Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 361 mal aufgerufen
 X.4a. Was macht eine gute Anlage aus? Identität (ausgen. Fahrzeuge)
OOK Offline




Beiträge: 3.155

08.05.2008 17:53
Realismus und Glaubwürdigkeit (Kap. 3.1.5) antworten

Zitat aus dem betreffenden Kapitel:

In Antwort auf:
Hat ein Modellbahner aber beispielsweise eine Anlage gebaut, die den Nachschiebebetrieb auf der Schiefen Ebene bei Neuenmarkt-Wirsberg darstellen soll und ein Modellbahnkollege, der die Anlage besichtigt, fragt: Warum haben deine Züge hinten und vorn eine Lok?, dann ist die Botschaft nicht angekommen. Dann ist der Bedarf für eine Nachschiebelokomotive nicht glaubwürdig dargestellt.

Vermutlich ist die Steigung der Rampe nicht so überzeugend, dass man sieht, dass sie förmlich nach Nachschiebeloks schreit. Und in der Tat sind Neigungen wichtig für die Glaubwürdigkeit einer Anlage und nebenbei gesagt, auch Identität spendend, wenn sie denn stimmen.

Da gabs mal ein Beispiel im Model Railroader (ja, auch der ist keine heilige Kuh). eine wunderschöne logging railroad, ich glaube in 0n3, nach dem Vorbild der Westside Lumber Co., realistisch gestaltete logging Szenen und ein wunderschönes Sägewerk, toll. Aber irgendetwas war falsch. Im Text stand, dass das Vorbild sich durch Rampen von 8% (!) auszeichnete, das ist steiler als die Berninabahn. Die Anlage hatte als Maximalsteigung sowas bei 2%. Der Grund war einfach. Es war eine Rundumanlage mit richtigehendem Rundverkehr. Da konnte es halt keine größeren Steigungen geben, weil sich die Gleise ja wieder treffen mussten.
So wurden die Stämme halt vom Einschlag zum Sägewerk und gleich weiter zum Einschlag gefahren.
Ich denke, ich werde das Heft mal raussuchen und der Anlage einen Ehrenplatz im Kapitel 4.4 "Die Kritik der reinen Vernunft" geben.

Ein zweites Beispiel wäre die Albulabahn-Anlage im Museum Bergün. Als ich sie das erste Mal sah, sah ich sofort, dass die Steigung nicht stimmt. Sie hat 2,5%, die richtige Albulabahn bekanntlich 3,5%. Das sieht man und es sieht falsch aus, da nützt die schönste Gestaltung nichts. Ich brachte das zur Sprache und erfuhr den Grund: man wollte die Bemo-Loks schonen. Sic transit gloria.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de