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Dieses Thema hat 47 Antworten
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 X.9. Anschluss an die Welt
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Helko Offline




Beiträge: 315

04.07.2015 21:21
#46 RE: Aus gegebenem Anlass: Zugspeicher antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #44
Das Wort Garnitur würde ich hier vermeiden da es einen festen Verband impliziert, aber fast jeder Zug ist anders!

Das Wort Garnitur ist vielleicht unglücklich gewählt, das Wort Zug hätte ausgereicht!

Zur Anzahl der Züge: da möge jeder doch mal selbst zählen, wieviele komplette Züge sie/er "herumstehen" hat bzw die Anzahl Loks und Wagen, die einem Einsatz entgegen harren.

Ich habe Euer Prinzip schon verstanden, aber ich glaube nicht, dass ständig nur neu bzw umgestellt wird etc, sondern dass auch ganz gerne mal ein Kohlezug oder ähnliches über die Strecke gescheucht wird, und diese Züge müssen irgendwo geparkt werden.

VG
Helko
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Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Friedrich aus O Offline



Beiträge: 38

04.07.2015 22:36
#47 RE: Aus gegebenem Anlass: Zugspeicher antworten

Moin Leute.
Wie schon geschrieben! Der Deutsche zählt in der Regel Züge! Diese werden weder zerlegt, noch gebildet.
Sie sind einfach nur da! Je nach Einstellung der Betreiber kommen sie direkt aus der Schachtel oder wurden aufwendig hergerichtet.

Ein Zug wird also einmal aufgestellt und dann dem Zugspeicher zugeführt, manchmal ein identischer Zug, der anders herum fährt um leere und beladene Züge dar zu stellen. Dieses aufstellen kann ich an einer gut erreichbaren Stelle tun und danach wird am „Gefüge“ dieses Zuges über Monate nichts mehr verändert.
Und diese Züge gehören in die Unterwelt weil sich ja nicht jeder einen Zugpaternoster leisten kann. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass ein offener Bereich, zum Verändern eines Zuges, nur Auslauf für die Züge nimmt. Und dieser Auslauf kann durchaus auch eine Anlagenform und Ausmaße haben, die wir uns manchmal wünschen. Wir reden von Zügen!! Und die müssen sich bewegen.
Die Unterwelt wird darüber hinaus mit großem Aufwand gesteuert und kontrolliert.
Ich kenne den englischen Betrieb nicht, bin nur fasziniert und wenn dort anders mit Zügen!! umgegangen wird, haben wir schon eine Erklärung. Wer möchte schon im Untergrund herum grabbeln, um mal etwas anderes im sichtbaren Bereich vor zu führen.
Bei uns nicht nötig schließlich hat deutscher Mann von Welt genügend Z Ü G E die gezeigt werden können.

Noch ein paar Ernsthaftere Gedanken zum
Gestalteter oder nicht gestalteter Zugspeicher?
Darüber zu philosophieren ist doch verschwendete Zeit. Jeder sollte sich selber ein Lastenheft schreiben, was er möchte und was nicht. Wenn es also absolut verpönt ist im „sichtbaren; durchgestalteten“ Bereich ein Fahrzeug an zu fassen und zu bewegen, dem stellt sich die Frage nach einem gestaltetem „Zugspeicher“ erst gar nicht. Wer es damit nicht so genau nimmt, kann dann natürlich an jeder Stelle seiner Anlage Fahrzeuge aufgleisen oder herunter nehmen.
Wer im FREMO ist kennt vielleicht den Schattenbahnhof „Linden“. Hier wurde ein Kompromiss gefunden, der für einen Schattenbahnhof in dieser Größe und Funktion bei beengten Platzverhältnissen für eine Heimanlage kaum möglich sein wird.
Hier wurde der Bereich der Gleise durchgestaltet, aber auf „Hochbauten“ jeder Art verzichtet. Auch sind Schlitze eingearbeitet um zugehörige Wagenkarten vor/hinter den aufgestellten Wagen zu stecken. Bei einem gewissen Betrachtungs-Abstand sind diese nicht zu sehen. Nur wenn die Karten gesteckt sind ist der Blick alles andere als vorbildlich.
Wer also (Lastenheft) mit so etwas nichts zu tun haben möchte, dem stellt sich diese Frage erst gar nicht.
Das gilt auch für jemanden der mit wenigen Fahrzeugen arbeitet, der kann schon ab und zu mal mit der Hand etwas in einem gestalteten Teil aufsetzen und abnehmen. Wer aber intensiv Fahrzeuge tauscht und einen regen Güterverkehr darstellen möchte der sollte sich überlegen, wie er diese Fahrzeuge ins Spiel bringt. Ein offener nicht durchgestalteter Zug- und vor allem Güterwagenspeicher hat zu dem den Reiz dort alles auf zu stellen, was man in der nächsten Zeit durchspielen möchte. Das kann man für sich selber tun oder ein zweiter Mann macht das, wenn man in einer Gruppe spielt. Das wäre dann ein Abrufspeicher.
Nicht benötigte Wagen kann man dann in geeignete Behältnisse auf einer Ablage stellen. Ein Schubfachschrank direkt unter dem Fiddle Yard (anstelle des Schattenbahnhofes im Untergrund) ergibt eine sinnvolle Alternative. Für einen Nebenbahnbetrieb mit moderaten Zuglängen ist das eine Lösung, und wer immer wegpacken und aufstellen muss variiert automatisch. Aber auch hier hilft ein Lastenheft, das dann zwingt sich mit dem selbst zu erstellenden Umland (-feld) zu beschäftigen.
Wer eine Paradestrecke möchte braucht selbstverständlich eine andere Art von „Schattenbahnhof“.
Der offene Fiddle Yard hat auch Vorteile beim Programmieren oder Warten eines Fahrzeuges. Wer einen anderen Arbeitsplatz dafür hat, denkt darüber anders. Die große weite Eisenbahnwelt in einem durchgestaltetem Zugspeicher darzustellen ist auf jeden Fall nicht ohne Kompromisse durchführbar
meint mit LG Friedrich

Edit: Zwei Beiträge von Friedrich auf seinen Wunsch zusammengefasst. OOK Mod.

Gilpin Online




Beiträge: 829

05.07.2015 13:47
#48 RE: Aus gegebenem Anlass: Zugspeicher antworten

Hallo,

toll, was hier an solch heißen Tagen abgeht!

Zu Helko: mir ging es vor allem um die Zugbildung (und natürlich Bereitstellung) von Zügen für eine Strecke, die sehr viele unterschiedliche Gleisanschlüsse und kleinere Bahnhöfe aufweist. Und in diesem Zusammenhang wollte ich hinterfragen, ob die Bildung dieser Züge in einem nicht gestalteten FY stattfinden muss. Unter "gestaltet" meine ich ("aufgeschreckt" durch Ottos ironische Polemik "Fiddle-Yard statt Landschaft, das ist unerhört") nicht zwingend die Ausgestaltung mit "landschaftlichen" Details, sondern vor allem einen vorbildorientierten Gleisplan. (Dazu sollte mein Beispiel "Georgensgmünd" dienen: warum ein FY statt des relevanten Teils des Vorbildbahnhofs? Und da meldet sich meine Edith: Der betreffende Artikel ist in MIBA 9/2014 zu finden; in 4/2014 findet sich eine Planung zum Allinger Bockl, zu der sich allerdings dasselbe sagen lässt.)

Ansonsten - Helko hat da doch ein Argument, auch wenn er evtl. provozieren wollte: Personenzüge blieben und bleiben doch ziemlich fest verkuppelt, und natürlich gibt es (Güter-)Ganzzüge, die ohne jede Zugbildung hin und her fahren. Sofern man die einsetzen möchte, muss man sie auch ins Off schicken können; ich zumindest möchte nicht den Langen Heinrich händisch und Wagen für Wagen von der Anlage nehmen müssen. (Und das bezog sich jetzt überhaupt nicht auf Friedrichs Beitrag!)

Gruß erstmal
Gilpin

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