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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 48 Antworten
und wurde 4.018 mal aufgerufen
 IV.3. Praxis des Modellbahnbetriebes
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Casey Jones Offline



Beiträge: 95

14.10.2014 22:56
#46 RE: Anlagen für Fahrdienstleiter (Fdl-Anlagen) Antworten

ihr habt euch leider so in den Details verbissen, um mir nur ja etwas nachzuweisen, daß ihr gar nicht gemerkt habt, worauf es mir eigentlich angekommen ist: Bei uns in Deutschland gilt beim größten Teil der Eisenbahnspielenden der Mann mit der der roten Mütze als Fahrdienstleiter, was sachlich einfach falsch ist und demzufolge besser nicht zu eigen gemacht werden sollte. Mehr war nicht.

Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

OOK Offline




Beiträge: 4.315

15.10.2014 09:25
#47 RE: Anlagen für Fahrdienstleiter (Fdl-Anlagen) Antworten

Christian, ich vermag nicht zu erkennen, dass dir jemand am Zeuge flicken will. Ich selber hatte gleich auf deinen Einwand geantwortet, dass er sachlich korrekt ist. Dass nun unsere österreichischen Forumsmitglieder den österreichischen Usus darstellen, ist angesichts der Tatsache, dass die beschriebene Szene in Österreich stattfand, eigentlich das Selbstverständlichste von der Welt und gerade in diesem Forum äußerst wünschenswert. Wir alle sind doch nicht nur hier, um unser Wissen kund zu tun, sondern auch dazu, dieses zu erweitern. Und damit meine ich an erster Stelle mich selbst.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 517

13.05.2016 17:23
#48 RE: Anlagen für Fahrdienstleiter (Fdl-Anlagen) Antworten

Hallo liebe Forumer, bevor ich in einem neuen Strang beginne, meine "Verflossene", nämlich die Fahrdienstleiter-Anlage Triptis I vorzustellen, habe ich mir das vorliegende Thema zur Vorbereitung nochmal angeschaut. Dabei habe ich eine Menge wichtige Aussagen gefunden, die ich hier mal kurz wiederholen möchte. (Meine Kommentare in Kursivschrift). Die alte Anlage befand sich im gleichen Raum wie die jetzige Anlage Triptis II, allerdings hatte ich nur etwa halb so viel Gleismaterial verbaut, der Platz für Bediener war entspechend großzügiger. Es gab nur zwei Bahnhöfe im sichtbaren Bereich (Triptis und Auma) dafür aber drei Abstellbahnhöfe und einen verdeckten Arbeitsplatz in der "Unterwelt". Ich habe die Anlage in den 80er Jahren geplant und gebaut, Computer zur Anlagensteuerungwaren damals noch in weiter Ferne. Alle Züge mussten am Anfangspunkt ihrer Fahrt zeitrichtig von Hand gestartet werden, das war ziemlich personalaufwendig.


#4 OOK
Aber ich würde gern den Radius etwas größer ziehen und auch die mainstreamige Variante mit einbeziehen: ein einzelner Modellbahner baut sich eine Anlage, auf der er als Fdl mächtig zu tun haben möchte. Wie kann/muss die aussehen?
Vermutlich wird er an seinem Stellpult sitzen und auf die Züge warten, die ihm eine Programmautomatik von beiden Seiten "schickt". Es braucht also im Prinzip nur zwei gut sortierte Schattenbahnhöfe (die auch in einem zusammengefasst sein können) und den "Hauptbahnhof". Eigene Erfahrung habe ich mit diesem System nicht, aber vielleicht jemand anders?

So ähnlich lief das bei mir ab, allerdings gab es keine Programmautomatik, sondern einen "Fdl Unterwelt", der die Züge zum richtigen Zeitpunkt in den sichbaren Bereich losschicken musste.


#7 hwunderlich/Hartmut
Alleinunterhalter, Ersterer müsste dann aber schon seine Anlage so konfigurieren, dass die Züge am Halt zeigenden Signal
alleine anhalten und bei einem Fahrtbegriff dann auch weiterfahren.

Auf den Streckengleisen war das genau so. Der Aufsichtsbeamte im Bahnhof (der gleichzeitig Fdl sein konnte) schickte den Zug per Zp9 los und musste sich dann nicht mehr um ihn kümmern. Der nächste Fdl bekam eine Zugmeldung per Telefon und nahm den Zug dann am Einfahrsignal "in Empfang". Falls das Signal auf Halt stand, hielt der Zug selbständig an, er hatte sozusagen einen eingebauten Tf.


#10 hwunderlich/Hartmut
beschreibt den Ablauf der Zugmeldungen,
- Anbieten/Annehmen (Wird Zug 4711 ... ?) wird auf eingleisigen Strecken mit Streckenblock praktiziert,
- Abmelden (Zug 4711 ab ...) ist einfacher, das gibts bei zweigleisigen Strecken mit Streckenblock,
- Rückmelden (Zug 4711 vollständig ...) ist für Strecken ohne Streckenblock oder bei Fehlern vorgesehen.

In Triptis I hatten wir Anbieten und Annehmen auf der Nebenstrecke, und Abmelden auf der Hauptstrecke. Unsere Frauen hatten kein Verständnis dafür, dass erwachsene Männer über eine Distanz von paar Metern Telefongespräche führen


#19 OOK
In diesem Strang nur über Fdl-Anlagen ohne C. diskutieren

Das passt zu Triptis I, denn MoBa-Computer gab es damals noch nicht.


#22 tuxlover/Michael
Eine Fdl-Anlage besteht im Zweifelsfall nur aus einer Betriebsstelle und Zugspeichern.

Genau. Die Kommunikation geht dann allerdings von der Betriebsstelle in beide Richtungen zum Zugspeicher-Steuerpersonal (falls es kein Kopfbahnhof ist), d.h. die Zugspeicher brauchen eigene Fdl.


#24 hmmüller/Harald
Bahnhofsstruktur: entweder zwei Stw (ein Fdl-Stw und ein Wärter-Stw) oder drei Stw (eine Befehlsstelle und zwei Wärter-Stw)

Befehlswerke gibts nicht nur in Österreich; in Neustadt (Orla) gab es ein solches im EG und dazu die Wärter-Stw No und Nw. Der Fdl war gleichzeitig Bahnsteigaufsicht und hatte dazu eine rote Mütze (so wie ich auf dem Avatarbild).


#30 hmmüller/Harald
Ausstattung Bahnhhof für Fdl-Betrieb,
Ich gestehe, das ist alles am grünen Tisch erfunden. Aber so würde (und werde, wenn's dann soweit ist) ich das machen wollen ...

Das liegt wohl nahe, ich hab das tatsächlich weitgehend so gemacht!


#31 hmmüller/Harald
Wenn ich von meiner Fahrdienstleiteranlage träume, dann gibt es da auch Haptisch-Akustisch-Optisches, das ich nicht vermissen möchte - allerdings bin ich hier nun garantiert in einem Minderminderheitenbereich unterwegs:

* Habe ihr schon einmal bewusst zugehört, wie eine elektrische Weiche umläuft? Wie in den paar Sekunden man die Rutschkupplung greifen hört, dann den Umlauf, dann das Einfallen der Verschlusshaken und des Spitzenverschlusses? In meinen Träumen hat eine Fdl-zentrierte Anlage Geräuschmodule für den Weichenumlauf!

* Wer einmal im Relaisraum eines Drucktastenstellwerks (oder auch in einer alten Telefonvermittlung) gestanden ist, hat das Rattern der Relais gehört - in einem Stellwerk hört man hier, wie eine Fahrstraße über die Gestelle einläuft oder wie ein Zug auf seiner Fahrt die Teilfahrstraßen auflöst. Die Schaltungen meines Stellwerks werden auf jeden Fall mit Relais aufgebaut (ein paar Dutzend 4xUm-Relais liegen schon hier, und ein Demostellwerk für eine Abzweigbahnhof mit 2 Gleisen hab ich schon einmal zusammengelötet ...).

* Ich bekomme noch immer eine Gänsehaut, wenn ich an die Fahrdienstleitung in St.Valentin in den 1980ern denke: An die 30 Blockfelder, die beim heftigen Betrieb auf der Westbahn dauernd am Rattern waren (zwei Fahrdienstleiter taten hier Dienst). Ob und wie man das auf eine Modellbahnanlage bekommt, weiß ich nicht - aber das wäre für mich das Höchste der Gefühle ...

* Um wieder zur Anlage zurückzukommen: Signalflügel bewegen sich nicht "einfach so nach oben und unten" (gar nicht schnell wie bei Magnetspulenantrieben, aber auch nicht linear langsam), sondern parallel mit der Hebelbewegung: Entweder kuppelt man Hebel und Signal mechanisch, oder man simuliert die typische "Zwei-Wellen-Bewegung" (wegen des Umgreifens am Hebel) an einer Motorsteuerung (ok, manche Stellwerkswärter werfen die Hebel auch mit Schwung in die Endlage - nicht die feine Tour und eigentlich verboten).

Das spricht mir aus der Seele, leider konnte ich diese Geräuschkulisse nur unvolkommen nachbilden, denn die mechanischen Stellwerke in der Anlage waren elektrisch/elektronisch nachgebildet.


#32 Wanderer/Rolf
Natürlich dachte ich auch erst "wie langweilig", aber zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass das ein durchaus ausfüllender Job war. Der Bahnhof hatte ein mechanisches Stellwerk mit Hebelbank, und was man da alles beachten musste. Glücklicherweise standen die Abhängigkeiten auf Täfelchen an den Hebeln (ich weiß nicht, ob das zur Erleichterung war, oder ob das bei echten Stellwerken auch so ist). Dazu kam dann noch die Züge anbieten und annehmen, Voraus- und Zurückblocken sowie die Einträge im Stationsbuch. Es war genug.
Es blieb aber immer auch genug Zeit, den ein- und ausfahrenden Zügen zuzusehen.

Ich kann euch sagen, diese Tätigkeit konnte auch in Triptis I ganz schön stressig werden (zum Glück purer Eu-Stress), wenn der Zug mit leichter Verspätung vor dem Einfahrsignal steht, und man bekommt diesen verdammten Fahrstraßenhebel nicht umgelegt, weil da noch so ein Riegel (welcher denn?) nicht in der richtigen Stellung ist. Wie im richtigen Stellwerk steht auf den Täfelchen an den Fahrstraßenhebeln, welche Bedingungen erfüllt sein müssen. Die Einträge im Zugmeldebuch haben wir uns verkniffen.


#35 Pfalzbahn/Hubert
Allerdings bräuchte man doch für den "richtigen" Betrieb und Spielspaß mindestens zwei Personen!

Bei Triptis I waren es fünf Personen für uneingeschränkten Betrieb: Ein Fdl im Stw Twf, ein Wärter im Stw To, ein Aufsichtsbeamter/Rangierleiter/Rangierlokführer, ein Fdl im Bahnhof Auma, eine Person (ich!) für die beiden Fdl in den Unterwelt-Abstellbahnhöfen.


#37 OOK
Ich finde es wahnsinnig "geil" hier ein "richtiges" mechanisches Stellwerk hin zu bekommen, das nach Vorbildvorschrift bedient wird. Und ich treibe einigen Aufwand, diesen Wunschtraum zu verwirklichen.

Die Teile für die Hebelbank und für die Fahrstraßenhebel mit ihren Abhängigkeiten kann man ja kaufen, allerdings ist mir kein Bausatz für einen Blockaufsatz mit elektromechanisch funktionierenden Blockfeldern bekannt. Ich habe in der Anlage alles elektrisch nachgebildet, die Bedienung war weitgehend vorbildorientiert. Was gefehlt hat, waren die Induktorkurbel und die Gleichstrom-Fahrstraßen-Festlegefelder. Der Rest war kompliziert genug! Fehlbedienungen waren nicht wie beim Vorbild mechanisch verriegelt. Wenn man was falsch gemacht hat, kam erst ein deutlich erkennbares Warnlicht und nach ein paar Sekunden eine nicht überhörbare Hupe, so lange, bis die falsche Bedienhandlung zurückgenommen wurde.


#38 hwunderlich/Hartmut
Wer einen Fahrdienstleiterjob auf seiner Anlage verwirklichen möchte, braucht Mitspieler!!

1.) Mindestens einen, der die Züge fahren lässt.
2.) Mindestens einen "Nachbarfahrdienstleiter".

Hatten wir alles.

#40 Casey Jones/Christian
Rote Mütze und Befehlsstab sind die Kennzeichen des Aufsichtsbeamten;
Fdl und Aufsicht treten bei kleinen Bahnhöfen in Personalunion auf

Das war auch in Triptis I möglich. Es gab ein spezielles Aufsichtspult, das bei knapper Personallage vom Fdl mitbedient werden konnte. Da konnte er Abfahraufträge geben oder einfahrende Züge an der richtigen Stelle am Bahnsteig stoppen (sonst fuhren die sturen Lokführer bis ans Hauptsignal). Wenn genügend Bedienpersonal verfügbar war, gab es im Bahnhof Triptis neben dem Fdl und dem Wärter auch einen speziellen Aufsichtsbeamten, der gleichzeitig auch Rangierleiter und Rangierlokführer war. Für die Rangierfahrten gab es den guten alten Trix-Traffo, die notwendigen Weichenbedienungen musste der Rangierleiter mit den Stellwerken absprechen, ortsgestellte Weichen durfte er selbst stellen (wenn sie nicht vom Stellwerk verschlossen waren).

Ich denke, das reicht für heute. Für die eigentliche Beschreibung mache ich ein neues Thema hier im Bereich auf. Mit Hp1 aus Triptis - Helmut

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 517

30.05.2019 11:57
#49 RE: Anlagen für Fahrdienstleiter (Fdl-Anlagen) Antworten

Hallo Forumer, ich hole mal eine alte Frage von OOK aus dem Jahr 2014 hervor, die ich jetzt endlich beantworten kann:

Zitat von OOK im Beitrag #4
Aber ich würde gern den Radius etwas größer ziehen und auch die mainstreamige Variante mit einbeziehen: ein einzelner Modellbahner baut sich eine Anlage, auf der er als Fdl mächtig zu tun haben möchte. Wie kann/muss die aussehen?
Vermutlich wird er an seinem Stellpult sitzen und auf die Züge warten, die ihm eine Programmautomatik von beiden Seiten "schickt". Es braucht also im Prinzip nur zwei gut sortierte Schattenbahnhöfe (die auch in einem zusammengefasst sein können) und den "Hauptbahnhof". Eigene Erfahrung habe ich mit diesem System nicht, aber vielleicht jemand anders?


Ja, jetzt habe ich eine Erfahrung mit genau so einem System! Triptis II lässt sich mittlerweile haargenau so betreiben: Der einzige Unterschied ist, dass ich als Fdl nicht am Stellpult sitze, sondern ich muss stehen, weil die Bedienungselemente relativ hoch positioniert sind.



Die Programmautomatik liest den Fahrplan und bedient danach alle Betriebsstellen, die nicht zum Arbeitsbereich des Fdl Triptis gehören. Wenn ein Zug diesen "externen" Zuständigkeitsbereich Richtung Triptis verlässt, dann gibt der jeweils zuständige virtuelle externe Fdl eine Zugmeldung nach Triptis ab und tut dann nichts mehr. Diese Zugmeldung macht sich dann bei mir durch eine je nach Richtung unterschiedliche Anzahl von Glockenschlägen bemerkbar, und die Zugnummer erscheint auf dem Zugmelde-Display. Ich quittiere diese Zugmeldung und kann mir dann überlegen, welche Fahrstraße für diesen Zug einzustellen ist. Allerdings warte ich ab, bis der Zug sich wirklich dem Bahnhof Triptis nähert, denn die Zugmeldung kann aus relativ großer Entfernung kommen, weil zwischen Triptis und der vorher zuständigen Zugmeldestelle (zB Neustadt (Orla)) noch eine Zugfolgestelle (zB Traun) liegen kann, an der der Zug noch nicht vorbei ist. Wenn der Zug tatsächlich in den Streckenabschnitt direkt vor Triptis eingefahren ist, merke ich das daran, dass das Endfeld aus der entsprechenden Richtung entblockt wird, weil der dortige Wärter der Blockstelle vorgeblockt hat. Es rattert also im Blockkasten, und die Farbscheibe des Endfelds wechselt von weiß auf rot.



Jetzt muss ich die Fahrstraße für die Einfahrt befehlen. Ich kenne das richtige Gleis aus der Bahnhofsfahrordnung, deshalb lege ich den Fahrstaßenhebel für die passende Zugstraße um. Wenn gleichzeitig keine "feindliche" Fahrstaße eingestellt ist, dann geht das auch; sonst wäre der Fahrstraßenhebel gesperrt. Ich drücke also die Blocktaste des Befehlsabgabefelds und drehe die Induktorkurbel. Das zugehörige Befehlsempfangsfeld im Wärterstellwerk wird entblockt (=weiß). Dadurch, dass mein Stellwerk ein reines Befehlswerk ist, muss ich mich um die umzulegenden Hebel nicht kümmern, das tut mein Stellwerkswärter im Wärterstellwerk. Dass der Wärter korrekt arbeitet und meinen Befehl ausführt, merke ich daran, dass das Einfahrsignal nach einer gewissen Zeit auf Fahrt geht. Allerdings kann ich das Einfahrsignal von meinem HaNull-Arbeitsplatz aus nicht einsehen (der ist im Empfangsgebäude am Hausbahnsteig), deshalb habe ich in meinem Stellwerk einen Signalmelder, der die Stellung des zugehörigen Einfahrsignals wiederholt.

Jetzt muss ich noch berücksichtigen, ob der Zug durchfahren soll; vielleicht ist es ja ein Dg oder ein Schnellzug, der in Triptis keinen Halt hat. Durchfahrten sind normalerweise nur auf den durchgehenden Hauptgleisen möglich. Falls also die Einfahrstraße auf ein solches Gleis führt, dann (und nur dann) kann ich schon eine Ausfahrstraße stellen, bevor der Zug im Bahnhof ist. Der Lokführer sieht dann am Ausfahr-Vorsignal, dass die Ausfahrt steht und dass er keine Stillstandsbremsung machen muss.

Wenn es aber ein Reisezug ist, oder wenn die Einfahrstraße nicht auf das durchehende Hauptgleis zeigt, dann muss der Zug anhalten, und zwar entweder an der Haltetafel oder im Falle eines Güterzugs am Ausfahrsignal.

Wenn der Zug eingefahren ist, dann wird der Wärter rückblocken, indem er sein Endfeld blockt, das ist wieder deutlich hörbar, es rattert im Blockkasten. Wenn der Zug die Einfahrstraße vollständig passiert hat, dann wird der Wärter sie auflösen. Ich merke das daran, dass er als letzte Bedienhandlung sein Befehlsempfangsfeld blockt, damit wird mein Befehlsabgabefeld wieder entblockt (=rot). Jetzt kann ich meinen Fahrstraßenhebel wieder zurücklegen.

Wenn es vom Fahrplan her passt, dann kann ich jetzt die Ausfahrstraße befehlen. Sobald die Fahrstraße steht (das merke ich an der Fahrtstellung des Ausfahrsignals), kann ich eine Zugmeldung an den Fdl der nächsten Zugmeldestelle abgeben. Da ich mit meinem Computer nicht telefonieren kann, hat er die Zugmeldung freundlicherweise schon vorbereitet und zeigt mir die Zugnummer an, ich muss nur noch auf "Send" drücken, dann geht sie raus. Falls der Zug ein Reisezug mit fahrplanmäßigem Halt in Triptis ist, dann steht der noch da und wartet auf Zp9, das auf Fahrt stehende Ausfahrsignal reicht ihm nicht als Fahrfreigabe. Ich schaue also auf die Uhr und auf den Fahrplan und setze mit gegebenenfalls im Geiste die rote Mütze der Bahnsteigaufsicht auf und drücke dann die Zp9-Taste. Falls der Zug auf Gleis 7 steht, dann wird mein kleiner HaNull-Kollege dort seine Kelle heben und die Abfahrt veranlassen.

Damit ist meine Aufgabe für diesen Zug fast erledigt, ich muss nur noch darauf achten, dass der Wärter korrekt vorblockt und die Ausfahrstraße wieder auflöst.

Das ist alles noch ganz gut zu beherrschen, jetzt stellt euch aber mal vor, dass die Züge in kurzen Abständen aus drei Richtungen ankommen und gegebenenfalls in Tripts enden oder in Triptis starten. Das habe ich alles noch nicht komplett ausprobiert, die bisherigen Versuche haben aber großen Spaß gemacht.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

EDIT: Farbfelder korrigiert

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