Eine Isolierung ist natürlich sinnvoll, weil Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen in einem Raum, der eigentlich nicht für den häufigen Aufenthalt von Personen gedacht ist, der Anlage noch mehr zusetzen können als dem Modellbahner. Im Anbau könnte auch die Werkstatt Platz finden.
Die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen gibts auch mit Isolierung. Abhilfe schafft da nur eine Heizung, wobei Anschluss ans Zentralheizungssystem viel besser ist als eine temporäre Heizung. Im Übrigen kann die Wahl geeigneter Materialien die Probleme mit den o.g. Schwankungen sehr mildern bzw. gegen null führen. Ich erinnere an den Keller in Bremen in der Kornstraße, wo meine BAE I stand. Der Keller wurde mehrfach überflutetet: kniehoch! Das Wasser hatte ich in einer Großkampfaktion schnell raus. Aber die Feuchtigkeit blieb monatelang. Aber der Anlage hat's nichts gemacht. Mein "Geheimnis": Ich habe fast ausnahmslos Material aus dem Sperrmüll verwendet: zwanzig Jahre alte Kanthölzer und Sperrholz von Schrankrückwänden, ebenfalls uralt. Die machen sich aus o.g. Schwankungen gar nichts. Hände weg von frischem holz und Spanplatten!
Zitat von OOKDie Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen gibts auch mit Isolierung.
Und auch mit Heizung, vor allem die Feuchtigkeitschwankungen. In Jülich mußten wir deshalb schon eine Anlage abreißen; das Sperrholz war zwar abgelagert, aber zu dünn. Nicht oder vielmehr nicht lange genug abgelagert waren die Kanthölzer. Mit Spanplatten gab es in dieser Hinsicht keinen Ärger (hier hatte aber auch ein Bauhandwerker sozusagen bombensicher gebaut), aber das Material eignet sich aus anderen Gründen nicht: schwer und mühselig zu bearbeiten.
Wir haben übrigens beim Neuaufbau das alte Material zum Teil wieder verwendet: es war jetzt etwa 13-15 Jahre alt und konnte keinen Ärger mehr machen. Das dünne Sperrholz haben wir dennoch entsorgt, weil es zu viele Stütze erfordert hätte. Mit frischem Sperrholz gab es keine Probleme, weil es dick genug und meistens fest mit dem Rahmen verbunden war. An einer Stelle (die nach Murphys Gesetz nur schwer zu erreichen war) warf das Gleis sich doch, aber es stellte sich heraus, daß dort zuwenig Nägel eingeschlagen waren. Grundsätzlich können bei normalen Temperaturschwankungen die Schienen keine Verwerfungen verursachen, es liegt vielmehr am hölzernen Unterbau.
Holz arbeitet eben, immer! Ich merke es deutlich an meiner herausnehmbaren "Brücke", der Unterschied von Sommer zu Winter und die Heizung machen sich bemerkbar.