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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 53 Antworten
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 II.4. Mitglieder stellen eigene Entwürfe zur Diskussion
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Stardampf Offline



Beiträge: 39

27.06.2014 06:24
Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Heute will ich mal einen meiner Lieblingsgleispläne zur Diskusson stellen, den ich gerade (wieder mal) in Arbeit habe.

Die Eckbergbahn ist eine fiktive Nebenbahn irgendwo im Mittelgebirge im ehemals preußischen Einflußgebiet und soll wahlweise in den Epochen II und III betreibbar sein.

Ausgangspunkt ist der Bahnhof Großwilderwald (GWW, auch 'große, weite Welt' genannt ;-) ), der ein Schattendasein im Untergrund der Anlage fristet und über dessen endgültige Ausführung noch entschieden werden muß. Doch dazu später.

Von hier aus führt die Strecke durch den Wilderwaldtunnel zum Bahnhof Engethal, welcher auf Grund der schwierigen topographischen Situation als Spitzkehre ausgebildet werden mußte. Engethal ist ein relativ unbedeutender Ort, der allerdings gerade für den aufkeimenden Tourismus entdeckt wurde. Ein Anschließer ist eine Fabrik für Holzspielzeug, einige zu bescheidener Bekanntheit gelangte Kunstschnitzereien versenden gelegentlich Stückgut und eine Rampe dient der Holzverladung.
Zur Weiterfahrt müssen lokbespannte Züge hier mit Lokwechsel Kopf machen, für die hierfür vorzuhaltende Maschine existiert ein einständiger Lokschuppen. Da auf der folgenden Steilstrecke nach Hohenau (sprich: Hohen/au) die Fahrt mit dem Schornstein bergwärts vorgeschrieben ist, müssen auch Tenderlokomotiven gedreht werden. Einzig zu diesem Zwecke gibt es eine gedeckte 16m-Drehscheibe. Auf dem Gleisstummel dahinter wartet ein Schneepflug auf seinen winterlichen Einsatz, in der Zufahrt liegt die Bekohlung mit Sturzbühne.
Extra für die Schi- und Wandertouristen wurde jüngst ein Gleis mit Kurzbahnsteig angelegt, auf welchem in der Saison ein Triebwagen den ermatteten Wanderer oder Schifahrer stündlich zu einer bequemen Bergfahrt nach Hohenau erwartet.

Nach dem Kopfmachen führt die Strecke durch malerische Berglandschaft, unterbrochen von mehreren Tunneln (Gleiswendel), letztendlich über den Engethalviadukt mit seiner herlichen Aussicht, in den direkt dahinter liegenden Endbahnhof Hohenau. Auch dieser verfügt seit kurzem neben dem Hausbahnsteig über ein Triebwagengleis mit Kurzbahnsteig. Neben den Ortsgüteranlagen (Gsch am EG, Ladestraße, Holzrampe) sind eine Kopframpe für die Verladung von Automobilen sowie ein Kohlenhandel zu bedienen. Außerhalb der Saison wird gelegentlich auch das Triebwagengleis von der Straßenseite als Ladestraße genutzt.

Weiterhin beginnt hier eine Anschlußbahn, welche - von der Staatsbahn bedient - ein unweit, aber deutlich höher gelegenes Sanatorium mit seinem nicht unbeträchtlichen Bedarf an Gütern, hauptsächlich Lebensmitteln und Kohle, versorgt. Der beträchtliche Höhenunterschied zwischen Gleisanschluß und dem Sanatorium selbst wird durch eine Standseilbahn überwunden, welche für den Personenverkehr ungeeignet ist. Dieser wird von Hohenau aus per Bahneigener Buslinie bzw. Taxi bedient. Vermögende Patienten lassen auch nicht selten auch das eigene Automobil per Bahnverladung in Hohenau anliefern.
Etwas weiter entfernt, befaßt sich ein Unternehmen mit dem Abbau nässeempfindlicher Bodenschätze. Dort besteht Bedarf an Kohle zum Betrieb der Bampfmaschinen und Klappdeckelwagen zum Abtransport der Erzeugnisse. Die Geländeverhältnisse am Abbauort bedingen eine Teilung der in Hohenau ankommenden Ganzzüge zur Bedienung des Anschlusses.
Beide Anschließer/Gleisanschlüsse befinden sich, von Hohenau aus betrachtet, außerhalb der Sichtweite.

Zur Bedienung der mehrere Kilometer langen Anschlußbahn ist in Hohenau eine Lokomotive stationiert, die zusätzlich noch die im Bahnhof anfallenden Rangieraufgaben erfüllt. Ihrer nächtlichen Unterbringung dient ein einständiger Lokschuppen.

Neben dem Berufsverkehr zur naheliegenden Stadt Großwilderwald erfordern Tourismus (Saisongebunden) und Sanatorium täglich mehrere Zugpaare und etliche Triebwageneinsätze ('Schichtbus') zur Abwicklung des Reiseverkehrs.

Die Gleislängen der für Zugfahrten zugelassenen Bahnhofsgleise liegen bei ca. 900 mm, Wagenzuglängen von max. 630 mm erlauben Züge von bis zu 11 Güterwagen kurzer Bauart. Der Bedarf an Wagenladungen pro Woche wird zwischen 60 und 70 geschätzt.
Der Güterverkehr, belebt durch die diversen Anschlüsse, erfordert demnach mindestens einen wochentäglichen Nahüterzug, sowie drei Ganzzüge/Woche Klappdeckelwagen.

Doch nun seht selbst, ich bin auf Eure Fragen und Meinungen gespannt...

Gruß aus MD
Ditmar

OOK Offline




Beiträge: 3.597

27.06.2014 08:49
#2 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Hallo Ditmar,
könntest du bitte in deinem Plan die Bezeichnung der Bahnhöfe und Gleisanschließer ergänzen? Sonst ist es ein Ratespiel, wo man ständig zwischen Text und nicht eingebundener Grafik hin und herklicken muss, das ist schon bei meinem Riesenbildschirm ungemütlich, was soll da einer mit 17" sagen.

Ansonsten eine reizvolle Sache, die sicher eine schöne Diskussion lostreten wird.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Helko Offline




Beiträge: 315

27.06.2014 08:49
#3 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Die Brückenkonstruktion ist eher im Spielzeugland zu vermuten, und von der Radien her für mich viel zu eng.

VG
Helko
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Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

OOK Offline




Beiträge: 3.597

27.06.2014 08:51
#4 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Zitat von Helko im Beitrag #3
Des weiteren wäre die Brückenkonstruktion eher im Spielzeugland zu vermuten.
Ich sage nur: Kreisviadukt Brusio der Berninabahn!

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Helko Offline




Beiträge: 315

27.06.2014 10:22
#5 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Das ist aber Schmalspur!

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Stardampf Offline



Beiträge: 39

27.06.2014 10:39
#6 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

@ OOK:
Hier noch einmal der Gleisplan, jetzt mit dem notwendigsten beschriftet.

Zwei Fragen:
Kann ich hier bereits gespeicherte Beiträge nachträglich bearbeiten (z.B. Rechtschreibung)?
Wie binde ich Bilder ein?

@ Helko:
Kleine Anlagen und große Radien - das klappt meistens nicht.
R 310 liegt nur verdeckt (Wendel) und auf dem hinteren Teil des Viaduktes, alle anderen Radien sind ab R 450 aufwärts...

Bild 2:
Der Engethalviadukt, begradigte Außen(bogen)ansicht

Gruß aus MD
Ditmar

Angefügte Bilder:
GP 300x200 Eckbergbahn+Text.JPG   GP 300x200 Eckbergbahn Viadukt außen.jpg  
Helko Offline




Beiträge: 315

27.06.2014 11:06
#7 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Zitat von Stardampf im Beitrag #6
Kleine Anlagen und große Radien - das klappt meistens nicht.

stimmt nicht ganz, man kann diese dann einfach weglassen, verstecken, Alternativen nutzen



Das Viadukt wird gerade geführt und dann mit Übergangsbogen in den Tunnel, davor wird eine Kulisse (grün) gehängt. Der Tunneleingang muss natürlich soweit vorgezogen werden, dass der R310 erst weit dahinter beginnt, sonst quellen einem die Eingeweide der Wagen entgegen, da voll in Sichtachse.

Welche Bedeutung hat eigentlich in Engenthal das Gleis ganz rechts?

Nachtrag und im Plan (Bild) angepasst:
im Bahnhof Hohenau den Lokschuppen ganz nach links versetzen, damit dieses Eck geländisch genutzt werden kann, somit könnte die Strecke in die GWW etwas länger gezeigt werden und das Ausziehgleis würde auch noch etwas wachsen

VG
Helko
Videobeispiele

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Der "."!

re-entry Offline



Beiträge: 95

27.06.2014 14:05
#8 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Hallo Ditmar,

das Kopfmachen mit Lokwechsel in Engethal scheint mir letztlich doch den beengten Platzverhältnissen geschuldet zu sein. Ich persönlich fände es besser und vorbildnäher, wenn "normal" umgesetzt werden würde. Das hieße ja nicht, dass die Drehscheibe wegfiele. Daher fände ich überhaupt nichts dabei, die Zuglok mittels kopfseitig angesetzter Lokkassette oder getarnter Schiebebühne ins Umsetzgleis zu schicken.

Grüße an die Elbe, Mathias

OOK Offline




Beiträge: 3.597

27.06.2014 14:06
#9 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Zitat von Stardampf im Beitrag #6
Zwei Fragen:
Kann ich hier bereits gespeicherte Beiträge nachträglich bearbeiten (z.B. Rechtschreibung)?
Wie binde ich Bilder ein?
ad 1: rechts oben auf "edit" klicken, funzt 24 h nach dem ersten Schreiben. ad 2: siehe "Über dieses forum" > "Technik und Benutzung des Forums" > "Bilder direkt in den Text stellen"

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

OOK Offline




Beiträge: 3.597

27.06.2014 18:21
#10 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Ich würde diesen Anlagenentwurf gerne systematisch der Reihe nach untersuchen und diskutieren: 1. Konzept, 2. Anlagendesign, 3. exakte Gleispläne

Zum Untersuchung von 1. eignet sich ein schematisierter Gleisplan meist besser als die realen Kringel, die es schwer machen, zu erkennen, wie alles zusammenhängt. Daher stelle ich gleich weiter unten einen solchen Plan ein.
2. beinhaltet die Anordnung der Betriebsstellen zueinander und im Raume und im Groben die konkrete Trassenführung.
3. macht man am besten wenn 1. und 2. in trockenen Tüchern ist.

So, also nun konkret zu 1. Dazu hier der schematisierte Plan:



Hier können wir das eher simple Konzept gut erkennen: von A (Großwilderwald) über B (Engethal = Spitzkehre) nach C (Hohenau). Keine Tricks, keine doppelten Böden, keine Bypasses etc. also: gut!

Sodann wären die einzelnen Kunden anzuschauen bzw. die Stellen, wo sie bedient werden: Ladestraße, Rampe, Kohlenhandel, Bergwerk etc. Da weicht diese Anlage vom Standard ab, da wäre zu untersuchen, ob zu ihrem Vor- oder Nachteil. Das lasse ich jetzt mal offen, will selber erst noch einmal den langen Text im Eröffnungsposting durchlesen, den ich nun mit Hilfe des Schemaplans zu verstehen hoffe.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Thomas Englich Offline




Beiträge: 267

27.06.2014 22:54
#11 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Hallo ...

also wenn ich mir den Plan anschaue fühle ich mich irgendwie in die Schweiz versetzt, nicht erst seitdem Otto Brusio ins Spiel gebracht hat. Das liegt vor allem an der Spitzkehre und dem Viadukt davor. Was mir auffällt ist die fehlende Umsetzmöglichkeit in Engethal, zumindest für den Güterbetrieb (zum zustellen der Güterwagen an die Ladegleise) fehlt mir diese. Man kann zwar auch mit zwei Lokomotiven dort rangieren - aber so recht gefällt mir das dort nicht. Weiter fehlen in den Bahnhöfen Güterschuppen. Die Radien und der Viadukt - naja - so besonders gut gefällt mir das auf dem Plan von Ditmar auch nicht. Ansonsten verspricht das Konzept durchaus viel Betriebsspaß. Zwei Spitzkehren, eine davon nur für den Güterverkehr, ein Endbahnhof. Nicht schlecht für die kleine Fläche.

Ich habe etwas drüber nachgedacht wie man diesen Viadukt mit den engen Radien entfernen oder entschärfen könnte. Und ob es nicht evtl. sinnvoll wäre der Spitzkehre Engenthal etwas mehr Raum zu geben und den Endbahnhof Hohenau etwas weniger. Als Idee ist das unten zusehende herausgekommen:



Ich habe also die beiden Bahnhöfe von der Lage her ausgetauscht, dadurch fällt auch die Strecke mit dem Viadukt weg. Den bräuchte es so gar nicht mehr. Die Gleiswendel führt einmal von Engethal fallend zum Schattenbf. Großwilderwald, einmal steigend von Engethal hinauf nach Hohenau. Dort gibt es einen über eine Spitzkehre angebundenen Gleisanschluss (was auch immer der sein soll). Allerdings liegt der Gla immer noch recht ungünstig und schlecht erreichbar hinten in der Ecke. Engethal könnte nun als Betriebsmittelpunkt großzügiger geplant werden, Hohenau dagegen muß etwas komprimiert werden. An der Konzeption ändert sich eigentlich nichts. Okay- man muß auf etwas Strecke verzichten. Mir scheint aber das der "alpine" Charakter aus dem Plan etwas verschwunden ist. Nebenbei kann man über die Gleiswendel die Höhenunterschiede zwischen den Bahnhöfen evtl. vergrößern - was vor allem beim Schattenbahnhof sinnvoll wäre. Wäre das eine Idee - oder eher nicht?

Gruß Thomas

Meine Webseite:
www.lokalbahn-reminiszenzen.de

eisenhans Offline




Beiträge: 376

28.06.2014 00:04
#12 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Verstehe gar nicht, was ihr gegen das Viadukt habt. Das wäre doch ein Ident-Objekt ersten Ranges. Und wieso ist die Anlage dann alpin? Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von Viadukten, die mitten durch die Orte führen, ohne dass das alpin wirkt. Findet

Der Eisenhans

re-entry Offline



Beiträge: 95

28.06.2014 00:47
#13 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Hallo Thomas, das sieht gut aus.
ABER: Ich muss mal wieder meine Längeneinordnung für TT rausholen . Hohenau hätte rechts jetzt ca. 160 cm Luftlinie zur Entwicklung des Gleisplans. Das wären im Original knapp bemessene 200 Meter. Da finde ich es durchaus richtig, Hohenau als voll entwickelten Enbahnhof auf dem linken, längeren Anlagenschenkel unterzubringen, und Engethal als eigentlich nur teilweise entwickelte/durchgestaltete Spitzkehre auf dem rechten, kürzeren Anlagenschenkel. Ditmars Anlagen-Dimensionierung entspräche in H0 einem Kantenmaß von 2,76 x 4,14 Meter.

Beste Grüße, Mathias

Stardampf Offline



Beiträge: 39

28.06.2014 01:30
#14 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Hi allemann,

hier ist ja ganz schön viel passiert!

aber chronologisch:
Den Vorschlag von Helko muß ich erst noch ausprobieren.
Was mir allerdings nicht zusagt, ist der damit verbundene Verzicht auf einen geschätzten dreiviertel Meter sichtbare Strecke.
Mal sehen...

An re-entry:
Ist es denn so schlimm, die Lok hinter dem eingefahrenen Zug 'einzusperren', bis der Zug mit einer anderen Maschine wieder ausgefahren ist? In größeren Kopfbahnhöfen hat man das doch auch so gemacht?
Ich finde es gerade interessant, daß durch die Notwendigkeit der Spitzkehre in diesem engen Tal der Durchgangsbahnhof wegen topographischer Zwänge in Kopfform angelegt werden mußte.
Mit der Lokwechselkassette könnte ich mich keinesfalls anfreunden (Siemens Lufthaken?), dann lieber die Drehscheibe ans Ende der Bahnsteiggleise! Die 'kostet' dort aber auch noch einmal 150 mm Länge, wenn man auf Gleislänge nicht verzichten will.

An OOK:
Da bin ich mal gespannt, auf Deine weiteren Ausführungen!

An Thomas Englich:
zur fehlenden Umsetzmöglichkeit habe ich schon weiter oben etwas geschrieben.
Die Ladegleise werden von der den Zug später ausfahrenden Lok bedient, während die mit dem Zug eingefahrene Lok noch dahinter eingesperrt ist. Auch sind in Engethal alle Ladegleise in derselben Richtung angebunden. Ich verstehe daher nicht, warum man dort mit zwei Loks rangieren sollte.
Die Güterschuppen sind ob der geringen Bedeutung der Orte selbst jeweils am EG angebaut.

Zu Deinem Entwurf:
Nach dem Willen der Gründerväter der Stichstrecke Großwilderwald - Hohenau hätte das unbedeutende Dörfchen Engethal - wenn überhaupt - höchstens eine Haltestelle mit einer Ladestraße bekommen, wäre da nicht die vermaledeite Spitzkehre nötig gewesen, deren betrieblichen Aufwand man gerne vermieden hätte... ;-)
Schließlich generieren die beiden Anschließer (Das Sanatorium und die Mine(?)) in Hohenau ca. 70% des Güterverkehrsaufkommens. Die Spielzeugfabrik in Engenthal hat sich erst nach der Erschließung des Ortes durch die Bahn dort angesiedelt.

Ich persönlich meine, daß die betriebliche Vielfalt darunter leiden würde, wenn die Hauptlast des Verkehrs schon auf halber Strecke endete. Auch vermute ich, daß der kurze Flügel - nicht zuletzt durch die viel Raum verzehrende Gleiswendel - zu kurz ist und so die Durchbildung auch eines abgespeckten Bahnhofes Hohenau stark beeinträchtigen würde.
Derzeit beträgt die Höhendifferenz zwischen Großwilderwald und Hohenau ca. akzeptable 200 mm. Das Umlegen des Bahnhofes Großwilderwald auf den kurzen Flügel würde diese Differenz erhalten, jedoch dort fehlt die Länge. Unter Engethal paßt aber höchstens ein Finger dazwischen...

Nichtsdestotrotz werde ich auch diese Variante mal ansatzweise probieren.


Mal ganz allgemein was zu den Radien auf Modellbahnanlagen:
Modellbahnradien sind (fast) immer 'Straßenbahn'! Hätte ich (in TT) auf dem Viadukt 500 mm Radius verplant, wären das beim Vorbild auch nur für eine Vollbahn völlig indiskutable 60 Meter. So sind es eben nur 36, aber egal, es sind eh alles Deutschlandkurven...
In meinem Verständnis der Sache gehen Zuglängen, Radien, Weichenwinkel und einige andere 'Details' wie z. B. Durchrutschwege und Gefahrpunktabstände eine enge Verbindung ein. So sieht es m.E. weit übler aus, einen Zweimeterzug aus 220 mm langen Wagen 180° durch einen 450er Radius zu zwängen, als einen Nebenbahnzug von einem Meter Länge aus 110 mm langen Wagen durch einen R 310. Daß auf geschätzten 95% der Heimanlagen ausschließlich 15°-Weichen liegen, wird doch auch allgemein akzeptiert. Das sind Zugeständnisse, die gemacht werden, um auf eng begrenzter Fläche einen akzeptablen Betrieb überhaupt erst möglich zu machen.
Unbestreitbar sehen schlanke Weichen und mehrere Meter große Radien viel besser aus. Doch wer hat schon den Platz dafür, oder ist - als 100% vorbildtreue, aber endlos öde Alternative - mit drei Meter gerader Strecke als 'Heimanlage' zufrieden?
Kompromisse werden immer nötig sein, man findet sie sogar bei den turnhallenfüllenden Modularrangements der Modulisten (FREMO).

Gruß aus MD
Ditmar

Thomas Englich Offline




Beiträge: 267

28.06.2014 02:49
#15 RE: Eckbergbahn in TT, 2x3m L antworten

Zitat von Stardampf im Beitrag #14
Was mir allerdings nicht zusagt, ist der damit verbundene Verzicht auf einen geschätzten dreiviertel Meter sichtbare Strecke. (...) Die Ladegleise werden von der den Zug später ausfahrenden Lok bedient, während die mit dem Zug eingefahrene Lok noch dahinter eingesperrt ist. Ich verstehe daher nicht, warum man dort mit zwei Loks rangieren sollte. (...) Ich persönlich meine, daß die betriebliche Vielfalt darunter leiden würde, wenn die Hauptlast des Verkehrs schon auf halber Strecke endete. Auch vermute ich, daß der kurze Flügel - nicht zuletzt durch die viel Raum verzehrende Gleiswendel - zu kurz ist und so die Durchbildung auch eines abgespeckten Bahnhofes Hohenau stark beeinträchtigen würde. (...)


Hallo ...

rangieren mit zwei Loks war etwas mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte es genauso wie Du es beschrieben hast. Eine Lok ist also zunächst eingesperrt. Da Du den Verzicht der sichtbaren Strecke ablehnst, dürfte auch meine Idee hinfällig sein. Trotzdem zeige ich unten wie ich mir in etwas das vorstellen könnte, weil die Zeichnung eh schon fast fertig war. Auch mit Kompromissen behaftet und sicher noch nicht ausgereift. Die Bahnhöfspläne sind so z.B. sicher noch veränderungswürdig, es ist eben nur eine Ideenskizze. Insbesondere bei der Spitzkehre habe ich mehr Gleise eingezeichnet als nötig, da kann man durchaus noch verschlanken.



Ich mag Spitzkehren die auch etwas mehr als nur das sein können. Daher die Idee. Großwilderwald liegt bei meiner Idee unter Engenthal, wie weit unterhalb lässt sich per Gleiswendel nach Bedarf justieren (eben eine Gleiswendel mehr, usw.). Ebenso bei Hohennau. Hohenau ist zwar bei mir etwas abgespeckt aber durchaus noch betriebsfähig. Es passt auch einigermaßen vom Maßstab her, Ditmar's Gleisplan lag zum Vergleich stets nebenbei. Mathias meinte zwar ich würde das nicht maßstäblich zeichnen, aber mir scheint doch, es würde so gehen können. Allerdings habe ich die Weichen ziemlich frei gezeichnet. Wenn man Industriematerial verwendet wird es wahrscheinlich schwierig werden. Ob man den Gleisanschluss bei Hohenau so ansetzt wie bei mir wäre noch zu hinterfragen. Er liegt halt sehr schlecht zugänglich. Aber wie schon gesagt, Ditmar hat ja andere Vorstellungen, was ja auch völlig okay ist! Geschmäcker sind eben verschieden.

Viel Spaß weiterhin noch beim Planen ...

Gruß Thomas

Meine Webseite:
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