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 X.4a. Was macht eine gute Anlage aus? Identität (ausgen. Fahrzeuge)
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OOK Offline




Beiträge: 3.505

23.05.2016 10:56
#121 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #120
In einem Fall sind Burgen m. E. doch gut geeignet, nämlich als Bild auf der Hintergrundkulisse!

Zitat von Gilpin im Beitrag #115
Ich plädiere also für die detaillierte und präzise Ausgestaltung der Szenerie an der Bahn, bei unspezifischer Gestaltung des Tiefe schaffenden Hintergrunds.



Meines Erachtens sollte die Hintergrundkulisse detailarm und unauffällig sein. Gebäude eignen sich am wenigsten, denn sie stimmen nur, wenn man genau rechtwinklig auf die Stelle schaut. Macht man ein Foto, das mit 45° auf die Kulisse zielt, sieht so ein Gebäude verzerrt aus.

OOK
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Helko Offline




Beiträge: 315

23.05.2016 13:38
#122 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Monreal ist in der nähe von Mayen (Eifel, Koblenz Richtung Gerolstein)

VG
Helko
Videobeispiele

Gutes Design ist, wenn nichts mehr entfernt werden kann. Beispiel gefällig?
Der "."!

Gilpin Offline




Beiträge: 747

03.06.2016 20:26
#123 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Hallo Hubert, Helmut und alle Mitdiskutanten zu Hexenloch- und Harrasmühle,

das ist 'ne Mühle mit Bahnanschluss, gestern aus dem fahrenden Zug fotografiert:



Ein klein wenig Recherche ergab folgenden bildlich sehr viel schöner dokumentierten Bericht:
http://www.eisenbahnforum.de/index.php?s...ST&f=40&t=12695

Es handelt sich um die (Ruine der) Stockau Mühle in Reichertshofen (im rechtsrheinischen Bayern), die an der Strecke München-Ingolstadt lag. Vergangenheitsform deshalb, weil an dieser Stelle die Strecke zwecks Vergrößerung eines Bogenradius verlegt wurde und deshalb ein ganzes Bahnhofsgebäude und eben diese Mühle beziehungslos in der Landschaft stehen. Apple Karten zeigt offensichtlich ein Satellitenfoto aus der Zeit der Bauarbeiten, Google Maps ist schon weiter.

Was ich damit belegen will: solche und artverwandte Mühlenkomplexe dürften alle alten Mühlen im größeren Umkreis in die Insolvenz getrieben haben. Romantische Mühlen aus Holz (oder Natursteinen und Fachwerk, siehe #91) an kleinen Bächen sind eigentlich auf Anlagen womöglich schon ab der Epoche I, welche ja die Bahn brachte, ziemlich obsolet. Egal, ob da gemahlen, gesägt, gehämmert oder was immer wurde. Außer als Ruinen...

Ich lasse mich gern widerlegen, so wie bei den Burgen an der Hauptstrecke am Neckar. (An die hatte ich auch schon gedacht, wollte aber die Argumentation nicht unnötig verkomplizieren.) Vielleicht haben wir ja hier wieder eine Regel, zu der es sicher reichlich Ausnahmen gibt.

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

OOK Offline




Beiträge: 3.505

03.06.2016 20:51
#124 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Reiner, du sprichst ein wichtiges Thema an: Welche Größe muss ein Unternehmen (eine Fabrik etc.) haben, damit sie einen Bahnanschluss rechtfertigt? Vermutlich würde das einen eigenen Strang rechtfertigen, denn schon dein Beitrag verlässt das Thema Ident-Element. Deswegen hier auch von mir keine Argumentation, nur die Frage: soll ich dazu ein Thema eröffnen?

OOK
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HFy Offline



Beiträge: 460

03.06.2016 21:16
#125 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

OOK schrieb:

soll ich dazu ein Thema eröffnen?

Ja!

Herbert

Gilpin Offline




Beiträge: 747

03.06.2016 21:41
#126 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Hi Otto,

ja klar! Ich bin schon gespannt, welche Beispiele wir bringen können für "groß genug" und "nicht groß genug"!

Mit freundlichem Gruß,
Gilpin

OOK Offline




Beiträge: 3.505

04.06.2016 07:18
#127 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Schon gemacht. Hier gehts lang.
Größe von Anschlusskunden

OOK
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Fdl Triptis Offline




Beiträge: 177

04.06.2016 10:18
#128 RE: Ident-Element antworten

Groß genug? Das Porzellanwerk Triptis:

Hier in Triptis I, Zufahrt über die Nebenstrecke, Absicherung über eine Gleissperre:

Wieso waren die Bierwagen auf dem Anschlussgleis? Das ist 20 Jahre her und lässt sich heute nicht mehr beantworten.



Und hier in Triptis II, Zufahrt vom Gleis 1 her (ähnlich wie beim Original):


Das Original des alten Porzellanwerks war etwa an der gleichen Stelle, war von den Ausmaßen her noch etwas größer, sah so ähnlich aus, war aber viel viereckig-hässlicher.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...erk_Triptis.jpg


Mit Gruß - Helmut

OOK Offline




Beiträge: 3.505

04.06.2016 12:09
#129 RE: Ident-Element antworten

Das ist ein vom Vorbild her eher mittelgroßer, als Modell aber doch schon recht stattlicher Fabrikkomplex. Hier geht es allerdings nicht um Größe (dafür habe ich ja den neuen Strang aufgemacht) sondern um die Frage, ob das ein Ident-Element ist. Das kann ich nicht endgültig beurteilen, weil ich das, wofür es stehen soll, nicht kenne.

Mich stören die "Bierwagen" da nicht, denn m.W. waren es nicht immer brauereieigene Wagen, die solche Bemalung hatten und nur zwischen der Brauerei und deren Großkunden einsetzbar waren, sondern allgemeine G-Wagen, die nur als Werbeträger dienten. Das wäre auch mal interessant zu klären, ob ich das zu Recht vermute oder mich irre.

OOK
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.487

04.06.2016 12:10
#130 RE: Hexenlochmühle als Ident-Element antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #123
Was ich damit belegen will: solche und artverwandte Mühlenkomplexe dürften alle alten Mühlen im größeren Umkreis in die Insolvenz getrieben haben. Romantische Mühlen aus Holz (oder Natursteinen und Fachwerk, siehe #91) an kleinen Bächen sind eigentlich auf Anlagen womöglich schon ab der Epoche I, welche ja die Bahn brachte, ziemlich obsolet. Egal, ob da gemahlen, gesägt, gehämmert oder was immer wurde. Außer als Ruinen...

Es ist wahrscheinlich wirklich eine Epochenfrage, wobei ich denke, dass eher der LKW in der Epoche III/IV die Mühlen in die Ruine getrieben hat.
Dazu noch ein Schmankerl aus den Elmsteiner Tal: Gerade die Mühlenbesitzer waren daran interessiert dass die Bahn gebaut wurde! Mit der Bahn wurde nämlich der Holztrift eingestellt, der ihnen öfters das Wasser raubte!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Gilpin Offline




Beiträge: 747

04.06.2016 22:28
#131 RE: Ident-Element antworten

Hallo Otto,

das:

Zitat von OOK im Beitrag #129
Mich stören die "Bierwagen" da nicht, denn m.W. waren es nicht immer brauereieigene Wagen, die solche Bemalung hatten und nur zwischen der Brauerei und deren Großkunden einsetzbar waren, sondern allgemeine G-Wagen, die nur als Werbeträger dienten.
... war nett eingeräumt, aber nachdem Du fragst
Zitat von OOK im Beitrag #129
ob ich das zu Recht vermute oder mich irre
sag' ich mal: eher letzteres.

Die Brauerei Königsbacher hatte eigene Bierwagen; Abbildungen findest Du dort: http://bierwagen.bplaced.net/Original/index-0003.htm

Die G10 (von Roco?) sind also nicht so völlig verkehrt, sagen wir mal nearly good enough, man weiß was gemeint ist. Die Wagen sehen im Original den G10 extrem ähnlich, wiesen aber ganz eigene rautenförmige Verstrebungen auf. Wichtiger: die Ladetüren sind völlig andere als beim G10 und verweisen auf eine Isolierung der Wände. Auch bei Wikipedia werden die Wagen "Kühlwaggon" genannt; vielleicht zuviel des Guten, Kühleinrichtungen (Eisladeluken, Ventilatoren) erkenne ich nicht. Ein sehr viel genaueres Modell lieferte Heris, Nr. 11502.

Hallo Helmut,

ich kann mir sehr wohl Rangiermanöver vorstellen, vielleicht vorschriftswidrige, die zu einer solchen Konstellation geführt haben mögen. Nur die regionale Identität ist eben beeinträchtigt – wie weit liegt wohl Triptis vom Einzugsgebiet der Königsbacher Brauerei aus Koblenz? Wo wir gerade dabei sind: was hat man in Triptis eigentlich gesüffelt?

Mit freundlichem Gruß,
Reiner

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 177

05.06.2016 09:26
#132 RE: Ident-Element antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #131
Wo wir gerade dabei sind: was hat man in Triptis eigentlich gesüffelt?

Vorwiegend Bier. In den 50er Jahren hatte jedes Nest mindetens eine Brauerei. Mein erster Arbeitsplatz war in der "Thüringer Exportbierbrauerei" In Neustadt (Orla), leider ohne Gleisanschluss, aber in Bahnhofsnähe. Da habe ich gelernt, wie Bier schmeckt.

Gruß H.

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 177

05.06.2016 13:11
#133 RE: Ident-Element antworten

Mir ist da noch ein ganz anderes Ident-Element eingefallen:


Hier wird nicht der Ort des Geschehens, sondern die Zeitepoche identifiziert. Die Jüngeren hier im Forum kennen die Dreschmaschine (wenn überhaupt) sicher nur aus dem Museum. Aber so alte Knaben wie ich haben sicher noch dieses typische ratternde Brummen im Ohr, das im ganzen Dorf zu hören war und das sich bis in die Nacht hinzog, wenn Dreschtag war. Gelegentlich gab es in den 50ern sogar noch so ein Lokomobil als Antrieb. Bei kleineren Dreschkästen tat es auch ein Lanz-Bulldog, bei dem man die Verkleidung des Schwungrads entfernt hatte und das dann als Riemenscheibe fungierte. Ich kann mich auch noch an das Starten des Bulldogs erinnern: Der Glühkopf musste mit einer speziellen Benzin-Lötlampe erhitzt werden, bevor der Maschinist das Lenkrad ans Schwungrad ansetzte und den Bock anwarf.

Mit Gruß - Helmut

OOK Offline




Beiträge: 3.505

05.06.2016 16:00
#134 RE: Ident-Element antworten

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #133
... Aber so alte Knaben wie ich haben sicher noch dieses typische ratternde Brummen im Ohr, das im ganzen Dorf zu hören war und das sich bis in die Nacht hinzog, wenn Dreschtag war.
So uralte Knaben wie ich ebenfalls.
Die alte Dreschmaschine ist in der Tat ein Ausstattungsteil, das die Zeitepoche identifiziert. Damit machst du ein Riesenfass auf, Helmut. Dieses Fass ist hochinteressant, aber so groß, dass wir, wenn wir es weiter bedienen wollen, dafür wieder einen extra Strang bräuchten. Hier würde ich gerne bei Hochbauten als Ident-Element verbeiben.(Sonst komme ich mit meiner fahrbaren Bandsäge, meinem Horizontalgatter und derlei Schnickschnack...)

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 177

05.06.2016 16:45
#135 RE: Ident-Element antworten

Ok, ich mach mal ein neues Thema "Ident-Elemente zur Zeit-Epoche" auf und kopier den Dreschmaschinen-Beitrag da rein, vielleicht entwickelt sich da noch was. Die mobile Bandsäge kenne ich noch in mehreren Versionen, elektrisch und als Traktor-Zusatzeinheit.

Gruß H.

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