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Dieses Thema hat 63 Antworten
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 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
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OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.09.2014 11:19
Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Ursprünglich wollte ich den Strang "Neues vom Altmeister" nennen. Aber ihr habt ja ohnehin verstanden, aus wessen Hirn der hier von mir leicht verfremdete Plan entsprungen ist.

Das Sprichwort sagt "Aus Fehlern wird man klug". Die alte Volksweisheit weiß auch, dass man lieber aus den Fehlern der anderen lernt, um sie nicht selber machen zu müssen. Das ist ja das, was hier im Forum laufend passiert: En paar Mutige zeigen hier ihre Entwürfe und lassen sich auf die gemachten Fehler hinweisen, und eine große Zahl (locker mal 3-4000 am Tag) schauen sich das an und sagen: Genau, den Fehler werde ich nicht machen!
So wollen wir es auch mit diesem Anlagenplan halten: Da sind Fehler drin, und zwar nicht zu knapp. Und wir werden uns gemeinsam (hoffentlich) die größte Mühe geben, diese aufzuzeigen, damit andere die nicht mehr machen müssen.
Hier nun also der von mir nachgezeichnete Plan:



So, nun dürft ihr.

OOK
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tuxlover Offline



Beiträge: 159

30.09.2014 12:25
#2 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Dann will ich mal:

- Zuerst der Kreisverkehr mit dem Ecktunnel. Dort sollte man lieber einen Zugspeicher unter Bad Kossingen vorsehen. Das direkte unterqueren des Bahnhofes empfinde ich nicht als problematische, da ich das optische Ende der gestalteten Anlage vor die "Tür-Brücke" legen würde.
Damit kann Bad Kossingen auch weiter in die Raumecke rücken, was mehr nutzbaren Platz ergibt.

- Alle drei Bahnsteiggleise in Bad Kossingen haben ihren eigenen Seitenbahnsteig. Hier sollte man auf Mittelbahnsteig umplanen. Die Anzahl der Bahnsteiggleise im Verhältnis zum Betriebsprogramm will ich mal noch nicht hinterfragen.

- Das Ziehgleis in Bad Kossingen würde ich weiter nördlich an den Gleisen des Güterbereichs anbinden, so dass es für diesen Flankenschutz bietet und man im dem Bereich autark vom restlichen Zugverkehr rangieren kann.
Dazu ist eine parallele Weichenverbindung zur DKW notwendig, oder diese auflösen und den Güterbereich nur am Ziehgleis anbinden.

- Beim Köf Schuppen in Schmalzfeld kommt es darauf an, mit welchem Konzept man die Anlage betreiben will. Beim Betrieb als Fdl-Anlage macht er Sinn, dann würde man die Zugfahrten vermutlich einer Software überlassen. Spielt man alleine würde Schmalzfeld im Güterverkehr dann wohl nicht bedient werden, da der Fdl dann nur mit Bad Kössingen ausgelastet ist. Hat man einen Mitspieler, kann dieser den Posten des Fdl in Schmalzfeld übernehmen.
Möchte man die Anlage Zugführer gesteuert betreiben, so ist der Köf Schuppen überflüssig, da man ja als Ng Personal die Ladestellen selber bedienen will.

Zu Radien, Nutzlängen und Streckenentfernungen zwischen den Betriebsstellen möchte ich mich nicht äußern, da weder Baugröße angegeben ist, noch die Raumgröße. OOK du verlangst von anderen immer aussagekräftige Pläne. Von daher nimm dir das doch bitte auch selber zu Herzen. Gleisnummern fehlen zudem, ebenso wie die Beschriftung der vielen Gleisstummel.

Gruß
Michael

hmmueller Offline



Beiträge: 173

30.09.2014 12:39
#3 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Ich riskier's auch:

Also ich bin ja noch eher neu hier - und deshalb bin ich noch wagemutiger und probiere doch tatsächlich die Probleme in diesem Plan zu finden, damit ich lerne, was ich Falsches finde, und was alles nicht ...

Erstens einmal das Grobkonzept: Durch das "optional" und den Tunnel hinter Bad K. ist nicht klar, was das sein soll. Ich definiere es einmal um zu "Ende einer eingleisigen Hauptbahn" - dazu werfe ich den Tunnel ganz raus und lasse die Strecke von Schm. aus z.B. in Kassetten gehen (die stehen etwas ungut vor der Tür - da muss irgendein Wechselgestell her - aber das wird schon irgendwie gehen).

Der Hp schaut irgendwie "grundlos" aus, aber zu seiner Verteidigung erfinde ich nahe dran ein Internat oder Militärausbildungsgelände oder was immer, was den sinnvoll macht ("Weiz Schule" in der Steiermark fällt mir da ein ...)

Maße sollte man aus Deiner Skizze eher nicht abnehmen - ob die Grifftiefe bei beiden Bahnhöfen ok ist, weiß ich nicht - den vorderen Rand dort näher hinlegen hilft vielleicht. Beim Steinbr ist der Zugriff zum Entkuppeln eher unmöglich, aber auch hier kann man vielleicht "Leerlandschaft" abknapsen?

Zu den Gleisplänen: Schm. könnte wohl so ähnlich in der Realität vorhanden sein. Dass es dort einen Lokschuppen gibt, ist in Deutschland extrem unwahrscheinlich - aber in der Schweiz könnte ein Breuer stationiert sein, und dann soll der von mir aus seinen Schuppen haben, damit ihn sich niemand unter den Arm klemmt und mitnimt .... Die ganzen anderen Ladegleise können schon so ungut entstanden sein, "weil sonst kein Platz war" ...

Bad K. ist schwieriger. Irgendwie will der Kopfbahnhof auf "mittelgroße Stadt" tun, dann sind aber zwei Bahnsteiggleise zu wenig (oder sind es drei? - dann wird's aber eng mit Abstellgleisen nach der Frühspitze [Schulstadt!]). Die Engländer haben m.W. allerdings solche kleinen Kopfbahnhöfe manchmal gebaut (nur ist dann der Früh-Ziel-Bahnhof am anderen Ende der Strecke) - also lass' ich ihn einmal so-la-la.

Die beiden Bahnsteiggleise müssen aber dann Hauptgleise sein, und dann kommt man aufs "obere" nur, indem man bei der Spitzenweiche gleich abzweigt. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Aufs "untere" fährt man an der Spitzenweiche gradeaus - dann hat man zwei lange Gleise zum Durchfahren vertan und dort kein Aufstellgleis; oder man fährt immer an der Spitzenweiche in die Ablenkung - dann gehört die auf jeden Fall umgedreht.
Aber halt: Man braucht diese Konstruktion mit den beiden Gleisen sowieso zum Lok-Umfahren ... ziemlich ungut, wenn ein zweiter Zug kommt. Hier fehlt eine Verbindung vom unteren durchlaufenden Gleis zum oberen Bahnsteiggleis, für die aber auf der Modellbahn dann oft kein Platz ist ... vielleicht kann man hier doch einen Hosenträger argumentieren [ich sollte ein Zeichnung machen ... keine Zeit, momentan].

Abstellgleise, nehme ich an, sind die zwei neben der Lstr - die sind immerhin von beiden Bahnsteiggleisen aus übers Ausziehgleis zu erreichen (das aber zu kurz aussieht - das kriegt man aber vielleicht durch Herumgeschiebe der Weichen hin). Die Bedienung der Kopframpe und der hinteren Lstr ist schrecklich - aber als Lstr gibt es eh die vordere, und die Kopframpe braucht man selten.

Das ganz unten könnte und sollte in einem Endbahnhof das Heizhaus sein - scheint etwas sparsam, und in der guten alten Zeit hätte man eine Drehscheibe gehabt, weil der eine oder andere Schnellzug (das bildet sich Bad K. schon ein, dass man sowas braucht, oder?) damals noch nicht mit Tenderloks gefahren worden wäre - aber das kann man auch wegdefinieren.

Soviel teils eher "aus dem Bauch", teils mit hoffentlich ein wenig Verstand ...

Harald M.

OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.09.2014 12:49
#4 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Zitat von tuxlover im Beitrag #2
Zu Radien, Nutzlängen und Streckenentfernungen zwischen den Betriebsstellen möchte ich mich nicht äußern, da weder Baugröße angegeben ist, noch die Raumgröße. OOK du verlangst von anderen immer aussagekräftige Pläne. Von daher nimm dir das doch bitte auch selber zu Herzen. Gleisnummern fehlen zudem, ebenso wie die Beschriftung der vielen Gleisstummel.
Wiewohl du prinzipiell Recht hast, Michael, muss diese Forderung hier eingeschränkt werden. Es geht um den Plan des "Altmeisters" und alles, was der dran geschrieben hat, habe ich übernommen. Weiteres müsste ich erfinden, aber das kann jeder von uns tun.
Lt. Angaben im Buch "Gleispläne für Modellbahnanlagen und Bahnhöfe" (transpress-spezial 2005) sind die Raummaße der H0-Anlage 3,7 x 2,4m, wobei ich bei dem kleineren Maß etwas zugegeben habe. Weichenwinkel sind mit 15° angegeben, zu den Radien keine Angaben.
Es geht mir hier aber auch gar nicht darum, korrekte Radien und Weichenwinkel in dem vorgegebenen Raum unterzubringen, sondern eher um das Konzeptionelle, unabhängig von Baugröße, Raumform etc. Wenn das sowieso niemand konkret bauen will, müssen wir da doch weder Zeit noch Gehirnschmalz investieren, finde ich. Das machen wir bei den persönlichen Planungen. OK?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

tuxlover Offline



Beiträge: 159

30.09.2014 13:43
#5 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Ist in Ordnung OOK.

Zitat von hmmueller im Beitrag #3
Dass es dort einen Lokschuppen gibt, ist in Deutschland extrem unwahrscheinlich - aber in der Schweiz könnte ein Breuer stationiert sein, und dann soll der von mir aus seinen Schuppen haben, damit ihn sich niemand unter den Arm klemmt und mitnimt ....


Auch in Deutschland hat man in den 20er, 30er Jahren auf vielen Bahnhöfen Kleinloks stationiert. Eben um die Fahrzeiten der Ng zu straffen. Von daher auch im großen Kanton jetzt nicht so ungewöhnlich. Über die Lage der Ladestellen, denke ich auch naja zwei Halbe Hosenträger etwas ungewöhnlich. Zudem hätte man zum Köf Schuppen sicherlich kostengünstiger angebunden. Aber könnte im Großen und Ganzen durchaus sein.


Den Gleisplan von Bad Kössingen gefällt mir eigentlich in seinen Grundzügen als Endbahnhof einer Kurstadt ganz gut. Streicht man den Tunnel hat man drei Bahnsteiggleise mit der Umfahrmöglichkeit davor. Zum Abstellen von Garnituren eignen die sich nicht, da gehören eher noch Abstellgleise an die Stelle, wo jetzt der Lokschuppen eingezeichnet ist.
Das "Bw" könnte man dann an diese anbinden, auch wenn man dann vom Lokschuppen etwas sägen muss. Geht man davon aus, dass eine Lok ihren Wagenpark eh meistens immer erst in die Abstellgruppe bringt, bevor sie einrückt, stört das aber überhaupt nicht. Also kein Lokwechsel am Bahnsteig stattfindet, bzw. eher selten.
Güterzüge fahren auch bis zum Bahnsteig und drücken dann zurück ins Ziehgleis, bzw. umlaufen evtl. vorher noch.

Betrieblich könnte ich mir auch gut vorstellen, dass Bad Kössingen entweder Endbahnhof oder Spitzkehre oder vielleicht auch Endbahnhof zweier Strecken, die jenseits des sichtbaren Bereichs verzweigen, ist. Da könnte man auch unterschiedliche Fahrpläne für unterschiedliche Szenarien entwickeln. Klingt durchaus reizvoll, meiner Meinung nach.

Was jetzt die Raummaße angeht? Nutzlänge sollte schon 1,5m betragen, wenn man nicht nur verkümmerte Züge verkehren lassen will. Im Umfahrgleis braucht man die gleiche Nutzlänge wie am Bahnsteig. Zusätzlich zwei Weichenverbindungen, diese brauchen auch bei 15° jeweils 50cm. Dann will ich noch mit einem Radius von 60-80cm um die Ecke kommen und irgendwo auch noch das EG darstellen. Ich komme da auf einen Längenbedarf von >4,5m, aber Papier ist ja geduldig. Vielleicht also doch eher ein Entwurf für N bei der Raumgröße.

Gruß
Michael

STBR Offline



Beiträge: 183

30.09.2014 14:10
#6 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Der PLan erinnert mich fatal an das was man seit Beginn des "Lenzzeitalters" in Spur0-Foren als Traumvorstellungen so sieht!
Der Kö Schuppen ist da, weil Lenz 'ne Köf im Programm hat, auf die Bst.Gleise passt eine (Lenz) BR64 plus 2 Donnerbüchsen und am Haltepunkt kann der VT98 (ohne VS) mal halten......Der Tunnel ist dazu da daß man seinen Zügen "auch mal ganz entspannt zusehen kann" und die ganzen Stumpfgleise ? Na ja, irgendwo muß die Sammlung an Güterwagen präsentiert werden!

Aber im Ernst:
Zuviel gewollt auf zu wenig Fläche.
Auch topographisch völlig daneben: Der Bahnhof steht, wenn der Tunnel realisiert würde, "vor der Wand"! Auch ein Steinbruch sollte sich in der Nähe von abbauwürdigem Gestein befinden, was dann die nächste "Wand" wäre. Fällt diese Höhenlinie dann kurz zum unteren Bahnhof ab, um dann wieder zum Tunnel anzusteigen oder befindet sich der gesamte untere Anlagenteil in einem Canyon ?

"Canyon" ist jetzt aber auch das Stichwort zu dem, was mich an der von Otto gestellten Frage etwas stört:
Wann und wo befinden wir uns denn eigentlich?
Was als Anlagenkonzept für DB Ep.III ein "No go" ist, kann auf einer schmalspurigen US-Waldbahn der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts durchaus tägliche Praxis gewesen sein! Ohne die Angabe von "Raum und Zeit" driften die Kommentare m.E.(!) immer etwas in's "mechanistische" ab (Weiche X besser nach A, Gleis B zu kurz etc.).
Wenn ich mir den Anlagenplan z.B. als güterbefördende Stassenbahn der frühen Ep.III auf Meterspur (z.B. OEG) vorstelle und aus dem unteren Bahnhof ein Depot mit Werkstätten mache sowie aus dem oberen Bf. einen Industrieanschluß könnte was draus werden. Aus dem Tunel würde dann aber trotzdem eine Kehrschleife und das andere Streckenende würde in einem Fy. verschwinden!

Gruß:
Stefan

tuxlover Offline



Beiträge: 159

30.09.2014 14:19
#7 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Ich schiebe mal einen Entwurf von Bad Kössingen mit Piko Weichen nach:



Zwei der drei Bahnsteiggleise können immer noch erreicht werden, auch wenn eines der Umfahrgleise gerade belegt ist. Unten Abstellgruppe und Bw, oben Güteranlage. Die drei Stumpfgleise kann man nutzen, um Zugbildung für einen hier beginnenden Ng zu machen.

Meiner Meinung nach durchaus ein schöner "Fahrdienstleiter/Rangierer-Bahnhof" man merkt aber das man doch gehörig Länge in H0 braucht. Über die grenzwertige Eingreiftiefe muss allerdings noch ins Detail gegangen werden.

Gruß
Michael

OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.09.2014 15:12
#8 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Zitat von STBR im Beitrag #6
"Canyon" ist jetzt aber auch das Stichwort zu dem, was mich an der von Otto gestellten Frage etwas stört:
Wann und wo befinden wir uns denn eigentlich?
Darüber macht der Altmeister keine Angaben. Aber die Namenswahl (Hermannsroda) lässt vermuten, dass er an seine Thüringische Heimat dachte.

Michaels Einwand bezüglich der halben Hosenträger kann ich entkräften. Im genannten Buch findet sich u.a. der Gleisplan des Bf Kelbra (ebenfalls Thüringen). Hier zeige ich ihn und wie man daraus zu Schmalzfeld (in Fromms Anlagenplan Hermannsroda) kommt:

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

tuxlover Offline



Beiträge: 159

30.09.2014 15:24
#9 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Schöner Bildvergleich. Mir ging es auch nicht prinzipiell um die halben Hosenträger. In manchen Region sind die ja sehr typisch, gerade wie in Kelba für die Anbindung von GS und Ladestraße. Eben auch mit dem Vorteil, dass man den GS unabhängig von der Ladestraße bedienen kann. Ist jetzt aber der erste Gleisplan auf dem ich bewusst zwei Stück in einem Bahnhof wahrnehme.

Mir ging es hier um den speziellen Fall des Köf Schuppens. Erstens waren diese in den meisten Fällen Nachrüstungen aus späteren Zeiten, zweitens ist der Material Aufwand in Schmalzfeld dafür viel zu hoch.
Die Kleinlok wird ja nur einmal am Tag aus dem Schuppen geholt und Abends wieder reingestellt. Die Lösung in Schmalzfeld braucht zwei Weichen, eine Kreuzung und zwei Gleissperren. Würde man den Schuppen nun mit einer Weiche vom Gs, Rampen Gleis anbinden bräuchte man nur zwei Weichen und keine Gleissperre, da die Weiche schon den entsprechenden Flankenschutz bietet.

Zieht man nochmal in Betracht, das die Ausstattung der Bahnhöfe mit Kleinloks eine kostengünstige Maßnahme zur Beschleunigung der Ng sein sollte, ist klar, wo und wie man den Schuppen gebaut hätte.

OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.09.2014 19:05
#10 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Ehrlich gesagt finde ich Schmalzfeld einen absolut scharfen Gleisplan. Wenn ich das nur für den anderen Bf und den Gesamtplan auch sagen könnte!

Der Plan von Bad Kossingen wirkt, wie Michael schon andeutete, wie gewollt und nicht gekonnt. Wobei ich den Bypass, der am Bf vorbeischrammt und in die Ringstrecke mündet, mal ganz außer Acht lasse. Sowas geht für mich gar nicht! Die als "optional" bezeichnete Lückenfüllung würde aus meiner Sicht nur Sinn machen, wenn sie unter den Bf Bad Kossingen führen würde, also zu einem schattigen Zugspeicher.

Ich werde mal ein bisschen an dem Bf herumskribbeln und schauen, ob ich etwas Zeigbares fertig bringe.

OOK
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re-entry Offline



Beiträge: 95

30.09.2014 21:36
#11 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Guten Abend,

Zitat von OOK im Beitrag #10
(...)Bypass, der am Bf vorbeischrammt und in die Ringstrecke mündet, (...). Sowas geht für mich gar nicht!


für mich ginge solch ein Bypass schon - freilich ohne Tunneleinfahrt und Ringstreckenwahnsinn. Ich fände das sogar sehr spannend! Es müsste dort jedoch in gezeigtem Plan ein eigener verdeckter Abstellbereich folgen - z. B. unter Schmalzfeld. Hier mal beim Vorbild gespickt:

Bypässe an Kopfbahnhöfen zur An-/Einbindung von Hafenbahnen:
Rostock Gbf, ehem. Friedrich-Franz-Bahnhof
Oskarshamn, auch im neuzeitlichen Luftbild noch gut zu sehen,

Bypässe an Kopfbahnhöfen zur An-/Einbindung von Strecken mit Personenverkehr:
Coimbra (Überführung von Triebwagen zum weiter südlich gelegenen Startpunkt einer Vorort-Strecke)
Nordhausen Nord (Verbindung zur Nordhäuser Straßenbahn)
Lemvig (Ausfädelung der Lemvig "Bjergbane": Hafenbahn mit Spitzkehre und Ausflugsverkehr)

Beste Grüße
Mathias

OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.09.2014 22:03
#12 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Zitat von re-entry im Beitrag #11
für mich ginge solch ein Bypass schon - freilich ohne Tunneleinfahrt und Ringstreckenwahnsinn. Ich fände das sogar sehr spannend! Es müsste dort jedoch in gezeigtem Plan ein eigener verdeckter Abstellbereich folgen
OK, unter diesen Gesichtspunkten ist das schon logisch. Mir persönlich bekannt ist Nordhausen Nord. Das wäre aber wieder ein Beispiel, das Absonderliche nachzubilden anstatt das Gewöhnliche (siehe anderer Strang)

OOK
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OOK Offline




Beiträge: 3.501

30.09.2014 22:16
#13 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

So, ich werfenun mal einen abgewandelten Entwurf in die Debatte:



Das ist aber nicht als endgültiger Vorschlag anzusehen. Mir persönlich ist so ein städtischer Kopfbahnhof fremd, wenngleich ihn ihn interessant finde.

Das Wichtigste: Keine Ringstrecke mehr sondern puristisch p2p. Die kleinen schwarzen Rondelle sind die Marken für die Meterabstände, um die Höhendistanz errechnen zu können. (Andere Leute haben für sowas ein Gleisplanungprogramm, ich habe nur meinen Kopf.) Insgesamt kann die Strecke also von der DKW in Bad Kossingen bis zum Beginn des Zugspeichers sechs Meter fallen (Bf Schmalzfeld in der Ebene), das wären bei ø 25‰ 12,5cm Höhendistanz. Das ist entschieden zu wenig, um da unter Tage eingreifen zu können. Das Gefälle weiter zu führen bis Schmalzfeld bringt auch nichts, denn die sichtbare Strecke darüber fällt in gleicher Weise. Hier müsste eine alte Idee von mir zur Ausführung kommen, ein absenkbarer Zugspeicher. Wenn keine Ein- und Ausfahrten stattfinden, kann der gesamte Speicherbahnhof um sagen wir zehn oder fünfzehn Zentimeter gesenkt bzw. gehoben werden. Ich hätte auch eine Idee, wie das zu bewerkstelligen wäre, aber das ist hier nicht Thema.

Die Drehscheibe in Bad Kossingen wirkt irgendwie fehl am Platze, kann weg, wenn keine Schlepptenderloks eingesetzt werden sollen. Eine BR 24 wäre eh das Dickste, was hier passt. Der Gleisplan des Kopfbahnhofes ist wie gesagt mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluss, da nehme ich gerne Vorschläge entgegen. Typisch für meinen Entwurf ist jedoch, dass - im Gegensatz zum Frommschen Plan - die Züge zum Umsetzen nur ein kleines Stück zurückgeschoben werden müssen, nicht ganz hinaus ins Vorfeld.

Was noch fehlt, wären ein paar definierte Anschließer (wegen der "Rangiermöglichkeiten").

OOK
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hmmueller Offline



Beiträge: 173

01.10.2014 09:02
#14 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Was mir ein/auffällt:

a) Warum 12,5%o und nicht von mir aus 16? (deswegen auch das Schutzgleis beim Steinbruch?!)
b) Die DKW als Spitzenweiche ist schon ein wenig ungewöhnlich - wobei's das bei Kopfbahnhöfen mit ihren niedrigen Ein/Ausfahrgeschwindigkeiten sicher gegeben hat. Das Ausziehgleis(?) auf der "falschen Seite" (relativ zu Güter/Ladegleisen) ist sowieso nicht sehr hilfreich - das könnte man höchstens als Schutzgleis wegen des Gefälles (16%o :-)) interpretieren. Wenn's wegfällt, hätte man nur mehr eine einfache Spitzenweiche ...
c) Ein "richtig-seitiges" Ausziehgleis für Lstr, Ra, Gs-Gleise fehlt mir - statt des halben Hosenträgers lieber eine DKW, dann könnte man dort was dranbinden, "irgendwie".
d) Als Drehscheibe reicht jedenfalls eine mit 18m (P8), aber vielleicht gibt's dort ja noch eine alte mit 16m - spart das ein wenig Platz?

... und die Köf in Schm. sollte man wirklich wie von Michael(?) vorgeschlagen mit einer Weiche ans - evtl. ein wenig verlängerte - Rampengleis anschließen.

Und noch eine (Schnaps-?)Idee: Zugspeicher statt absenkbar herausdrehbar?

Harald M.

OOK Offline




Beiträge: 3.501

01.10.2014 19:17
#15 RE: Frisch, Fromm, fröhlich, frei ist die Anlagenplanerei antworten

Zitat von hmmueller im Beitrag #14
a) Warum 12,5%o und nicht von mir aus 16? (deswegen auch das Schutzgleis beim Steinbruch?!)
Harald, da haste dich verrechnet. Es sind durchschnittlich 2,5%, die Ausrundungen der Neigungswechsel schon mitgerechnet, da wird die reine Steigung eher bei 3% liegen, und mehr sollten es bei einer Anlage dieser Artwohl nicht sein.

Zitat
Ein "richtig-seitiges" Ausziehgleis für Lstr, Ra, Gs-Gleise fehlt mir - statt des halben Hosenträgers lieber eine DKW, dann könnte man dort was dranbinden, "irgendwie".

Werde ich beim nächsten update einzeichnen.

Zitat
Und noch eine (Schnaps-?)Idee: Zugspeicher statt absenkbar herausdrehbar?

Jetzt rufst du aber den anderen Otto (ow) auf den Plan, der hier Chancen für seine Basisschublade sieht. Aber Spass beiseite, die Idee ist natürlich auch gut, da kann sich jeder was gemäß seinen Bautalenten aussuchen.

OOK
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