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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 1.951 mal aufgerufen
 IV.2. Betriebsbezogene Überlegungen im Zusammenhang mit Anlagenplanung
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ow Offline




Beiträge: 246

06.05.2009 21:51
#16 RE: Wie "geht" Betrieb? Welche Auswirkungen hat das auf die Anlagenplanung? antworten

Im Thema: Gruppen oder Einzelarbeit gab mir folgendes zum vorliegenden Thema zu denken:

Zitat von OOK
Wir haben das Thema "Anlagenbau und -betrieb allein oder mit Freunden" beim letzten BAE-Bautag auch gestreift. Was festzustellen ist: es kann nicht der Sinn sein, jemand zu einer der Varianten zu überreden, nicht mal zu überzeugen, denn es gibt Mentalitäten und jeder muss es so machen, wie es für ihn richtig ist.
Aber: das Projekt muss zu der Entscheidung passen: So wie es kaum Sinn macht, eine 1,20 x 2,40 m-Anlage mit vier Freunden zusammen zu betreiben, so wenig Aussicht auf Erfolg hat es, ein Großprojekt allein bauen und betreiben zu wollen.
Sich den Bau allein zuzutrauen ist oft schon deswegen eine Fehlannahme, weil man davon ausgeht, dass man immer genauso wild drauf sein wird, an der Anlage zu schaffen, wie derzeit. Und das ist höchst unwahrscheinlich.
Und der Betrieb: kaum ein Modellbahner, der eine Anlage entwirft, denkt sich den Betrieb, der auf ihr stattfinden soll, bis zum Ende durch - ein schwerwiegender Fehler, der den Keim des Abbruchs der Anlage in sich trägt.


Es gilt also nicht nur zu Beachten wie der Betrieb ablaufen soll, sondern auch ob allein oder mit möglichen Mitstreitern.

Grüßt Otto (ow)

sr-kamera Offline




Beiträge: 58

22.10.2010 21:07
#17 RE: Wie "geht" Betrieb? Welche Auswirkungen hat das auf die Anlagenplanung? antworten

Man verzeihe mir diesen off-topic-Einwurf hier (weiter bitte unter Sammelgleis) aber ich kann nicht anders

Zitat
Wie ist das denn bei der grossen Bahn? Weil, wenn wir auch bei der Anlagenplanung vorbildgerecht sein wollen dann ist die Reihenfolge nicht: Erst bau ich mir eine Anlage, dann knoble ich einen Fahrplan und dann mache ich Betrieb. Sondern genau umgekehrt! Zuerst sind die Transportbedürfnisse der Kunden. Daraus ergibt sich eine Anzahl zu führender Züge. Diese benötigen Fahr- und Umlaufpläne. Und aus diesen wiederum ergeben sich die Kreuzungspunkte und Anzahl Bahnhofsgleise.

Oder konkreter: Die Kunden (z.B. Zürcher Verkehrsverbund ZVV) bestellen Transportleistungen. Daraus erarbeiten die Fahrplanplaner den Fahrplan für das nächste Jahr. Und wenn der nicht aufgeht, muss die Infrastrukturabteilung die Anlagen anpassen: Hier noch eine Kreuzungsstelle, da verkürzte Signalabstände, dort ein zusätzlicher Spurwechsel etc.

Das Vorzeigebeispiel hierfür ist die nur 40km lange Schnellfahrstrecke zwischen Bern und Zürich. Diese ermöglichte, den 1982 eingeführten Taktfahrplan ("jede Stunde ein Zug") zum schweiz-weiten Systemfahrplan ("jede Stunde überall gute Anschlüsse") zu erweitern. Aber der Systemfahrplan wurde nicht verwirklicht, weil die Schenllfahrstrecke gebaut war - sondern umgekehrt! Zuerst war die Idee, wie der Betrieb laufen soll. Daraus entstand dann das Bauprojekt.



Dass "Die (große) Bahn" das durchaus auch genau andersrum kann haben wir heute im TV und Internet vorgeführt bekommen. Also vielleicht sollten wir unsere Vorgehensweise überdenken und erstmal ein paar schöne Bahnhöfe bauen und dann bisschen drauf rumfahren, so wie die gelegten Gleise dies halt zulassen

Mir fielen beim Zuschauen Zuhören heute tatsächlich erstaunliche Parallelen zu den Überlegungen zu Planungsfehlern hier im Forum auf.

http://licht-ist-alles.tv

Die meisten Bildfehler entstehen hinter der Kamera.

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