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Modellbahnanlagen
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 II.3. Planen von Anfang an
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STBR Offline



Beiträge: 183

06.09.2014 00:33
#31 RE: Harz in H0m antworten

Gut, zugegeben, nur AwAnSt vereinfacht es zu sehr!
"Der Fluch der Sperrfahrt" kommt daher, daß ich seit einigen Jahren als Fahrplanschaffender für die FREMO-0m-Treffen tätig bin und eine Sperrfahrt die Strecke u.U. mal für 1 Modellstunde oder, wenn's blöd läuft, länger blockiert.
Wenn ich im Arrangement (hier: auf meiner Anlage) zuviele solcher Direktanschliesser habe wird es sehr schwierig da noch einen weiteren Zug "durchzufädeln".

Die NWE hat den Harz schon früh touristisch erschlossen! 1927 z.B. tägl. 8 P-Zugpaare zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne, plus dem Güterverkehr und Sonderfahrten an den Wochenenden!

Der Reiz dieses Streckenabschnittes liegt für mich darin daß ich einerseits im "Ein-Mann-Betrieb" Güterwagen zustellen kann, andererseits aber auch mit einigen Freunden Betrieb mit allem Drum und Dran machen kann. Der Fahrplan sollte sich dabei möglichst am Vorbild orientieren. Unter "flüssig machen" verstehe ich daher, daß z.B. der morgendliche Ng. die Gesamtstrecke nicht 4 Stunden lang für kreuzende Züge blockiert.(Und keinesfalls die Nachbildung der linken Rheinstrecke auf Meterspur!)
Das will aber, und da gebe ich Dir völlig recht, wohlüberlegt sein denn auch zu große Bequemlichkeit geht am Vorbild vorbei.
Noch bin ich ja in der Planungsphase und um jede Anregung dankbar!

Gruß:
Stefan

OOK Offline




Beiträge: 3.842

06.09.2014 07:55
#32 RE: Harz in H0m antworten

Zitat von Casey Jones im Beitrag #30
Ich finde eher, eine Art Fluch ist nicht die Sperrfahrt, sondern die Überlegungen, "die Sache flüssiger zu bekommen".
Wozu denn?
Bevor hier weiter etwas verflucht wird, möchte ich mal meine Meinung dazu geben: Weder die Sperrfahrt an sich ist ein Fluch, noch das Bestreben, den Betrieb flüssiger zu machen.
Sperrfahrten haben einen hohen Reiz, meinetwegen auch Spielwert, weswegen wir auf der BAE auch Unterwegsanschlüsse erfunden haben, um welche machen zu können. Aber wie beim Vorbild stehen sie den Bedürfnissen des Fahrplanbetriebes mit Reisezügen recht im Wege, zumal sie zeitlich schlecht zu kalkulieren sind. Das Bestreben des Zugleiters muss es sein, seine Züge planmäßig durchzubringen, und da "nerven" ihn Sperrfahrten schon mal und er ist dankbar, wenn er eine wegschließen kann. Auch die dahin führenden Überlegungen und Entscheidungen haben Spielwert.
Eine Strecke mit einer Sperrfahrt derart dicht zu machen, dass die Planzüge auf den nächsten Tag verschoben werden müssen, wäre alles andere als vorbildgerecht.
Die Durchfahrt liegt also irgendwo zwischen Scylla und Charybdis und Stefan versucht, so habe ich verstanden, gerade genau die optimale Stelle zu finden, also den guten Kompromiss. Das findet meine Unterstützung.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

STBR Offline



Beiträge: 183

07.09.2014 15:07
#33 RE: Harz in H0m antworten

Eine eher technische Frage an H0m-Praktiker:

Was ist der betriebssichere Mindestradius im Streckengleis ?
Ich habe heute vorsichtig angefangen mein Konzept mal maßstäblich umzusetzen,
es "knirscht" etwas sehr, und ich möchte jetzt erstmal testen ob sich das Ganze mit Minimalradien
überhaupt realisieren läßt, bzw. ob und wo dann Platz für grössere Radien bleibt

Stefan

OOK Offline




Beiträge: 3.842

07.09.2014 18:25
#34 RE: Harz in H0m antworten

Ich kann die Frage nicht beantworten, aber einen Rat geben: Ausprobieren. Einfach ein Stück Strecke auf ne Platte, Rollbockzug drauf und ab geht's bis die Spurkränze Funken schlagen. Dann weißt du, wo das Limit ist.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.694

07.09.2014 18:48
#35 RE: Harz in H0m antworten

Auch keine praktische Erfahrung, aber:
Mindestradius Weinert H0m Modelle (1'E1') : 330 mm
Die Studie oben war mit Rmin =457 mm, Innenradius Peco 75 Innenweiche
In den Foren (RhB) wird etwas zwischen 400 und 500 mm angegeben!
Fremo H0m hätte gerne 850 mm bzw. größer!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Casey Jones Offline



Beiträge: 95

07.09.2014 20:15
#36 RE: Harz in H0m antworten

aus meiner H0e Erfahrung (hoffentlich ist das nicht wieder OT, weil es hier ja um H0m geht) könnte ich folgendes beisteuern:

Bei Rollbockbetrieb bist du ja gezwungen, die Kupplungen der H0-Güterwagen zu verwenden. Und da gibt es eine Vorentscheidung: Willst du mit Kurzkupplung fahren oder ist das kein Muß?
Mit Kurzkupplung gilt ziemlich genau der 360er Radius als Untergrenze, jedenfalls wenn die Wagenlänge nicht begrenzt sein soll. Bei durchweg kurzen Wagen mit geringen Überhängen kann man das auch noch etwas unterschreiten, also vielleicht 320 Radius. Da aber der Kupplungsangriffspunkt beträchtlich höher über SOK (Schienenoberkante) als nur für H0 liegt, ist wegen der Seitenkräfte die Länge des aufgebockten Zuges begrenzt. Hier liegen mir nur H0e Erfahrungen vor, die dir absolut gesehen leider nichts nützen. H0m dürfte aber prinzipiell etwas unkritischer sein als H0e.

Mein persönliches Limit ist Radius 260, den auch die meisten Weinert Loks noch schaffen, zB die 99 6001, mit den Mallets (die im Modell meines Wissens keine sind), habe ich keine Erfahrungen und bei den großen 1'E1' würde ich Pfalzbahn zustimmen. Für H0m wäre ein 260er Radius aber schon rein optisch nicht mehr schön.
Ich verwende die Kurzkupplung (vom Marktführer, weil die ruckfrei einkuppelt) allerdings nur auf einer Wagenseite, habe also keinen Puffer-an Puffer-effekt, vermeide damit aber (gerade noch) ein Zwängen. Drei H0 Wagen sind auf diese Weise sicher zu befördern, im Bogen bei gleichzeitiger Steigung.

Die Steigung ist natürlich eine weitere Begrenzung. Rollböcke haben einen erheblich höheren Rollwiderstand, weil sie keine Spitzenlagerung besitzen, so daß die geplante Steigung eine größere Rolle spielt als sonst. Bei der nicht ungewöhnlichen Steigung von 1:30 ( 33‰ ) kann man den dreiachsigen Weinert Loks (99 5811, 99 6101/2, 99 6001) neben 3-4 Schmalspurigen zwei aufgebockte H0 Güterwagen zumuten. Bei den Mallets und bei den den großen 1'E1' weiß ich's nicht, es dürfte sicher mehr sein.

Insgesamt ist es schon eine Gratwanderung, so daß ich auch zu möglichst umfangreichen Vorversuchen (Radius + Steigung) raten möchte.

Grüße
Christian

>>Ich lasse meinen Computer nicht mit meiner Eisenbahn spielen!<<

OOK Offline




Beiträge: 3.842

07.09.2014 21:38
#37 RE: Harz in H0m antworten

Nein, das ist ganz und gar nicht OT, es handelt sich um wichtige und hilfreiche Vorausüberlegungen zu Stefans Anlage.
Andererseits sind die genannten Erkenntnisse auch über diesen Strang hinaus gültig, so dass ich mir auch einen Strang im Unterforum Anlagenpraxis hiermit vorstellen könnte.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

hwunderlich Offline




Beiträge: 455

07.09.2014 22:23
#38 RE: Harz in H0m antworten

Moinsen,

ich bin zwar jetzt nicht der Schmalspurspezialist für den Maßstab 1:87, aber ich denke, das Alles unterhalb
von 500mm Radius optisch nicht wirklich schön ist. Wir reden hier über einen Vorbildradius von 43,5m!

Wenn es der Platz hergibt und es keine weiteren gestalterischen Probleme gibt würde ich, gerade bei Rollbockbetrieb,
nicht darunter gehen wollen.

Ein Kbs 443 oder Gbs 254 (sorry, dir Ep.III Bezeichnungen sind mir nicht geläufig) sind z.B. relativ lange
Wagen mit grossen Überhängen die zum Teil schon auf Regelspurgleisen mit Radien um die 900mm (grosse PECO)
mit Bügelkupplungen zum verhakeln neigen.

Bei reinem H0m Betrieb mit Mittelpuffern ist dieses Problem allerdings vernachlässigbar.

Ich bin gespannt, wie sich diese Konzeption entwickeln wird und verabschiede mich erst mal in den PC-freien
Urlaub ;-)

So long, bis demnächst

Hartmut

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

STBR Offline



Beiträge: 183

08.09.2014 00:41
#39 RE: Harz in H0m antworten

Erstmal herzlichen Dank für Eure Informationen!
Wie gesagt, hier geht's erstmal um das Minimum, um zu sehen, was mit dem erdachten Konzept im gegebenen Raum überhaupt geht. Daß der Radius "je größer desto besser" ist, ist mir klar! (Der min. Radius auf meinen FREMOdulen 0m beträgt 2000mm), aber mein Kellerraum ist (leider) keine Turnhalle.
Ich arbeite mit Euren Informationen weiter und stelle das Ergebnis dann hier zur Diskussion.

Gruß:
Stefan

OOK Offline




Beiträge: 3.842

08.09.2014 07:40
#40 RE: Harz in H0m antworten

Zitat von STBR im Beitrag #39
Der min. Radius auf meinen FREMOdulen 0m beträgt 2000mm
*Neid* Die BAE muss mit der Hälfte auskommen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

STBR Offline



Beiträge: 183

09.09.2014 12:40
#41 RE: Harz in H0m antworten

Zitat von OOK im Beitrag #40
Zitat von STBR im Beitrag #39
Der min. Radius auf meinen FREMOdulen 0m beträgt 2000mm
*Neid* Die BAE muss mit der Hälfte auskommen.

...dafür fristet die BAE ihr Dasein aber nicht ca. 345 Tage des Jahres in Form von Modulsandwiches....

Stefan

OOK Offline




Beiträge: 3.842

09.09.2014 12:45
#42 RE: Harz in H0m antworten

OK, Neid zurückgenommen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

STBR Offline



Beiträge: 183

14.09.2014 16:23
#43 RE: Harz in H0m antworten

So, weiter geht's
(ich habe derzeit jobmässig ziemlich viel um die Ohren, daher kommen Beiträge nur stockend)
Das Konzept habe ich jetzt mal "rudimentär" mit Raily4 im Maßstab gezeichnet. Bitte um Entschuldigung wenn es, was Weichen und Gleisverlauf betrifft, etwas unelegant aussieht aber ich arbeite mich in dieses Gleisplanungsprogramm erst hinein! (FREMOdule kann man 1:1 auf Papier planen....)Den 10cm-Raster habe ich drin gelassen damit Ihr eine Vorstellung von den Maßverhältnissen habt.

Alsdenn:
Version 1 entspricht meiner ursprünglichen Vorstellung. Die Fiddleyards befinden sich unter der Anlagenzunge, das "Geschlinge" stellt einen doppelgleisigen Wendel nach unten dar.



Wenn Ihr jetzt mit Lachen über mein zeichnerisches Gestümpere fertig seid, hier Version 2.
(Die "freifliegenden" Gleisstücke die dort auftauchen zeigen Gang- bzw. Anlagenbreiten!)
Dabei habe ich auf Gleiswendel verzichtet und die Anregung von Hubert übernommen und anstelle von Fiddleyards lediglich ein Aufstell- und ein "Kasettengleis" an den Streckenenden eingeplant.



Die Zugkasetten könnten über den Gleisen auf Wandkonsolen abgestellt werden.
Wenn Ihr Euch jetzt noch die nicht eingezeichneten scenic dividers vorstellt entsteht links von der Tür ein ziemlich abgeschlossener "Raum" in dem ein Zugleiter, der auch die beiden Fy. bedient, versteckt werden könnte. An der Stirnseite des Kabuffs kann auch ein kleiner Tisch gestellt werden.

Ich würde mich über Eure Grundsätzliche Beurteilung freuen, vor Allem was Gleislängen, betriebliche Abläufe und Raumausnutzung betrifft! Falls Ihr noch alternative Ideen oder Verbesserungsvorschläge habt: Her damit!!

Grüße:
Stefan

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.694

14.09.2014 19:12
#44 RE: Harz in H0m antworten

Hallo Stefan,

mein Favorit ist eindeutig Nummer Zwo! ;)
Hättest Du aber noch etwas Statistik zu den beiden Versionen? Rmin, Streckenlänge, Gleismaterial, Anlagenkanten, ... ?

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

hmmueller Offline



Beiträge: 211

14.09.2014 20:05
#45 RE: Harz in H0m antworten

Zum ersten wär's schön, wenn Du die Betriebsstellen (incl. der Anschlussbahnen) mit Namen versehen würdest, weil sie ja im 2. Plan doch etwas gegenüber dem Vorbild "verdichtet" sind - dann könnte man leichter drüber diskutieren, denke ich.

Zum zweiten zwei konkrete Fragen zum 2. Plan:
* Die AB mit der DKW "unten" ist ja wohl die "Kohlehandel & Papierfabrik". Was ist denn da der Zweck der 3 Gleise - Lade-, Übergabe-, Ausziehgleis?
* Der minimale "Stutzen" an der Schutzweiche in "Steinerne Renne": Ist das nur eine Schutzgleis, das nicht besetzt werden darf (an Schmalspurbahnen eher untypisch - aber ich kenne das Vorbild hier nicht), oder sollte es auch zum Verladen verwendet werden ... dann wäre es aber ein wenig länger?

Harald M.

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