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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 47 Antworten
und wurde 6.076 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
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OOK Offline




Beiträge: 4.019

28.03.2014 12:38
#31 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von Minimax im Beitrag #30
wir sind ja jetzt schon an der Feinplanung und Ausgestalötung des Verkehrs in Neustadt angelangt (obwohl Umplanung eigentlich meine 2. Priorität war).
Ja leider, ihr tut den dritten Schritt vor dem ersten oder zumindest zweiten. Und schießt dabei mächtig übers Ziel hinaus. Aber das ist ja hier OT.

Zitat
Übrigens habe ich tatsächlich in dem Bahnhof 2 Rangierloks eingesetzt, eine an der Stückgutrampe und 1a-4a (Köf)und eine vorn an der Ladestr. und den Gütergleisen (V 60). Da der Bahnhof "städtisch" wirken soll..

Du meinst vermutlich "großstädtisch", denn viele Städte haben nur 1-2 Bahnsteiggleise.

Zitat
Was mich natürlich vordergründig auch interessieren würde, wären die "Verkehrsströme" und deren Ausgestaltung, die nach deiner Ansicht zwischen den Betriebsstellen stattfinden würden. Vielleicht würde das die Feinjustierung von Bahnhofsgleisen auch noch besser erklären?

Das werde ich nicht im Detail durchplanen, aber im Prinzip und in meine Antworten zu deinen Fragen vom letzten Post einarbeiten. Etwas Geduld bitte, bin gerade was anderes am Machen..

OOK
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OOK Offline




Beiträge: 4.019

28.03.2014 18:42
#32 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zwischenbericht
Also Frank, mit deinem Bf Neustadt habe ich mir eine der schwierigsten Planungsfälle meiner "Karriere" angelacht. Da steckt der Teufel im Detail. Das ist jetzt keine Schuldzuweisung an dich, die Bedingungen sind vom Raum und den betrieblichen Erfordernissen her halt heftig.
Ich bin jetzt erstmal ausgestiegen und habe mich zwischendurch an einen provisorischen Fahrplan gemacht, um festzustellen, wieviele Gleise und Kanten tatsächlich gebraucht werden. Bin noch nicht fertig, kann aber schon sagen, dass die meiste Zeit des Tages zwei Kanten ausreichen, nur ganz gelegentlich wird eine dritte gebraucht. Aber dafür muss sie halt vorhanden sein. Mehr aber auch nicht.
Ein großes Problem ist, dass es Gütergleise beiderseits der stark gebogenen Einfahrt gibt.
Die doppelte Einfahrt (Burghausen getrennt) habe ich wieder aufgegeben. Die bringt eh nix, wenn du allein Betrieb machst. Apropos: Mit ist eh schleierhaft, wie du diesen Bahnhof allein händeln willst, zumal du ja, wie du schreibt "optisch" den Eindruck von Großstadtbetrieb erzeugen willst. Da wirst du noch dein blaues Wunder erleben.

Dennoch bleibe ich dran, es hat schon einen besonderen Reiz, hier zu versuchen, den Bf an betriebliche Erfordernisse anzupassen.
Was mir noch beim Fahrplanzeichnen aufgefallen ist: Wenn du ein relevantes Güterzugpaar verkehren lassen willst, muss sich das auch lohnen, bis Burghausen zu fahren. Da braucht es noch Wagenladungskunden. Aber auf die Bahnhöfe Talheim und Burghausen komme ich eh noch, wenn ich mit Neustadt einigermaßen klar bin.

OOK
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

28.03.2014 19:48
#33 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zwischeneinwurf

Es ist ja bewundernswert wie Otto versucht die tote Sau durchs Dorf zu treiben!
Was dem Bahnhof immer noch fehlt ist ein richtiges Güterzugaufstellgleis, wohin die abgehenden Wagen aus den Anschlüssen gesammelt werden! Das Gleis 2a ist zu kurz dafür und es liegt recht ungünstig!
Der Stückgutschuppen und die Post müssen getrennt sein, da die Bedienung zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt bzw. sich diese dann gegenseitig behindert!
Apropos Postwagen! Ist der der Postwagen am Zugschluß ist es relativ einfach ihn abzuziehen! Auch ist er relativ leicht vor der Abfahrt dem Zug beizustellen! Lustig wird es wenn dieser Zug aus dem Schattenbahnhof zurück kommt (Zur Erinnerung der Zug wird gewendet!)! Der Postwagen steht jetzt am Zuganfang und die restlichen Wagen des Zuges müssen erst abgezogen werden, damit man an ihn herankommt!
Irgendwie fehlt auch ein Ausziehgleis, alle Rangierfahrten müssen die Streckengleise benutzen!
Tut mir leid Otto, die Ladestraße ist zu kurz für diese Stadt!
Und wieso sind die Personenzuggleise länger bzw. gleich lang wie die Güterzuggleise? Normal ist es umgekehrt!

Grüße Hubert

PS: Eine mögliche Vorlage zum Fahrplan/Bahnhof: In der gerade erschienen MIBA Spezial 100 ist nochmals der Anlagenentwurf Bad Wildungen von Ivo Cordes abgedruckt! Inklusive Fahrplan und Zugbildungspläne (z.B. Eilzug mit Kurswagen nach Amsterdam! )

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Minimax
Beiträge:

28.03.2014 20:15
#34 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Lieber Otto,
das tut mir wirklich Leid, dass ich dir eine solche "Nuss" angedreht habe

Aber der Bahnhof ist wirklich das Ergebnis meiner Studien von Bahnhofsplänen über zig Jahre hinweg und dann Einkürzung auf das aus meiner modellbahnerischen Verkehrssicht wesentliche von der Spur-N auf die H0-Anlage (Kondensation eines großzügigeren N-Bhf´s).

Was ist meine Sicht?
Ich habe ja schon geäußert, dass ich vom Betrieb des Vorbildes so gut wie keine Ahnung habe. Anders allerdings beim Modellbahnverkehr, da ich seit über 30 Jahren "fahre und rangiere".

Neustadt soll wirklich (optisch) einen größeren, städtischen Bahnhof darstellen, weshalb auch auf diesem Schenkel so gut wie keine Landschaft ist, nur Gleise, Bahnanlagen und Hintergrundkulissengebäude... Auf die 3 Bahnsteigkanten bin ich wegen der abzweigenden Bahn nach Burghausen auch gekommen. Die örtliche Situation drängt aber dann immer wieder die 4. Kante förmlich auf . Ich denke mit dem Übergang, der das BW von den Bahnsteigen optisch "trennt" ist das gar nicht so sehr nachteilig.
Neustadt soll wie gesagt (optisch) städtischen Verkehr darstellen. Es waren diese Verkehrssituationen von mir gewünscht: Umsteigen von Neben- auf Hauptbahn (Fernzüge), Begegnung von P.-Zügen (auch wenn dies eigentlich sinnlos sein könnte im Kopfbahnhof?), Kurswagenübergänge und Zugbildung/Umbildung. Schließlich kann auch mal ein Sonderzug im Bahnhof länger stehenbleiben.
Güterverkehr soll sowohl Nebenbahn als auch "schwerere" Einheiten des Fernverkehrs umfassen, Anschlüsse sollten bedient werden, Züge für die Nebenbahn gebildet werden (aus Fernzügen oder Teilen davon) und schließlich sollten auch Güterwagen aufgestellt sein für weitere Aufgaben. Eben das "Bild" eines größeren Bahnhofs.

Für den "Verkehr" im Bahnhof habe ich vorrangig meine eigenen modellbahnerischen Verkehrsansprüche realisiert. Dazu gehört z. B. das relativ große BW für meine Loks, zwingend die Drehscheibe zum Wenden der Schlepptenderloks (23 m!) sowie die weichensparende und universelle Erreichbarkeit aller Einfahrgleise aus beiden Richtungen.
Die Situation der Gütergleise beiderseits der Einfahrt resultiert tatsächlich aus der nicht verkehrssicheren Befahrbarkeit von DKW´s, die ich aus diesem Grund weglassen musste. Wobei ich für eine solche Anordnung sogar ein Beispiel vom Vorbild gefunden habe (vgl. www.Sporenplan.ns, Bhf. Lüdenscheid).

Die Anlage kann (alleine wegen der räumlichen Beengtheit im Gang von maximal 3 Bedienern gesteuert werden (Flm. ProfiBoss über Loconet)).

Es freut mich, dass dich der Ehrgeiz gepackt hat... Die Diskussion ist auch für mich äußerst spannend und lehrreich!
Sie zeigt mir allerdings auch, dass der anfängliche "verriss" hier im Forum wohl etwas vorschnell war. Und ich bin froh, dass ich dran geblieben bin...

Viele Grüße auch an Alle Forumsmitglieder, Frank

OOK Offline




Beiträge: 4.019

28.03.2014 20:17
#35 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Ehrlich gesagt Hubert, finde ich deine Anmerkungen jetzt unnötig destruktiv. Natürlich kann man den Plan durch den Wolf drehen, wie so viele andere. Aber hier hat einer schon gebaut - nach seinen damaligen Kenntnissen - und jetzt geht es darum, mit positiver und konstruktiver Energie dran zu gehen, das zu optimieren. Der Frank will nämlich Betrieb machen, daran besteht mittlerweile kein Zweifel mehr, und da sollten wir ihm nach Kräften helfen, das zu erreichen. Ich würde mir von dir einen alternativen Gleisplan zu Neustadt wünschen mit all den von dir geforderten Eigenschaften und Funktionen auf dem real zur Verfügung stehend Platz. Das nämlich ist die Kunst der Anlagenplanung.

Edit: Zeitliche Überschneidung mit Franks Post.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Helko Offline




Beiträge: 315

28.03.2014 20:42
#36 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von Minimax im Beitrag #34
Ergebnis meiner Studien von Bahnhofsplänen ...

Hallo Frank
gebe doch nochmals die Längenangaben für den Bhanhof durch, kann sie nicht finden.

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Minimax
Beiträge:

28.03.2014 20:52
#37 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Gesamtlänge der Bahnhofsplatte = 4,00 m,
Die Längenangaben der NL der Gleise findet sich am Anfang des Stranges.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

28.03.2014 23:44
#38 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von OOK im Beitrag #35
Ehrlich gesagt Hubert, finde ich deine Anmerkungen jetzt unnötig destruktiv. ... Ich würde mir von dir einen alternativen Gleisplan zu Neustadt wünschen mit all den von dir geforderten Eigenschaften und Funktionen auf dem real zur Verfügung stehend Platz. Das nämlich ist die Kunst der Anlagenplanung.

Einen Plan von mir wird es hier nicht geben! Franks seine Wünsche (Hauptbahnbetrieb, Nebenbahn, D-Züge, Ganzgüterzüge, großes Bw, ...) sind halt auf über 8,5 m² in H0 nicht zu machen, da hilft auch alle Kunst der Anlagenplanung nichts! Vor allem ist die Gefahr groß das die Kunst zum Kitsch wird, und dies kann nicht hier das Ziel sein!
Fakt dieser Diskussion wird sein, das Frank auf seiner Anlage Wagen schon einigermaßen vorbildgerecht bewegen kann, allerdings kann man das auch auf einer Brio-Bahn, wenn jemand das mag!
Zu "Vorbildgerecht" gehört für mich halt nicht nur das Bewegen der Wagen, sondern auch Zugbildung, Zuglängen, Gleise, Bahnhöfe, Umfeld, Strecke etc., also das Gesamtbild, und die Kunst ist es da die geringsten Kompromisse einzugehen!
Wenn ich 26 m Drehscheibe, Groß-Bw., 01er, 44er, D-Zug und Durchgangsgüterzug in einem eigentlich dafür viel zu kleinen Bahnhof sehe, stellen sich halt bei mir als DB-Regelspurbahner die Nackenhaare!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 4.019

29.03.2014 09:09
#39 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #33
Zwischeneinwurf
Der Stückgutschuppen und die Post müssen getrennt sein, da die Bedienung zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt bzw. sich diese dann gegenseitig behindert!
Im Prinzip richtig, nur nicht immer realisierbar, auch beim Vorbild nicht. Die Frage ist, ob in diesem Neustädtchen tatsächlich ein eigener Postanschluss nötig ist. Vielleicht reicht dafür Gl.5.
Ansonsten Hubert, denke mal an Oderteich: da steht der Gs an der gleichen Rampe wie die Kohlenhandlung, die gerade in der MIBA war. Ganz unpraktisch! Wenn beim Kohlenhandel Wagen stehen - das tun sie fasst immer - muss man die erst wegstellen, bevor man an den Gs dran kommt. Aber so ist das Leben, wenn nicht für alles Platz ist.

Zitat
Apropos Postwagen! Ist der der Postwagen am Zugschluß ist es relativ einfach ihn abzuziehen! Auch ist er relativ leicht vor der Abfahrt dem Zug beizustellen! Lustig wird es wenn dieser Zug aus dem Schattenbahnhof zurück kommt (Zur Erinnerung der Zug wird gewendet!)! Der Postwagen steht jetzt am Zuganfang und die restlichen Wagen des Zuges müssen erst abgezogen werden, damit man an ihn herankommt!

Das ist allerdings ein schlagendes Argument. Da zeigen sich die Nebenwirkungen der Kehrschleife, die nicht auf dem Beipackzettel standen. Wenn man dann noch nicht mal vorne mit einem einzigen Wagen (wegen der Drehscheibe) aufs Nachbargleis umsetzen kann, dann ist Schicht im Schacht, wie man im Ruhrgebiet sagt.

Zitat
Irgendwie fehlt auch ein Ausziehgleis, alle Rangierfahrten müssen die Streckengleise benutzen!

Auch richtig. Für das Ziehgleis hätte ich auch schon eine Idee. Aber bei einmännigem Betrieb macht es doch nichts, auf die Strecke auszuziehen - vorausgesetzt, das ESig ist weit genug weg - es kann ja eh kein Zug kommen.

Jetzt ein offenes Wort an Frank:
Also, Frank,während ich noch an meinem vorigen Post bosselte, um dich gegen Huberts Attacken ein wenig in Schutz zu nehmen, schriebst du dieses:

Zitat von Minimax im Beitrag #34
Neustadt soll wirklich (optisch) einen größeren, städtischen Bahnhof darstellen, ...
Neustadt soll wie gesagt (optisch) städtischen Verkehr darstellen.
Hätte ich dass vorher gelesen, hätte ich das so nicht geschrieben. Mir wird allmählich klar, dass du keinen am Vorbild orientierten Betrieb abwickeln willst, sondern nur eine Art Show abziehen, dass es so wirkt, als wäre das richtiger Betrieb. Da muss ich dann allerdings sagen, dass ich nicht mehr bereit bin, stundenlang über deinem Gleisplan Neustadt zu brüten, ob ich ihn nicht doch noch irgendwie hinkriegen kann. Das lohnt dann nicht. Ich habe ja auch noch andere Fische zu braten.

Also, wenn ich das hier lese:
Zitat von Minimax im Beitrag #34
Es waren diese Verkehrssituationen von mir gewünscht: Umsteigen von Neben- auf Hauptbahn (Fernzüge), Begegnung von P.-Zügen (auch wenn dies eigentlich sinnlos sein könnte im Kopfbahnhof?), Kurswagenübergänge und Zugbildung/Umbildung. Schließlich kann auch mal ein Sonderzug im Bahnhof länger stehenbleiben.
Güterverkehr soll sowohl Nebenbahn als auch "schwerere" Einheiten des Fernverkehrs umfassen, Anschlüsse sollten bedient werden, Züge für die Nebenbahn gebildet werden (aus Fernzügen oder Teilen davon) und schließlich sollten auch Güterwagen aufgestellt sein für weitere Aufgaben. Eben das "Bild" eines größeren Bahnhofs.
Für den "Verkehr" im Bahnhof habe ich vorrangig meine eigenen modellbahnerischen Verkehrsansprüche realisiert. Dazu gehört z. B. das relativ große BW für meine Loks, zwingend die Drehscheibe zum Wenden der Schlepptenderloks (23 m!)
,dann muss ich jetzt leider auch erkennen, dass da mindestens 60% zu viel ist. Deshalb stelle ich jetzt die Arbeit an deinen Planungen ein. Solltest du noch einzelne konkrete Fragen haben, wie man dies oder das betriebsoptimal realisieren kann, werde ich mich gerne damit befassen. Aber die Arbeit muss bei dir stattfinden, nicht bei mir.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Minimax
Beiträge:

29.03.2014 17:42
#40 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von OOK im Beitrag #39
Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #33
Zwischeneinwurf
Jetzt ein offenes Wort an Frank:
Also, Frank,während ich noch an meinem vorigen Post bosselte, um dich gegen Huberts Attacken ein wenig in Schutz zu nehmen, schriebst du dieses: [quote="Minimax"|p6850]Neustadt soll wirklich (optisch) einen größeren, städtischen Bahnhof darstellen, ...
Neustadt soll wie gesagt (optisch) städtischen Verkehr darstellen.
Hätte ich dass vorher gelesen, hätte ich das so nicht geschrieben. Mir wird allmählich klar, dass du keinen am Vorbild orientierten Betrieb abwickeln willst, sondern nur eine Art Show abziehen, dass es so wirkt, als wäre das richtiger Betrieb. Da muss ich dann allerdings sagen, dass ich nicht mehr bereit bin, stundenlang über deinem Gleisplan Neustadt zu brüten, ob ich ihn nicht doch noch irgendwie hinkriegen kann. Das lohnt dann nicht. Ich habe ja auch noch andere Fische zu braten.

Also, wenn ich das hier lese:
Zitat von Minimax im Beitrag #34
Es waren diese Verkehrssituationen von mir gewünscht: Umsteigen von Neben- auf Hauptbahn (Fernzüge), Begegnung von P.-Zügen (auch wenn dies eigentlich sinnlos sein könnte im Kopfbahnhof?), Kurswagenübergänge und Zugbildung/Umbildung. Schließlich kann auch mal ein Sonderzug im Bahnhof länger stehenbleiben.
Güterverkehr soll sowohl Nebenbahn als auch "schwerere" Einheiten des Fernverkehrs umfassen, Anschlüsse sollten bedient werden, Züge für die Nebenbahn gebildet werden (aus Fernzügen oder Teilen davon) und schließlich sollten auch Güterwagen aufgestellt sein für weitere Aufgaben. Eben das "Bild" eines größeren Bahnhofs.
Für den "Verkehr" im Bahnhof habe ich vorrangig meine eigenen modellbahnerischen Verkehrsansprüche realisiert. Dazu gehört z. B. das relativ große BW für meine Loks, zwingend die Drehscheibe zum Wenden der Schlepptenderloks (23 m!)
,dann muss ich jetzt leider auch erkennen, dass da mindestens 60% zu viel ist. Deshalb stelle ich jetzt die Arbeit an deinen Planungen ein. Solltest du noch einzelne konkrete Fragen haben, wie man dies oder das betriebsoptimal realisieren kann, werde ich mich gerne damit befassen. Aber die Arbeit muss bei dir stattfinden, nicht bei mir.


Hallo Otto,
ja, ich habe das geschrieben, damit klar ist, unter welchen Umständen und Vorgaben (ZOFF) es zu dieser jetzt zu 90% fertiggestellten Anlage gekommen ist.
Die Vorbereitungen dafür liefen seit ca. 15 Jahren, der Bau begann vor 5 Jahren. Wie gesagt, habe ich dein blaues Buch und seine Inhalte, die mich sehr faszinieren erst seit einem halben Jahr. Das Thema dieses Stranges ist: Wie kann trotzdem auf einer solchen Anlage ein sinnvoller Verkehr oder sogar Betrieb abgewickelt werden, ohne sie gleich abreissen zu müssen.
Dass Hubert wieder mit allgemein Philosophischem zur "Vorbildgerechtigkeit" in diesem Strang daherkommt hat mich sowieso gewundert, da vereinbart war, dass nichts aus dem alten Strang hier auftaucht.

Es wurde mir gesagt, dass der Plan (Neustadt) nicht betriebsoptimal sei. Da habe ich mich zunächst mal gefragt, wie kommt man darauf? Welcher Verkehr/Betrieb wird überhaupt auf dem Plan/der Anlage unterstellt? Was für Züge/Zuggattungen verkehren und mit welchen Aufgaben?

Diese Frage bekam ich bis jetzt noch nicht beantwortet.

Dass die Rangiermanöver auf dem Plan nicht "betriebsoptimal" d. h. auf einfachstem Wege durchzuführen sind, ist mir nicht nur bekannt sondern zum Teil so beabsichtigt (Gl.2, Abstellgruppe 1a-4a), zum Teil durch Zwänge vorgegeben.
Auch für solche Schwierigkeiten gibt es Vorbilder (vgl. Lüdenscheid).
Am betrieblich einfachsten wäre natürlich eine seitlich liegende Aufstellgruppe/Anschließer, die über ein der Einfahrt parallel liegendes Gleis geschützt gegen Flankenfahrt, gesichert ist. Geht nicht. Wollte ich auch nicht. Wär mir zu einfach gewesen.

Für eine freie Wahl aller Gleise in der Einfahrt, auch bei 2 Streckenabgängen, die sich erst vor der Einfahrt verzweigen gibt es ebenfalls Beispiele beim Vorbild (vgl. Bad Kissingen).
Auch für 4 Bahnsteigkanten in einem "kleinen" Bahnhof, sogar nicht mit 2 sondern nur einem Streckenzugang gibt es ein Beispiel (Pirmasens Hbf.).

Ob man die Züge, die verkehren nun DG, GAG oder IC nennt, oder Ng, Üg oder Eilzug und PmG, ist gerade das, was mich an einer Diskussion der "Verkehrs/Betriebes" interessiert hätte. Meine bisherige Vorstellung un Benennung von "schwereren" Zügen (Fernverkehr) und leichteren Zügen (Nahverkehr) ist ja aus dem Vorstellungsstrang der Anlage bekannt.
Die Frage, welche Relationen sinnvoll sind und wie diese zu bedienen wären, obwohl die Anlage unter anderen Prämissen als der eines vorbildorientierten Betriebes entstanden ist (Alea iacta est!), das war das Hauptinteresse. Darauf abgestimmte, notwendigerweise erforderliche Umplanungen hätten mich bestimmt zu einem äußerst unliebsamen Umbau der Anlage bewegt.

Ich finde es schade, dass die so konstruktiv begonnene Entwicklung in diesem Strang ein so jähes und missverständliches Ende nimmt.
War die Zeit wirlich verschwendet?

Grüße Frank

P.S.: Hubert: "Fanatismus ist die hochexplosive Mischung aus Engstirnigkeit und Fantasie" (Albert Einstein)

Minimax
Beiträge:

29.03.2014 20:57
#41 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Beiträge: 65

06.07.2008 19:39

#3 Der Traum von der "großen weiten Welt" Zitat vormerkenantworten
Hallo OOK,
ab und zu tauche ich doch mal aus meiner beruflich bedingten Versenkung auf und nehme mir etwas Zeit, hier mitzudiskutieren:

Nein, ich habe deine Abhandlung zum Hauptbahn-Nebenbahn- Thema eigentlich nicht wirklich persönlich genommen, wollte aber trotzdem nicht meine „gewisse Sympathie“ denjenigen gegenüber verhehlen, die auch auf kleinem Raum unverdrossen ihren Träumen nachgehen und lieber die „große weite Welt“, als „ von Klein Kleckersdorf Unterer Bahnhof nach Klein Kleckersdorf Oberer Bahnhof“ nachspielen wollen. Auch sie möchte ich nämlich nicht in der großen Gemeinde der Modellbahner missen, wenn sie denn wenigstens einige der Regeln beherzigen, die doch auch in vielen der deutschen Anlagenpläne und –broschüren der letzten Jahrzehnte auch für diese Klientel zum Besten gegeben wurden.

Deine „reine Lehre“ in allen Ehren, deren Klarheit ich sehr unterstütze, da du fast wissenschaftlich aufzeigst, was ein Kinderspiel von einem Erwachsenenhobby unterscheidet, aber sooo schlecht waren die Tipps in den renommierten Fachzeitschriften und Broschüren, angefangen von PitPeg, über Rudolf Merz (Loisl), R. Barkhoff, natürlich Ivo Cordes (einer der ganz Großen in meinen Augen), Rolf Knipper u.v.a.m. ja eigentlich auch nicht. Auch HFys Minimalkonzepte möchte ich in diesem Konzert nicht missen, aber nicht jedem liegt es eben, täglich immer wieder dieselben Zugbewegungen mit 3-7 Güterwagen und einem mit vorbildgetreuer langsamer Gangart hin- und herrangierenden Diesel an ein und derselben Güterrampe im 3-gleisigen Nebenbahn-Endbahnhof durchzuspielen.

Ich habe den starken Verdacht, dass viele unserer Meistermodellbahner ein solches, landauf landab in Foren und Fachzeitschriften vehement verteidigtes Minimalkonzept –wenn sie es denn auch mal wirklich erbauen- doch recht bald wieder ziemlich satt haben und klammheimlich froh wären, wenn sie mit der endlich fertig zusammenrangierten Garnitur „auf die Strecke“ gehen könnten, wenn sie denn eine hätten…. So scheint es denn leider häufig so zu sein, dass die viel gepriesenen Meisterwerke maßstäblicher Landbahnhöfe –ob in Normal- oder Schmalspur- selten länger leben als der erste Bericht hierüber in einer der Fachzeitschriften.

Da lobe ich mir mindestens genauso die „ehrlichen“ Hauptstreckenfahrer wie Otto Humbach, der einfach Spaß daran hat, seine mit viel Sachkenntnis gesammelten Epoche 3- „Garnituren“ über seine „Paradestrecke“ zu jagen und sie dort bei der Vorbeifahrt in immerhin realistischer Kulisse vom bequemen Sessel aus beobachten zu können, ganz wie ein kleiner Junge, der in den späten 50er Jahren an einer der Magistralen in Deutschland gestanden haben mag. Und ich muss ehrlich zugeben: Statt Bf. „Hungen“ oder „Mücke“ wäre mir persönlich ein Bahnhof „Großenbrode Kai“ (wie in TT im Nürnberger Verkehrsmuseum) mit im Fährschiffbauch Richtung Schattenbahnhof verschwindenden internationalen Kurswagen sowie einem Stück an den Bahnhof anschließender 1-gleisiger (!) Hauptstrecke nach Lübeck selbst in „selective compression“- Ausführung hundertmal lieber als jeder noch so maßstäbliche Nebenbahn- Haltepunkt.

Ja, und wenn man nun beides mag, wie die meisten deutschen Modellbahner? Dann baut man halt „Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn“ und rangiert nach Herzenslust auf seiner Nebenstrecke. Und wenn das langweilig wird, holt man einen oder zwei Hauptstrecken- Paradezüge aus den Schattenbahnhöfen und lässt sie sich im sichtbaren Bereich der Anlage begegnen. So viel Zeit muss halt sein, zwischen 2 Rangiermanövern mal aufzublicken und den herbeieilenden und schnell entschwindenden Hauptstreckenzügen zuzuschauen. Auch das Einmünden (oder Ausfädeln) eines Nebenbahnzuges in die oder aus der Hauptstrecke und der damit verbundene Übergang von Handbetrieb auf Automatik kann selbst bei automatisiertem Hauptstreckenbetrieb heute im Zeitalter des Computers und der Transponder eigentlich so schwer auch nicht mehr sein.

Lieber Otto, ich gebe hier mal nicht ein Votum für deine „reine Lehre“ ab, sondern –als Jemand, der wohl irgendwie „dazwischen“ stehen geblieben ist- ein Plädoyer für Träume und Träumer, zu denen wir uns ja eigentlich alle zählen. Lassen wir doch allen ihre Träume, zumindest dann, wenn sie halbwegs glaubwürdig und vorbildgetreu „rüberkommen“, auch wenn einer nicht so viel Platz hat wie du oder ich.

Nicht das „Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn“- Konzept ist schlecht, nicht die Größe des Raumes oder die Größe „der Platte“ ist das Maß aller Dinge, sondern nur die Kunst, seinen persönlichen Modellbahntraum halbwegs glaubwürdig „rüberzubringen“. Ich bin mir zwar sicher, dass du das eigentlich auch genauso siehst und hauptsächlich die ohne modellbahnerischen Sinn und betrieblichen Grundverstand zusammengehauenen, willkürlichen Spaghettikonzepte mit Straßenbahn, Alpenpanorama, Fachwerkromantik und gleichzeitigem Groß- Bw am Nordseestrand brandmarken wolltest, aber gerade in einem „Hardcore- Forum“ wie diesem würde ich mich nur wohl fühlen, wenn auch ein Verständnis für das weite Feld „dazwischen“, also für das „Interpretieren“ und nicht nur das sklavische Nachbilden des Vorbildes seinen Platz behaupten könnte.

Deine BAE, die ja ein gedachtes Vorbild in real existierender Landschaft darstellt, markiert dabei sicher den künstlerischen Höhepunkt des Machbaren. Aber eine stark befahrene „Rheinstrecke“ mit Unterwegsbahnhof à la Boppard und der Nebenbahn nach Simmern kann eben für viele auch ihren Reiz haben, für starke Träumer zur Not auch auf einer 3x2 Meter großen Platte. Wie so etwas m.E. wenigstens halbwegs glaubhaft noch gehen könnte, werde ich demnächst hier oder in einer anderen Unterabteilung dieses Forums mal zur Diskussion stellen.

windbergbahn


Besser als "Windbergbahn" kann man es kaum ausdrücken, dem hier im Forum "versehntlich" das gleiche widerfahren ist wie mir mit Hubert...

OOK Offline




Beiträge: 4.019

29.03.2014 21:08
#42 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Einem solchen Zitat sollte man schon am Anfang ansehen, von wem und aus welchem Strang es stammt. Daher die Bitte, ordentlich zu zitieren. Dieses ist von Windbergbahn, das sieht man dann am Schluss. Und nein, dem ist solches nicht widerfahren. Windbergbahn ist von mir im Blauen Buch zweimal als goldenes Beispiel aufgeführt (S. 11 und 13).

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Minimax
Beiträge:

29.03.2014 21:17
#43 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von OOK im Beitrag #32
Zwischenbericht
Also Frank, mit deinem Bf Neustadt habe ich mir eine der schwierigsten Planungsfälle meiner "Karriere" angelacht. Da steckt der Teufel im Detail.


Daran wird es ja hoffentlich nicht liegen...
ich schrieb ja schon: 15 Jahre Planung

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.815

29.03.2014 21:25
#44 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Zitat von Windbergbahn
Nicht das „Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn“- Konzept ist schlecht, nicht die Größe des Raumes oder die Größe „der Platte“ ist das Maß aller Dinge, sondern nur die Kunst, seinen persönlichen Modellbahntraum halbwegs glaubwürdig „rüberzubringen“. Ich bin mir zwar sicher, dass du das eigentlich auch genauso siehst und hauptsächlich die ohne modellbahnerischen Sinn und betrieblichen Grundverstand zusammengehauenen, willkürlichen Spaghettikonzepte mit Straßenbahn, Alpenpanorama, Fachwerkromantik und gleichzeitigem Groß- Bw am Nordseestrand brandmarken wolltest, aber gerade in einem „Hardcore- Forum“ wie diesem würde ich mich nur wohl fühlen, wenn auch ein Verständnis für das weite Feld „dazwischen“, also für das „Interpretieren“ und nicht nur das sklavische Nachbilden des Vorbildes seinen Platz behaupten könnte.



Grüße Hubert

PS: Hier ist erst mal Schluß für mich, will denn Threadersteller nicht zu weiteren Unterstellungen und kleinen Beleidigungen nötigen!

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Hp Schreufa Offline



Beiträge: 106

30.03.2014 10:17
#45 RE: Minimax 2. Versuch antworten

Spätestens bei der Postwagen-Kehrschleifen-Problematik sollte man sich überlegen, entweder auf den Postwagen oder auf die Kehrschleife zu verzichten. Vielleicht könnte man auch die Lok in der großen, weiten Welt umsetzen, einfach nur umsetzen.

Harald.

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