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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 35 Antworten
und wurde 2.557 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

17.04.2016 21:26
#16 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von lokonaut im Beitrag #15
Wer lineare, "unverschwurbelte" Streckenkonzepte bevorzugt, wird die überlange Zunge mögen, wer lieber Züge in der Landschaft sehen will (ggf. auch mehrmals vom selben Standpunkt aus wie beim Gotthard-Klassiker) kann damit wenig anfangen. Und die Erbauer (groß)flächiger Anlagen gehören offensichtlich meist zur letzteren Gruppe. Die anderen bauen (anscheinend nur noch) Module.

Hallo Alexander,

die Anlage oben hätte eine relative,für den deutschen Modellbahner, hohe Anlagehöhe mit ca. 1,30 bis 1,60 Meter!
Man schaut der Lokomotive quasi in die Augen und auf die Beine ... ;-)
Es ist zwar Geschmackssache, aber flächige Anlagen haben für mich ruckzuck ein Gestaltungsproblem, da trotz Breite Verkürzung, Komprimierungen und Stauchungen stattfinden müssen (Beispiel Fußballplatz), und haben einen unnatürlichen Betrachtungsstandpunkt, den man in der Realität nicht hat bzw. sieht.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

lokonaut Offline



Beiträge: 113

18.04.2016 12:15
#17 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Ja Hubert,

da kann ich dir nur zustimmen.

Ich habs gerade mal (der Neugier wegen) nachgerechnet: Bei deinem Entwurf entfallen von 22,8m² Raum rund 8,5m² auf die Bedienergänge, also ca. 37%. Bei einem simplen, 50cm breiten "U" als Bediengang und ca. 75cm tiefen Anlagenteilen (mit Mittelzunge doppleter breite) käme man im Idealfall (zugegeben unrealistisch) auf lediglich 5qm Bedienfläche. Statt 63% immerhin 78% für die Anlage, absolut also 3,5qm Gewinn. Realistisch dürften "nur" rund 3qm Flächengewinn "drin sein".

Wie man "Streckenverlust contra Flächengewinn" abwägt, ist zumindest für Hubert (und alle anderen "Betriebsbahner") eindeutig. Andere Modellbahner sehen das wohl nicht immer so. Ansonsten müsste es ja mehr Anlagen à la Kuckucksbähnel oder John Armstrong hierzulande geben.
Mal ganz abgesehen davon, dass man einen 4m breiten Raum auch erst mal fürs Hobby haben muss.

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

tuxlover Offline



Beiträge: 159

18.04.2016 16:39
#18 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Hallo,

ich schließe mich auch der Meinung an, dass es daran liegt nur selten einen Raum mit einer [b]Schmalseite[/b] von mindestens 4m vollständig zur Verfügung zu haben. Die meisten Grundrisse geben das in Deutschland leider oft nicht her.
Das Problem mit der geforderten Zweitnutzung des Raumes, sähe ich als lösbar. OOK hat ja mit dem Arbeitsplatz unter der BAE ein Beispiel gezeigt, ähnliches ließe sich sicherlich auch für ein Gästebett einrichten. Lagerraum kann man unter / über der Anlage schaffen.

Alexanders Argument mit dem Typ "Deutschbahner", der gerne flächig baut, mag vielleicht auch eine Rolle spielen, sehe ich aber nicht so Ausschlag gebend wie die Ruamgröße. Wobei die Konkurrenz der Modulbahner evtl. schon eine Rolle spielen kann.

Gruß Michael

OOK Offline




Beiträge: 3.505

18.04.2016 17:20
#19 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Nach ein paar Tagen Abwesenheit (und bewusst ohne Internet) sehe ich überrascht die große Reaktion auf diesen von mir angestoßenen Strang.
Allerdings finde ich es schade, dass weniger über Sinn und Zweckmäßigkeit einer superlong peninsula diskutiert wird, sondern mehrheitlich über die Unmöglichkeit, eine unterzubringen.
Richtig ist, dass die Gangbreite ein wichtiger Punkt ist. Dazu schreibt Helmut:

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #11
Das hängt m. E. stark von der Betriebsform der Anlage ab. Wenn es mehrere Tf mit transportablen Reglern gibt, die neben ihren Zügen herlaufen, dann müssen die im Gang schon mal aneinander vorbei kommen. In diesem Fall sind auch 60 cm zu wenig. Wenn aber alle Beteilgten einen festen Arbeitsplatz haben (Fdl an den Stellwerkspulten oder -hebeln, Rangierleiter am Rangierpult, Tf am Videopult), dann braucht man den Gang nur für gelegentliche Trainspotter.

Bei festen Arbeitsplätzen braucht man eigentlich gar keinen Gang, diese Arbeitsplätze können vor Betriebsbeginn entweder durch abkallbare Stellen oder geduckt oder notfalls auf Knien erreicht werden. (Ich weiß, dass es das gibt.)
Bei meiner Anlage haben wir walk around, also wandelnde Tf, auch wenn es einen sesshaften Fdl und einen Zl gibt. Die Bedienergänge meiner Anlage haben eine Breite von 70 bis 80 cm, es gibt nur eine Engstelle mit 60cm Breite. Dafür gibt es andere Stellen, die schon eine Versammlung von vier bis fünf Leuten zulassen.
Natürlich kann es vorkommen, dass zwei Tf sich genau an der engsten Stelle begegnen wollen. Bisher waren alle Mitmacher höflich und flexibel genug, den body check zu vermeiden und z.B. eine Sekunde an einer etwas weiteren Stelle zu warten.
Die etwa 60cm lange Engstelle war der Preis, den ich für die Wendekurve am Ende der superlong peninsula zahlen musste. Und ich würde ihn immer wieder zahlen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

tuxlover Offline



Beiträge: 159

18.04.2016 17:44
#20 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Hallo OOK,

Zitat von OOK im Beitrag #19
Allerdings finde ich es schade, dass weniger über Sinn und Zweckmäßigkeit einer superlong peninsula diskutiert wird, sondern mehrheitlich über die Unmöglichkeit, eine unterzubringen.


Der Ursprung liegt vermutlich in deinem Ursprungsposting:

Zitat von OOK im Beitrag #1
Ich finde das sehr erstrebenswert, aber schwer zu erreichen.
Die Frage ist, wieso wir so etwas hierzulande kaum sehen.


Die Verdoppelung der Fahrstrecke hast du ja schon erwähnt.
Bei der Gestaltung des Wendeknubbels als Wendel kann man auch recht "einfach" die Zunge doppelstöckig auslegen. Man hat für die sichtbare Steigung ja die Strecke entlang der Wand zur Verfügung.
Zugänglichkeit und Linearität wurden auch schon erwähnt.

Viele Vorteile, allerdings eben mangels Platz selten umzusetzen.

lokonaut Offline



Beiträge: 113

18.04.2016 18:13
#21 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von OOK im Beitrag #19
Allerdings finde ich es schade, dass weniger über Sinn und Zweckmäßigkeit einer superlong peninsula diskutiert wird, sondern mehrheitlich über die Unmöglichkeit, eine unterzubringen.


Hallo OOK,

das liegt vermutlich daran, dass an "Sinn und Zweckmäßigkeit" eigentlich keiner zweifelt? Oder gibt es da noch einen Hintergedanken, der sich mir nicht erschlossen hat?

Nebenbei: Dass Gangbreiten von Betriebskonzept abhängen ("bei festen Arbeitsplätzen ... braucht man den Gang nur für gelegentliche Trainspotter") stimmt schon, trifft aber auf alle Anlagenformen zu und ist aber keine Spezialität der superlog peninsula.
Und eigentlich bräuchte man bei festen Arbeitsplätzen überhaupt keine Anlage sondern nur eine vernünftige Simulation. Käme auch viel billiger und realistischer. Aber das wäre dann wohl an anderer Stelle (Triptis-Strang?) zu diskutieren...

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

Helko Offline




Beiträge: 315

18.04.2016 18:26
#22 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von OOK im Beitrag #19
Bei festen Arbeitsplätzen braucht man eigentlich gar keinen Gang,... Die Bedienergänge meiner Anlage haben eine Breite von 70 bis 80 cm,

Ist das nur bei mir ein Widerspruch, Gang <-> Bedienergang oder wird etwas anderes gemeint?

Grundsätzlich gilt, dass die Zugänglichkeit ein zentrales Thema bereits bei der Planung sein muss, nicht nur zum Laufen, sondern vor allem beim Arbeiten, Bergen von Fahrzeugen, etc.
Hatte heute zufällig wieder die Brandlhefte "Bauen von Anfang an" aus 2012 bzw 2013 in den Händen, einfach empfehlenswert, da kann man hunderte von anderern Publikationen einfach nur "tonnen"

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Fischkopp Offline




Beiträge: 267

18.04.2016 18:28
#23 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Wenn man schon eine SUPERlong peninsula hat könnte man doch ans Ende statt dieses Wendeknubbels eine Spitzkehre setzen, wodurch Ersterer entfiele und die benötigte Raumbreite wie von Zauberhand zusammenschmölze. Oder?

OOK Offline




Beiträge: 3.505

18.04.2016 19:28
#24 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Fischkopp im Beitrag #23
Wenn man schon eine SUPERlong peninsula hat könnte man doch ans Ende statt dieses Wendeknubbels eine Spitzkehre setzen, wodurch Ersterer entfiele und die benötigte Raumbreite wie von Zauberhand zusammenschmölze. Oder?
Steht ziemlich genau so im Blauen Buch.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

OOK Offline




Beiträge: 3.505

18.04.2016 19:32
#25 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Helko im Beitrag #22
Hatte heute zufällig wieder die Brandlhefte "Bauen von Anfang an" aus 2012 bzw 2013 in den Händen, einfach empfehlenswert, da kann man hunderte von anderern Publikationen einfach nur "tonnen"
Wo der Zusammenhang zum Thema sein soll, ist mir gerade nicht erkennbar. Aber vielleicht dieser: Brandls Auftraggeber gehören zu der Ausnahmespezies, die a) Modellbahner sind und b) Platz haben. Aber wo hat er eine superlong peninsula?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

18.04.2016 19:49
#26 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von OOK im Beitrag #25
Brandls Auftraggeber gehören zu der Ausnahmespezies, die a) Modellbahner sind und b) Platz haben. Aber wo hat er eine superlong peninsula?

Otto, du hast c) vergessen: und Geld haben! :-)
Brandl ist zwar ein begnadeter Anlagenbauer, aber planungstechnisch sind die Anlagen eher aus dem letzten Jahrtausend! Liegt aber wahrscheinlich an den Auftraggebern!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Fischkopp Offline




Beiträge: 267

18.04.2016 20:08
#27 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von OOK im Beitrag #24
Steht ziemlich genau so im Blauen Buch.


Echt? Wo?

OOK Offline




Beiträge: 3.505

18.04.2016 21:05
#28 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Fischkopp im Beitrag #27
Zitat von OOK im Beitrag #24
Steht ziemlich genau so im Blauen Buch.


Echt? Wo?
Garagenanlage, untere Ebene (S.83)
Dein Zweifel ist in sofern berechtigt, als da nicht expressis verbis steht: "Bei engen Räumen, wo es nicht für eine Kehrkurve reicht, setzt man eine Spitzkehre auf die Zunge." Aber bei der Garagenanlage ist eine schmale Anlagenzunge mit einer Spitzkehre (untere Ebene), wohingegen bei der Wilsteder Anlage gerade noch eine Zunge mit Kehrkurve hinpasste.
Da ich das BB gerade selber nochmal durchgeblättert habe,um dies schreiben zu können, fiel mein Blick auch auf den Gleisplan der oft erwähnten Friedenfelser Lokalbahn. Die Raumbreite ist 3,65 cm. Und die zunge hat eine Kehrkurve.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Fischkopp Offline




Beiträge: 267

18.04.2016 21:36
#29 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Ich hatte mehr an eine wirklich super long peninsula gedacht, sodass hinter der Spitzkehre noch ein nicht zu vernachlässigendes Stück Strecke kommt. Aber da kommen wir langsam zu HaarSPALTereien.

lokonaut Offline



Beiträge: 113

18.04.2016 22:06
#30 RE: Überlange Anlagenzunge antworten

Zitat von Fischkopp im Beitrag #23
Wenn man schon eine SUPERlong peninsula hat könnte man doch ans Ende statt dieses Wendeknubbels eine Spitzkehre setzen

Hallo Fischkopp,

das war auch meine erste Idee.

Bei 60cm breiten Bedienergängen (ich nenn die jetzt einfach mal so) und einer Standardtiefe von 50cm für die Anlage kommt man damit auf 3*0,60m + 4*0,50m = 3,80m für die schmale Raumseite. Solche Räumlichkeiten dürfte man schon des öfteren "bei Modellbahners" antreffen. Anteil Bedienung an der Raumbreite: 1,8/3,8 also 47%. Sorry, aber fast die Hälfte der Raumbreite nur zum Rumlatschen finde ich ineffektiv.

Mit einem Wendeknubbel (ich bleibe mal bei den schon zum Ansatz gebrachten 1,60m) muss der Raum breiter werden, 3*0,60m + 3*0,50m + 1,60m = 4,90m. Dafür wird die Relation Bedienbreite/Raumbreite besser, es werden nur noch 37% fürs Fußvolk verheizt. Aber dann sind wir halt wieder bei den Platzprotzen mit Räumen jenseits der 30m².

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

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