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Dieses Thema hat 40 Antworten
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 II.6. Bahnhofsgleispläne
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Boscho Offline




Beiträge: 294

19.10.2015 21:49
#31 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Die Höhenlinien geben dir letztlich Informationen darüber, wie die Topographie beschaffen ist, in der Bad Liebenstein eingebettet liegt. Ich weiß nun, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein und ohne je die Strecke gesehen zu haben, dass die Bahnstrecke Immelborn - Steinbach im Bereich kurz vor Erreichen des Bf Bad Liebenstein deutlich ansteigend verlief und dass der Bf Bad Liebenstein demgegenüber ziemlich eben gelegen haben muss.

Du führst an, dass du Höhenlinien aus deinen Wanderkarten kennst. Dann weißt du ja auch, dass der Weg umso steiler wird je enger die Höhenlinien beieinander liegen. Das ist bei Bahnstrecken nicht anders als bei Wanderwegen. Insofern geben Höhenlinien deutliche Hinweise auf Streckenprofil und Charakter einer Bahnstrecke. Und im konkreten Fall geben sie uns außerdem Hinweise darauf, warum der Gleisplan von Bad Liebenstein so aufwändig ausgefallen ist: es geht offenbar darum, unkontrolliertes Abrollen von Güterwagen in die Gefällestrecke im Zuge eines Rangiervorgangs zuverlässig zu vermeiden.

OOK Offline




Beiträge: 3.657

19.10.2015 23:44
#32 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Boscho, mit deiner ausführlichen Erläuterung hast du nicht nur Moba-Andys Frage bestens beantwortet (sieht er hoffentlich auch so) und gleichzeitig auch unsere Vermutung hinsichtich des merkwürdigen Gleisplans untermauert.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

eisenhans Offline




Beiträge: 376

19.10.2015 23:54
#33 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Ich habe zwar nicht gefragt, aber Boschos Antwort ist auch mir nützlich, bestätigt

Der Eisenhans

vauhundert
Beiträge:

19.10.2015 23:59
#34 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Hallo Otto,

nur noch kurz als Vermutung, ohne das jetzt vollständig belegen zu können.

Die Ausrundung wird, ich stütze das auch auf den großen Abstand (!) [->siehe Originalskizze] zwische W 3 und W6 [ die Weichennummern sind auch toll angeordnet], etwa um dem Strecken-km 6,4 liegen.
Bei der Annahme, das die Anschlußweiche in km 5,8 sich in der Streckenneigung oder bestenfalls etwas abgeschwächt, befindet,
kommen wir auf die erwähnten 600m / 14,71m = 40.788m Länge je Meter Höhe.

Noch als Nachtrag die Erwähnung, das die Weiche 3 natürlich "gerade" in der schiefen Ebene liegen muß, sonst könnte es wegen der nicht ganz so gut liegenden Zungen "etwas hoppelig werden"

Damit sind wir für eine Vermutung schon recht Nahe dran.
Genaue Originalunterlagen würden natürlich mehr bringen. Etwa der Kopf des passenden grafischen Fahrplans.


Beste Grüße zur Nacht aus dem Bergischen

Michael

Moba-Andy Offline



Beiträge: 22

20.10.2015 20:26
#35 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Ist eigentlich riesenschade, dass ich für Bad Liebenstein keinen Platz habe. Der Bahnhof würde doch thematisch so wunderbar passen bei mir. Aber no go. Und Steinbach (der Plan wurde in meinem Strang gezeigt) ist wiederum zu dünne. Na ja, man kann halt nicht alles haben. Ich freue ich, wenn ich überhaupt eine ordentlich Anlage in meinen Raum einpassen kann.
Andreas aus Thüringen

Gilpin Offline




Beiträge: 827

20.10.2015 23:34
#36 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Hi Andreas,

natürlich wäre es

Zitat von Moba-Andy im Beitrag #35
riesenschade, ... für Bad Liebenstein keinen Platz (zu) habe(n).
Aber ist das so? Nach allem was wir hier auf zwei Strängen diskutieren, drängt sich Liebenstein schier auf! Allerdings: Schrumpfung ist nötig! Auch Helko hat Lauscha stark schrumpfen müssen (siehe die hier auch diskutierte MIBA-Spezial 106, S. 30 f.), um es in die Fläche einzupassen - da kann man von ihm sehr viel lernen / hätte man von ihm lernen können. Nur mal aus der Hüfte: Verzicht auf die Verlängerung nach Steinbach; die beiden Gleise an der Ladestraße können auf eines reduziert werden, ohne dass der Gleisplan leidet, die Gleise 2 bis 4 ließen sich zu zweien zusammenfassen...

Und: alle Fahrzeuge hätten sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, auch die D-Zug-Wagen-Garnitur!

Später (nicht heute, in diesem Monat...) mehr!

Gruß,
Gilpin

NB: Besonderen Dank an Fridoo. Mal sehen, mit welchen Suchbegriffen wir mit diesem Wissen diesen Verein (Thomas, #23) finden...

OOK Offline




Beiträge: 3.657

21.10.2015 10:20
#37 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #36
natürlich wäre es
Zitat von Moba-Andy im Beitrag #35
riesenschade, ... für Bad Liebenstein keinen Platz (zu) habe(n).
Aber ist das so? ... drängt sich Liebenstein schier auf! Allerdings: Schrumpfung ist nötig!... Nur mal aus der Hüfte: Verzicht auf die Verlängerung nach Steinbach; die beiden Gleise an der Ladestraße können auf eines reduziert werden, ohne dass der Gleisplan leidet, die Gleise 2 bis 4 ließen sich zu zweien zusammenfassen...
Worin läge der Reiz (abgesehen von der Vorbildentsprechung) Liebenstein in diese/eine Anlage zu integrieren? Weglassen eines Ladestraßengleises ist absolut ok, aber wenn eins der Gleise 2, 3 oder 4 entfällt, dann klappt das mit dem Rangieren, wie es beschrieben wurde, nicht mehr so gut.
Hier nochmal Huberts Plan zur Orientierung:


Meine Frage soll nicht heießn, dass ich die Verwendung von B.L. schlecht fände, nur sollte es gute Gründe geben, die gewissen Einschränkungen in Kauf zu nehmen, die dieser Plan bereitet.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Gilpin Offline




Beiträge: 827

21.10.2015 23:45
#38 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Hi,

mehr als Brainstorming sollte das ja gar nicht gewesen sein. Ich wollte nur Impulse geben, den Gleisplan sinnwahrend so zu reduzieren, dass er in Andreas' Fläche passt. Auf demselben Niveau: brauchen wir wirklich die zweite Gleisverbindung (Weichen 1 nach 2) zwischen Gleis 3 und 4, links vom Hosenträger? Klar ist es schön, Wagengarnituren umfahren zu können - an dieser Stelle scheint es mir aber nicht zwingend nötig.

Meine Intention: Länge und Tiefe zu reduzieren und die Struktur des Bhf. zu erhalten - so lange der betriebliche Zweck erhalten bleibt, die vorhandenen Modell-Fahrzeuge eingesetzt werden können und die Nachforschungs- und Bau-Erfordernisse an die wesentlichen Eisenbahngebäude erhalten bleiben...

Gruß,
Gilpin

Lutterberger Offline




Beiträge: 120

23.10.2015 21:43
#39 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Sp spannend dieser Bf ist, eine dichterische Freiheit würde ich mir bei einem Nachbau mit Sicherheit nehmen: eine zweite Kante und entsprechende Fahrstraßen, damit ordentlich gekreuzt werden kann.

Es grüßt der Exil-Harzer
Lutterberger

Gilpin Offline




Beiträge: 827

31.10.2015 18:54
#40 RE: Bad Liebenstein - vom End- zum Durchgangsbahnhof antworten

Hi,

Otto kritisiert zu Recht:

Zitat von OOK im Beitrag #37
nur sollte es gute Gründe geben, die gewissen Einschränkungen in Kauf zu nehmen, die dieser Plan bereitet.


Da habe ich mich selbst zu einer Idee hinreißen lassen, die ich anderswo heftig kritisiere: das Herumsäbeln an Original-Gleisplänen ohne Not. (Darunter würde ich vor allem Raumnot verstehen.) Ich mach's auch nie wieder!

Zur Einsicht verhalf mir Tony Koester: "An important bonus of modeling actual locations faithfully is that I didn't have to understand how every track was used... The prototype put them there for a reason, and sooner or later I'd probably figure out what that was." (MR, Nov. 2015, S. 40, 41; Ein wichtiger Zusatznutzen des getreuen Nachbildens tatsächlicher Örtlichkeiten ist, dass ich nicht verstehen muss wie jedes Gleis genutzt wurde... Das Vorbild hat sie aus gutem Grund dort hin getan, und früher oder später würde ich herausfinden, was dieser war.) Also: realistischen Verkehr erzeugen und abwarten, zu welcher Nutzung der Gleise er führt!

Nachdem hier nicht mehr das ursprünglich vorgesehene Arbeitszimmer berücksichtigt werden muss, nehme ich auch von der Idee Abstand, die Weiterführung der Strecke nach Steinbach wegzulassen. Huberts Gleisplan gilt!

Auf dieser Basis sei mir eine kleine Ergänzung zu Lutterbergers Idee, sich
Zitat von Lutterberger im Beitrag #39
eine dichterische Freiheit (zu) nehmen: eine zweite Kante und entsprechende Fahrstraßen, damit ordentlich gekreuzt werden kann.
erlaubt: Möller, Malsch, Paulik (Den Hockelhans hinauf, Arnstadt 2002: Wachsenburgverlag) bemerken zunächst, "dass der Bahnhof bis zur Betriebseinstellung kein Kreuzungsbahnhof war." (Grund war der Rückzug eines Zuschusses des Staates, mit dem wohl u.a. eine weitere Verbindung der Gleise 2 und 3 finanziert werden sollte.) Dann aber räumen sie ein: "Praktisch kam es aber in den 50er Jahren zwei Mal planmäßig vor, dass erstens der Nahgüterzug von einem Personenzug überholt wurde und zweitens der Eilzug auf Gleis 2 wartete, und einen Personenzug nach Steinbach passieren ließ. Sicherungstechnisch gab es aber stets nur eine Einfahrt nach Gleis 1." (S. 39) Du könntest Dir also die dichterische Freiheit gönnen oder eine haarige Situation nachbilden, die womöglich nicht ohne Vor- und Zurücksetzen abging.

Und damit ziehe ich die Textstelle "Das Vorbild ... aus gutem Grund" gleich mal in Zweifel.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

Gilpin Offline




Beiträge: 827

13.11.2015 21:23
#41 Sik in Bad Liebenstein antworten

Hallo Fridoo,

für Dich noch ein kleiner Sonderservice - so sieht ein Sik/Ziegenbart ohne Motorabdeckung aus:



Vorn der Verbrennungsmotor, dahinter der Generator. (Das ist im Prinzip völlig OT, aber das Ding steht ja nun einmal da.)

Gruß,
Gilpin

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