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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 52 Antworten
und wurde 4.659 mal aufgerufen
 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
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tuxlover Offline



Beiträge: 159

03.11.2015 15:35
#31 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Hallo,

Zitat von Gilpin im Beitrag #30
Ich erinnere mich nur an einen Autor in MR oder RMC, der vor Jahren den Seufzer losließ, dass es frustrierend sei, dass die Güterzüge seiner Rangieranlage niemals irgendwohin wegführen - das wäre ja hier auch der Fall.


das ist denke ich eine sehr philosophische Frage. Das trifft ja auch auf jegliche Anlage zu, wo man es bedauern kann, dass der Zug nicht aus dem Zugspeicher weiter bis nach Hamburg, Venedig oder München fährt.
Nach der Session wird der Theatervorhang geschlossen und die nächste vorbereitet. Da dürfte es egal sein, welche Form von Zugspeicher man nun hat.

Ich vermute die Sehnsucht eher darin, dass der zitierte Autor auch gerne mal einen Zug ausfahren lassen würde und nicht nur rangieren. Was denke ich durchaus legitim ist, selbst wenn es "nur" Fahrbetrieb ist. Wenn man sich aber mal an maßstäbliche Weichen und Radien gewöhnt hat, so ist mit dem zur Verfügung stehenden Platz oft schlecht realisierbar.
Mein Vorschlag ist, diese Seite mit einer zweiten Anlage auszuleben. Das kann eine "Paradestrecke" als zusätzliche Ebene über oder unter der Rangieranlage sein; eine separate Anlage vermutlich in einem kleineren Maßstab; fliegender Aufbau mit Stückgleisen auf dem Fußboden oder auswärts in einem Modellbahnverein, sei es mit fester Anlage oder Modulen.

Gruß
Michael

Gilpin Offline




Beiträge: 798

03.11.2015 16:12
#32 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Hi Michael,

klar wollte

Zitat von tuxlover im Beitrag #31
der zitierte Autor auch gerne mal einen Zug ausfahren lassen ... und nicht nur rangieren.


Ich wollte auch nur in diesem Strang eine zweite Ebene eröffnen, die der modellbahnerischen Umsetzung. Und die fände ich attraktiv - befürchte aber, dass man sich das Rangiervergnügen mit Verzicht auf fahrende Züge erkaufen muss. (Begrenzte Zeit, Mittel und Räume vorausgesetzt.) Zu Deiner Idee mit der Strecken-Anlage in einem anderen Maßstab hätte ich noch die Idee, die auf dem Industriestammgleis zusammengestellte Übergabe wieder auftauchen zu lassen - eine Lok und acht Wagen in beiden Maßstäben hat man vielleicht ohnehin.

Das soll nicht heißen, dass ich mich nicht auf weitere Beispiele freuen würde. Ich vollziehe auch die anderen, schon hier genannten noch nach!

Beste Grüße
Gilpin

Fischkopp Offline




Beiträge: 277

04.11.2015 19:03
#33 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Zitat von Gilpin
Allerdings: ein einziger Zug fuhr da herum – ob's modellbahnerisch langfristig unterhaltsam wäre...?


Kommt zwar ein bisschen spät die Antwort, aber nur so als Idee könnte man so eine Industriebahn doch generell mit etwas Personenverkehr aufpeppen,
wie zum Beispiel bei der Uetersener Eisenbahn, die noch im Jahr 1960 auf 4,8 km Streckenlänge mit ihren 5 Triebwagen 1,3 Millionen Fahrgäste transportierte.
Zur UeE könnte ich hier sowieso mal was schreiben, mal sehen, was sich findet.

Alex

Gilpin Offline




Beiträge: 798

04.11.2015 21:48
#34 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Hi Alle,

nach eingehender Erforschung noch mal kurz zu Imperia:

- Auf der quer verlaufenden Mole fehlt eine Gleisverbindung. Bei Gelegenheit zeichne ich die noch ein.
- Den kleinen Binnenverkehr mit Getreide können wir uns abschminken: selbiges kam aber per Getreidetransporter ("Cerealiers", gibt's als Modell), früher mit den typischen italienischen Spitzdach-Zweiachsern (speziell Udgs, gibt's auch, aber nicht so prominent) mit der Hauptbahn (FS), was zu interessanten Fahrten geführt haben muss.
- Olio Sasso war ein ziemlich großer Betrieb, der Olivenöl offensichtlich mit Tankwagen in den Hafen brachte, als auch in gedeckten Güterwagen auf einer Art Paletten; die Marke gibt es noch oder wieder...
- Auch fabrikneue Autos wurden hier verschifft; es gibt ein Bild mit Fiat 500 und komischerweise Morris 1100. Eine Nord-Süd-direttissima Turin-Imperia gibt und gab es nicht; ich vermute, dass einfach der Hafen Savona (der mit der T3) überlastet war. Was die BMC 1100 da zu suchen haben? Hat Innocenti, die den Mini in Lizenz gefertigt haben, auch diesen gebaut? Oder vertrieben? Flossen da womöglich ankommende und abgehende Warenströme durcheinander?

Ansonsten: Uetersen wäre spannend...

Gruß,
Gilpin

Gilpin Offline




Beiträge: 798

22.11.2015 13:18
#35 Deutschlandkurve antworten

Hallo,

ich habe noch ein anderes Foto der D'kurve in Imperia gefunden. Man sieht da, dass verschiedene Wagen (wohl aufgrund verschiedener Achsstände) unterschiedliche Spurrillen in die äußere "Schiene" gegraben haben.



Hat eigentlich schon mal jemand versucht, das nachzubauen? ...RP25, Proto87?

Beste Grüße
Gilpin

Helko Offline




Beiträge: 315

22.11.2015 14:34
#36 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Zitat von jaffa im Beitrag RE: Nebenbahn nach Pfiffelbach
...und damit wären wir bei einer weiteren Industrie- und Hafenbahn.....,

nämlich dem Hafen Gernsheim, vollkommen modellbahngerecht mit nur einem Gleis.

VG
Helko
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Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Gilpin Offline




Beiträge: 798

22.11.2015 22:03
#37 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Hallo Alle,

mir hat Offenbach keine Ruhe gelassen - grober Gleisplanentwurf anbei:



Ich habe einen "normalen" Raum hergenommen und bis zur Waldstraße die wesentlichen Anschlüsse übernommen. In der Mitte des Raums befindet sich quasi die Innenstadt, und die Bahn umringt den Bediener so, wie die Bahn das auch in der Realität tat. Auf die Kreuzungen mit Straßen habe ich einstweilen ebenso verzichtet wie auf die Fabrikgebäude - kann ja noch werden...! Der Gag ist nun folgender: die rot eingezeichneten Strecken sind mit Oberleitung überspannt und werden von der Straßenbahnlinie 27 benutzt. (Die verwendete in der Realität leider Einrichtungswagen...) Diese Linie (zum Zementwerk) verlief natürlich stadtauswärts, ist also hier "nach innen" geklappt. Auch wurde die Ausweiche bei Lavis vor die Waldstraße verlegt, um notwendige Umfahrungen von Rangiergruppen und zusammengestellter Übergabezüge zu ermöglichen. Zur Überschrift "... und Fiddle-Yard": als solcher fungiert der dreigleisige Übergabebahnhof, den es dort wirklich gab - wenn das nicht reicht, hilft eine Kassette...

Lieber Helko: für Dich habe ich nichts - außer sehr engen Radien - hafenbahniges: da bräuchten wir einen weiteren Raum gleicher Größe gegenüber und einen Flur für die DB-Streckenentwicklung dazwischen...

Irgendwann lerne ich mal, ein Gleisplanungstool zu benutzen!

Gruß,
Gilpin

lokonaut Offline



Beiträge: 113

23.11.2015 21:24
#38 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Zitat von Helko im Beitrag #36
nämlich dem Hafen Gernsheim, vollkommen modellbahngerecht mit nur einem Gleis.

Ja,
aber nicht mehr lange. Das alte Gleis ist schon abgebaut.
Den Anschluss Solvadis würde ich eigentlich noch zum Hafen zählen wollen. Und den Lokschuppen müsste man auch noch erwähnen, der ist so "schön modellbahnig". Nicht zu vergessen den Zweiwegeunimog an der Malzfabrik und die Feldbahn auf dem Gelände der ehemaligen Silin. Nur für den Fall, dass sich mal jemand in die Gegend verirren sollte.
Aber gut, ich schweife ab...

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

Helko Offline




Beiträge: 315

24.11.2015 21:06
#39 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Zitat von lokonaut im Beitrag #38
Zitat von Helko im Beitrag #36
nämlich dem Hafen Gernsheim, vollkommen modellbahngerecht mit nur einem Gleis.
...aber nicht mehr lange. Das alte Gleis ist schon abgebaut.

Dann noch schnell ein Google-Blldchen machen, wirklich lohnenswertes, nicht nur weil hinten eine 2-Spurige vorberauscht, des Deutschen Lieblingsthema.

VG
Helko
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Der "."!

migru
Beiträge:

28.11.2015 18:33
#40 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Ihr habt Gernsheim gerufen?

edit: Bilder hochladen hat nicht gefunzt. Kommt, wenn ich mehr Zeit habe

Gilpin Offline




Beiträge: 798

13.01.2016 12:08
#41 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Hi Alle,
der Aufforderung zu den

Zitat von OOK im Beitrag #28
abfotografierten Bilder(n)

komme ich gern nach. Leider habe ich keine Bilder gefunden, die den Hafenbahnverkehr selbst weiter illustriert hätten. Dazu sei auf die Links in älteren Beiträgen verwiesen. Vielleicht sind die beiden folgenden Aufnahmen dennoch interessant... Zunächst ein Blick von Südwesten auf die Mole:



Schienen liegen offensichtlich noch keine; das Gebäude in der Mitte musste später den Gleisen weichen, die Häuser links sind bis heute in dieser Form vorhanden (und bergen in den Erdgeschossen Restaurants, eines mit Michelin-Stern).



Folgend ein Blick in umgekehrter Richtung: hier können durchaus schon die Schienen liegen, nur dass sie mit Fässern vollgestellt sind. Das wurde wohl lange Zeit so gehalten, einfach weil die Hafenmole recht schmal war.

Ein wenig OT, aber doch ein Schmankerl: dieses Bild ...



... zeigt einen Straßenbahnzug auf der Piazza Dante, die in meinem Straßenplan (Beitrag #22) eingezeichnet ist. Diese meterspurige Straßenbahn verband die beiden Städte (heute Stadtteile) Oneglia und Porto Maurizio, kreuzte die Hafenbahn rechtwinklig und hatte zu dieser keinen Bezug. Und doch: für eine modellmäßige Umsetzung eine womöglich willkommene Erschwernis.

Gruß,
Gilpin

Gilpin Offline




Beiträge: 798

06.02.2016 22:19
#42 RE: Industriestammgleis und Fiddle-Yard antworten

Hi,

interessanterweise ist inzwischen ein amerikanischer Anlagenbericht zum Thema erschienen: Brian Searles' Anlage "Conrail Shared Assets, Detroit North Yard Branch", in: Great Model Railroads 2016, Kalmbach, S. 72 ff. Es geht dabei um einen Rest der Conrail, der gemeinsam von CSX und Norfolk Southern betrieben wird, und die Aufgabe hat, eine Vielzahl von Industrien zu bedienen. Zwar gibt es eine mainline und (drei) ankommende Durchgehende Güterzüge, Schwerpunkt der operations ist (mit 17 local jobs) aber das, was wir Industriebahn nennen. Auf den Linien Belt Line und Terminal East Industrial Track (sowie Canadian National), die parallel zur mainline verlaufen, findet die eigentliche Zustellung von Wagen, Wagengruppen und Ganzzügen statt. Natürlich ist Detroit heute etwas anderes als Ulm, Offenbach oder Imperia, sogar als Stuttgart in den Epochen 3 und 4 – die dargestellten Bahnkunden sind unter anderen General Motors und Chrysler! Mehrere Zulieferbetriebe dürften sogar für Binnenverkehr sorgen. Hinzu kommen diverse Chemiebetriebe und andere.

Die Anlage durchquert fünf (!) Räume und einen Flur und ist im größten Raum auch noch als double deck ausgeführt. Es gibt nur einen Zugspeicher / staging yard (West Detroit); von dort geht es point-to-point über eine Vielzahl weiterer Verschiebebahnhöfe, Vororte und Anschlüsse zum gestalteten North Yard als Endpunkt. Die Anlage der Industriegleise parallel zur mainline ist scheinbar nicht prototypisch, und einige der Industrien sind wohl nicht mehr existent, andere sogar erfunden.

Folgerungen aus der Anlage für mich:

- Eine Industriebahn erlaubt hochinteressanten Betrieb mit Schwerpunkt auf Zugbildung und Zustellung zu Anschließern (und erfordert bestens justierte Kupplungen),
- Relativ schmale Anlagenbretter (im Wortsinne) reichen aus, "Landschaft" ist vernachlässigbar, Reliefgebäude sind der natürliche Abschluss nach hinten,
- Die Anlehnung an eine durchgehende Strecke ist eher nice to have, ein SB aber wünschenswert, um darstellen zu können, dass die (bunt) zusammengestellten Züge irgendwo hinfahren.

Das wissen wir eigentlich schon. Aber: mit einer Industriebahn lässt sich sehr leicht Identität herstellen, nur:

- Diese Industriebezirke erscheinen eigentlich austauschbar hinsichtlich der Gebäude – das gilt für die Backsteinbauten der vorangegangenen Jahrhundertwende so sehr wie für die heute üblichen gesichtslosen Flachdachgehäuse,
- mithin fallen die ganz großen signature buildings (Bietschtalbrücke, Kölner Dom, ...) weg,
- also kommt es auf eine stimmige Auswahl von Industrien (Kohle-Stahl, Chemie, ...) und ihre Baulichkeiten an, die auf eine Region (Ruhrgebiet, Rhein unterhalb Basel, ...) verweisen,
- die nicht nur durch Gebäude, sondern auch durch eine strenge Auswahl der Waggons repräsentiert wird – was nicht in Form eines Anschließers vorhanden ist, hat auch in Form von Wagen nichts zu suchen! (Das macht potenziell die Sammlung billiger.)
- Und: nachdem diese Wagen eher gewöhnliche DB- und Europ-Waggons sind, stellen die Loks der Industriebahn das letzte Ident-Element dar (Conrail livery Jahre nach dem Ende der Firma, exklusive Loks und Farbschemata der Industriebahnen hier).

Tja – immerhin macht ja Erin (Ruhrtaler Bergbau Betriebe) genau dies (lange nix Neues gehört...), und Silbergräber auch, bloß dass er es mittels Spurweitenwechsel noch einmal leicht verkompliziert.

Das Thema liegt, finde ich, in der Luft – ich freue mich auf eine nächste konkretere Planung,
Gilpin

Gilpin Offline




Beiträge: 798

02.06.2016 08:40
#43 RE: Deutschlandkurve antworten

Hallo,

ich bin mit der Deutschlandkurve in Imperia immer noch nicht fertig: anbei eine Abbildung (aus 1999) ohne störendes Tor und Grasbewuchs:



Das Gleis liegt leider sehr im Schatten, aber dass die Außenschiene keine Rille aufweist ist doch gut zu unterscheiden. Außerdem möchte ich den Blick in die kleine Gasse Richtung Agnesi (1999; praktisch ist das die Fortsetzung des zweiten Bildes der #21 nach links) noch einmal mit Schienen zeigen:



Im Grunde ist das Thema (Industriestammgleis) wohl ziemlich erschöpfend behandelt; mich treibt aber schon der Gedanke um, wie man den Hafen Imperia als Anlage umsetzen könnte. Wo stünde der Betrachter, welche Häuserzeilen wären nachzubilden, welche wegzulassen, wenn alle Gleise (im Hafen und bei Agnesi) dargestellt werden sollen?

Mit freundlichem Gruß
Gilpin

Udo Offline




Beiträge: 74

02.06.2016 15:34
#44 RE: Deutschlandkurve antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #43
...

Das Gleis liegt leider sehr im Schatten, ...

Ich habe mal den entsprechenden Ausschnitt im Photoshop bearbeitet. Jetzt ist das Gleis besser zu sehen. Ich hoffe, das ist dir recht. Falls nicht, gib mir eine kurze Info und ich lösche es.



Viele Grüße ÷ Udo

tuxlover Offline



Beiträge: 159

02.06.2016 15:48
#45 RE: Deutschlandkurve antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #43





Man erahnt hier auch sehr gut die Rampen an der Außenschiene, die den Spurkranz aus der Rille anheben, so dass das äußere Rand auf dem Spurkranz läuft. Am Ende der Kurve wir der Spurkranz wieder in die Rille abgesenkt. Auch bemerkenswert die Innenkante der Rille an der kurveninneren Schiene. Diese ist deutlich massiver, als bei den übrigen Rillenschienen, wo sie kaum im Asphalt zu erkennen ist. Danke für die Bilder.

Gruß Michael

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