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Modellbahnanlagen
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 V.1. Betrachtungen vom Herausgeber des Buches "Anlagen-Planung für vorbildgerechten Modellbahn-Betrieb" (MIBA-Verlag)
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Beiträge: 3.501

19.11.2008 12:54
Das Eigentliche - - September 2008 Thread geschlossen

Das Eigentliche

Im Unterforum Der Leser und der Autor habe ich schon kürzlich berichtet, dass ich nun frischgebackerner MIBA-Abonnent bin und dass ich mich zu einem Abo habe verleiten lassen, weil eine DVD „Anlagen Meisterwerke – 15 Super-Modellbahnen in tollen Bildern“ als Zugabe versprochen war. Diese DVD habe ich nun am letzten Wochenende anlässlich des Clubabends des BAE-Clubs mit meinen Freunden angeschaut.

Nein, es kommt jetzt keine Rezension der DVD, die kommt in Kürze im Harzbahn-Forum. Hier nur soviel darüber: bei einer der fünfzehn Anlagen handelte es sich um eine große Clubanlage, alle anderen waren temporäre Anlagen – gefilmt auf den diversen Modellbahnmessen und Ausstellungen. Das war für mich eine große Enttäuschung, war ich doch ohne nachzudenken davon ausgegangen, dass ich fünfzehn von Modellbahnern in ihrem Heim gebaute und betriebene Anlagen zu sehen bekommen würde.

Ich habe nichts gegen Ausstellungsanlagen. Das wäre ja auch merkwürdig, war ich doch selber viele Jahre lang Teil der Modellbahn-Ausstellungsszene und habe auch Anlagen speziell zu diesem Zwecke gebaut, unter anderem die im Kap. 6.3 des MAD e-books vorgestellte Pyritbahn.

Und dennoch: Ausstellungen sind Ausstellungen und nicht das Eigentliche. Segler, Wohnmobilisten, Kaninchenzüchter, sie alle haben ihre speziellen Ausstellungen und geben sich dort alljährlich ein Stelldichein um das Neueste aus der Szene zu erfahren. Aber dann fahren sie heim und verwerten ihre neuen Erkenntnisse oder Erwerbungen bei der konkreten Ausübung des Hobbys. Ausstellungen sind mittel zum Zweck, sind Katalysatoren. Aber, ich wiederhole, sie sind nicht das Eigentliche.

So sehe ich das auch bei der Modellbahn. Das Eigentliche, das sind für mich die Anlagen im heimischen Keller, auf dem Dachboden oder auch im Bücherregal im Wohnzimmer, die der Modellbahner plant und baut, um sie selber so oft wie möglich zu benutzen, zu betreiben, auch wenn keiner schaut und staunt.

Hier erst in der konkreten Begrenzung eines definierten Raumes kann sich die planerische und designerische Kreativität voll entfalten. Hier kann sich Wissen und Geschick austoben und dem endlichen Raum wenn nicht das Maximale, so doch das Optimale abtrotzen. Hier muss der Modellbahner bei der Planung ständig in Hinterkopf haben, was er mit dem Ding machen will, wenn es fertig, zumindest betriebsfähig ist. Ich habe so viele Ausstellungsanlagen gesehen, deren Betriebsablauf eindeutig auf die Fesselung eines ständig wechselnden Publikums ausgelegt war – die Pyritbahn war da keine Ausnahme.

Mir imponiert eine Anlage, die so konzipiert ist, dass der Erbauer Lust und Freude daran hat, sie zu betreiben, einmal, mehrmals, häufig, so oft wie möglich, stundenlang. Es muss gehen. Und es muss Sinn machen. Dann ist es eine erwachsene Form der Hobby-Ausübung.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

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