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Dieses Thema hat 35 Antworten
und wurde 2.613 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
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OOK Offline




Beiträge: 3.585

14.04.2016 18:49
Überlange Anlagenzunge antworten

Dass Zug bei der Anlagenplanung vorteilhaft sind, ist nicht neu. Ich habe auch im Blauen Buch die Grundsätze und Minimalanforderungen für das Einbringen einer Zunge beschrieben.
Eine Grunderkenntnis ist: je länger die Zunge ist, desto besser. Eine Verlängerung der Zunge um sagen wir 50cm bringt eine Streckenverlängerung von einem Meter ein.

Bei der BAE II war es mir gelungen, eine Zunge einzuplannen, aber sie war relativ kurz, was an der Über-Eck-Form des Raumes lag. Länger ging nicht. Bei der BAE III hatte ich im ersten Entwurf zwei Zungen drin, diese dann aber zu einer langen Zunge zusammengeführt.
Damit kam ich der "susperlong peninsula" von John Armstrong schon recht nahe. Bei seiner Anlage sah das so aus:


Weiß = Bedienergang; gelb = Anlagenfläche

Ich finde das sehr erstrebenswert, aber schwer zu erreichen.
Die Frage ist, wieso wir so etwas hierzulande kaum sehen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Fischkopp Offline




Beiträge: 273

14.04.2016 19:13
#2 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Vielleicht, weil viele Modellbahnräume zusätzlich als Rumpelkammer/Gästezimmer/Sonstwasraum genutzt werden, sodass AdW bereits die Maximallösung darstellt und höchsten um eine kleine, temporär aufgebaute Zunge ergänzt werden kann.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 189

14.04.2016 19:16
#3 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Das Problem liegt in der Raumbreite. Für die drei Bediengänge muss man schon mal 1,80 m einplanen, in HaNull ist das dicke Ende der Zunge mindestens 1,60 m breit, dazu kommt noch zweimal die Anlagenbreite an der Wand und einmal die Breite im schmalen Teil der Zunge. Da brauchst du eine Raumbreite von 5 m oder mehr. Mein Raum für Triptis ist nur 3,50 m breit, dort habe ich mit Mühe und Not eine Zunge untergebracht, wobei das eine AnDerWand-Stück nur 0,2 m breit ist!

Gruß H.

wjk Offline



Beiträge: 150

14.04.2016 19:51
#4 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Der vorgestellte Raum ist mindestens 5m breit und 10m lang. Wer soviel Platz wirklich einfach so übrig hat, baut nur in den seltensten Fällen eine Modelleisenbahn.

Silbergräber Offline



Beiträge: 325

14.04.2016 21:19
#5 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Wenn die Kinder mal aus dem Haus sind kann ich mir darüber Gedanken machen :D

LG

Jörn

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.523

15.04.2016 21:26
#6 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #3
Da brauchst du eine Raumbreite von 5 m oder mehr.

Bei Abstrichen an Mindestradien und Breite Anlagenteile und Bedingungen liegt die Grenze bei ca. 4 Meter.
Ein Anlagenplan dazu folgt mal irgendwann von mir !

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.523

16.04.2016 13:07
#7 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Mal ein schnelles Beispiel:







Imaginäre Fortsetzung meines Kuckucksbähnel nach Trippstadt! Die Bahnhöfe wurden auf die schnelle, wie z.B. Eynach, aus dem Fundus genommen!
Die Bediengänge sind mit ca. 50 cm arg knapp, jeder zusätzliche Zentimeter Raumbreite sollte dort investiert werden!
Apropos: Streckenlänge ca. 28 Meter, Rmin ca 500 - 600 mm! In H0m würde es besser aussehen! ;-)

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 189

16.04.2016 18:10
#8 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Ha! Das ist so ähnlich wie Triptis II, nur zusammengefaltet. Am dicken Ende der Zunge habe ich auch eine Wendel.

Von einem 50 cm breiten Gang möchte ich dringend abraten. Oder möchtest du nur superschlanke Besucher mit eng anliegender Kleidung da rein lassen? Ich habe mit meinen 60 cm schon gelegentlich Schwierigkeiten, besonders wenn ich meine Strickjacke nicht zugeknöpft habe, da hat man schnell mal was runtergewedelt!

Gruß H.

Helko Offline




Beiträge: 315

17.04.2016 10:34
#9 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

70-80cm sind zum Arbeiten unterste Grenze
DREI Bahnhöfe sidn doch zuviel für so was, besser ZWEI Richtige. Der mittlere Bahnhof könnte doch entfallen und unter "Trippstadt" verstaut werden

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.523

17.04.2016 10:55
#10 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Kleine Anmerkung zum obigen Plan! Der Anlagengrundriss wurde fast genau 1:1 von einem Anlagenvorschlag eines gewissen John Armstrong übernommen, veröffentlich im MRR 8/2006, und wurde bzgl. Gleisanlagen von mir germanisiert! Dieser Anlagenplan wurde explizit für einen Ein- bis Zweipersonenbetrieb von einem Kunden Armstrongs bestellt!
Apropos: Wir sind hier im Unterforum "Konzeptionelle Grundüberlegungen" und es sollte nur gezeigt werden was nach unten geht! Es muss keiner die Anlage so bauen! ;-)

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 189

17.04.2016 11:14
#11 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Nochmal zum Stichwort Gangbreite: Das hängt m. E. stark von der Betriebsform der Anlage ab. Wenn es mehrere Tf mit transportablen Reglern gibt, die neben ihren Zügen herlaufen, dann müssen die im Gang schon mal aneinander vorbei kommen. In diesem Fall sind auch 60 cm zu wenig. Wenn aber alle Beteilgten einen festen Arbeitsplatz haben (Fdl an den Stellwerkspulten oder -hebeln, Rangierleiter am Rangierpult, Tf am Videopult), dann braucht man den Gang nur für gelegentliche Trainspotter.

Gruß Helmut

PS: Textformatierung geht heute nich

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.523

17.04.2016 11:28
#12 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #11
Nochmal zum Stichwort Gangbreite: Das hängt m. E. stark von der Betriebsform der Anlage ab. Wenn es mehrere Tf mit transportablen Reglern gibt, die neben ihren Zügen herlaufen, dann müssen die im Gang schon mal aneinander vorbei kommen. In diesem Fall sind auch 60 cm zu wenig. Wenn aber alle Beteilgten einen festen Arbeitsplatz haben (Fdl an den Stellwerkspulten oder -hebeln, Rangierleiter am Rangierpult, Tf am Videopult), dann braucht man den Gang nur für gelegentliche Trainspotter.

Der Satz gilt aber nur für doppelgleisige Strecken! Bei eingleisigen Strecken erfolgt die Zugkreuzung und damit das Begegnen der Bierbäuche nur in den Bahnhöfen bzw. Betriebstellen, und da sollte halt dann etwas Platz sein!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 189

17.04.2016 11:43
#13 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Schnelles Gegenbeispiel: Ein Zug fährt von Johanniskreuz nach Schwarzbach; gleichzeitig fährt einer von Trippstadt nach Neuhof. Dann müssen die Tf aneinander vobei!

Gruß Helmut

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.523

17.04.2016 12:11
#14 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #13
Schnelles Gegenbeispiel: Ein Zug fährt von Johanniskreuz nach Schwarzbach; gleichzeitig fährt einer von Trippstadt nach Neuhof. Dann müssen die Tf aneinander vobei!


Ja, und? Es wird kuschlig, aber es geht!



Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

lokonaut Offline



Beiträge: 113

17.04.2016 20:53
#15 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Na gut Hubert,

Die Herren haben aber weder Bierbauch noch Weinwampe. Ich seh nicht mal eine Schnapsnase.

Dass man mit kapp 4m auskommen kann, stimmt im Prinzip schon. Deine Schnellschussplanung (Respekt!) zeigt aber auch, was bei der Breite dann dabei rauskommt: Schöne, lange Fahrstrecken, aber eine (Wendeknubbel mal ausgenommen) sehr beschränkte Anlagentiefe. Wenn der Fokus auf "Betrieb" liegt kein Problem, gestalterisch wird das aber nicht jedermann so mögen. Auch das vermutlich ein Grund, warum man solche Konzepte hierzuland eher selten antrifft.
Und auch nicht zu vergessen: Bei so einer XXL-Zunge ist der Flächenanteil der Bediengänge an der Gesamtraumfläche größer, als wenn man nur eine U-förmigen Bediengsfläche hat. Gerade bei kleinen Räumen kostet das unterm Strich wertvolle Anlagenfläche.
Wer lineare, "unverschwurbelte" Streckenkonzepte bevorzugt, wird die überlange Zunge mögen, wer lieber Züge in der Landschaft sehen will (ggf. auch mehrmals vom selben Standpunkt aus wie beim Gotthard-Klassiker) kann damit wenig anfangen. Und die Erbauer (groß)flächiger Anlagen gehören offensichtlich meist zur letzteren Gruppe. Die anderen bauen (anscheinend nur noch) Module.

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

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