Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Modellbahnanlagen
Planungs- und Design-Forum

für vorbildgerechten Modellbahnbetrieb

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 766 mal aufgerufen
 VI.5. Modellbahnlandschafts-Design
OOK Offline




Beiträge: 3.844

05.03.2014 09:44
Trennkulisse als begrenzendes Element antworten

Wie haben ausführlich, nicht nur in diesem Unterforum, über die Wirkung von Trennkulissen zur Erzeugung einer Illusion von Entfernung gesprochen. Eigentlich ist das aber die zweite Wirkung. Die unmittelbare Wirkung einer Trennkulisse ist halt das Trennende, Begrenzende. Sie schließt eine Szene ab. Dafür auch ein Beispiel von der Gipsbahn von Helmut Walter, fotografiert an der NUSSA 2014:



Und zwar handelt es sich hier um die Häuserzeile aus dem "Morgendunst am BÜ"-Bild, das ich im Atmosphäre-Strang zeigte. Hier sieht man, dass die ganze Zeile nur wenige Zentimeter dick ist und nicht nur eine Originalszene aus Stadtoldendorf nachstellt, sondern gleichzeitig die Szene gegen den Fiddle-Yard (Traverser) abtrennt. Genial gemacht, oder?

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

lokonaut Offline



Beiträge: 118

23.05.2016 15:58
#2 RE: Trennkulisse als begrenzendes Element antworten

Hallo zusammen,

an anderer Stelle habe ich gerade gelesen:

Zitat von OOK im Beitrag RE: Hexenlochmühle als Ident-Element
Gebäude eignen sich am wenigsten, denn sie stimmen nur, wenn man genau rechtwinklig auf die Stelle schaut. Macht man ein Foto, das mit 45° auf die Kulisse zielt, sieht so ein Gebäude verzerrt aus.


Stimmt grundsätzlich, aber man kann sich da auch drumrumtricksen bzw. sich das sogar zu Nutze machen. Nennt sich Lentikulardruck und das Prinzip kennt jeder von den den "guten alten" 3D-Postkarten. Zur Inspiration: http://www.3d-highlift.de/3d-druck/lenti...3d-druck-4.html
Wer sich traut, kann ja mal die Preise für Poster erfragen...

Viele Grüße aus Südhessen

Alexander

STBR Offline



Beiträge: 183

24.05.2016 11:39
#3 RE: Trennkulisse als begrenzendes Element antworten

Jetzt ein wenig "Klgschß" (bzw. Begriffsdefinition): Unter Kulisse wird am Theater das bezeichnet was sich so im BühnenVORDERgrund, meist von der Seite her, in den Bühnenraum schiebt. Den hinteren Bühnenabschluß bildet der sog. "Prospekt". Dieser wird, um optische Tiefe zu erzeugen, nicht detailliert und oft farblich heller gehalten, während Kulissen durchaus detailliert sein können um z.B. Versatzstücke von Architektur und Landschaft darzustellen.
Der Stadtoldendorfer "Scenic Divider" ist so besehen eine "Kulisse", im eigentlichen Sinne aber eher der Längsschnitt eines Architekturmodelles (wie bei Modulen die nach der "Spatenstichmethode" gestaltet sind) und funktioniert als solcher auch perspektivisch. Interessant wäre hier, wie geschickt der Übergang vom Modell zum Hintergrund(dem Brett)weggetrickst wurde.

Ich habe ein Problem mit fotografischen Hintergründen, egal ob Gebäude oder Landschaft, auch wenn sie weitestgehend "perspektivenneutral" bearbeitet wurden: Sie sind zu exakt. Diese Genauigkeit steht in einem mehr oder weniger krassen Kontrast zur "Genaugigkeit" des Modellbaus.
Die aus meiner Sicht besten Gebäudekulissen sind die (vor Jahrzehnten) von Loisel für MZZ gezeichneten/aquarellierten. Perspektiveneutral, nicht zu detailliert und farblich zurückhaltend. Leider aber so ausgelutscht (=tausendmal gesehen)daß man sie guten Gewissens eigentlich nicht mehr verwenden kann.
In der "Bedienungsanleitung" wird auch darauf hingewiesen daß man durch überlasieren mit Weiß die räumliche Tiefe beeinflussen kann.

Den bisher interessantesten Fotohintergrund hatte ich bei einer polnischen Modulanlage gesehen. Hier wurde die Landschaftsaufnahme so verwischt/verblasst daß man zwar eine leicht dunstige Landschaft erahnt, dem eigentlichen Modell aber durch Details keine Konkurrenz gemacht wird.

Viele Grüße:
Stefan

 Sprung  

 

Harz-Bahn-Forum

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de