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Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

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Dieses Thema hat 47 Antworten
und wurde 6.104 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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OOK Offline




Beiträge: 4.036

30.03.2014 11:16
#46 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Was ich zum Thema dieses Stranges noch zu sagen hätte, habe ich bereits vor längerer Zeit gesagt. Man erlaube mir, mich selbst zu zitieren (mit leichten Kürzungen):

Zitat von OOK im Beitrag Versöhnung von Ansprüchen, Träumen und Möglichkeiten - Juli 2009
Bei der Rezension der neuesten Ausgabe von „Schmale Spuren“ (weiter unten im Unterforum Modellbahn-Zeitschriften) zitierte ich Herbert Fackeldeys denkwürdigen Satz:

"Unseren unendlichen Anspruch mit dem endlichen Platzangebot zu versöhnen, setzt nicht mehr und nicht weniger als die Wahl eines passenden Vorbildes voraus."
... ...
Mein allgemeiner Eindruck bei der Sichtung von Anlagenenideen, die in den Foren eingebracht werden, ist stets: Es wird generell immer eine Baugröße zu groß in Ansatz gebracht. Oder, wenn wir von einer festen Baugröße ausgehen: es wird immer ein Vorbild gewählt, das für den Platz mindestens eine Nummer zu groß ist. Die Ausnahmen, die diese Regel bestätigen, sind sehr, sehr selten.

Ich sagte gerade „vernünftigerweise“. Denn natürlich lässt sich eine zweigleisige Hauptstrecke mit BW in Baugröße H0 auch auf 1,2 x 3m realisieren. Aber es ist nicht vernünftig. Deutlicher: Es ist unvernünftig. Schließlich ist die Triebfeder, die Modellbahner immer das zu Große, das zu Viel in ihren knappen Platz quetschen lässt, auch nicht die Vernunft, sondern im Gegenteil etwas völlig Irrationales. Da sind Kindheitseindrücke und Erinnerungen im Spiel, Allmachtsvisionen, der Impact eines faszinierenden Augenblicks und was weiß ich nicht noch alles.
In vielen anderen Lebensbereichen haben wir solche Impressionen auch, aber da sind wir vernünftiger. Wir kaufen uns das Haus und das Auto, das zu unserem Budget passt, zu unserem realen (nicht dem erträumten) Lebensstil und zu der Gesellschaftsschicht, zu der wir gehören. Aber bei der Modelleisenbahn, da wollen wir für einmal nicht vernünftig sein, nicht erwachsen und nicht logisch. Da wollen wir unsere Träume verwirklichen, egal wie eng der Platz ist. Schließlich ist es unsere höchstpersönliche ureigenste Anlage, da hat uns kein neunmalgescheiter selbsternannter Modellbahnprofessor dreinzureden.
...
Bedeutet das, ... dass es keine Heimanlagen geben darf, die zweigleisige Hauptbahnen, große Bahnhöfe und Betriebswerke nebst mächtigen Industriekomplexen beinhalten? Nein, das bedeutet es nicht. Es bedeutet aber, dass sie Menschen vorbehalten sind, denen entweder vom Schicksal ausreichend Platz geschenkt worden ist (das dürfte eine winzige Minderheit sein) oder die bereit sind, den für ihre Pläne nötigen Raum mit allem erdenklichen Einsatz zu schaffen oder durchzusetzen. Auch mit Verzicht auf andere Dinge.

Und wenn das nicht machbar ist, dann ist man aufgerufen, sich geschmacklich weiterzubilden und Gefallen an solchen Bahnmotiven zu finden, die man auch realisieren kann. Dann kann man, wie Herbert Fackeldey gesagt hat, Ansprüche und Platzangebot miteinander versöhnen. Darum geht’s.


Ich wollte eigentlich einige Stellen, die hier besonders gut passen, fett hervorheben, habe es dann aber gelassen. Ein jeder - und speziell der Strangeröffner - muss schon selber schauen, welche Schuhe im passen. Und wer sich nicht drauf einlassen mag, der gehe dahin in Frieden (und suche sich ein anderes Forum).

PS: Sollte jemand diese meine Worte diskutieren wollen, gerne, dann bitte am ursprünglichen Ort im Unterforum "Ferrosophie" > Versöhnung von Ansprüchen, Träumen und Möglichkeiten - Juli 2009

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Minimax
Beiträge:

31.03.2014 20:33
#47 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von Hp Schreufa im Beitrag #45
Spätestens bei der Postwagen-Kehrschleifen-Problematik sollte man sich überlegen, entweder auf den Postwagen oder auf die Kehrschleife zu verzichten. Vielleicht könnte man auch die Lok in der großen, weiten Welt umsetzen, einfach nur umsetzen.


Hallo Harald,

vielen Dank für deinen Beitrag und auch für den Hinweis auf Herborn. Leider war ich am WE unterwegs, sonst wäre ich hingefahren.

Liebe Forumsmitglieder,

zum Problem der Kehrschleife und deinem Vorschlag, die Lok umzusetzen:
Es besteht nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Absicht Loks umzusetzen und den SBH in der Kehrschleife in der korrekten Reihung zu befahren.
Dieses Umsetzen erfolgt im Bahnhof Talheim, man erinnere sich bitte an die verdeckte Strecke, die den Hundeknochen schließt. sie dient u. a. auch genau diesem Zweck!

Das dürfte zwar keinen hier im Forum mehr interessieren, aber vielleicht erfolgt ja "post mortem" wenn einige Teilnehmer hier nochmal Langeweile haben doch noch eine Umplanung des Raumes oder des Konzeptes, so wie beim Teilnehmer "Burki", nachdem er aus dem Forum komplimentiert (oder soll ich sagen geschmissen) wurde...
An diesem Punkt bin ich ja mittlerweile auch angelangt und werde den gleichen Weg gehen.

Ich werde als Gast ab und an mal reinschauen, weil mich die Anlagen Warthenberg-Rhulingen und die Saalebahn interessieren - ach du sch... das sind ja schon wieder Anlagen, die der "reinen Lehre" nicht entsprechen...Hauptstrecken und riesen SBHé... wie geht man denn nur mit sowas um?... naja aber dafür haben die ja... tut mir leid, aber ich werde mich diesen fadenscheinigen willkürlichen Pseudoargumenten nicht länger aussetzen, wo es als Krönung angesehen wird, eine Strecke exakt im Modell nachzubauen nur weil es am vorbildgerechtesten sein soll. Wenn das dann in Anlagen mündet, die wenig darstellen und noch weniger Verkehr ermöglichen, dann muß man sich ja an den "Hintergrund-Geschichten der einzelnen Wagenladungen" zu den einzelnen drei Wägelchen festhalten, um einen ausgefüllten "Betrieb" zu verspüren.
Ich habe die Stränge hier im Forum aufmerksam gelesen und stelle fest, dass jeder die Kompromisse gemacht hat, die er für richtig hielt. Oder wurde dein SBH mit den vielen Garnituren für eine Nebenbahn nicht auch schon kritisch hinterfragt?
Hier im Forum wird alles kritisch hinterfragt, was nicht der reinen puristischen Lehre entspricht... und doch gibt es auch hier nur ganz wenige Anlagenbauer, die dieses Konzept in reiner Lehre umsetzen wollen, denn die meisten davon haben die Anlage noch gar nicht gebaut, geschweige denn Erfahrung mit ihrem Betrieb.

Wer Menschen für eine Idee gewinnen möchte, sollte diesen mit etwas weniger Fanatismus sondern mit Toleranz begegnen, ansonsten jagt man ewig einer Utopie nach oder bleibt immer im "kleinen Kreise der Erhabenen".

Tip: Mal drüber nachdenken!


Grüße Frank

Hp Schreufa Offline



Beiträge: 106

31.03.2014 22:06
#48 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von Minimax im Beitrag #47
Oder wurde dein SBH mit den vielen Garnituren für eine Nebenbahn nicht auch schon kritisch hinterfragt?

Es wurden Fragen gestellt, diese habe ich beantwortet, dafür ist ein Forum ja da.

Zitat von Hp Schreufa im Beitrag RE: Wieviel Gleise soll/muss ein Schattenbahnhof haben
Benötigt man überhaupt einen Schattenbahnhof?
Reichen ein Fiddle-Yard und Wechselkassetten?
Wieviel Wechselkassetten muß man haben?

Mein Zugspeicher ist seit ca. fünf Wochen Geschichte. Nach mehrmaligem, gedanklichen Durchspielen des Fiddlens bei Vollbach und Friedenfels habe ich mich gegen meinen geplanten Zugspeicher entschieden. Das Umsetzen von Loks bzw. Wagen ist realistischer als das Kreisenlassen von Zügen. Kleiner Nebeneffekt ist die Einsparung von Gleisen und Rollmaterial. Ich arbeite nun mit mehrtägigen Lokumlaufplänen und Wagenumläufen.

Harald.

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