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Dieses Thema hat 39 Antworten
und wurde 3.976 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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STBR Offline



Beiträge: 183

05.08.2014 00:20
#31 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Ich möchte nochmal 3 Dinge zu bedenken geben, und zwar
-die 4 Metall-Flachprofile als Träger: 3900mm x 30 mm, ohne Zwischenlager. Biegen die sich nicht schon durch ihr Eigengewicht leicht durch ? Wie sieht es mit Schwingungen aus, ist das Konstrukt steif genug ?
-nach oben/unten verschiebbare Kulissen: Wenn sie seitlich durch z.B. U-Profile geführt werden ist ein Verkanten nicht auszuschliessen (je breiter die Kulisse desto eher!). Wie werden sie "oben gehalten ? Bolzen wären eine einfache Lösung, ab 120 cm Breite sollte aber eine zweite Person zugreifen könnten. Da Kulissen aus dünnem Material, (MDF, Polistyrol, Depron etc.)sobald sie einseitig beklebt oder bemalt werden, zum Verziehen neigen sehen sie u.U. nicht gut aus, sofern sie frei "herumhängen".
-Die Durchgangssituation: Gerade in der Bau- und Gestaltungsphase der Anlage wirst Du häufig rein und raus müssen, zumal der freie Bereich in der Mitte wenig Arbeitsplatz bietet. Wenn Du da jedesmal mehrere "Schwenkmodule" öffnen und schliessen mußt
macht das wenig Freude! Auch das Drunterdurchkriechen verliert nach dem dritten Mal in 10 Minuten seinen sportlichen Reiz ("wo ist jetzt der Seitenschneider?.....Sch...!!")

Gruß:
Stefan

schwellenbock Offline




Beiträge: 17

06.08.2014 13:06
#32 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Hallo,

ich habe mich inzwischen ein wenig in Sachen Statik weitergebildet. Damit hatte ich bisher keinerlei Berührung, aber zum Glück gibt es das Internet.

@jaffa
Den kleinsten R3 Radius, den ich finden konnte, hat Roco mit 261,8 mm. Den könnte man tatsächlich bei 55 cm Breite gerade so unterbringen. Daran stört mich haupsächlich, daß so viel von meiner kostbaren Länge verloren geht. In der Tiefe sind 10 cm in N viel leichter zu verschmerzen, als ein ganzes Modul mit 130 cm. Die Wendel brauche ich ja hauptsächlich, um die 40 cm Höhendifferenz zwischen Dölitz/Klein Lunow und Gnoien zu überwinden. Damit müßte ich eine der beiden unteren Stationen stark stauchen, was mit den maßstäblichen Weichen kaum geht.
Mit Gips würde ich auch nicht bauen wollen und ich denke auch, daß es deutlich leichter gehen wird. Interessant wäre daher vielleicht, was Modulbesitzer dazu sagen können. Die könnten doch mal ein Modul mit auf die Waage nehmen...

@Stefan
Die Durchbiegung habe ich bei Aluminium stark unterschätzt. Aber ich habe inzwischen ein paar neue Erkenntnisse, s.u.
Ob eine Führung notwendig ist, wäre noch zu klären. Ich denke an einen Hebemechanismus, der die Kulisse von unten durch einen Schlitz nach oben schiebt. Dabei könnten Seile an mehreren Stellen gleichzeitig angreifen und über Umlenkrollen von einer Position aus gezogen werden, eventuell mit Elektromotor. Da die ausgerundeten Ecken ein Kippen unmöglich machen, bräuchte man wohl keine Führung. Die Kulisse muß natürlich steif sein und darf sich nicht verziehen. Ich habe in dieser Hinsicht gute Erfahrungen mit der Schichtverleimung von Holzplatten gemacht. Ich hatte 3 x 3mm Holzplatten mit Leim aufeinander geklebt und per Spanngurt gebogen. Nach dem Abtrocknen hat die Biegung zwar wegen der weggefallenen Spannung ein wenig aufgemacht, aber die Biegung hält seit einigen Jahren. Dabei habe ich natürlich nicht aufgezeichnet, wie die Biegung ursprünglich mal war, aber rein mit dem Auge kann ich keinen Unterschied feststellen. Für die Kulisse würde ich 5 x 1mm Holzplatten nehmen und denke, daß das eine sehr stabile Lösung wäre.
Zur Durchgangssituation kann ich nur sagen, daß in der Bau- und Gestaltungsphase die Durchgänge wohl selten geschlossen werden. Die allermeiste Zeit braucht man ja für die Module selbst. Und das benötigte Material und Werkzeug kann man für den aktuellen Arbeitsschritt unter der Anlage verstauen.


Mit Alu komme ich da nicht weit - das Elastizitätsmodul kenne ich erst seit gestern, aber es liegt für AlMgSi 0,5 (Werkstoff 3.3206 / EN 6060) bei 70.000 N/mm² und für Stahl S 235 bei 170.000 N/mm². Da dies in die Formel für die Durchbiegung leider nur linear eingeht, verringert es die Durchbiegung um 59 %, während die doppelte Höhe 87,5 % bringt.

Vielleicht interessiert sich ein Mitleser für die Berechnung - ich schreibe mal meine Erkenntnisse auf:

Flachprofil mit Breite b [mm] und Höhe h [mm], hochkant eingebaut
axiales Flächenträgheitsmoment: I = b * h³ / 12 [mm^4]
Elastizitätsmodul E: 170.000 N/mm², s.o.
Länge L [mm] zwischen den Auflagern
Kraft F [N]

Die maximale Durchbiegung bei Punktlast in der Mitte bei frei aufliegenden Trägern beträgt
f max = F * L³ / (48 * E * I)

Beispiel Vergleich Alu<->Stahl:
Gewicht 10 kg -> ca. F = 100 N
L = 4000 mm
I = 8 mm * 30³mm³ / 12 = 18.000 mm^4
f max (Alu) = 105,82 mm
f max (Stahl) = 43,57 mm

Für die Berechnung von T-/I-Trägern, Vierkant-, Rundrohren, usw. habe ich ein Programm gefunden, mit dem ich die Varianten verglichen habe. Ersetzt man die Flachstange 30x4 durch einen T-Träger 30/30/4, so verdoppelt sich das axiale Flächenträgheitsmoment von 9000 mm^4 auf 18554 mm^4, bei 40/40/5 sind es bereits 55615 mm^4.

Brauchbar erscheint mir die T-Träger 40/40/5 Variante, die bei folgenden Längen diese maximale Durchbiegung hat:
3600 mm : 10,3 mm
4000 mm : 14,1 mm

Geht man davon aus, daß es sich eher um eine Flächen- und nicht um eine Punktlast handelt, so dürfte dieses Profil ausreichen. Zudem sollte das Gewicht durch die Leichtbauweise deutlich geringer sein, so daß ich eine Durchbiegung im Bereich weniger Millimeter erwarte. Fraglich ist allerdings, wie stabil das alles ist, wenn sich mal jemand auf die Kante aufstützt. Bei 20 kg wäre f max eben schon doppelt so groß...

Vielleicht kann ich noch ein wenig umplanen, so daß die frei tragende Strecke ein paar Zentimeter kürzer wird.


Gruß,
Andreas

ow Offline




Beiträge: 252

10.08.2014 19:49
#33 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

An die Statiker
bei der Gebirgsbahn mit Basis-Schublade (4) ergab sich auf eine Länge von 2,97 m bei einer mittigen Belastung von 80kg ca 5 mm Durchbiegung ,der Rahmen besteht aus 4 x 30x30x2mm Alu 4 kt Rohr mit 2 Querstreben jeweils vertikal u. horizontal (als ein Kasten).
An den Wänden mit stabilen Konsolen mit Gummipuffer montiert.
die vordere Seite ist noch mit einem Fensterprofil (U-form) verstärkt.
Gruß
Otto (ow)

ow Offline




Beiträge: 252

11.08.2014 12:10
#34 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Bildnachtrag
1. Rahmen aus Aluprofil.
2. Konsolen mit Gummipuffer gegen Vibration der Gesamtanlage
3. angeschweißtes Fenster-U-Profil zur Verstärkung und als Aufhängeleiste für Fahrgeräte, Rollenprüfstand und Bierflaschenhalterung u. sonstiges (hat sich seeehr bewährt)
Grüße Otto (ow)

Angefügte Bilder:
Rahmen.jpg   Konsole.jpg   Verstärkung.jpg  
STBR Offline



Beiträge: 183

12.08.2014 12:55
#35 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Tod und Teufel !!
"Heavy Metal" vom Feinsten! Hinten noch 2 Diagonale reingeschweißt und Du könntest darauf tanzen! Ich bin beeindruckt
Gruß:
Stefan

OOK Offline




Beiträge: 4.300

14.08.2014 21:20
#36 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Bitte beachtet, dass dies ein Planungs-Forum ist. Für Anlagenbau gibt es ein spezielles Unterforum.

OOK
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ow Offline




Beiträge: 252

16.08.2014 10:47
#37 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Eindeutig abgetriftet, ab Beitrag 30 gehörts wirklich in Anlagenbau, Thema: Rahmen und Wendelbau.
Nichtdestotrotz noch ein Bild zur Flaschenhalterung.Wer hat schon nicht das ganze Getränk über die Anlage geschüttet??
So ist die Flasche oder ein Glas sicher verwahrt.
der immer durstige Otto (ow)

Angefügte Bilder:
IMG_1178.JPG  
OOK Offline




Beiträge: 4.300

16.08.2014 16:01
#38 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Zitat von ow im Beitrag #37
Wer hat schon nicht das ganze Getränk über die Anlage geschüttet??
Bei der BAE wird an der Anlage nicht aus Flaschen oder Gläsern getrunken. Das ist vermutlich der Grund, weshalb mehrere Millonen Modellbahner nicht bei der BAE mitmachen.

OOK
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www.0m-Blog.de

OOK Offline




Beiträge: 4.300

16.08.2014 16:02
#39 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Zitat von ow im Beitrag #37
Eindeutig abgetriftet, ab Beitrag 30 gehörts wirklich in Anlagenbau
Ich würde sagen, ab 31. Denn Beitrag 30 ist direkte Unterstützung der im vorherigen Post gezeigten Planung.

OOK
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.911

18.08.2014 12:15
#40 RE: Gnoien-Teterower'er Eisenbahngesellschft Antworten

Zitat von OOK im Beitrag #39
Zitat von ow im Beitrag #37
Eindeutig abgetriftet, ab Beitrag 30 gehörts wirklich in Anlagenbau
Ich würde sagen, ab 31. Denn Beitrag 30 ist direkte Unterstützung der im vorherigen Post gezeigten Planung.

So ganz unnütz finde ich hier das Abtriften nicht! Was nützt die schönste Planung wenn sie nicht baubar ist?

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

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