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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 4.087 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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Rollwagen Offline



Beiträge: 10

05.11.2015 14:47
Rund um Knippelrode antworten

Hallo miteinander,

nachdem ich mich heute morgen kurz vorgestellt habe möchte ich hier gleich zur Sache kommen und den Anlagenentwurf "Knippelrode" präsentieren.

Vorweg etwas zum Leidensweg:

Vor gut acht Jahren begannen mein Vater und ich mit dem Aufbau einer großeren Modulanlage im Maßstab 1:22,5.
Diese Anlage hat mit zuletzt rund 17 x 6 Metern eine stattliche Größe erreicht und wurde im Schnitt drei bis vier Mal im Jahr in einen 7,5 Tonner LKW verladen und durch die Republik gefahren.
Zwischen den Ausstellungen war die Anlage in einer ehemaligen Garage eingelagert - das kann auf die Dauer schon ziemlich unbefriedigend sein.

Also wurde ein Domizil gesucht und in Form einer alten ausgedienten Turnhalle gefunden.
Bevor jetzt hier jemand bei dem Wort Turnhalle völlig aus der Haut fährt:
Wir werden hier von einer nach 1945 ausgebauten Scheune mit inzwischen völlig marodem Parkettfußboden.
Das Objekt an sich war sehr preiswert zu erwerben - die Vermessung und gut ein Jahr dauernde und völlig in Eigenleistung erfolgende Sanierung eher nicht.

Nachdem dann alles fertig war stand uns ein Raum von 16,17 x 7,69 Meter zur Verfügung - die ehemals fünf Meter hohe Decke haben wir auf gut 2,20 Meter abgehängt.
Die bestehende Modul- bzw. Segmentanlage passte dort natürlich nicht ganz hinein, aber das lies sich durch den Verzicht auf ein paar Module regeln.

Was uns allerdings wirklich geärgert hat ist, dass wir weder auf- noch abwärts fahren konnten.
Dies war neben der Tatsache, dass das ursprüngliche Stammpersonal aus beruflichen Gründen nur noch selten zusammen kommt um die Anlage zu betreiben, der Hauptgrund die Anlage aufzugeben.

Wer sich das "Gesamtkunstwerk" oder Teile davon einverleiben möchte kann sich übrigens gerne bei mir melden!

Nun werden wir also sesshaft und wollen im nächsten Jahr mit dem Aufbau einer Innenanlage im Maßstab 1:22,5 beginnen.

Thema solle eine regelspurige Nebenbahn mit abzweigender Stichstrecke, sowie Übergang zur Schmalspurbahn sein.
Wir haben uns gegen ein konkretes Vorbild entschieden, weil die Originalbahnhöfe in dieser Baugröße innerhalb der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten kaum vorbildnah umzusetzen sind.
Die Bahnhofsnamen deuten jedoch auf eine Anlehnung an den Harz hin - so sind dem geneigten Harzfreund Ortsnamen wie Knippelrode, Selkenfelde und Tanne durchaus geläufig.
Zumindest im Falle von Knippelrode und Selkenfelde wird ein vergleich schwer fallen, da diese Orte schon vor Jahrhunderten Wüst gefallen sind, während bei unserem Bahnhof Tanne bereits auf den ersten Blick klar wird, dass er rein gar nichts mit seinem Harzer Gegenstück gemein hat .

Weitere Orte und Betriebsstellen sind Leiselau, Dunkelheim oberer Bahnhof und Dunkelheim unterer Bahnhof.
Bei den beiden letztgenannten handelt es sich um Schattenbahnhöfe für die Regel- (oberer Bhf.) und Schmalspur (unterer Bhf.).

Bevor es im Text weitergeht, gibt es jetzt erstmal etwas für das Auge:


Bahnhöfe

Knippelrode

Regelspurteil

Das Bahnhofsgebäude der Regelspur ist noch nicht aller Weisheit letzter Schluss, zumal es auch als EG für die Schmalspur dient.
Das Gebäude der Schmalspurbahn stand ursprünglich vor Kopf, wurde ich Holzschalbauweise errichtet und musste in den 60er Jahren wegen Hausschwammbefall abgerissen werden.
Gleis 1 ist der Hausbahnsteig.
Gleis 2 ist Durchgangsgleis und Betriebsgleis für Personenzüge.
Gleis 3 ist Überholgleis für Güterzüge und Umfahrgleis.
Die Gleisverbindung zwischen den Gleisen 2 und 3 ermöglicht es die Rangierfahrstraßen kurz zu halten und ein Befahren des Tunnels zu vermeiden.
Gleis 1a dient dem Abstellen von Güterwagen.
Gleis 3a könnte evt. Ladestraße sein, aber dafür ist es eigentlich zu weit von der vorderen Anlagenkante entfernt - wenn hier Wagen abgestellt werden, dann nur mit Triebfahrzeug.
Gleis Z ist das Ziehgleis zur Rollwagengrube.
Gleis 3b führt zur Lokeinsatzstelle.
Da aufgrund der Anlagentiefe hier nur Fahrzeuge verkehren können, die nicht gekuppelt/entkuppelt werden müssen (ideal zum Abstellen von Lokomotiven) wurde ein kleines Bw mit Drehscheibe angedeutet.
Die Drehscheibe dient dazu Lokomotiven zu drehen, die im Uhrzeigensinn in den Bahnhof einfahren und für die Fahrt nach Leiselau gedreht werden müssen.
Der Lokschuppen selbst kann natürlich nur kleine Lokomotiven aufnehmen - wobei mir wichtig war, dass der First vor der Anlagenkante zu liegen kommt, um einen realistischen Eindruck des Reliefgebäudes erzielen zu können.

Schmalspurteil

Gleis 31 ist der Hausbahnsteig der Schmalspur und wird in erster Linie von Triebwagen, sowie für den Früh- und Abendzug genutzt.
Tagsüber ist das Gleis Auszieh- und Ausfahrgleis für Güterzüge aus der Rollwagengrube (man denke an Nordhausen Nord - such dort wurden Güterzüge am Personenbahnsteig bereit gestellt).
Gleis 32 ist das Regelgleis für Reisezüge, Gleis 33 das Umfahrgleis.
Die Drehscheibe am Schmalspur-BW dient dazu, die Lokomotiven regelmäßig zu drehen, da die Streckenführung hauptsächlich Rechtsbögen aufweist und sich die Radreifen sonst einseitig abnutzen würden.
Ein Verzicht auf die Drehscheibe wäre möglich gewesen, allerdings konnte ich auf dem gesamten Bahnhofsareal keine Betriebsmittelrampe unterbringen.
Ansonsten hätten die Lokomotiven dort auf einen vorhandenen Transportwagen verladen und in der regelspurigen Einsatzstelle gedreht werden können.

Leiselau

Gleis 1 ist das Regeleinfahrgleis und Gleis 2 das Umfahrgleis - eine umgekehrte Nutzung ist möglich, jedoch aufgrund der Lokbehandlungsanlagen an Gleis 2a ungünstig.
Gleis 1b ist das Ladegleis mit Kopf- und Seitenrampe.

Selkenfelde

Die Gleise 1 und 2 sind Kreuzungsgleise.
Ob das an Gleis 1 anschließende Ladegleis mit rund 800mm Nutzlänge wirklich gebaut wird ist noch völlig offen.
Die Anlage ist durch die Baugröße bedingt schon recht dicht bebaut, allerdings würde ein Ladegleis zusätzliche Rangierbewegungen ermöglichen.
Als Bahnhofsgebäude wird hier im Übrigen das Gebäude des Bahnhofs Kaiserweg der SHE dienen.

Tanne

Gleis 1 ist tagsüber Regelgleis für Reisezüge.
Gleis 2 ist Umfahrgleis, jedoch auch Verkehrsgleis für den ersten und letzten Zug, da der Leerpark in Gleis 2a abgestellt wird.
Gleis 3 ist das Ladegleis am Güterschuppen.
Gleis 4 ist das ehemalige Anschlussgleis des Hüttenbetriebs und heute Freiladegleis - früher querte das Gleis auf der Brücke die Straße und verlief in einem langen Linksbogen bergauf zur Hütte (nicht sichtbar). Hier wird man im Straßenplanum evt. noch vereinzelte Gleisreste finden.
Gleis A ist Anschlussgleis des VEB Harzer Holzwerke Betriebsteil Tanne.

Für den Bahnhof Tanne gibt es noch zwei wesentliche Überlegungen:

Zum einen erwäge ich die letzte Weiche mitsamt dem Gleis 1b durch eine Segmentdrehscheibe zu ersetzen.
Ein solche Einrichtung wäre ein schöner und funktionaler Blickfang.
Des Weiteren wäre zu überlegen Gleis 2a mit einer erhöhten Seitenrampe zu versehen, da Gleis 4 historisch Bedingt über keine solche Einrichtung verfügt, was das Be- und Entladen von aufgerollten Regelspurwagen insbesondere im Stückgutbereich erschwert (zu den transportierten Gütern später mehr).

Die dunkelgrünen Flächen sind Waldflächen und sollen mit den bis zu 700mm hohen Bäumen helfen, die einzelnen Themenbereiche optisch voneinander abzugrenzen.
Eine platzierungsmäßige Abgrenzung der einzelnen Betriebsstellen ist leider nicht anders möglich, da die Mindestradien in dieser Baugröße kaum Spielraum bei der Lagebestimmung der Bahnhöfe lassen.

Betriebskonzept und Warentransport

Die Bahnstrecke Knippelrode-Dunkelheim als Teilausschnitt einer größeren Bahnstrecke, welche das Gebirge durchschneidet stellt die Verbindung zur großen weiten Welt dar.
Diese Verbindung ist auch dringend notwendig, um die ansässigen Betriebe mit Werkstoffen zu versorgen, Erzeugnisse ab zu fahren oder umgekehrt.
Aber auch die Versorgung der Bevölkerung erfolgt zum Teil noch per Bahn.
Auch auf der Regelspurstrecke nach Leiselau werden nach wie vor Güter befördert.

Nach Leiselau werden hauptsächlich Kohle/Brikett, Grubenholz, Kies, Sand, kleinere und mittlere Maschinen, sowie sonstiges Stückgut befördert.
Im Gegenzug werden feinmechanische Erzeugnisse (vor allem Uhren), Tischlereierzeugnisse, sonstiges Stückgut, Bleicherde und das im Lichter Stollen - wenn auch ineher geringer Menge - geförderte Ozokerit abtransportiert.

Tanne verfügt über einen Hüttenbetrieb, welcher früher ein eigenes Anschlussgleis mit Ladestelle besaß.
Dieses wurde aufgrund des schlechten Oberbauzustandes mit Einführung des Rollwagenbetriebes jedoch aufgegeben.
Die eigentliche Hütte ist längst nicht mehr in Betrieb, sondern hat schon vor längerer Zeit auf die Produktion von Werkzeugmaschinen und Spezialgeräten für den Bergbau umgestellt.
Vom ursprünglichen Hüttenwerk ist nur noch die Gießerei in Betrieb.
Nach Tanne Bhf. werden in erster Linie Kohle/Brikett, Metallbarren, Halbzeuge, Formsand, Schmierstoffe, Schrott und sonstige Stückgüter geliefert.
Von Zeit zu Zeit wird aber auch Bier in größeren Mengen per Bahnherangebracht.
Der Anschluss des VEB Harzer Holzindustrie Betriebsteil Tanne erhält in erster Linie Stamm- und Schnittholz (sofern dieses nicht aus dem örtlichen Sägewerk selbst kommt), sowie Eisenwaren und Sägespäne, für die Kisten- und Spanplattenproduktion.
Versendet werden von Tanne Bhf Wergzeugmaschinen, Möbel, Stamm- und Schnittholz (eher selten), Flußspat, sonstige Stückgüter, sowie Kisten und Spanplatten, da der Anschluss des VEB nur bei Fahrten gern Tanne direkt bedient wird, die beladenen Wagen jedoch als Sperrfahrt zum Bahnhof gebracht und dem nächsten Güterzug beigegeben werden.

Der Bahnhof Selkenfelde liegt etwas abseits vom Ort erhält gelegentlich kleinere Stückgutsendungen, welche in erster Linie dem dortigen FDGB-Ferienbetrieb dienen.
Gelegentlich werden noch Rohsteinblöcke und Grauwackeschotter verladen, allerdings in eher kleinen Mengen und nur recht selten.
Üblicher Weise ist das Ladegleis verwaist oder wird zum Abstellen nicht benötigter Güterwagen verwendet. Nicht wenige Schmalspurgüterwagen haben von hier aus ihn den letzten Jahren ihre letzte Fahrt zum Schrottplatz angetreten.

Knippelrode selbst empfängt außer Kohle/Brikett und sonstigen Stückgütern keine weiteren Waren.
Als nennenswerte Versandgüter sind nur Holzkohle und Stückgut zu nennen.
Die ehemalige Köhlersiedlung wurde erst durch die Eisenbahn zu einer nennenswerten Ortschaft und besteht nur aus wenigen Häusern und einem Konsum.
Der Bahnhof Knippelrode verdankt seine Entstehung vor allem der topografisch günstigen Lage (breite Talsohle) und der Notwendigkeit Anschlussstrecken nach Leiselau und Tanne zu errichten.
Nahgüterzüge legen hier einen Aufenthalt ein, um Wagen von und nach Leiselau Ein- bzw. Auszustellen, sowie die Rollwagengrube der Schmalspurbahn nach Tanne zu bedienen.
Die Lokeinsatzstelle Knippelrode unterhält die beiden Lokomotiven der Strecke nach Leiselau, welche planmäßig auch bis Dunkelheim und weiter ins Vorgebirge fahren.
Eine der Lokomotiven übernachtet in Leiselau.
Des Weiteren verfügt das kleine Betriebswerk über zwei Rangierlokomotiven und versorgt die Maschinen der Nahgüterzüge.
Die Schlosser arbeiten eng mit den Eisenbahnern der Schmalspurbahn zusammen und unterstützen diese bei der Planunterhaltung und größeren Reparaturen.

Ein typischer Vormittag in Knippelrode könnte wie folgt verlaufen:

Es ist früh am Morgen in Knippelrode.
Während die Sonne noch hinter den Bergen ruht und nur ein schwaches Leuchten über die Käme sendet rollt die Lok des Frühzuges nach Tanne aus dem Schuppen.
Für den morgendlichen Berufsverkehr stehen bereits drei Personen und ein Gepäckwagen am Bahnsteig.
Der Zugführer steckt die Schlussscheiben auf und und schaltet das Licht in den Wagen ein, während die ersten noch schlaftrunkenen Reisenden vom Empfangsgebäude Richtung Wagenzug schlurfen.
Zwischenzeitlich rollt die Zuglok heran, kuppelt und beginnt den Zug zu heizen.
Auf der anderen Seite des Bahnhofs rollt der Zug aus Leiselau ein und bringt weitere Reisende - nach kurzer Zeit setzt sich die 64er wieder in Bewegung und verlässt in dicke Dampfschwaden gehüllt den Bahnhof.
Nun kann auch der Frühzug nach Tanne abfahren - nächster Halt ist Selkenfeld, wo mit dem ersten Zug aus Tanne gekreuzt wird.
Bevor der Zug in den Wald eintaucht, wird noch ein Blick auf die Lok des ersten Güterzuges, welche inzwischen ebenfalls den wärmenden Schuppen verlassen hat, möglich.
Gut eine Stunde später wird eifrig rangiert - die Lok setzt einen Rollwagen zu Fristarbeiten aus und stellt anschließend drei Rollwagen an der Grube bereit.
Während die Schmalspurlok den Zugführerwagen vom Umfahrgleis holt, rollt im Regelspurbereich ein von einer Schlepptenderlok geführter Nahgüterzug mit 13 zweiachsigen Güterwagen in den Bahnhof.

Aus der Lokeinsatzstelle rollt eine V15 heran um die drei für den VEB Harzer Holzindustrie bestimmten E-Wagen auszurangieren und zu Rollwagengrube zu bringen - fünf weitere Wagen werden im Bahnhof abgestellt, während die Dampflok in der Est Wasser nimmt und für die Fahrt nach Leiselau gedreht wird.
Nachdem die Ranigierarbeiten beendet sind, beschleunigt der kurze Nahgüterzug kraftvoll aus dem Bahnhof, während die Schmalspurlok ihren Rollwagenzug in das Stumpfgleis am Bahnhofsgebäude drückt.
Nachdem der PmG aus Tanne , welcher heute lediglich aus einem Personen-, einem Gepäck- und einem Güterwagen besteht am nebenliegenden Bahnsteig eingefahren ist, erhält der Lokführer den Abfahrauftrag und setzt den Zug gefühlvoll in Bewegung.


Radien, Ebenen und Steigungen

Zu guter Letzt gibt es die schmucklosen Gleispläne der Regelspur, Schmalspur, der Schattengleise und eine (zugegebener Maßen auf den ersten Blick verwirrenden) Gesamtzeichnung.
Bei genauen Betrachten werdet ihr feststellen, dass man sowohl mit der Schmal- als auch mit der Regelspur nicht nur Punkt-zu-Punkt Betrieb abwickeln, sondern auch mal die Füße hochlegen und im Kreis fahren kann!


Regelspur gesamt.


Schmalspur gesamt.


Hier die Ansicht der nicht sichtbaren Gleisanlagen inklusive der Schattenbahnhöfe und des schmalspurigen Kreuzungsbahnhofs.



Der kleinste Bogenhalbmesser der Schmalspur liegt bei 2200mm, bei der Regelspur sind es 3150mm.
Im sichtbaren Bereich sind durchweg Übergangsbögen vorgesehen - im Schattenbereich überwiegend auch.
Die Anlage besteht im wesentlichen aus vier Ebenen - die niedrigste Schattenebene (Schmalspur) liegt bei 550mm SOK, der Bahnhof Leiselau (Regelspur) als höchster Punkt bei 1200mm SOK.
Trotz dieser recht groß erscheinenden Höhenunterschiede wird eine maximale Steigung von 2% bei der Regelspur, sowie 2,8% nicht überschritten.

Als Nächstes möchte ich ein 1:25 großes Modell der Anlage bauen, um die Höhenberechnungen zu überprüfen und ggf. notwendige Änderungen überblicken und planen zu können, ehe es im nächsten Jahr ernst wird.
Einen ersten Fehler habe ich schon bemerkt - bei der Schmalspur muss ich am Schattenbahnhof nochmal eine Änderung vornehmen.

Beste Grüße

Martin

OOK Offline




Beiträge: 4.036

05.11.2015 17:18
#2 RE: Rund um Knippelrode antworten

Ne Menge Holz, Mann! Aber bevor ich dazu etwas sagen kann, brauche ich eine Maßorientierung. Wenigstens einen der Schemapläne bitte mit einem Metergitter versehen. Dann denke ich mir das als 50cm-Gitter in 0m und kann mir das vorstellen. Ist das machbar?

PS: Höhenangaben an den Stationen wären ebenfalls hilfreich.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Gilpin Offline




Beiträge: 1.294

05.11.2015 18:33
#3 RE: Rund um Knippelrode antworten

Hi Martin,

jau, ein ganz dickes Ding! Was möchtest Du - außer Staunen, Anerkennung, Aufmunterung, die ich schon mal kundtue - haben? Nachfragen, Anregungen, Kritik? All das würde mir schwerfallen! Also gut, schon mal 'ne Frage: wenn der Schmalspurteil in IIm ausgeführt ist, wird dann der Regelspurteil Baugröße II Vollspur? Und eine ganz kleine Anregung hätte ich schon mal: die unterirdischen Strecken der Schmalspurbahn einfach auf Strecken ohne Schattenbahnhof mit Überholung/Zugkreuzung und Verzweigung zu reduzieren; erstere sind eigentlich zuviel, nachdem Du in Selkenfelde entsprechende Möglichkeiten hast, letztere symbolisieren quasi ein Netz (was die Harzer Schmalspurbahnen schon waren und sind), Du stellst aber eigentlich eine Strecke dar. (Vorteil: weniger Komplexität, und ein bißchen preiswerter wär's.)

Besten Dank
und freundlichen Gruß,
Gilpin

OOK Offline




Beiträge: 4.036

05.11.2015 20:59
#4 RE: Rund um Knippelrode antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #3
Und eine ganz kleine Anregung hätte ich schon mal: die unterirdischen Strecken der Schmalspurbahn einfach auf Strecken ohne Schattenbahnhof mit Überholung/Zugkreuzung und Verzweigung zu reduzieren; erstere sind eigentlich zuviel, nachdem Du in Selkenfelde entsprechende Möglichkeiten hast, letztere symbolisieren quasi ein Netz
Genau, das bringt mich auf die konzeptionelle Frage. Was soll der Schattenbf inmitten der Schmalspurstrecke darstellen? Ein zusätzlicher an der Oberfläche nicht dartstellbarer Kreuzungsbahnhof wäre logisch. Wozu aber das dritte Gleis? Verrate uns mal, was du dir dabei denkst.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Rollwagen Offline



Beiträge: 10

05.11.2015 21:32
#5 RE: Rund um Knippelrode antworten

Guten Abend ihr Beiden,

zunächst danke für das Lob - scheinbar ist der Plan gar kein so schlechter Griff.

Anbei das gewünschte Meterraster:


Der Regelspurteil ist Vollspur auf 64mm Gleis.

Nun zum Thema Schmalspur-Schattenbahnhof und Verzweigungen:

Der Bahnhof hat im Wesentlichen zwei Funktionen.
Zum einen stellt er einen zusätzlichen Kreuzungsbahnhof außer der Reihe dar, viel wichtiger ist aber die Funktion als Zugspeicher.
Im Bereich Harz stehen gegenwärtig zehn Triebfahrzeuge zur Verfügung, die natürlich auch eingesetzt werden wollen.
Dazu kommt, dass nicht jede Lokomotive jeden Wagenzug bespannen kann.
Nun möchte ich nicht nur weil ich gerade Lust auf Mallet habe gleich die Neubaulok samt Rollwagenzug vom Gleis nehmen müssen.
Andererseits sollen die Bahnhöfe auch nicht vollgepresst werden - lieber zwei Lokomotiven und zehn Wagen auf der Anlage und vier Lokomotiven und 15 Wagen unter der Anlage als umgekehrt.
Deshalb sind die Schattenbahnhofsgleise auch deutlich länger als die Gleise auf der Anlage - so kann ich auch zwei Garnituren hintereinander stellen.

Die beiden Verzweigungen ermöglichen es, auch mal einen Zug im Kreis fahren zu lassen, ohne die ganze Zeit den nahenden Prellbock fürchten zu müssen.
In diesem Falle wäre auch eine Art Automatikbetrieb (gesteuert durch die Weichen und ABC-Bremsabschnitte, aber das ist ein eigenes Thema...) möglich.

Beste Grüße

Martin

OOK Offline




Beiträge: 4.036

06.11.2015 09:28
#6 RE: Rund um Knippelrode antworten

Ich müsste jetzt ein paar Kernsätze aus dem einleitenden Teil meines Zugspeicher-Artikels in MIBA-Spezial 106 hier einsetzen, aber sich selber zu zitieren kommt meist nicht so gut. Daher überlasse ich es dir, ob du dich dort informieren willst.
Jedenfalls, kurz gesagt, deine Anlage ist bestens für Betrieb geeignet, du willst aber eher Fahrbetrieb machen. Na denn man los.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

JBS Offline




Beiträge: 161

06.11.2015 10:30
#7 RE: Rund um Knippelrode antworten

..ein gigantisches Projekt. Respekt.
Wir hatten hier doch schon mal eine Regel/Schmalspur-Anlage in 1:22,5.
Kann leider gerade nichts dazu finden. Was ist daraus geworden?
Johann

http://null.4jbs.de

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.829

06.11.2015 12:04
#8 RE: Rund um Knippelrode antworten

Hallo Martin,

Respekt!
Keine Ahnung wie alles in Stein gemeißelt ist! Da in Spur II alles etwas anders ist und ich in etwas kleineren Dimensionen denke , ein paar subjektive Eindrücke von mir:

  • 1. Persönlich ist mir etwas zu wenig Strecke, meine Modelle würde ich mehr in freier Wildbahn sehen, vor allem in Spur II!

  • 2. Beim Schmalspurteil kein PAN! Ein Zug verschwindet links im Raum und taucht erst rechts wieder auf!
    Da würde ich ein anderes Streckenkonzept vorschlagen:



    Knippelrode spiegeln damit der Streckenabgang links ist! Über Selkenfelde geht es dann nach Tanne!
    Tanne könnte auch zur Spitzkehre mutieren mit Abgang zum Schattenbahnhof plus eventuelles verdecktes Gleisdreieck!
    Der Schattenbahnhof wird links mit der Strecke wieder verbunden für den gewünschten Kreisverkehr!

  • 3. In Knippelrode würde ich noch eine Gleisverbindung von Gleis 3 zur Rollwagenrampe vorsehen!



  • Zitat von JBS im Beitrag #7
    Wir hatten hier doch schon mal eine Regel/Schmalspur-Anlage in 1:22,5.
    Kann leider gerade nichts dazu finden. Was ist daraus geworden?

    Guckst Du hier: Hilfe, wie geht Betrieb??

    Grüße Hubert

    "Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

    Thomas Englich Offline




    Beiträge: 267

    06.11.2015 14:34
    #9 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Hallo,

    was mir auffällt: Ich finde es gibt nur relativ wenig Güterladegleise. Also Güterortsanlagen z.B. oder Anschlußgleise, in Knippelrode aber auch in den anderen Stationen ist da nur wenig zu finden. Da könnte ich mir vorstellen das es lohnt noch nachzubessern ...

    Gruß Thomas

    Meine Webseite:
    www.lokalbahn-reminiszenzen.de

    OOK Offline




    Beiträge: 4.036

    06.11.2015 21:25
    #10 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Hubert hat dankenswerterweise auf die Vernachlässigung von PAN bei der Schmalspur hingewiesen. Wenn mein Zug, der vor mir im Tunnel verschwindet, erst jenseits der Zunge wieder ans Licht kommt, wo ich ihn nur aus dem Tunnel kommen sehen kann, wenn ich einen Supersprint hinlege (aisle hopping), dann macht walk around wenig Sinn. Die von Hubert vorgeschlagene Lösung unterstütze ich.

    Die geringe Zahl von Rangierzielen, auf die Thomas hingewiesen hat, war mir noch gar nicht aufgefallen, sollte aber unbedingt geändert werden.

    OOK
    http://ferrook-aril.jimdo.com/

    Rollwagen Offline



    Beiträge: 10

    06.11.2015 22:48
    #11 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Hallo in die Runde,

    leider kann ich unterhalb der Woche nur in den Tagesrandlagen schreiben und antworte daher recht spät.
    Darüber hinaus bitte ich die mir inzwischen aufgefallenen Schreibfehler im Eröffnungsbeitrag zu verzeihen - ein Beleg dafür, dass man solche Texte nicht mit dem Handy verfassen sollte.

    Jetzt zu den Fragen und Anregungen, für die ich mich an dieser Stelle schon einmal bedanken möchte:

    Zitat von OOK
    Ich müsste jetzt ein paar Kernsätze aus dem einleitenden Teil meines Zugspeicher-Artikels in MIBA-Spezial 106 hier einsetzen, aber sich selber zu zitieren kommt meist nicht so gut. Daher überlasse ich es dir, ob du dich dort informieren willst.
    Jedenfalls, kurz gesagt, deine Anlage ist bestens für Betrieb geeignet, du willst aber eher Fahrbetrieb machen. Na denn man los.



    Das MIBA-Spezial 106 ziert leider nicht mein Bücherregal, so dass es zumindest kurzfristig nicht zu Rate zu ziehen ist.

    Allerdings muss ich auch nochmal präzisieren, dass ich nicht gedenke dort massig Züge unterzustellen, sondern maximal zwei.
    Die übrigen beiden Gleise dienen als Kreuzungsbahnhof - in Verbindung mit den abgestellten Garnituren soll dies der künstlichen Längenentwicklung der Strecke vor des Betrachters inneren Auge Rechnung tragen.
    Leider scheinen dich meine beiden letzten Sätze im Bezug auf meine Absichten völlig in die Irre geführt zu haben - für mich steht der Betrieb an erster Stelle.
    Das sich die Möglichkeit ergibt Züge im Kreis fahren zu lassen ist ein Nebeneffekt, der im speziellen Anwendungsfall einen kurzfristigen Nutzen haben kann, welchen ich kurz zur Spreche gebracht habe - mehr nicht.
    Sonst wäre ich mit einer viergleisigen Anlage mit 600mm_Radien und schnurgeraden Trassen besser bedient gewesen, dass will ich aber definitiv nicht!



    Zitat von Pfalzbahn

    Keine Ahnung wie alles in Stein gemeißelt ist! Da in Spur II alles etwas anders ist und ich in etwas kleineren Dimensionen denke Lach, muss lachen, ein paar subjektive Eindrücke von mir:

    1. Persönlich ist mir etwas zu wenig Strecke, meine Modelle würde ich mehr in freier Wildbahn sehen, vor allem in Spur II!



    Sicher wäre etwas mehr offene Strecke etwas schöner, aber die angewendeten Radien stellen im Bezug auf die Räumlichkeiten den einzig anwendbaren Kompromiss dar.
    3150mm Radius, dass sind rund 71 Meter Bogenhalbmesser im Vorbild - da hat jede Deutschlandkurve mehr Luft.
    Eigentlich fängt die Welt des vorbildgerechten Gleisbaus in Spur II erst bei 8440mm Radius an.
    Es ist den gelungen Fahrwerkskonstruktionen der Lokomotiven zu verdanken, dass auf solchen Radien überhaupt etwas ins rollen kommt.
    Daher bin ich darauf bedacht so viel wie möglich im Verborgenen zu halten.

    Zitat

    2. Beim Schmalspurteil kein PAN! Ein Zug verschwindet links im Raum und taucht erst rechts wieder auf!
    Da würde ich ein anderes Streckenkonzept vorschlagen:
    Knippelrode spiegeln damit der Streckenabgang links ist! Über Selkenfelde geht es dann nach Tanne!



    Hier stört mich die unrealistisch ersichtlich kurze Strecke zwischen beiden Bahnhöfen.
    Darüber hinaus ist der Radius des eingezeichneten Gleisbogens viel zu gering.
    Allerdings kann ich die Gleisanlagen des Bahnhofs Selkenfelde auch nicht weiter an die Wand heran rücken, da in der sich hinter dem Bahnhof auftuenden Bergflanke das Schattengleis der Strecke Knippelrode - Dunkelheim o. Bhf. verläuft.

    Zitat

    Tanne könnte auch zur Spitzkehre mutieren mit Abgang zum Schattenbahnhof plus eventuelles verdecktes Gleisdreieck!
    Der Schattenbahnhof wird links mit der Strecke wieder verbunden für den gewünschten Kreisverkehr!



    Die anzuwendenden Radien geben den von dir in rot eingezeichneten Gleisbogen nicht her.
    Da ich mit Balancierkupplungen fahre und nicht jedes der längen Fahrzeuge sogenannte Schwenkpuffer hat, sind zwei Meter Radius pflicht.

    Zitat

    3. In Knippelrode würde ich noch eine Gleisverbindung von Gleis 3 zur Rollwagenrampe vorsehen!



    Gleis 3 ist als Umfahr- und Überholgleis vorgesehen - Züge halten hier nur in Ausnahmefällen bzw. zu Kreuzungen.
    Darüber hinaus kann ich in diesem Gleis nicht kuppeln - da ich alle Weichen selbst bauen muss, möchte ich zudem auf Doppelkreuzweichen verzichten.

    Zitat von Thomas Englich

    was mir auffällt: Ich finde es gibt nur relativ wenig Güterladegleise. Also Güterortsanlagen z.B. oder Anschlußgleise, in Knippelrode aber auch in den anderen Stationen ist da nur wenig zu finden. Da könnte ich mir vorstellen das es lohnt noch nachzubessern ...



    Knippelrode gibt diesbezüglich platzmäßig nicht mehr her - brauch es allerdings auch nicht, da hier kaum Ladungsverkehr stattfindet (siehe Warenverkehr).
    Den Bahnhof Selkenfelde habe ich im Bereich Warenverkehr ebenfalls schon ausführlich behandelt.
    Am bzw. im Bahnhof Tanne sind zwei Lade- ein Güterschuppen- und ein Anschlussgleis vorhanden - für jemanden wie mich, der sich mit einer Haltestelle mit einer Weiche schon eine gute halbe Stunde beschäftigen kann völlig ausreichend.
    Leiselau hat zwar nur ein Ladegleis, aber da passen immerhin fünf Wagen rein.

    Bitte versteht das nicht falsch - ich habe mir über eure Kommentare einige Gedanken gemacht, aber insbesondere durch die Baugröße bedingt lässt sich leider nicht alles umsetzen.

    Beste Grüße

    Martin

    Pfalzbahn Offline




    Beiträge: 1.829

    07.11.2015 00:07
    #12 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Zitat von Rollwagen im Beitrag #11

    Zitat
    2. Beim Schmalspurteil kein PAN! Ein Zug verschwindet links im Raum und taucht erst rechts wieder auf!
    Da würde ich ein anderes Streckenkonzept vorschlagen:
    Knippelrode spiegeln damit der Streckenabgang links ist! Über Selkenfelde geht es dann nach Tanne!


    Hier stört mich die unrealistisch ersichtlich kurze Strecke zwischen beiden Bahnhöfen.
    Darüber hinaus ist der Radius des eingezeichneten Gleisbogens viel zu gering.


    Hallo Martin,

    den Bahnhof Selkenfelde könnte man auch weglassen!
    Bei der Skizze ging es um die prinzipielle Streckenführung, leider gibt mein Gleisplanungsprogramm keine Spur II Regelspur her!
    Noch eine Frage: Wieviel Anlagentiefe ist in II händelbar? In Knippelrode ist ja größtenteils der Regelspurteil 1 Meter von der Anlagenkante entfernt!?

    Grüße Hubert

    "Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

    Rollwagen Offline



    Beiträge: 10

    07.11.2015 01:19
    #13 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Hallo Hubert,

    Zitat von Pfalzbahn

    den Bahnhof Selkenfelde könnte man auch weglassen!
    Bei der Skizze ging es um die prinzipielle Streckenführung, leider gibt mein Gleisplanungsprogramm keine Spur II Regelspur her!



    könnte man, der Bahnhof ist ein fakultatives Element, auch wenn er sich - dem Umstand geschuldet das in dieser Ecke sonst "keine Eisenbahn stattfindet" - in den letzten Tagen zum favorisierten Element gemausert hat.

    Allerdings löst dies ein Problem nicht, dass ich in meinem letzten Posting nicht vermerkt, aber sonst auch noch niemand anders bemerkt hat:

    Die Streckenführung im Uhrzeigersinn dient der Längenentwicklung.
    Die Schmalspurbahn unterfährt nämlich im Schattenbereich mehrfach die Regelspur und fällt von 110cm SOK im Bahnhof Knippelrode auf letztlich 59cm SOK am Bahnhof Selkenfelde ab.
    Verläuft die Trasse gegen den Uhrzeigersinn "direkt" nach Tanne, wird die Strecke zur Zahnradbahn, damit sie rechtzeitig genug die regelspurigen Schattengleise unterfahren kann, um nah genug an der Wand zu liegen zu kommen (wichtig für den folgenden Gleisbogen), damit der Bahnhof Tanne nicht zu weit in Richtung des Bahnhofs Knippelrode verschoben werden muss.
    Um ein Unterfahren der Regelspurstrecke bei der von dir vorgeschlagenen Trassenführung zu vermeiden (Schmalspurbahn liegt vor der Regelspur), müsste ich die Schmalspurstrecke in der Länge zur Raummitte verschieben und in der Breite soweit nach oben verschieben, dass kein Durchgang mehr zwischen den Bahnhöfen Knippelrode und Tanne verbleibt.

    Zitat

    Noch eine Frage: Wieviel Anlagentiefe ist in II händelbar? In Knippelrode ist ja größtenteils der Regelspurteil 1 Meter von der Anlagenkante entfernt!?



    Das Problem mit der Anlagentiefe ist in diesem Bahnhof der eigentliche Knackpunkt
    Auf der Bw-seitigen Bahnhofsausfahrt habe ich dieses Problem durch das Abschwenken der schmalspurigen Gleisanlagen gelöst - was bleibt ist die hohe Tiefe im Bereich der Rollwagengrube.
    Zwischenzeitlich gedachte ich das Problem durch Aufspalten des gesamten Bahnhofs und bogenförmige Gestaltung der Schmalspuranlagen zu lösen.
    Ähnliches hat die Projektgruppe "Nagold-Altensteig" der IG Spur II beim Bahnhof Altensteig getan.

    Allerdings habe ich dies aus zwei Gründen verworfen:

    1. Die Gangbreite zum Bahnhof Tanne würde stark reduziert und gleichzeitig der Bahnhof Knippenrode optisch drastisch zerlegt.
    2. (Der wichtigere Grund) Ein Hobbykollege hat mich an eine schon lang nicht mehr Kuppelzange erinnert, welche das Tiefenproblem nahezu vollständig löst, selbst die Luftschläuche lassen sich damit entkuppeln.
    Hätte der Einschnitt im Bahnhof Altensteig nicht auch positive kommunikative Aspekte (Publikumsnähe bei Ausstellungsanlagen) gezeigt, wäre die begehbare Ladestraße inzwischen verschlossen worden.

    Ansonsten ist die Anlagentiefe natürlich in Korrespondenz mit der Höhe zu sehen, wobei auch in der Spur II ohne Hilfsmittel bei ca. einem Meter Schluss ist.
    Nicht zuletzt deswegen habe ich mich ja im Ausgangsposting zwiegespalten zum GLeis 3a als Kandidat für eine Ladestraßengleis geäußert.

    Anbei noch eine Skizze zum Thema Höhenlagen, wobei die roten Strichellinien theoretische (in Natura durch Hänge, Einschnitte u.d.G. geglättete) Höhenbruchkanten darstellen.


    Gruß

    Martin

    JBS Offline




    Beiträge: 161

    07.11.2015 09:44
    #14 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Moin moin Wulf (aka NHE),

    vielleicht kannst du ja mal die Metamorphose deiner Nord-Harz-Eisenbahn in 1:22,5 kurz zusammenfassen?
    Dann weiß Martin, was auf ihn zukommt :-)
    Johann

    http://null.4jbs.de

    OOK Offline




    Beiträge: 4.036

    07.11.2015 10:57
    #15 RE: Rund um Knippelrode antworten

    Martin, ich brüte und brüte über deinem Plan und versuche, sinnvolle Optionierungen zu erdenken. Doch immer wieder komme ich zu der Erkenntnis, dass du zwei Anlagen (eine regel- und eine schmalspurige) in einem Raum planst, der bei den gegebenen Parametern gerade gut für eine ist. Dadurch, dass sowohl die Schmalspur als auch die Regelspur einem Endbahnhof zustrebt, nehmen sie einander die wenigen Möglichkeiten zu freier Strecke weg.
    Wenn man zwei Ideen miteinander vereinen will, gibt es gute Kompromisse und faule; dieser hier ist jedenfalls kein guter.

    Meine Vorschlag: die Regelspur auf die Umlade- und Aufrollbereiche reduzieren (+ FY), den gewonnenen Platz der Schmalspur zuschlagen. Dann könnte man anders planen. Wenn deine Regelspurfahrzeuge artgerechten Auslauf brauchen, dann finden sie den (wenn die Tfz größer als Köf und V 20 sind) hier sowieso nicht. Also könnten sie den anderswo suchen (Fußboden, Garten et.) Dann hätten die Schmalspurfahrzeuge wenigstens eine Chance auf ihren zustehenden Auslauf.

    Es ist mir klar, dass dies für dich eine große Kröte wäre, die du schlucken müsstest. Aber meine Prognose ist: mit der von dir gezeigten Doppelanlage wirst du nicht zu dem Lusterlebnis kommmen, das du dir wünscht.

    OOK
    http://ferrook-aril.jimdo.com/

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