Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 56 Antworten
und wurde 12.213 mal aufgerufen
 II.5. Bahnhofsgleispläne
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Minimax ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2014 23:34
#16 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

Zitat von Hp Schreufa im Beitrag #3
In Bad Wildungen sehe ich eine klare Gliederung, oben Empfangsgebäude und Bahnsteig- sowie Aufstellgleise, unten Güterschuppen und Gütergleise. Der Lokschuppen ist klugerweise am östlichen Bahnhofsende, also am weitesten von der Stadtmitte entfernt, somit können Dampfloks ohne große Rußbelästigung für die Badestadt angeheizt werden.

Neben einem Nahverkehrszug können zwei D-Züge gleichzeitig an den Hausbahnsteigen stehen, kein Kurgast muss mit seinem Gepäck durch eine Unterführung.

Durch die Trennung von Personen- und Güterverkehr gibt es auch keine Konflikte bei An- und Abfahrt der entsprechenden Kunden.

So wie in Bad Wildungen muss ein Bahnhof aussehen, der andere Gleisplan ist nicht unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.


Zitat von Hp Schreufa im Beitrag #7
Zitat von OOK im Beitrag #5
Ganz so hart würde ich das nicht sagen.Sondern: Der andere Gleisplan könnte nach dem Vorbild Bad Wildungen optimiert werden. Der Gleisplan von Bad Wildungen, so toll er ist, ist ja nicht die einzige Möglichkeit für einen Spitzkehrenbahnhof.

Ich habe es zwar hart gesagt, aber nicht böse gemeint, sorry.

Einen Gleisplan kann ich nicht ohne den dazugehörigen Ort betrachten, da der Ort ja vorher da war und die Eisenbahn später gebaut wurde. Sicherlich kann eine Drehscheibe an einem Bahnhofsende liegen, dann muss ich aber auch die Lage des Empfangsgebäudes bedenken. In direkter Nähe des Empfangsgebäudes ist wahrscheinlich ein Taxi-Stand und evtl. ein Bahnhofshotel, aber sicher kein Bw. Ebenso sind Abstellgleise nicht so angeordnet, dass man sie nur mit Hilfe einer zweiten Rangierlok erreichen kann. Die früheren Bahnohfsgleispläne hatten einige DKW bzw. EKW, so dass zügig umgesetzt werden konnte.



Als zuständiger Eisenbahningenieur für Neustadt, darf ich die Herren hier im Forum daran erinnern, dass bei der Bahnhofsplanung des Vorbildes tatsächlich die bestehende örtliche Situation mit den vorhandenen Gebäuden und Industriebetrieben zu berücksichtigen ist. Bahnhöfe werden nicht immer auf der freien Pläne geplant.
Die von den Herren gebrandmarkten Nachteile sind sicherlich existent, aber genau der vorbesagten Einpassung des Gleisfeldes nach den Ansprüchen der Anschließer geschuldet.
Für die ungünstige Lage von Anschließern (Güterverkehr), die im Bahnhofsgleisfeld umständlich umfahren werden müssen, mögen die Herren Bahnhofsplaner sich den Bahnhofsgleisplan des Bahnhofs Lüdenscheid bitte einmal zu Gemüte führen!

Ein BW, das z. B. direkt gegenüber des EG zu liegen kommt, und bei ungünstiger Windrichtung die Fahrgäste auf den Perrons belästigt, mögen die Herren sich bitte im Bahnhof Siegen HBF ansehen, es existiert noch heute und beherbergt die Fahrzeuge der Eisenbahnfreunde Betzdorf (EfB). Oder wie Herr Pfalzbahn schon in einem anderen Strang anmerkte, das BW Heiligenhafen, das in gleicher ungewöhnlicher Lage wie in Neustadt zu liegen kam. Natürlich hätte die Eisenbahnverwaltung das BW von Neustadt lieber entgegengesetzt geplant, aber meine Herren, dort befinden sich 2 Industriebetriebe, so dass für ein derartiges BW dort kein Platz war!

Dass in unterschiedlichsten Bahnhöfen nicht alle Perrons ebenerdig und auf kürzestem und einfachsten Wege zu erreichen sind, dürfte den Herren aus eigener Anschauung eigentlich bekannt sein.

Die Herren beschäftigen sich zu sehr mit Planungen "auf der grünen Wiese" und sollten berücksichtigen, dass beim dem großen Vorbild, der Bahn, Unwägbarkeiten bestehen, die auch bei der vorbildorientierten oder gar vorbildgerechten Modelleisenbahn Berücksichtigung finden sollten.

Mit vorzüglichster Hochachtung
Ihr Eisenbahningenieur

Minimax ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2014 23:45
#17 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

Zitat von OOK im Beitrag #14
Au ja, Hubert, prima.

...

An einer Stelle hast du auch etwas fallen gelassen: das Ziehgleis des Reisezugteils. Das hast du durch einen kurzes Anschlussgleis ersetzt, sicher gut, aber beim Umbilden von Reisezügen muss nun auf die Strecke ausgezogen werden. Keine Katastrophe in meinem Augen, aber ich meine mich zu erinnern., dass du "sowas" schon mal niedergemacht hast.



Daran erkennt man, dass es nicht darauf ankommt, was gesagt wird, sondern wer es sagt!
Herrschaften, bleiben sie doch bitte sachlich.

Minimax ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2014 23:48
#18 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

Hier im Forum soll sogar mal jemand gesagt haben, es widerstrebe ihm, Anlagenpläne miteinander zu vergleichen, weil dies nichts bringen würde...

wie die Zeiten sich doch ändern können

OOK Offline




Beiträge: 4.317

01.04.2014 18:49
#19 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #15
...der Bahnhof strotzt ja nicht vor Anschließern, da können ein paar Zentmeter mehr Ladestraße nicht schaden! Da die Ladestraße universal ist kann sie für fast alle Arten von Güterwagen als Ziel dienen!
Absolut richtig, aber sie ist schon recht lang, und wenn man halt Platz sparen will bzw. muss, dann muss halt irgendwas über die Klinge springen.
Zitat von OOK im Beitrag #14
Und das dritte Gleis oberhalb des Mittelbahnsteigs: wozu?

Zitat
Dieses Gleis hätte ich gern für das Abstellen des Touropa-Sonderzuges ;-)

Das Augenzwinkern habe mich mal mit zitiert, ist ja nur halb ernst gemeint. Aber ich denke, der könnte auch für ein paar Stunden auf Gl.5 0der 6 stehen, irgendwas wird schon frei sein.

Zitat
Gleis 3 würde ich eher als Bahnhofsgleis/Wartegleis für eine Schienenbus reserviert, falls sich wirklich mal 3 Reisezüge gleichzeitig verirren

Ja, wie Gl 5 im Neustadt-Plan.

Zitat
PS: Könntest Du bitte vielleicht dein provisorischen Fahrplan für "Neustadt" hier einstellen? Könnte vielleicht passen und deine Arbeit war dann nicht ganz für die Katz!

Na gut, wenn du meinst, aber da will ich erst nochmal drüber gucken.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

OOK Offline




Beiträge: 4.317

02.04.2014 01:45
#20 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

In diesem Strang werden ab sofort alle Äußerungen, die nicht dem Strangthema konkret dienen, gelöscht.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

eisenhans Offline




Beiträge: 396

02.04.2014 16:16
#21 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

Zitat von OOK im Beitrag #14
Auf Seite 97 des BB habe ich ja achtzehn Spitzkehren-Gleispläne gezeigt. Der fetteste davon ist Bad Kissingen, von der Bedeutung also gut mit Bad Wildungen zu vergleichen, der hatte aber nur sieben Gleise, Stummel schon mitgerechnet.
Eine weitere Komprimierung wäre insofern wünschenswert, als so ein Bahnhof ja nicht alleinstehend sein soll, sondern im Kontext einer raumfüllenden Anlage. Dann bringt ein weiteres Minus an Tiefe ein Plus an Gangbreite (oder macht einen Gang oder eine Zunge erst möglich).
OOK's Bad Waldungen (sic!) ist mit seinen acht Gleisen immer noch ein Mordsdrum, finde ich. Die alle betrieblich sinnvoll zu nutzen, dürfte für einen einzelnen Modellbahner kaum möglich sein. Insofern sehe ich hier auch weiteres Verschlankungspotential.
Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, nur die halbe Breite der Ladestraße darzustellen, die andere bliebe virtuell. Da könnten dann immer noch ein paar Fuhrwerke oder LKW drauf und die Darstellung des Verladebetriebes bliebe glaubhaft, aber wieder zehn Zentimeter mehr Gangbreite gewonnen. Meint

Der Eisenhans

Andreas B. Offline



Beiträge: 6

02.04.2014 21:17
#22 RE: Neustadt vs. Bad Wildungen Antworten

Ich kenne Bad Wildungen leider nur in dem heutigen "Zombie"-Zustand (Ivo Cordes). Was muss das für ein lebendiger Bahnhof gewesen sein. Und dieser tolle Eilzug von Amsterdam. Ich werde zwar Bad Windungen nicht nachbauen, aber so einen internationalen Heckeneilzug, den werde ich auch auf meiner Anlage integrieren. Vielleicht könnte mal jemand, der sich besser auskennt, einen Strang zum Thema Heckeneilzüge generell aufmachen, denn da steckt, meine ich, ne Menge betriebliches Potential für Modellbahnanlagen drin.

OOK Offline




Beiträge: 4.317

03.04.2014 05:47
#23 Bad Waldungen für 2 Antworten

Bad Wildungen oder Bad Waldungen, beides sind eigentlich Bahnhöfe, die in ihrer Komplexität von einem einzelnen Modellbahner weder gehändelt noch betrieblich ausgenützt werden können. Meines Erachtens würde sich hier die Möglichkeit gleichzeitiger Ein- oder Ausfahrten viel eher anbieten als in dem kleinen Morsbach im BB.
Wenn das aber möglich ist, spätestens dann braucht es einen Stellwerker, der die Fahrstraßen einstellt und natürlich einen zweiten Tf, sonst hagelt es Flankenfahrten.
"Mein" Bad Waldungen würde daher eher so aussehen:



Die beiden abgehenden Strecken werden bis in den Bahnhof hinein geführt, von jeder Strecke kann in jedes Gleis eingefahren werden. Wenn die Züge über Kreuz einfahren, können sie wunderbar parallel ausfahren. Teuer kommen nur die vielen Preiserlein, die die unzähligen Fuzzies nachstellen sollen, die bei solchen Doppelausfahrten immer am Bahndamm zu stehen pflegen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Minimax ( gelöscht )
Beiträge:

03.04.2014 12:59
#24 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Welche Weichenstrassen würde Stillgelegt / außer Betrieb gesetzt, damit der Betrieb interessanter wird, in einem Bahnhof in dem jedes Gleis von überall aus eingefahren werden kann?

eisenhans Offline




Beiträge: 396

03.04.2014 15:47
#25 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Zitat von OOK im Beitrag #23
Wenn das aber möglich ist, spätestens dann braucht es einen Stellwerker, der die Fahrstraßen einstellt und natürlich einen zweiten Tf, sonst hagelt es Flankenfahrten.
Au ja, Stellwerker in diesem Bahnhof wäre mein Traumjob. Aber bitte mit Gleisbildstellwerk mit Start- und Zieltasten! wünscht sich

Der Eisenhans

Minimax ( gelöscht )
Beiträge:

04.04.2014 15:10
#26 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Jetzt haben wir mit Bad Waldungen einen wunderschönen Bahnhof geschaffen, der "betriebsoptimiert" ist.
Alle Zugbewegungen können auf einfachste Weise, ohne Umstände zu machen stattfinden.

Oder findet das doch nicht unsere Zustimmung?

In einem kürzlich noch hier im Forum zu findenden Artikel steht zu lesen:

Vereinfachungen beim Vorbild und im Modell
(in einem Bahnhof wurden Weichenstrassen vom Verfasser absichtlich noch nicht in Betrieb genommen, um betriebsbelkebende Elemente zu erzeugen)
"... daß ich gegen solche Problemchen gar nichts habe, sie eher belebend finde. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, daß diese Abwechslung (durch Betriebserschwernisse) von ganz allein passiert, wenn man nicht, wie die DB, alles daran setzt, den Betrieb zu vereinfachen."

Haben wir etwa jetzt mit Bad Waldungen einen "langweiligen" Bahnhof geplant, da der Betrieb extrem vereinfacht ist, da alle Gleise von überall erreichbar sind?

Ich schließe mich als Erbauer des hier im Strang wegen seiner "Betriebshemmnisse" kritisierten Bahnhofs Neustadt der Meinung des ober aufgeführten Autors uneingeschränkt an! Und ich bin froh, dass ich bei meinem Neustadt bleibe. Die "Betriebseinschränkungen" sind nämlich geringer als man hier im Forum meint.
Die Praxis beweist es.

Raten Sie doch mal, wer obiges Zitat verfasst hat?

Andreas B. Offline



Beiträge: 6

04.04.2014 18:43
#27 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Was mich interessieren würde: Könnte man den Bf Bad Waldungen auch bei ca. 1m geringerer Länge realisieren, indem man beispielsweise schon wesentlich weiter vorn in den Bogen geht? Dann hätte ich evtl. eine Chance.

OOK Offline




Beiträge: 4.317

04.04.2014 20:23
#28 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Zitat von Andreas B. im Beitrag #27
Könnte man den Bf Bad Waldungen auch bei ca. 1m geringerer Länge realisieren, indem man beispielsweise schon wesentlich weiter vorn in den Bogen geht?
Das könnte man bestimmt. Mal schauen, ob ich da mal Lust drauf bekomme, das zu zeichnen. In den nächsten Tagen leider nicht. Oder jemand anders vielleicht?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Pfalzbahn Online




Beiträge: 1.921

04.04.2014 20:42
#29 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Hier mal Ottos Spitzkehre mit Peco (Rmin ca. 700 mm)






Zitat von Andreas B. im Beitrag #27
Was mich interessieren würde: Könnte man den Bf Bad Waldungen auch bei ca. 1m geringerer Länge realisieren, indem man beispielsweise schon wesentlich weiter vorn in den Bogen geht?

Mit Weichenselbst bzw. Sonderfertigung vielleicht, allerdings ist mit der selektiven Kompression irgendwann Schluß! Ich würde mir dann lieber ein kleineres Vorbild suchen wie zum Beispiel den Bahnhof Rauenstein!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 4.317

04.04.2014 21:06
#30 RE: Bad Waldungen für 2 Antworten

Hubert für den guten Job! Freut mich, dass das so realisierbar ist. Aber deine Zweifel an weiterer Kompression teile ich nicht. Die Umsetzlängen sind ja recht groß, da könnte man einfach mal einen halben Meter in der Mitte wegnehmen, und könnte immer noch um fünf Reisezugwagen herumfahren.
Hubert, kann dein Gleisplanungsprogramm nicht auch die Geometrien von verschiedenen Gleissystemen mischen? Reizt es dich nicht doch, mal das Unmögliche zu versuchen mit einem Weichenvorfeld ganz im Bogen? Nur mal so als Fingerübung?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz