der Züge in Salzingen als Leerfahrt Tender voraus zurück nach Bebra fahren, um gedreht zu werden. Dann fahren sie wieder Tender voraus nach Salzingen, um am Abend die Festspielbesucher aus Bad Herstungen heimzubringen.
Die Szenarien 2 und 3 erfordern bei einem Einzelspieler vermutlich ein aktionsbasiertes Vorgehen.

So, jetzt bin ich auf Eure Ansichten hierzu gespannt. Ihr dürft das Konzept oder den Plan auch gerne in der Luft zerreißen – ich lerne immer gern.

Viele Grüße
Rolf

Helko Offline




Beiträge: 315

23.03.2014 09:04
#2 RE: Plan für Burki antworten

Zitat von Wanderer im Beitrag #1
...Ihr dürft das Konzept oder den Plan auch gerne in der Luft zerreißen

Hallo Rolf
es kommt daruf an, was Burki ("der" aus einem der anderen Foren?) will oder wollte.
Ohne jetzt auch noch auf das Betriebskonzept einzugehen, sieht das hier zumindest für mich mehr nach Schienenmikado aus oder aus einem Beitrag zum Wettbewerb "max. Anzahl Schienen/m²".
Und die Mittelzunge mit den - geschätzten - 360er Radien erinnert mich an die Achterbahn "Wilde Maus".

Sonstiges:
- Die Durchgänge sind mit 60cm viel zu schmal
- wo ist die Tür

Du darfst mich auch - allerdings nur in der Luft - zerreißen.

VG
Helko
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Der "."!

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

25.03.2014 19:52
#3 RE: Plan für Burki antworten

Zitat von Helko im Beitrag #2
... , sieht das hier zumindest für mich mehr nach Schienenmikado aus oder aus einem Beitrag zum Wettbewerb "max. Anzahl Schienen/m²".

Naja, ob "Schienenmikado" besser ist als eine "Schweizer-Käse"-Anlage wo die 2 Meter Strecke mit "vorbildlichen" Radius in jeder Ecke im Tunnel verschwinden muss, weil man sonst die Kurve nicht kriegt wäre mal einen Grundlagenstreitbeitrag wert!
Zitat von Helko im Beitrag #2
Und die Mittelzunge mit den - geschätzten - 360er Radien erinnert mich an die Achterbahn "Wilde Maus".

Wenn man die Kästchen abzählt kommt man eher auf einen 60 cm Radius, also gar nicht mal so schlecht!

Insgesamt finde ich den Vorschlag eigentlich ganz gut! Besser wäre es vielleicht aus meiner Sicht diesen Gleisplan bei dem Thema in TT oder N zu realisieren oder gar als Schmalspur in H0m!

Grüße Hubert

PS: Das Burki Wellen macht ist ganz normal! (siehe Link)

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Wanderer Offline



Beiträge: 90

25.03.2014 20:17
#4 RE: Plan für Burki antworten

Die Radien auf der Mittelzunge sind 64cm (die Mittelzunge ist 140cm breit). Wenn das zu wenig ist, können wir aufgrund der Zugänglichkeit innere Spiralen wahrscheinlich komplett vergessen (nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem damit, wenn das so ist, ich möchte lernen!).
Wegen dieser recht engen Radien habe ich als Zeit Anfang bis Mitte der 50er Jahre vorgeschlagen, damit auf keinen Fall 26,4m-Wagen durch diese Kurven fahren.

Wo in Burkis Raum die Tür ist, hatte ich mich auch gefragt - ich habe angenommen, sie ist irgendwo unten rechts und öffnet nach außen.

Auf der Mittelzunge lässt sich die Sache optisch etwas entkrampfen, wenn man den von oben kommenden Bach weglässt. Dann kann das untere Gleis dort ganz im Tunnel bleiben und auch beim oberen Gleis kann der linke obere Tunnel weiter nach rechts herum gezogen werden. Das hatte ich erst so, habe es dann aber aufgrund der Vorgabe "maximale sichtbare Strecke" so geändert wie gezeigt.

Als gelernten Punkt halte ich mal die mit 60cm Breite zu schmalen Gänge fest. Mit was sollte ich in Zukunft planen - 80cm?

Dann bleibt noch der Punkt mit dem Schienenmikado. Bezieht sich das auf den Bahnhof Salzingen? Der müsste dann also eine breitere Fläche von etwa 60cm Tiefe bekommen. Oder ist der Gleisplan des Bahnhofs generell schlecht?

Da Burki nicht mehr da ist, werde ich keinen neuen Entwurf mehr zeichnen, aber ich möchte aus dem gezeichneten so viel wie möglich lernen.

Ja, eine kleinere Spurweite wäre natürlich noch besser. Ob Schmalspur aber dem Thema Massengutbeförderung gerecht wird, weiß ich nicht. Spontan fällt mir da kein passendes Beispiel ein.

Viele Grüße und vielen Dank für Eure Kommentare und die Kritik
Rolf

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

25.03.2014 20:33
#5 RE: Plan für Burki antworten

Zitat von Wanderer im Beitrag #4
Ob Schmalspur aber dem Thema Massengutbeförderung gerecht wird, weiß ich nicht. Spontan fällt mir da kein passendes Beispiel ein.

Nur kurz: Die Brohtalbahn mit ihren Basaltzügen oder die Versorgung des Heizkraftwerkes Silberhütte mit Braunkohle auf der Selketalbahn ...

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Hp Schreufa Offline



Beiträge: 104

25.03.2014 21:29
#6 RE: Plan für Burki antworten

Der Plan gefällt mir bis auf die viel zu tiefe Mittelzunge gut, an deren Stelle würde ich eine Spitzkehre einbauen.

Harald.

Wanderer Offline



Beiträge: 90

26.03.2014 20:23
#7 RE: Plan für Burki antworten

Hubert, danke für die beiden Beispiele. An die Brohltalbahn hatte ich nicht gedacht, von der Selketalbahn kenne ich nichts außer dem Namen.

Harald: Dann brauchen wir aber noch eine Zahnradbahn für den Höhenunterschied, oder? *lach*
Nein mal im Ernst: Es wäre wohl möglich, die Gleise auf der Zunge nochmal herumzuziehen und dort dann einen Spitzkehrenbahnhof einzubauen (sozusagen gegenüber von Salzingen). Die Steigung müsste dann etwas höher werden (wahrscheinlich zwischen 40 und 50 Promille). Als Spitzkehre an einer Steilstrecke böte sich Bast-Michaelstein geradezu an (ich verwende am liebsten Vorbildgleispläne, die Bahnhöfe hier haben auch alle Vorbilder). Dort wurde ja auch Massengut befördert, Kalkzüge mit je einer 95er vorne und hinten. So könnte es dann hier bei den Salzzügen auch sein.
Dabei ließe sich dann auch gleich das Problem der zu schmalen Gänge lösen - es blieben wahrscheinlich nur 2 Engstellen übrig.
Den Festspielbetrieb würde ich dann aber streichen, denn auf so einer Steilstrecke würden eh keine Schnellzugmaschinen mehr eingesetzt.

Ich merke gerade, dass es anfängt in den Fingern zu kribbeln - vielleicht zeichne ich das doch nochmal.

Viele Grüße
Rolf

Helko Offline




Beiträge: 315

26.03.2014 23:02
#8 RE: Plan für Burki antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #3
Naja, ob "Schienenmikado" besser ist als eine "Schweizer-Käse"-Anlage wo die 2 Meter Strecke mit "vorbildlichen" Radius in jeder Ecke im Tunnel verschwinden muss, weil man sonst die Kurve nicht kriegt wäre mal einen Grundlagenstreitbeitrag wert!

Dann los damit, ATTACKE!
Aber hier alleine auf der Mittelzunge habe ich einen 9-Loch Golfplatz entdeckt !
Dann doch lieber ein den Weichenradien entsprechender "vorbildnaher" Gleisradius.

VG
Helko
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