Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 41 Antworten
und wurde 3.475 mal aufgerufen
 VII.3. Weichen und Signale stellen
Seiten 1 | 2 | 3
OOK Offline




Beiträge: 4.140

25.02.2019 19:04
#31 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Die Zeit steht nicht still, die Entwicklung des Stellwerks Sf auch nicht. Der Verschlussregisterkasten musste in der Tiefe weiter als geplant ausgeführt werden, damit die beiden Schlüsselwerke (Outbus) Platz fanden:



In allen drei Fahrstraßen, die hier eingestellt werden können, gibt es ortsgestellte Weichen, deren korrekte Stellung durch ein Riegelschloß an Ort und Stelle gesichert wird. Der Schlüssel kann dann abgezogen und zum Stellwerk gebracht werden, wo er in das dortige Schlüsselwerk eingeschlossen wird und dadurch die entsprechende Fahrstraßenschubstange freischließt (und dann nicht mehr abgezogen werden kann).
Nach dem Auflösen der Fahrstraße kann der Rangierleiter den Schlüssel wieder haben und seine Weichen entriegeln und nach Belieben stellen.

Die Anlenkung der im vorigen Post gezeigten Fahrstraßenhebel (H0fine)erfolgt über die Umlenkhebel auf der linken Seite durch Jürgen (Jaffa), der zur Zeit damit beschäftigt ist.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

hmmueller Offline



Beiträge: 336

25.02.2019 19:32
#32 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Hübsch!

... was ist das Material, aus dem Gehäuse, Schieber und Hebel sind? - und wie habt ihr es hergestellt ("subtraktives Verfahren" = ausgesägt, gefräst, gebohrt, oder "additives" = 3D-Druck) ?

H.M.

OOK Offline




Beiträge: 4.140

25.02.2019 20:46
#33 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Alles ist so genanntes Kraftplex, gelasert. Das Material ist stabil aber leicht federnd. An einigen Stellen müssen Aufdoppelungen angebracht werden, nicht wegen der Stabilität, sondern wegen der Zuverlässigkeit der Eingriffe.
Sobald dies in Funktion ist, lasert Jürgern die Teile für die Osthälfte des Stellwerks, das ja umfangreicher wird: mehr Weichen, drei Signale, fünf Fahrstraßen. Aber keine Schlüsselwerke. Die Interdependenz zwischen beiden Hälften (Ausschluss von zwei Fahrstraßen aufs gleiche Gleis) ist auch gegeben.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

hmmueller Offline



Beiträge: 336

25.02.2019 20:58
#34 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten



(Du hast mich ja verführt, dass ich mich da auch auf die Reise mach: Ich bin grad dabei, einen volles mechanisches Stellwerk durchzuplanen - dabei setze ich durchgängig auf Alu als Material und "traditionelle Fertigung" = Sägen und Bohren und Schleifen. Wird aber noch dauern, bis da aus den Plänen was Reales wird ...)

H.M.

OOK Offline




Beiträge: 4.140

25.02.2019 21:41
#35 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Unser "Traumwerkstoff" wäre Messing gewesen. Aber das hätte das Projekt arg verteuert und vor allen Dingen die Fertigstellung auf den St.Nimmerleins-Tag verschoben. Und der Fdl Sonnenberg wartet händeringend auf das Stellwerk.
Es ist auch ein Test, ob der Werkstoff Kraftplex tatsächlich leistet, was wir von ihm erwarten. Und: sollte eine Schubstange mal brechen, kann Jürgen von vorhandener Datei das Teil sofort neu lasern.

Heute würde ich mir wünschen, dass M. Hellmann von H0fine die Weichenhebel etc. in doppelter Größe gemacht hätte. Das gäbe mehr Haptik und vorbildfmäßiges "feeling" beim Einstellen der Fahrstraßen.

PS: Auf den Neutralschieber sollten wir noch "Patent H.M. Müller" einbrennen. Eine wirklich geniale Idee.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

26.02.2019 10:32
#36 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Das sieht ja richtig gut aus!

Aber ist das Kraftplex-Material wirklich stark genug, um beispielsweise die Kräfte aufzunehmen, die an den "Ärmchen" der Fahrstraßenschieber (die in die Aussparung des Neutralschiebers eingreifen) auftreten? Da könnten kritische Biegemomente auftreten, wenn der Fahrstraßenausschluss eintritt. Vielleicht kann man diese Ärmchen breiter ausführen, und nur das vordere Ende, das in den Neutralschieber eingreift, so schmal lassen?

Mit Gruß - Helmut

hmmueller Offline



Beiträge: 336

26.02.2019 12:34
#37 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Zitat von OOK im Beitrag #35
die Weichenhebel etc. in doppelter Größe (machen)

Das ist interessant - was ich plane, hat (zufällig) ziemlich die gleiche Größe wie die h0fine-Hebel, wenn ich das an den Bildern richtig sehe (Scheibendurchmesser ca. 50mm, Hebellänge ca. 100mm). Wenn Du Dir Hebel mit ca. 20cm Länge wünscht, sind das schon ziemliche "Apparate", auch vom Materialverbrauch her ... aber vielleicht zeichne ich meine Pläne einmal in 2:1 um ...

Zitat von OOK im Beitrag #35
Neutralschieber sollten wir noch "Patent H.M. Müller" einbrennen
Also die Erwähnung in diesem Forum ist schon Ritterschlag genug - aber wenn Platz ist und es technisch hinzukriegen ist, dann warum nicht

H.M.

OOK Offline




Beiträge: 4.140

26.02.2019 12:45
#38 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Die Hebellänge bei den H0fine-Aggregaten ist 80mm vom Drehpunkt bis ende Griff, Scheibendurchmesser 44mm. Es hat schon noch etwas Spielzeughaftes. Die Fahrstraßenhebel sind hingegen groß (kann grad nicht messen, die sind alle bei Jaffa), würden auch zu doppelt so großen Weichenhebeln passen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

OOK Offline




Beiträge: 4.140

27.02.2019 09:00
#39 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Jaffa war wieder fleißig und hat nun die Fahrstraßenhebel an die Fahrstraßenschubstangen angelenkt.



Wie von Helmut schon vermutet, kann die "Nachgiebigkeit" des Material gelegentlich ein Problem sein, aber da kann er noch gegensteuern.
Was noch fehlt, ist die Rückholfeder für den Neutralschieber.

Das vorgesehene Gehäuse der Fahrstraßenhebel ist weitgehend entfallen, es wird ein Gesamtgehäuse zu konstruieren sein.
Ich denke, es kann nicht mehr lange dauern, bis das Stellwerk in Betrieb genommen werden kann.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

jaffa Offline




Beiträge: 122

27.02.2019 09:24
#40 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Eine kleine Ergänzung und Anmerkung zu dem Material KRAFTPLEX, das ja den meisten weniger vertraut ist: Die Gefahr, dass z.B. die »Ärmchen« brechen, die in die Aussparungen des Neutralschiebers greifen, besteht nicht. Das Material wird auch gerne als »Holzblech« bezeichnet, weil es – ganz anders als z.B. MDF – nicht hart und spröde ist, sondern zäh und elastisch ist. Insofern korrespondiert es ganz gut mit dem PVC der Weichen-/Signal-/Fahrstraßenhebel, die ähnliche Materialeigenschaften aufweisen.
Eine große Stärke neben der Zähigkeit und Stabiltät sind die guten Lasereigenschaften, u.a., weil das Material kein Kunstharz als Bindemittel verwendet.

Heute werde ich die Signal-/Weichenschubstangen aufdoppeln und die Rückholfeder für den Neutralschieber einbauen. Dann wird es keine Toleranzen mehr durch die Materialflexibilität geben.


Mein Modellbahnprojekt: »Innerstetalbahn«
Meine Modellbahner-Serviceseiten mit Gleisplan- und Tipps&Tricks-Datenbanken: www.moba-trickkiste.de

Fdl Triptis Offline



Beiträge: 422

01.03.2019 12:00
#41 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Übrigens: Der Fahrstraßenausschluss funktioniert in dieser Konfiguration auch ohne den Neutralschieber, weil zu jeder der drei Fahrstraßen unterschiedliche Stellungen der Weichenhebel gehören, d. h. es lässt sich auch ohne den Neutralschieber immer nur ein Fahrstraßenhebel umlegen (wenn die Weichenhebel in der richtigen Stellung liegen).

(Edit: Damit ist übrigens mein Einwand in #36 entkräftet, denn die erwähnten "Ärmchen" werden nie richtig belastet!)

Vielleicht gibt es aber eine Vorschrift, dass der Fahrstraßenausschluss nicht über die Weichenhebel gemacht werden darf?

Ich habe allerdings in meinem Stellwerk Tf eine Situation, wo man den Neutralschieber unbedingt braucht, es handelt sich bei Tf nämlich um ein reines Befehlswerk ohne Weichen- und Signalhebel, hier muss also der Fahrstraßenausschluss durch ein Exklusives ODER in einer Fahrstraßengruppe (und bei allen feindlichen Fahrstraßen) erreicht werden.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

hmmueller Offline



Beiträge: 336

01.03.2019 13:42
#42 RE: Stellwerk Sf der BAE antworten

Der Neutralschieber ist - bei Otto und auch bei der großen Eisenbahn - nur für die Freigabe des Signalhebels nötig - der muss sich umlegen lassen, wenn entweder Fahrstraßenschieber 1 oder Fahrstraßenschieber 2 verschoben ist. Ein exklusives Oder ist dafür nicht nötig und ist bei Otto auch nicht realisiert, es reicht ein "inklusives Oder" - d.h., der Signalhebel dürfte sich auch umlegen lassen, wenn beide Fahrstraßenschieber verschoben sind.

In Ottos Anlage kann das natürlich nicht sein, weil, wie Du ja sagst, dafür Fahrwegelemente verschieden stehen müssen - daher ist das dort kein Thema.

In anderen Fällen ist es aber nötig, das explizit zu verhindern - z.B. Befehlswerken wie Deinem; oder auch bei Gegeneinfahrten auf einem Stellwerk. Edit ... das war vorher ziemlich missverständlich

Dann wird aber in realen mechanischen Stellwerken nicht der Neutralschieber (österreichische Bauarten 5007 und SBW500) oder Gruppenverschluss (deutsche Bauarten Einheit und Jüdel, vielleicht auch andere) für diesen Fahrstraßenausschluss verwendet - das "Exklusiv" in der Mechanik wird also, obwohl vorhanden, nicht ausgenützt (was mechanische Gründe hat, nämlich den zu großen Leerlauf, den ich in meinem Blog beschrieben habe). Für Fahrstraßenausschlüsse, die sich nicht aus der Stellung der Fahrwegelemente (Weichen usw.) ergeben oder daraus, dass die zwei auszuschließenden Fahrstraßen auf einem Schieber liegen, werden immer sogenannte "besondere Ausschlüsse" projektiert; Beispiele dafür sieht man in diesem alten Posting meines 12SA-Stellwerks - tatsächlich schauen die besonderen Ausschlüsse auch bei den erwähnten moderneren mechanischen Bauarten ziemlich ähnlich aus.

H.M.

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz