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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 1.606 mal aufgerufen
 XI.1. Sammelgleis
Silbergräber Offline



Beiträge: 416

04.06.2014 14:14
Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Moin,

ich stelle mein Thema mal hier im Sammelgleis ab, obwohles durchaus bei anderen Themen hinpassen würde.

Ihr kennt das: Junior, Sohnemann oder Tochterkind kommt in das Alter, wo die meisten von uns ihre erste Modellbahn bekommen haben. OOK hat das in seinem blauen Buch sehr anschaulich beschrieben. Papa möchte - natürlich nicht ganz uneigennützig - an das Hobby heranführen.

Ich möchte jetzt nicht die Fehler machen, die viele von uns gemacht haben: kringelbahning. Hier kollidieren aber Interessen. Der Nachwuchs möchte nicht nur bierernsten Betrieb machen, sondern auch mal gerne kreiseln. Von daher habe ich die Idee, zusammen mit dem Nachwuchs eine feste Anlage zu bauen, auf der man für sich "Betrieb" machen kann, die aber eine Schnittstelle in die "große weite Welt" = Teppich hat, wo man dann der Kreativität freien Lauf lässt und Gleise frei verlegt. Märklin C-Gleis oder Trix C-Gleis/Roco Line mit Bettung...

Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungsberichte (Baugröße, System) und/oder Eure Ideen.

LG

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
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Mein Planungsthread:
"Auf schmaler Spur in den Oberharz"
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=144119

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tuxlover Offline



Beiträge: 159

04.06.2014 14:44
#2 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Hallo Jörn,

eigene Erfahrungen habe ich leider nicht. Es gab ja mal eine schöne Seite Kinderbahn.de von Werner Falkenbach. Scheint aber mittlerweile leider offline zu sein.
Für den Anfang ist der fliegende Aufbaus vermutlich durch nichts zu übertreffen. Da kann dann auch mal ein Oval aufgebaut werden je nach Lust und Laune. Wichtig erachte ich, dass schon zu Beginn einige Weichen vorhanden sind, so dass man auch einen sinnvollen Point-to-Point Betrieb aufbauen und Rangiermöglichkeiten schaffen kann. Dazu gehört dann auch mindestens ein Güterzug als Startpackung.

Auch das Konzept eines Zugspeichers können Kinder schnell begreifen. Vielleicht noch einen Berg mit auf der einen Seite einem gestaltetem Tunnelportal, so dass man erklärt: dahinter beginnt die weite Welt, welche nicht dargestellt ist.
Kinder haben viel Phantasie, von daher finde ich es auch absolut in Ordnung, wenn Verladeanlagen oder Gebäude aus LEGO, Bauklötzen... mit der Moba kombiniert werden. Betrieb geht hier erst mal noch vor Maßstäblichkeit. Hier haben auch offene Güterwagen einen höheren Spielwert, als geschlossene.
Will man den Betrieb verfeinern, kann man über ein System von Wagenkarten/Frachtzetteln nachdenken.

Erst nach einem Grundstock an fliegend nutzbarem Material würde ich über die von dir beschriebenen Segmente nachdenken. Da kann man dann auch modellbauerische Fähigkeiten trainieren. Die Idee mit der Schnittstelle zur Teppichbahn ist gut. Die Segmente müssen aber meiner Meinung nach gar nicht so groß sein, dass sie für sich Betrieb erlauben. Ich denke da eher an: Bahnübergang, Fabrikanschluss, Haltepunkt... und erst dann vielleicht an einen Bahnhof.

Gruß
Michael

Tf aD
Beiträge:

04.06.2014 16:30
#3 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Hallo Jörn,

mir war wichtig den Kindern nicht Modellbahn näher zu bringen, sondern wie Eisenbahn funktioniert. Daher haben wir zwingend einen Bahnhof dargestellt, der durch die Esig von der freien Strecke abgegrenzt ist. Welche drei Dinge braucht man für eine Zugfahrt. Wie unterscheiden sich Zugfahrten von Rangierfahrten. Bis wie weit dürfen Rangierfahrten stattfinden. Welcher Unterschied gibt es zwischen "Freie Strecke" und "Bahnhof". Was macht der Tf, was der Fdl. Was wenn das Asig sich nicht stellen lässt. Warum muss die Rangierabteilung grenzzeichenfrei stehen. Warum muss die Sperrfahrt sich "vollständig" zurück melden. Immer nach Parallelen zum Straßenverkehr gesucht. Dann das erlernte und "erspielte" beim großen Vorbild überprüft durch Ausflüge und Besuche bei der realen Bahn.

Die Anlage dafür ist sehr klein. Gerade einmal 1,70 mal 1,35 m. Beide Streckenenden sind in einem gemeinsamen SB eine Etage tiefer zusammengeführt. Auf dem Teppich geht das nicht. Signale, etc. sind zu filigran als das man sie auf dem Teppich stellt. Das Verdrahten der Anlage hat wiederum Kenntnisse von Schaltkreisen, etc. vermittelt. Alles in allem eine kurzweilige Sache.

Grüße
Micha

hwunderlich Offline




Beiträge: 456

04.06.2014 22:03
#4 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Moinsen,

ich möchte da nur kurz auf die aktuell verfügbaren Gleissysteme eingehen, von daher werde ich
das "alte" RocoLine mit Bettung, das meiner Meinung nach das beste Gleissystem für Teppichbahning
ist aussen vor lassen.

Mein Sohn und ich haben mit Märklin C-Gleis und einer Delta-Station angefangen. Aber nur, weil es
das 2-Schienen C-Gleis von Trix noch nicht gab.

Für die C-Gleise sprechen das Fertigungsniveau und der Steckmechanismus ohne Gleislaschen.
Dagegen allerdings die Lücken behaftete Liste von Stückgleisen (fehlende schlanke Kreuzungen,
Bogenweichen mit grossen Radien etc.) und die daraus resultierende eingeschränkte Geometrie.

Das Roco-Bettungsgleis ist teilweise grottenschlecht verarbeitet und hatte in den Toleranzen zum
Teil eine extreme Streuung !

Vom Preis und der Geometrie interessant ist das Pico A-Gleis; allerdings ohne Bettung.

Wir haben, wie gesagt, gleich mit "Digital-light" begonnen. Mittlerweile wird die Anlage mit
2 Mobile-Stations als Master and Slave gesteuert.

Betrieb nach Fahrplan, Güterwagenumlauf und 2-Mann Betrieb sind möglich.

Wenn gewünscht, lege ich in den nächsten Tagen ein paar Bilder nach.

Grüsse aus Frankfurt

Hartmut

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

tuxlover Offline



Beiträge: 159

04.06.2014 23:08
#5 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Den Fokus auf die Sicherungstechnik zu legen, wie Micha das beschrieben hat klingt auch interessant. Meine Überlegungen gingen erst mal darum Güter- und Personenströme nachzustellen und deren Eigenschaften zu vermitteln. Könnte mir aber vorstellen, dass man an einer kleinen feste Anlage das Interesse schneller verliert.

Was Bettungsgleise angeht, würde ich mich auch mal bei Kato Unitrack und Atlas True Track umsehen.

Gruß
Michael

Thomas Englich Offline




Beiträge: 267

05.06.2014 14:03
#6 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Zitat
Es gab ja mal eine schöne Seite Kinderbahn.de von Werner Falkenbach. Scheint aber mittlerweile leider offline zu sein.



Ja, die Seiten von W. Falkenbach sind leider seit einigen Monaten schon alle offline. Was schade ist, nicht nur wegen der Seiten http://www.kinderbahn.de/ - sondern auch wegen seiner übrigen Seiten zur Schmalspurbahn und den sehr informativen Seiten zum Zugleitbetrieb bei der DB. Die vermisse ich sehr.

Auf den Seiten von "MOBA" gibt es noch einen längeren ausführlichen Artikel zum Thema Modellbahn mit Kindern. Der ist zwar schon etwas älter, aber ganz interessant zu lesen ...
Hier noch ein kleiner Erfahrungsbericht: http://modellbahn.mahrer.net/kinder/
Wichtig scheint mir die dort zu findende Aussage zu sein: "Die grösste Schwierigkeit bin jeweils ich selbst. Ich muss den Kindern die Verantwortung übertragen können. Ich muss die Angst ablegen, dass etwas kapput gehen könnte."

Gruß Thomas

Meine Webseite:
www.lokalbahn-reminiszenzen.de

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.710

06.06.2014 14:49
#7 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Zitat von Silbergräber im Beitrag #1
Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungsberichte (Baugröße, System) und/oder Eure Ideen.


Eine Idee wäre ein Teppichbahn mit dem Gleisplan aus dem 1:90 – Handbuch des TRIX-Eisenbahnbetriebs von 1937!
Die Bahnhöfe könnten man auf Sperrholzplatten "vormontieren", die über kurze Rampen willenlos auf dem Boden mit Streckengleise verknüpft werden!

Andere Idee! Anbei mal ein Gleisplan, den ich aus dem Buch Modellbahn – Gleispläne des ALBA-Verlages von Joachim M. Hill, abgemalt habe!



Die roten Bogenweichen im Gleisplan sind Ergänzungen von mir, um einen Kreisverkehr für die Kids zu ermöglichen (Okay, daraus folgt eine Kehrschleife als Herausforderung für den Gleichstromer! )!
Auf einen Schemaplan verzichte ich mal, der geneigte Leser soll einfach mal mit einem Zug vom oberen Bahnhof über den Pseudokeilbahnhof in den unteren Bahnhof im Geiste fahren!
Da die Kids besser ihr Smartphone beherrschen als der Papa sollte man die Anlagen gleich digitalisieren!
Achja, Gleisplan mit PIKO A Gleis Rmin = 421,9 mm (R2)!









Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

tuxlover Offline



Beiträge: 159

06.06.2014 15:24
#8 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Hallo Hubert,

also ich weiß ja nicht so recht. Teppichbahn befreit einen doch von vielerlei räumlichen Zwängen, vor allem wenn sie auch immer nur temporär aufgebaut wird. Das bietet einem doch die besten Voraussetzungen Linearität und PAN umzusetzen. Da braucht es so ein gequetschtes Gekringele nicht.
Falls man ein paar Tage später Lust auf im Kreis Fahren hat, so baut man die Anlage dann halt eben um.

Was das Thema Digital betrifft, so würde ich fürs Fahren das auch auf jeden Fall befürworten. Eine günstige Möglichkeit für flexible Handregler ohne Kabelsalat wäre die Digi-Fern von Piko. Eine edlere Möglichkeit wäre eine Zentrale, welche Smartphones als Handregler anbinden kann. Letzteres hätte auch den Vorteil, dass Freunde ihren Handregler/Handy gleich mitbringen und man so ohne zusätzliche Investitionen für jeden Lokführer einen eigenen Handregler hat.
Weichen und Signale würde ich bei einer Teppichbahn möglichst von Hand stellen. Bei Signalen vielleicht auch ein Schalter und Batterieversorgung vor Ort am Signal. Der Stellwerker kann sich da ruhig ein wenig bewegen. Kommt dann später der Wunsch nach Fahrstraßen und weitere Sicherungstechnik auf, kann man sich immer noch überlegen einen Bahnhof(skopf) fest auf einem Brett aufzubauen. Die Signale müssen ja auch nicht unbedingt von Weinert sein, es gibt da ja durchaus auch robustere Nachbildungen (vlt. auch Exemplare aus dem vorherigen Jahrhundert oder einer größeren Spurweite in Betracht ziehen). Wie schon weiter oben gesagt, geht meiner Meinung nach da Funktionalität erst mal vor Maßstäblichkeit.

Gruß
Michael


Edit:
Sorry Hubert, vielleicht hätte ich deinen Link zu dem Trix Gleisplan erst anklicken sollen. Hatte beim Lesen den Text deinen eingestellten Bildern zugeordnet. Der verlinkte Gleisplan geht schon mehr in die von mir vorgeschlagene Richtung, wobei ich an einem Ende eher einen Zugspeicher platzieren würde. Wenn Teppichbahn nicht auf Teppich, sondern auf Laminat oder ähnlichem statt findet, so kann so ein Speicher ohne weiteres ja auch lediglich aus einem oder zwei Stumpfgleisen bestehen.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.710

06.06.2014 16:22
#9 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Hallo Michael,

also ich finde das "gequetschte Gekringel" gar nicht so schlecht! Durch die optischen Trennung durch Hochstraße und Häuser, fällt die Quetschung auch nicht mehr so auf.
Die zweite Idee hätte auch eher Möglichkeiten Erfahrungen im Landschaftsbau zu sammeln, was auf Teppich eher schwierig ist!

Zum Thema Digital: Ich wäre da für die "edlere" Variante! Zu einem ist der Infrarotsender von Piko nicht mehr Stand der Technik und sorgt für Frust wenn der Empfänger nicht in Sichtlinie ist! Und der Preisunterschied zu der kleinen Zentrale z21 mit WLAN, von Roco zum Beispiel, ist gar nicht mehr so groß!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Silbergräber Offline



Beiträge: 416

11.06.2014 11:21
#10 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Vielen Dank für Eure Beiträge und Links, die mir bei der Entscheidungsfindung helfen werden.

Beim googlen zum Thema "Rangieranlage" bin ich auf diesen Beitrag im Stummiforum gestoßen, die Anlage würde mir gefallen als gemeinsames Eltern-Kind-Projekt:

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=34046

Was mir gefällt:
- Anschluss an die große, weite Welt
- viele Rangiermöglichkeitne
- Gleise in der Geraden, dass kommt dem sicheren Kuppeln und Entkuppeln entgegen
- Anlage könnte in zwei Segmente à 2 x 1 m zerlegt werden
- zwei Betriebsbereiche für zwei Spieler

Was mir nicht gefällt:
- keine konkrete Zurodnung der Gleise
- kein Betriebskonzept - SPUK ist vorprogrammiert
- Ausziehgleise nicht vorhanden.

Ich werde diesen Vorschlag in der Rubrik "Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne" einstellen und mal wieder auf rege Mitarbeit von Euch hoffen.

LG

Jörn

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OOK Offline




Beiträge: 3.844

11.06.2014 16:27
#11 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Zitat von Silbergräber im Beitrag #1
Ihr kennt das: Junior, Sohnemann oder Tochterkind kommt in das Alter, wo die meisten von uns ihre erste Modellbahn bekommen haben. OOK hat das in seinem blauen Buch sehr anschaulich beschrieben. Papa möchte - natürlich nicht ganz uneigennützig - an das Hobby heranführen.
Nachdem hier schon die unterschiedlichsten Gleispläne zu diesem Thema eingestellt worden sind, gehe ich nochmal an die Ausgangsfrage von Jörn zurück und sage als erstes: Sein Vorhaben ist lobenswert. Neue Modellbahner braucht das Land. Ab jetzt werde ich kritisch.

Zitat
Ich möchte jetzt nicht die Fehler machen, die viele von uns gemacht haben: kringelbahning. Hier kollidieren aber Interessen. Der Nachwuchs möchte nicht nur bierernsten Betrieb machen, sondern auch mal gerne kreiseln. Von daher habe ich die Idee, zusammen mit dem Nachwuchs eine feste Anlage zu bauen, auf der man für sich "Betrieb" machen kann, die aber eine Schnittstelle in die "große weite Welt" = Teppich hat, wo man dann der Kreativität freien Lauf lässt und Gleise frei verlegt. Märklin C-Gleis oder Trix C-Gleis/Roco Line mit Bettung...

Nachdem ich bei meinem eigenen Sohn auch nicht alles richtig gemacht habe (jedenfalls ist er kein Modelleisenbahner geworden) und auch diverse theoretische Überlegungen, untermauert von psycholgischen Lektüren dazu angestellt habe, bin ich geneigt, die gemeinsame Vater-Sohn-Anlage im Ansatz für falsch zu halten, egal, wie sie aussieht. Der Vater verkrümmt sich bis zum Geht-nicht-mehr zu einem Kompromiss, damit der Kleine sich nicht langweilt, der Junior fühlt sich aber durch den ganzen Betriebsschmarren total gegängelt, er will seine Welt nach seinen Kriterien.

Nach meiner heutigen Denke wäre es sinnvoller, der Papa baut seine Anlage nach seinen Kriterien und der Sohnemann darf sich auf dem Teppich austoben. Möglichst ohne Hinweise, er müsse das so oder so machen. Dann bleibt dem Papa noch die Möglichkeit, in seine Anlage Reize einzubauen, die den Junior bewegen könnten zu fragen, ob er da auch mal drauf fahren darf - und so weiter.

Ich habe im Leben gelernt, dass viele Kompromisse, die in gutem Glauben und mit den besten Absichten eingegangen worden sind, sich als extrem faule Kompromisse herausgestellt haben, die keiner Partei genützt haben.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Silbergräber Offline



Beiträge: 416

11.06.2014 18:54
#12 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Mmmh - dann könnte man es eigentlich zunächst bei der Lego-Eisenbahn belassen. Dennoch bleibt die Frage: ab wann kann der Nachwuchs mit der "richtigen" Modellbahn spielen?

LG

Jörn

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tuxlover Offline



Beiträge: 159

11.06.2014 21:16
#13 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Was heißt "richtig" und was bedeutete "spielen"?

Wenn eine Lego Eisenbahn vorhanden ist, so ist dass doch wunderbar, um die Saat für einen Eisenbahnvirus zu legen. Die hier vorherrschende Definition von "spielen", also "Betrieb machen" lässt sich auch mit Lego dem Nachwuchs beibringen. Den Frachtbedarf der Lego Kunden definieren und auch mit einer Lego Eisenbahn kann man einen Zugspeicher für die große weite Welt bauen.
Ich bin immer noch der Meinung, dass ein Betrieb nach Fahrplan selbst mit einer Brio Bahn funktioniert, wenn man will. Wichtig ist halt eine entsprechende Ausstattung mit Gleismaterial, um Vorbild entsprechende Bahnhofgleispläne aufbauen zu können. Also halt nicht nur Kurven und vor allem mehr als nur zwei Weichen. Dazu eine Hand voll unterscheidbare Güterwagen. Ich denke welches System dabei verwendet wird, ist fürs "Betrieb machen" nebensächlich.

So wie du schreibst geht es dir aber auch um die modellbauerischen Fähigkeiten. Hier denke ich ist eine grundlegende Entscheidung zu treffen. Wählt man die gleiche Spurweite / Maßstab wie der Vater, oder nicht? Wenn ja kann mal leicht mit Ausgestaltungsmaterial aushelfen oder auch mal Fahrzeuge abgeben. Es besteht dabei dann aber die "Gefahr", dass die Fahrzeuge des Nachwuchses auch mal auf der "großen Anlage" mitfahren wollen oder andersherum Fahrzeuge und Ausgestaltungsmaterial "entführt" wird. Je nach persönlicher Lockerheit, können unterschiedliche Spurweiten da Konfliktpotential vermeiden aber halt auch keine Synergien ermöglichen.

In diesem Thread wird mit/für einen 7jährigen eine Regalanlage PointToPoint gebaut: http://projekte.lokbahnhof.de/index.php?...d&threadID=1313
Wichtig finde ich, dabei auch die Wünsche des Nachwuchses zu erhören. Wenn er gern moderne Eisenbahn spielen will, so bringt es nichts mit Epoche III zu argumentieren. Aber auch wenn der Nachwuchs den gleichen Maßstäblichkeitsanspruch hat, wie der Vater, so sollte man auch ihm "Mein Gleis", große Radien oder ähnliches gönnen und ihn nicht mit unmaßstäblichem alten "Schrott" auf später vertrösten. Dann lieber bei Lego bleiben.

Ein anderer Punkt ist die Balance zwischen Durchhaltevermögen fördern aber auch nicht mit zu großen Projekten überfordern. Die Interessen von Kindern / Jugendlichen wechseln halt doch recht schnell, so dass die jetzt gebaute "Anlage" nicht als Baustelle zurück bleiben soll. Von daher finde ich die Idee kleine Segmente / Module auszugestalten und diese dann mit Teppichbahngleis zu verbinden eigentlich ideal. Diese lassen sich dann später vermutlich auch in eine feste / "richtige" Anlage integrieren. Wie wäre es z.B. aus der oben verlinkten Rangieranlage nur eine Hälfte als ein solches Segment zu bauen.
Der Anschluss dieses Segmentes kann dann je nach Laune über einen Bahnhof oder als Awanst oder direkt an einen Zugspeicher erfolgen.

Hier: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&t=39188 beschreibt einer sehr intensiv wie er mit seinen Töchtern immer wieder Bau- / Bastelprojekte an seiner Anlage durchführt. Also keine eigene Bahn für den Nachwuchs, aber in die Bastelprojekte intensiv mit einbeziehen, wenn die Kinder Lust haben. Das kann durchaus auch ein Weg sein, sie für den Modellbau zu begeistern.

Gruß
Michael

Silbergräber Offline



Beiträge: 416

10.12.2017 22:34
#14 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Moin,

wegen eines sich abzeichnenden Todesfalls in der Familie im Sommer/Frühherbst 2014 habe ich diesen Thread völlig aus den Augen verloren. Mittlerweile baue und fahre ich ja endlich. Wer kein wirkliches Interesse am Modellbahnen hat ist der zehnjährig Sohnemann. Dafür rangiert die siebenjährige Tochter umso lieber. Mir bleibt dann nur Weichen stellen, kuppeln und Rangierbrfehle geben. Tolle Sache :D
Wenn wir eine Session machen tut es mir fast schon leid, die Regalanlage auf ca. 1,4 m gesetzt zu haben, da sie immer auf einer Treppenleiter stehen muss :(

Vielleicht kommt das Interesse ja beim Sohn, wenn Unterschulenberg im ersten Quartal 2018 erreicht wird und der Betrieb dann umfänglicher wird und es an die Gestaltung der Landschaft geht.

Mein Zwischenfazit zur Midellbahnerei mit Kindern: bei uns ist es so, dass die Kinder MIT den Eltern spielen wollen. Eine separate Anlage für den Nachwuchs steht daher nicht mehr zur Diskussion.

LG

Jörn

H0m ist ein Ponyhof!
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"Auf schmaler Spur in den Oberharz"
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=144119

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BerndK Offline



Beiträge: 199

11.01.2018 22:31
#15 RE: Betrieb für und mit dem Nachwuchs antworten

Hallo zusammen,

seit Weihnachten ist bei unserem (Klein)Kind eine Playmobil RC Bahn in Betrieb. Genutzt werden eine Rangierlok und 4 Güterwagen. Die Anzahl der Wagen reicht aus, Spur G ist vergleichsweise riesig! Zusätzliches Gleismaterial und Weichen habe ich gebraucht recht günstig dazu gekauft. Im Startset ist nur ein Mini-Oval enthalten, aber der Preis ist für all das Gebotene dennoch günstig. Die Lok läuft mit Batterien oder Akkus, der Handregler (jeweils 4 Fahrstufen pro Richtung) ist kabellos. Beides zusammen finde ich für eine Bodenbahn absolut genial. (Das hätte ich gern in H0!)

Die Lok besitzt (einfachen) Motorsound, Licht und Horn. Man kann richtig weite Strecken bauen und mit der Lok mitlaufen, da man ja an kein Kabel gebunden ist. Die Sachen sind sehr robust und für Kinderhände gemacht. Die (zweimotorige) Lok nimmt es auch nicht übel wenn sie am Prellbock hängt bis die Nullstellung am Regler gefunden ist oder wenn sie mal festgehalten wird (sogar Rutschkupplung in den Getrieben). Güterwagen kommen sehr gut an, da man ständig Be- und Entladen sowie (eine Menge) Sachen von A nach B fahren kann. Nebenbei: Sogar beim Kind machen kleine Geschichten dazu die Sache wesentlich spannender!

Die Gleise lassen sich sehr einfach zusammenstecken. Die Weichenstellräder sind sehr griffig. Playmobil hat das Programm leider eingestellt. Aber als günstiger Einstieg auch für kleine Kinder eine echte Empfehlung. Andere Alternativen hatten keinen Handregler oder waren wesentlich teurer ohne mehr Nutzen. Nachteil der Playmobil Bahn – sie braucht Platz. Dafür kann man sie allerdings auch im Garten aufbauen. Durch die stromlosen Gleise wird es auch keine Stromaufnahmeprobleme durch Schmutz geben. Würde ich wieder kaufen, gefällt uns. Zum Thema Layout - Point to Point ist vorhanden, aber ganz ohne größeres Oval geht es bei einem (kleinen) Kind noch nicht. Trainspotting wird auch mal gern genommen ;-) Es wird gern allein gespielt, aber genauso gern mit den Eltern. Mal schauen wie es sich entwickelt.

Gruß
Bernd

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