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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 1.321 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
Seiten 1 | 2
wjk Offline



Beiträge: 150

24.04.2016 11:26
#16 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Helko im Beitrag #35
Zitat von wjk im Beitrag #33
Zitat von Helko im Beitrag #32

"ET 65" hat hier und im Stummiforum eine ähnliche Größe geplant/vorgestellt, sogar mit nur 4M Breite

Mag ja alles sein. Aber ich gehöre zu denen, die nicht hinter Glas die Anlage betrachten wollen.

??????
Ich kenne die Pläne alle sehr gut, von Anfang an (Lumpaburg), wo ist da Glas?


Ich kenne weder die Pläne noch die Anlage. Mein Ansatz war lediglich, dass man eine Anlage, deren Benutzergänge zu eng werden, mit einem Schutz versehen sollte, um einem unfreiwilligen "Abräumen" von Anlagenteilen vorzubeugen.

lokonaut Offline



Beiträge: 113

24.04.2016 17:05
#17 RE: Anlagenbreite vs. Bedienergänge antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #15
Mehrstöckig bringt erst mal nur ein mehr an Betriebslänge

Hey Hubert,

aber (fast) die doppelte Fläche springt doch auch dabei raus, oder?
Okay, die Gänge müssen ggf. etwas breiter werden, als wenns nur eingeschossig wäre. Aber die Leute bauen ja auch (aus gutem Grund) mehrgeschossige Häuser, obwohl Grundfläche fürs Treppenhaus verloren geht.

Dein Ansatz "Streckenlänge x Anlagenbreite" gefällt mir. So eine abgeleitete Größe kann ich mir durchaus als "Qualitätsmerkmal" für eine Anlagenplanung vorstellen.

Das mit deinen 16m² Bediengängen erzähl mal einem normalsterblichen Modellbahner - ich fürchte, die haben bestenfalls 0,25 Raumprotze für Anlage und Bedienung zur Verfügung. Also erzähls ihnen besser nicht

Wenn man mal von mindestens 60cm breiten Gängen ausgeht, und am Gangende mit der Strecke die Kurve kriegen möchte, käme man - wenn die Trasse noch 20cm vom Anlagenrand entfernt verläuft - auf einen Radius von 50cm. Beim "Wendeknubbel" wären es dann 1,40m Anlagentiefe, sofern man den "Sicherheitsabstand" von 20cm beibehalten will. Bei dieser Tiefe kann man auch schon wieder einen 60cm Mittelgang mit jeweils 40 cm tiefen Anlagenstreifen vorsehen.
Zugänglich müsste der Wendeknubbel ja auch noch irgendwie sein, so dass man (es sein denn man will krabbeln oder man plant etwas bewegliches ein) für so eine Kehre schon 2,60m Raumbreite veranschlagen müsste (bei 50cm Gleisradius!).
Je länger ich drüber nachdenke und Skizzen mache, desto mehr wünsche ich mir eine Zusammenstellung (oder besser: Gegenüberstellung) von möglichen Anlagenformen in Abhängigkeit insbesondere von Mindestradien und Eingriffstiefen für einen konkreten Raum (sagen wir mal 4mx6m) mit den sich daraus ergebenden Flächen und Streckenlängen für eine lineare Streckenführung. Gibts das irgendwo zum Nachlesen?

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

Erzgebirgsnebenbahner Offline



Beiträge: 19

24.04.2016 21:22
#18 RE: Anlagenbreite vs. Bedienergänge antworten

Zitat von OOK im Beitrag #2
Weil es letzten Endes gar nicht um die Gewinnung von Fläche geht, sondern um die Gewinnung von Betriebslänge. Die ist auch wesentlich wichtiger, als die Tiefe der einzelnen Anlagensegmente. (Bei der genannten Anlage im BB war die Streckenlänge fast verdoppelt!) John Armstrongs Anlage, deren Grobform ich im Eingangspost von "superlong peninsula" zeigte, ist - wohlgemerkt - in Spur 0 gebaut! Und Armstrong plädierte dafür, die Tiefe der Anlagenstreifen gering zu halten. Er unterschritt mehrfach die in H0 üblichen Maße. Seiner Argumentation, gerade im 0-Maßstab stünden die Züge derart im Vordergrund, dass Landschaft relativ unwichtig sei, folge ich nicht. Für mich ist Landschaft fast ebenso wichtig wie die Eisenbahn selber.

Dennoch: Die Tiefe meiner Anlagenstreifen ist meist nicht größer als die eines FREMODULs in H0, mehrfach sogar kleiner. Mir ging es bei der Planung in erster Linie um Betriebslänge und darum, alle Bahnhöfe, die in der Konzeption enthalten sind, unterzubringen. Was auch gelungen ist. Wieviel Prozent der Gesamtfläche dabei für die Bedienergänge "verloren" gingen, hat mich nie interessiert. Jetzt aber, wo diese Diskussion in Gang gekommen ist, habe ich das mal ausgerechnet. Bei der BAE III, für die insgesamt 76,25 qm zur Verfügung stehen ("Raumprotz"), nimmt der Bedienergang, der als Folge der superlong peninsula ebenfalls susperlong ist, insgesamt 22,5 qm ein, das sind 29,5 %.


Man muss mindestens noch einen weiteren Punkt einbringen. Die dargestellte Landschaft. Angenommen man hat im Durchschnitt 70 cm Breite bei Spur 0. Was nützen einem 70 cm, wenn er stellenweise nur Wald/Wiese/Gebirge darstellt? Da reichen für eine glaubhafte Darstellung auch 40 - 50 cm aus, der Rest wird nur unnötig breit. Bei einer dargstellten Ortschaft braucht man 70 cm, wenn man etwas Hinterhof und Halbreliefhäuser darstellen will. Und beim Bahnhof wären (ungeachtet der optimalen Eingriffstiefe) schon 100 cm besser.

Die optimale Breite ist daher auch stark vom Motiv abhängig. Für eins reichen 50 cm locker, fürs nächste sind selbst 100 cm zu wenig. Hat der, der 100 cm Breite einplant etwa unnötig Platz verschenkt? Ne, die Betriebslänge ist nicht so entscheidend, wenn der Rest passt.

ET 65 Offline




Beiträge: 47

28.05.2016 23:01
#19 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Hallo zusammen,

na, da muss ich mich doch als "Verursacher" dieses Threads (wenn auch etwas spät) auch einmal zu Wort melden.

Ich bin wohl dafür bekannt, dass ich eine gute Zugänglichkeit der Modellbahnanlage vertrete. D.h. alle Bereiche sollten möglichst ohne großartige Verrenkungen und Gefahr für das Kreuz zu erreichen sein. Dazu gehört einfach eine ausreichende Gangbreite. Für mich persönlich sind 60 cm das Minimum. Weniger bedeutet, dass der Rand der Anlage meist abgeräumt wird.

Wenn man sich meine aktuelle Planung ansieht, erkennt man auch, dass ich trotz 60 cm Gangbreite nicht auf Radien von 100 cm im sichtbaren Bereich verzichte. Entsprechende Begegnungsbereich mit bis zu 120 cm Breite sind ebenfalls vorhanden.

Und: Anlagentiefe ist nicht alles. Dazu muss man sich nur die "Shelf layouts" von Ian Rice ansehen. Mit einfachen Tricks bei der Randgestaltung kann so Tiefe erzeugt werden, die eigentlich gar nicht da ist.

Wofür braucht man dann so tiefe Anlagenteile? In Bahnhöfen bei entsprechenden Gleiszahl unabdingbar. Aber auf freier Strecke? Dort reichen 45 cm für H0 problemlos aus. Jeder weitere Zentimeter in der Tiefe muss auch ausgestaltet werden.

Auf der anderen Seite hat jeder Meter sichtbare Streckenlänge einen Gewinn in der Verfolgung der Züge und desto länger können auch die Züge werden (wenn man den Platz zur Verfügung hat). Daher auch bei mir die Entscheidung, die Kehrschleife in die Ecke zu verlegen und nicht rechts vom rechten Stützpfosten. Am Rande bemerkt: Das PAN-Prinzip wurde weiter eingehalten.

Falls hier ein Plan gewünscht ist, bitte ich um Mitteilung.

Gruß, Heinz

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