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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 1.255 mal aufgerufen
 III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
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Konstantin Offline



Beiträge: 23

02.11.2015 20:39
#16 RE: Kann eine Museumsbahn ein geeignetes Vorbild für eine betriebsorientierte Modellbahn sein? Antworten

Hallo werte Kollegen!

Sichtweise I:

Zu Museumsbahnen als Vorbild für die Modellbahn kann ich OOK`s Meinung nur rechtgeben. Das Thema eignet sich nicht unbedingt für eine Modellbahn.
Das wir ganz schnell sehr fad.

Warum?

Fahrzeugpark:
Reguläre Bahnen setzen auf Einheitlichkeit (Immer - auch schon ab Epoche I. Vielfalt entsteht nur aus ökonomischen Zwängen und/oder Kriegsbedingungen.)
Museumsbahnen sind meist ein Sammelsurium, Mixture graduell nach intellektuellem Status des Vereinsvorstandes.
Transportaufgaben werden künstlich erzeugt durch die Tourismusindustrie - ohne genuin ökonomische Interessen.
Das käme dem Modellbahner mit größerer - unsystematischer Sammlung entgegen, ich allerdings halte nichts davon.

Es gibt durchaus Diskussionen innerhalb der Museumsvereine, ob man den Fahrzeugpark "einheitlich restauriert" (innerhalb einer "Epoche") oder die Fahrzeuge in verschiedenen Stadien restauriert. Dieser Diskurs wird ewig dauern, weil es um "habituelle" Betriebler oder "Museale" geht.

Fahrplan: Der ist fad. Nur Pers, keine Güter, keine wirklich realen Aufgaben. Wer würde eine Modellbahn bauen, die sich nur mit Tourismus- Ausflugs- und einmal jährlichem Kirtagsverkehr beschäftigt? (Hier hätte endlich der Preiser-Nikolo oder Papst seine Berechtigung.)

Außerdem wird bei Museumsbahnen mehr gezangelt als gefahren. Diese Zeitaufteilung wäre im Regelbetrieb nicht haltbar.

Status: Nicht ohne Grund werden Museumsbahnen rechtlich den Fahrgeschäften und nicht dem Eisenbahnrecht zugeschlagen. Also juristisch mehr Autodrom/Ringelspiel als Eisenbahn (zumindest in Österreich, wie es in der BRD ist, weiß ich nicht.)

Die Aufgabe von Museumsbahnern besteht auch nicht darin, mit alter Technik einen Regelbetrieb aufzuziehen, sondern den "Alten Krempel" für die Nachwelt zu sichern und ein paar Euro für dessen Erhaltung zu lukrieren. Das ist Arbeit genug. Und wenn nicht nur Fahrzeuge, sondern auch eine Strecke vorhanden ist, na - dann potenziert sich das gewaltig.

Für mich kein Vorbild einer interessanten und betriebsintensiven Modellbahn.


Sichtweise II:

Modellbahner sind per se "Museumsbahner"
Gekauft wird was gefällt. Man hat ja kein Unternehmen zu leiten, welches mit möglichst geringem Kapitalaufwand Gewinn generieren muss.
Man hat kein Problem mit Ersatzteilhaltungen, die in 1:1 schnell 50t ergeben.
Und bald hat man eine Sammlung, um welche einem jedes technische Museum beneidet[lachen] - oder auch nicht.
Erhaltung 1:87 ist halt nicht Erhaltung 1:1.

Erst mit fortschreitender "Reife" des Modellbahners widmet der sich einem bestimmten Thema und einer bestimmten Epoche.
Der Rest kommt in die Vitrine oder auf ebay/willhaben - oder in den Müll.
Ab hier wird es interessant. Manche bauen dann auch eine Modelleisenbahnlandschaft.

Herzliche Grüße, Konstantin.

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