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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 II.6. Bahnhofsgleispläne
tuxlover Offline



Beiträge: 159

03.04.2014 15:46
Millingen und seine Transformation antworten

Hallo,

ich bin die Tage über den Gleisplan von Millingen gestolpert und aus meiner Schwäche für Übergabebahnhöfe habe ich mal versucht daraus einen FREMO tauglichen Modulbahnhof zu entwerfen. Prämissen waren: eingleisige Hauptbahn mit Streckengeschwindigkeit 80-100km/h und Kreuzungslänge für 4,5m langen Zügen.

Neben einem Gleisplan von 1940 findet man unter http://www.bahnen-am-niederrhein.de/stre...grafie_bmr.html einige Informationen zum Vorbild. Der Bahnhof dient auch heute noch dem Güterverkehr und besitzt auch noch die mechanische Stellwerkstechnik, wie 1940.

(Anklicken zum Vergrößern)

In meinem Entwurf Nillingen habe ich den Bahnhof gespiegelt, um für das Ziehgleis zweigleisige Streckenmodule verwenden zu können. Der Gleisabstand ist dann mit 4,50m zwar ein wenig zu eng, man gewinnt aber flexible Aufbaumöglichkeiten und kann relativ einfach ein zuglanges Ziehgleis erhalten. Die zweite große Veränderung, die ich vorgenommen habe ist eine angedachte Modernisierung in den 60er Jahren. Dabei hat man die DKW am linken Kopf aufgelöst und die Einfahrten in das Überholgleis auf 60km/h aufgewertet. Dadurch ging zwar die Ausfahrmöglichkeit aus Gleis 3 nach links verloren. Für diese gab es aber auch im Originalplan keine Fahrstraße, so dass auch da schon über das Ziehgleis erst nach Gleis 2 umgesetzt werden musste. Auf dem rechten Kopf muss die EW 300-1:9 für die höheren Geschwindigkeiten noch zur ABW ausgeweitet werden.

Des weiteren habe ich dem Bahnhof ein DrS2 Stellwerk im EG verpasst, wodurch das separate Stellwerkgebäude abgerissen werden konnte.

Gleis 2 hat einen Schüttbahnsteig bekommen, ich könnte zwar auch gut mit nur einem Bahnsteig leben, aber würde das die Fahrplanerstellung für ein Arrangement nur unnötig erschweren, wenn man in dem Bahnhof nicht auch zwei Personenzüge kreuzen lassen könnte.

Die Weichen im Übergabebereich sind als Ortsweichen konzipiert ebenso die zum GS und Ladestraße. Dabei stellt sich noch eine Frage: ich würde gerne noch Einfahrten von rechts nach Gleis 3 ermöglichen. Dafür steht rechts in Gleis 3 ein hohes Sperrsignal als Ende für die Zugfahrstraße. Es stellt sich mir noch die Frage, wie man das weiter Sicherungstechnisch abbildet? Klar, es dürfen während einer Zugfahrt keine weiteren Fahrtbewegungen in dem Übergabebereich stattfinden und die Weichenschlüssel in entsprechenden Schlüsselsperren verschlossen. Ich frage mich aber bei der DKW, geht es ein Zungenpaar elektrisch vom Stellwerk zu betreiben und das andere ortsgestellt?
Eine andere Frage tut sich bei der Weiche in Gleis 22 auf. Für den Flankenschutz in Gleis 2 muss sie in abzweigender Stellung stehen. Erfolgt die Bedienung der Anschlussbahn allerdings nicht nur als Rangier- sondern auch als Zugfahrt, so wie im Original, so sollte die Weiche in der anderen Lage stehen. Also würde ich die Weiche auch Stellwerks bedient machen und die beiden Schotterzwerge bei Rangierfreigabe auf Kennlicht schalten. Stimmt mir hier jemand überein?
Im Falle von Zugfahrten in Gleis 3 müsste man doch Gleise 4 und 5 auch noch mit Gleissperren absichern, wenn dort Fahrzeuge abgestellt sind?

Kommen wir zum betrieblichen Teil. Die Bedienung des Güterschuppens und der Ladestraße erfolgt hauptsächlich von rechts. Daher ist das rechte ESig und Ra10 auch neben dem Plan eingezeichnet, da hier noch entsprechend Platz zum Ausziehen benötigt wird. Auf dem linken Bahnhofskopf erlaubt die Ra10 maximal eine Lok umzusetzen. Die Anbindung des Ladegleises von links dient hauptsächlich der Stückgutwagen Zustellung.
Der nördliche Bahnhofsteil dient der Übergabe zur Anschlussbahn. Güterzüge die diese bedienen halten in Gleis 2 (endende auch in Gleis 3). Der Wagentausch erfolgt dann mit der Zuglok in die Gleise 3-5. Hiervon ist ein Gleis für ankommende, eins für abgehende und ein Verkehrsgleis. Gleis 6 habe ich als Option eingezeichnet, hier könnte ein Gleisharfe anschließen, welche weitere Zugbildungsaufgaben ermöglicht. Entweder für die Anschlussbahn oder auch für benachbarte Staatsbahnhöfe.
Im Personenverkehr ermöglichen die zwei Bahnsteige Zugkreuzungen. Den Bahnsteig an Gleis 2 könnte man auch für bescheidenen Berufspendler Verkehr auf die Anschlussbahn nutzen. Dazu noch eine Frage: angenommen die Anschlussbahn wird als Nebenbahn mit sagen wir mal 30km/h Streckenhöchstgeschwindigkeit betrieben. Wäre es mögliche einen Personenzug dorthin aus Gleis 2 mit Zp9 ohne ASig abzufertigen, obwohl er auf einen "Hauptbahngleis" beginnt?

Freue mich falls einer meine Fragen beantworten kann und auch über sonstige Anmerkungen.

Gruß
Michael

OOK Offline




Beiträge: 3.657

08.04.2014 09:04
#2 RE: Millingen und seine Transformation antworten

Zitat von tuxlover im Beitrag #1
Den Bahnsteig an Gleis 2 könnte man auch für bescheidenen Berufspendler Verkehr auf die Anschlussbahn nutzen. Dazu noch eine Frage: angenommen die Anschlussbahn wird als Nebenbahn mit sagen wir mal 30km/h Streckenhöchstgeschwindigkeit betrieben. Wäre es mögliche einen Personenzug dorthin aus Gleis 2 mit Zp9 ohne ASig abzufertigen, obwohl er auf einen "Hauptbahngleis" beginnt?
Das passt irgendwie nicht zu meiner Interpretation deines Gleisplans, der allerdings auch schwer entzifferbare Zeichen enthält. Welches Gleis ist denn die Nebenbahnstrecke? Ich dachte, es sei das im Bogen nach Nordwesten abgehende Gleis, aber dahin kommt man von Gleis 2 so oder so nicht.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Tf aD
Beiträge:

13.04.2014 15:07
#3 RE: Millingen und seine Transformation antworten

Zitat von tuxlover im Beitrag #1
Dazu noch eine Frage: angenommen die Anschlussbahn wird als Nebenbahn mit sagen wir mal 30km/h Streckenhöchstgeschwindigkeit betrieben. Wäre es mögliche einen Personenzug dorthin aus Gleis 2 mit Zp9 ohne ASig abzufertigen, obwohl er auf einen "Hauptbahngleis" beginnt?

Freue mich falls einer meine Fragen beantworten kann und auch über sonstige Anmerkungen.

Gruß
Michael


Sollten Zugfahrten aus Gleisen beginnen, an denen das Hauptsignal nicht bedient werden kann, braucht es nach der Regel "drei Dinge braucht der Mann: Auftrag, Zustimmung, Weisung für die nächste Betriebsstelle" zwingend einen "schriftlichen Befehl". Bestimmt würde man für planmäßige Fahrten auf so ein Verfahren verzichten wollen und die notwendigen technischen Einrichtungen wären geschaffen worden.

Grüße
Micha

migru
Beiträge:

22.06.2015 15:05
#4 RE: Millingen und seine Transformation antworten

Hallo,

auch ich halte Millingen für ein fremo-taugliches Vorbild.

In N-RE besteht es als RheiNfort: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51...infort#p1403817

Viele Grüße

Michael

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