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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 1.717 mal aufgerufen
 II.3. Planen von Anfang an
Seiten 1 | 2
Michael Sterna Offline




Beiträge: 92

20.01.2013 23:17
Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

So, hier nun mein (vorerst) letzter Strang, von meiner Heimseite rübergeholt und zur Diskussion freigegeben. Mein aktueller Favorit! Vorsicht, es kommt einiges an Text, aber ich bin sicher, dass die Mitglieder dieses Forums das Lesen noch beherrschen...

Das bergische Land gehört schon lange zu meinen Favoriten. Hier finden sich auf engem Raum eine reizvolle Natur-, wie auch eine fleißige Industrielandschaft. Dazu noch die typische Bauweise des Bergischen mit den schieferverkleideten Bahngebäuden. Sehr reizvoll!

Nun geriet mir das kleine Buch über die knapp 4 km lange Nebenstrecke von Remscheid nach Hasten (Pillmann, Schürings: Von Remscheid Hbf nach Hasten, Rheinisch Bergische Eisenbahngeschichte Band 2) in die Finger und sofort begann es in mir zu arbeiten: da müsste doch was gehen...

Der Personenverkehr wurde zwar schon in den 20er Jahren stillgelegt, doch das können wir ändern. Gerade im Bergischen wirken VT 95, bzw. später VT 98 doch genau richtig!

Die zahlreichen Industrieanschlüsse wurden noch bis in die 80er Jahre bedient, meist mit der V60 als Ng, später nur noch als Üg. Fallweise unterstützt durch V36 oder Köf III (na ja, nobody's halt perfect).



Der bekannte Standardplan. Der Bhf Hasten selber wurde in der Anzahl der Gleise moderat gekürzt; die Vorbildsituation ist durchaus erkennbar. Als Zutat erhielt er den (obligatorischen) Köf-Schuppen und den Anschluss eines Großmarktes (hier können z.B. Kühlwagen entladen werden). Den Anschluss des Stahlwerks Lindenberg gab es tatsächlich, wenn auch etwas weiter vom Bhf in Parallellage zum Streckengleis entfernt. Später wurde das Werk von der Bergischen Stahl-Industrie übernommen, die bereits in Nähe zum Remscheider Hauptbahnhof ein Werk unterhielt.

Eine Industrieanschlussbahn in den Ortsteil Stockden war tatsächlich geplant, aber nicht mehr gebaut worden. Sie sollte eine neu projektierte Gasanstalt bedienen, zu deren Bau es aber nie kam, da Remscheid an das Ferngasnetz ging. Bei mir bedient sie ein Bauunternehmen, einen Mineralölhandel und einen Schrotthändler. Diese Anschließer hat es alle tatsächlich gegeben, wenn auch an anderer Stelle unserer Bahn.



Über eine Wagendrehscheibe schließt sich noch ein weiterer Stahlhandel an. Eine Gleissituation, wie wir sie bei der Firma Hessenbruch finden konnten. Ein Zufahrtsgleis zur Drehscheibe wurde aber bereits dauerhaft an den Schrotthändler August Fricke verpachtet.

Hier wird der Anlageninnenraum optisch geschlossen, was sicherlich ein reizvolles Bild bieten würde. Die Kranhalle könnte nach vorne offen dargestellt werden, was faszinierende Einblicke ermöglicht. Auf jeden Fall müsste Sorge getragen werden, dass man auf die Wagen zugreifen kann. Aber wie werden die Wagen verschoben? Eine Spillanlage könnte zwar dargestellt werden, funktioniert im Modell aber eher schlecht. Verschub mit dem 1:1 Finger? Warum nicht. Jedenfalls solange, bis es einen funktionierenden 1:45 Rangiertraktor oder Zwei-Wege-Fahrzeug gibt.

Was gibt es überhaupt zu den betrieblichen Möglichkeiten zu sagen?

Der Personenverkehr wird durch Schienenbusse VT98/VS98 abgedeckt, die IAB Stockden wird fallweise im Arbeiterverkehr bedient. Denkbar wären natürlich auch lokbespannte Züge; in den Nachkriegsjahren gab es noch vereinzelte Sonderzüge während der Hastener Kirmes (mit einer Vorserien-V160 'Lollo' bespannt).

Im Güterverkehr bringt die V60 den Nahgüterzug bis Hasten, Einfahrt auf Gleis 1. Die Köf zieht die für Hasten bestimmten Wagen ab, die aufmerksame Rangierer in Remscheid an den Zugschluss gestellt haben. Sie werden zunächst an Gleis 2 gestellt. Nun drückt unsere V60 die restlichen Wagen als Übergabe nach Stockden. So sind beide Diesel erstmal mit Rangiertätigkeit beschäftigt.

Dies kann erschwert werden durch fahrplanmäßige Personenzüge, die dazwischen eingelassen werden müssen. Steigerung ist auch möglich, indem wir beim Zusammenstellen der abgehenden Wagen auf die Reihung achten: ein Teil der Wagen wird in Remscheid auf Züge Richtung Lennep (Wuppertal) gehen, andere in Gegenrichtung gen Solingen (Düsseldorf).

Wagenreihung des Ng:



Wenn das noch nicht reicht könnte der Ng auch noch Wagen für Vieringhausen gebracht haben, die ebenfalls als Üg abgefahren werden müssen. Dann würde der Fiddleyard auch noch diese Station mit darstellen.

Reicht?

Einen noch!

Die BSI hat mit ihren verschiedenen Werken ein hohes Frachtaufkommen. Sie benutzt die Gleise der DB mit ihren eigenen Maschinen (Elna?) im Binnenverkehr mit. Die beiden sichtbaren und weitere virtuelle Werke im Fiddle würden verschiedene Produktionsstadien der Stahlverarbeitung darstellen. Wenn dann noch ein (Achtung, jetzt kommt er doch noch mal:) Mauerdurchbruch (ein ganz ein kleiner!) in Werk II in den Nebenraum geschlagen wird, dann könnten auch längere Ganzzüge mit Schwerlastwagen Ssy sehr effektvoll in die Halle fahren. Nebenan würde dann mit dem Fünffingerkran die Wagenladungen getauscht werden.

Im Original wurden alle Weichen von Hand ortsgestellt. Es spricht aber nichts dagegen die Einfahrweichen ferngestellt auszuführen. Die beiden Weichen im Untergrund sollten auf jeden Fall digital gesteuert werden. Bei dem hohen Verkehrsaufkommen wären aber auch Einfahrsignale noch plausibel.

Die Anlage könnte insgesamt sogar etwas niedriger gebaut werden, als hier eingezeichnet. Das Stück mit dem Schrotthändler ist als herausnehmbares Teilstück konstruktiv gut beherrschbar. Ein leicht trapezförmiger Zuschnitt erleichtert das Einsetzen (Einschieben) und gewährleistet exakte Flucht der drei Gleisübergänge. Das würde den Zugang deutlich verbessern im Gegensatz zu einer dauerhaften Duckpassage.

Mein Freund Rainer hat sich intensiv mit dem Gleisplan auf der Vorseite beschäftigt und mir seine Überlegungen dazu geschickt. Und ich habe inzwischen seine Anregungen weitgehend umgesetzt, schaut mal hier:



Das Freiladegleis in Hasten ist näher zum EG herangeschwenkt, ohne dabei strikt parallel zu den anderen Gleisen zu liegen. So bekomme ich jetzt eine noch halbwegs machbare Eingrifftiefe zum Güterschuppengleis hin (ca. 70cm; ist auch schon an der Grenze!).

Überhaupt die Eingriffsmöglichkeiten: sie hängen eng mit der Anlagenhöhe zusammen. Wird die Anlage hoch genug gebaut, dass man rückenfreundlich den Innenraum betreten kann, so funktioniert das nur, wenn man Podeste vorsieht. Ich habe bei dem Entwurf jetzt mal eine niedrige, aber dennoch vom Betrachter ansprechende Höhe gewählt. Das Teilstück beim Schrotthändler muss auf jeden Fall herausnehmbar ausgeführt werden, was aber keine Probleme machen dürfte. Alledings tüftel ich noch an der Höhe der Kulissen und der damit einhergehenden Beleuchtung, aber das Thema wird heute noch nicht weiter vertieft.

Den rechten / östlichen Bahnhofskopf von Hasten habe ich hier komplett umgestaltet, dabei aber die Gleisanschließer beibehalten. So ergibt sich eine deutlichere Trennung von Bahnhof und Strecke. Die Warenhandelsgesellschaft liegt jetzt aber jenseits der Armlänge, zumindest in der hinteren Ecke (Fernentkuppler?).

Etwas getrickst habe ich bei dem halben Hosenträger: die Lenz Kreuzung lässt sich kürzen, womit ein engerer Gleisabstand errreicht werden kann. Das habe ich hier ausgenutzt und damit wieder ein wenig Raum gewonnen.

Problematisch ist der Radius der inneren Streckengleises, der IAB: sie verengt sich an einer Stelle doch bis auf den Lenzschen R1-Radius (914mm) und den wollte ich eigentlich vermeiden. Mit den kurzen Lenz- oder Brawa-Wagen stellt dies funktional keine Hürde dar, aber die Optik leidet schon. Es wäre ggf. zu überlegen, wie man den Bogen optisch entschärft, z.B. durch eine Brücke, evtl. mit Straßenbahngleis.

Der Radius des Gleises nach Remscheid bleibt aber konsequent bei min. R2 (= 1028 mm). Immerhin. Eilzugwagen wird es hier ohnehin nie geben; außerdem schauen wir von der Innenseite, das ist mit den Zweiachsern akzeptabel.

Einer Anregung von Rainer folgend habe ich den Fiddle durch ein Ansatzstück verlängert, das bei Betriebsbeginn angedockt wird. Die verwendeten Züge werden zu Beginn aufgestellt; während des Betriebes muss nicht weiter dort eingegriffen werden, am Ende erst wird dort wieder umgestellt. So muss auch keiner wohlmöglich mehrfach dorthin kriechen (es sei denn man stellt einen Mitspieler hierfür ab).

Nicht ganz einfach gestaltet sich das Wegtarnen des Fiddleyards 'Remscheid'. Aber warum überhaupt eigentlich? Mal eine andere Idee: Die Gleise im Fiddle liegen 13 cm tiefer in einem Einschnitt. Sie können optisch in das urbane Umfeld integriert werden und sind dabei auch noch einsehbar. Eine Stützmauer fängt das Gelände ab, an der Kulisse setzt sich das städtische Ambiente fort.

Beim Anschlussgleis von Krumm & Voßnack konnten auch weitere Gewerbetreibende gegen Bargeld ihre Waren auf die Schiene verladen. Der Bockkran, der nicht mehr an die Ladestraße in Hasten passte, findet hier eine sinnvolle Aufstellung. Der Mineralölhändler ist jetzt nach Hasten gewandert.

Etwas unbefriedigend finde ich noch die tote Ecke zwischen Laderampe und WHG-Anschluss. Aber auch da wird sich noch was finden.

Ich hoffe ich habe Euch nicht erschlagen. Ich freue mch auf Eure Rückmeldungen.

Liebe Grüße aus Ostwestfalen!

Michael

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hwunderlich Offline




Beiträge: 354

21.01.2013 08:40
#2 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Guten Morgen Michael,

da Du hier so fröhlich im Bergischen planst:

Kennst Du diese Seite schon?

http://www.bahnen-wuppertal.de/html/bahnhoefe-remscheid.html

Ich persönlich liebäugele mit RS-Bliedinghausen, allerdings
in 1/87.
Für 1/45 reicht bei mir leider der Platz nicht aus

Grüsse Hartmut

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

absolute_Null Offline



Beiträge: 137

21.01.2013 16:40
#3 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo Michael,

nun, als bekennender Rügenfan bin ich natürlich traurig gewesen, als ich von der Abrissbirne gelesen habe!
Andererseits verstehe ich aber auch Deine Ambitionen!

Die hier eingestellten Pläne sind alle recht ähnlich.
Oben an der langen Wand der "große" Bahnhof und unten an der Wand mit der Tür ein Anschluss/Bahnhof und der Fiddle Yard.

Was wäre denn, wenn Du das ganze drehst?
Unten den "großen" Bahnhof - verlegt in die Kurve - und oben einen Anschluss/Bahnhof.
Das Streckengleis führt hinter (oder vor) dem Anschluss/Bahnhof in den Fiddle Yard, der an der gleichen Stelle wie der alte FY liegen könnte.
So wären alle Betriebsstellen gut erreichbar.

Das wäre erst einmal eine Idee um den FY komplett zugänglich zu machen. (Ich persönlich finde einen gut zugänglichen FY einfach praktischer!)

Betrieblich würde ich die Pläne auch alle als weitgehend gleichwertig betrachten, wobei mir persönlich der Plan von Sieber mit der Grube und dem Bf am besten gefällt! (nur eben nicht der FY). Sieber sähe sicherlich auch schick in der Kurve aus! (...und die Grube ggf. als kleine Zunge - so dass sie nicht zu viel Platz wegnimmt, aber noch etwas stärker betont wird!)


Gruß
Joachim

OOK Offline




Beiträge: 3.597

21.01.2013 20:35
#4 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Bei insgesamt sieben Entwürfen wird es schwer, die Übersicht zu behalten und vor allen Dingen zu vergleichen, wenn man nicht mehrere Bildschirme zur Verfügung hat. Daher habe ich die Pläne mal in drei Gruppen zusammenkopiert:

1-3 Eisern-Siegener Eisenbahn


4-5 Sieber


6-7 Remscheid Hasten

Eigentlich ist es immer noch zu früh,etwas Markantes zu sagen, aber die Entwürfe 3 + 5 sind derzeit meine Favoriten.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Pfalzbahn Online




Beiträge: 1.524

21.01.2013 22:02
#5 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Plan 5 wäre auch mein Favorit! Werde mal WinTrack anwerfen für meine Interpretation!

PS: Anlagentiefe über einem Meter ist für dich kein Problem?

PSS: Wo ist die Rollbockgrube zur BAE?

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

absolute_Null Offline



Beiträge: 137

23.01.2013 07:33
#6 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo Michael,

ich würde den Plan von Sieber etwas modifizieren:



Der Bahnhof ist so zwar rein "klassisch", aber wirkt nicht so gequetscht. Allerdings würde eine Ladestelle wegfallen und der Lokschuppen nach links wandern, aber die Ladestraße ist dafür etwas besser angebunden.
Man könnte aber, um die andere Ladestelle zu erhalten diese so anbinden wie im 2. Plan von Remscheid- Hasten. Die Umfahrung an der LStr fände ich aber sinnvoll, da der Platz zum Rangieren doch begrenzt ist. (Da Du so viele Ladestellen planst/möchtest, werden die Züge sicherlich nicht nur aus einem oder zwei Güterwagen bestehen, denn dann würden weniger Ladestellen reichen!)

Das neue - und entscheidende - ist jedoch die Verlegung des Schattenbahnhofs vor die Anlage. Durch die gegenläufigen Steigungen der Strecken zur Grube bzw. zum Schattenbahnhof würde dieser tiefer vor der Anlage liegen. 2 Gleise sollten ausreichen (Ggf. würde sogar ein Gleis reichen und somit nur 10 cm Breite kosten!. Die Bedienung erfolgt durch Kassetten. Die Einfahrt in den Sbf wird durch ein klassisches Tunnelportal getarnt. Durch die Bedienung mit Kassetten kann der Sbf auch vor der "Duckstelle" enden. Damit sparst du etwas Platz an der Engstelle der Anlage.
(Durch eine Klappe oder besser Schublade könnte der Sbf sogar optisch getarnt werden oder ganz verschwinden und nur bei Bedarf aufgeklappt bzw. ausgezogen werden.)

...aber den größten Vorteil sehe ich am zugänglichen Sbf!


Gruß
Joachim

OOK Offline




Beiträge: 3.597

24.01.2013 13:11
#7 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Ich schließe mich Joachims Vorschlägen bezüglich Sieber an und habe das mal ins Reine gezeichnet:



Der Güterschuppen gehört m. E. auf jeden Fall dorthin, wo Michael den Köf-Schuppen eingezeichnet hat. Dieser Schuppen wird extrem selten bedient, der Gs ist aber wichtig für die tägliche Rangiererei. Vor dem Gs sollte das Gleis jedoch frei bleiben als Ausziehgleis für das obere Gleis "Diverse Anschließer".
Die zweite DKW links wie von Joachim vorgeschlagen bringt elegantere und vermehrte Gleisverbindungen. Ein kurzer Güterzug kann jetzt sogar in Gl. 2 einfahren und dessen Tfz umlaufen, wenn in Gl 1 ein Personenzug steht (und die Ladestraße frei ist). Die Gleise und Weichen liegen weitestgehend noch in der Lage wie von Michael gezeichnet.
Für die Strecken habe ich auch schon Ideen. Kommt demnächst in diesem Theater. Bis dann.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Michael Sterna Offline




Beiträge: 92

24.01.2013 19:56
#8 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo liebe Kollegen,

es freut mich, dass Ihr schon so aktiv seid. Vielen lieben Dank dafür!

Zunächst: meine ursprüngliche Idee hier drei Stränge (für 3 verschiedenen Grundthemen) einzustellen scheint sich nicht zu bewähren. Also schreiben wir hier weiter?

Zum Raumentscheid: prinzipiell eigentlich nur die Frage, ob der Platz vor der Tür mit einbezogen wird oder nicht. Also herausnehm-, klapp-, schwenkbar, bzw. Duck under (dann aber soweit hoch, dass das der Rücken auch noch eine Weile mitmacht [bei 160cm ist Schluss wg dem Fenster, Gesamtraumhöhe ist übrigens 220cm] - heißt aber auch wiederum andere Nachteile in Kauf nehmen, wie die Erreichbarkeit von hinteren Gleisen, Weichenansteuerung usw.). Deswegen finde ich es tatsächlich etwas schwierig die von Otto erwünschte Grundsatzentscheidung zu treffen. Bei dem Hasten-Entwurf (so richtig scheint Ihr da gar nicht drauf anzuspringen, warum eigentlich nicht?) erlaubt die klare Strukturierung der Gleisanlage recht einfach ein herausnehmbares Teilstück zu planen.
Und mit dem Ansatzstück des FY läge auch dieser zumindest teilweise offen.

Den Plan insgesamt zu drehen erlaubt die Enge des Raumes nicht. Der Endbahnhof (ob Sieber, Hasten oder was auch immer) hätte keinen Platz mehr (die aktuell in der Moba-Presse gehypten Kleinstbahnhöfe mit Segmentdrehscheibe à la Klütz gefallen mir wiederum nicht), die Gleisanlagen in den Bogen zu legen wird auch zu eng usw. Dennoch werde ich mal hierzu was versuchen.
Oder den Endbahnhof bewusst und dauerhaft vor die Tür legen mit Kriechgang in den Raum? Dann könnte der FY tatsächlich wie jetzt auch wieder in den Vorraum...hmmm

Die Einwände mit der Lage des Köf-Schuppens nehme ich gerne an; auch hierzu werde ich mich (vll. am Sonntag?) mal kreativ austoben. Wobei ja der Bhf. Hasten im Prinzip schon eine elegante Lösung bietet...

Steigungen, die eigentlich keine Spitzkehrenlösung hergeben, sind in der Tat ein Problem. In der Voreinstellung der Planungssoftware habe ich diese auf 3,3% begrenzt. Dann wird es verdammt eng, wenn über dem FY auch noch ein Anschließer liegen soll. Größere Steigungen würden da sicher etwas mehr Luft bringen. Am ehesten tatsächlich noch bei der Siebertalbahn plausibel.

Joachim, Deine Überlegungen zur Lage des FY verdienen nochmal näher durchdacht zu werden.

Hubert, schicke Sache dieses WinTrack!

Und zu guter letzt vielen Dank an Hartmut für den Link. Den kannte ich tatsächlich noch nicht und werde da mal mit Genuss eintauchen.

Soweit für heute. Freue mich schon auf weitere Anregungen von Euch. Ich selber werde mich da auch wieder ransetzen, komme aber leider nicht so dazu, wie ich es mir manchmal wünschte. Aus dem gleichen Grund kann ich leider auch nicht immer direkt reagieren, wenn hier von Euch was eingestellt wird. Ihr seid mir aber jetzt schon eine gr0ße Hilfe. Es arbeitet im Kopf...

Liebe Grüße aus Ostwestfalen!

Michael

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Pfalzbahn Online




Beiträge: 1.524

25.01.2013 22:13
#9 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Ich habe mal eine kleine Variation von Sieber probiert, mit oben vorgeschlagener DKW.
Neu ist der Schattenbahnhof 200 mm unter Sieber, mit Gleis 1 für eine, zwei Zugwechselkasetten für den Ng, Gleis 2 Abstellgleis Personenzug, Gleis 3 Tw und Gleis 4 Umfahrgleis.











Grüße Hubert

PS: In H0 hatte das Projekt die Größe von Vollbach aus Otto' blauen Buch! Wird spannend!

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

absolute_Null Offline



Beiträge: 137

26.01.2013 06:55
#10 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo Hubert,

die Idee finde ich klasse, aber 20 cm sind viel zu wenig!

Von den 20 cm geht noch das Holz, der Unterbau und die Gleise ab.
Steht ein Fahrzeug auf den Gleisen bleiben nur noch ca. 6 cm zwischen Fahrzeugen und Unterkante Holz übrig!
...dabei sind noch keine Landschaft, Streben, Weichenmotoren, Kabel usw. berücksichtigt!

Es würde zwar "vollknirsch" gehen, aber der Schattenbahnhof würde seinen Namen alle Ehre machen.
Ein FY wäre dies nicht mehr.

Wenn einen Bahnhof im Schatten, dann sollte er zumindest so aussehen:




Die Anlage ist aber auf Betrieb ausgelegt und benötigt somit einen funktionierenden FY!
Desweiteren würden alle Züge durch die Spitzkehre geschoben aus und in den Sbf fahren müssen und die Länge der Züge ist stark begrenzt!

...aber trotzdem finde ich den Plan gut! (...nur eben nicht umsetzbar (bei diesen Platzverhältnissen)! )

Um zwei Ebenen übereinander zu stapeln, so dass man auf der unteren Ebene vernünftig "arbeiten" kann benötigt man ca. 20 m Fahrstrecke.

Hier brauchen wir in irgendeiner Form einen zugänglichen FY! Da kommen wir nicht drum herum!


Gruß
Joachim

absolute_Null Offline



Beiträge: 137

26.01.2013 09:35
#11 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo Michael,

warum nicht die einfachsten Lösungen in betracht ziehen?

Wenn man die Entwürfe spiegelt, hätte man die Möglichkeit problemlos den Vorraum wieder als FY zu nutzen:




Nachteil ist das ewige Ducken!

Alternativ könntest Du auch auf das alterprobte Konzept zurückgreifen FY - Durchgangsbahnhof - Endbahnhof/Anschluss, so dass die Tür frei bleiben könnte! (...aber dann hättest Du ja nicht die Abrissbirne schwingen müssen!)
Bei einem Durchgangsbahnhof wären jedoch aus Platzgründen weniger Ladestellen möglich!


Gruß
Joachim

wjk Offline



Beiträge: 150

26.01.2013 13:38
#12 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Der Durchgangsbahnhof als Zentralbahnhof weil Zentrale der MStB (Michael Stern Bahngesellschaft) ist doch das Mittel, alle Vorteile des Raums zu nutzen. Nach "links" geht es in den FY "alt" und nach rechts in den FY "neu", dazu zweigt die Werksbahn zur Grube etc. ab.
Die Züge der MStB werden morgens vom Zentralbahnhof aus in beide Richtungen eingesetztund kreuzen dort üblicherweise. Dazu kommen aus beiden Richtungen die Güter, die ggf. von der Werksbahn übernommen werden. Den Betriebsdienst (auch auf der Werksbahn) hat aus Kostengründen mittlerweile die DB übernommen. Das "hintere" Gleis rechts wäre der Anschluß der Werksbahn. Für einen allein ziemlich viel Betriebsmöglichkeiten. Das wäre Anlass zu weiteren "Abrißbirnentagen"?
Eine erste Idee auf 500 x 70 cm:

Michael Sterna Offline




Beiträge: 92

27.01.2013 15:38
#13 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo liebe Kollegen,

ich habe mal wieder ein bisschen gezeichnet. Die einfachste Lösung - ich denke, dass es in diese Richtung gehen wird.

Zunächst einmal Hasten:



Die selben betrieblichen Möglichkeiten. Remscheid liegt jetzt im Vorraum, gute Erreichbarkeit. Die Industrieanschlussbahn könnte in dezenter Steigung liegen. Das kurze Stück im Eingangsbereich könnte schwenkbar gestaltet werden, somit ist auch der Zugang gut gelöst.
Der Werktisch käme dann an die Stirnseite unterhalb des Röhren/Stahlwerkes.
Ein schönes, klares Konzept.

so, und nun Sieber:



Problematisch: hier ist nicht um einen Kriechgang rum zu kommen. Ich habe versucht ihn einigermaßen in die Höhe zu bekommen (155). Die Strecke nach Hzbg fällt mit der Voreinstellung von max. 3,3 %, bis sie in Herzberg bei 130 cm ankommt., die Anschlussbahn steigt hingegen bis auf 165 cm.
Juchhu! Hier entsteht sogar Fahrstrecke und das auch noch durch eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke. Allerdings fällt das Ganze etwas bescheidener in Sachen Betriebsstellen aus. Und halt der Nachteil mit dem Duckunder....

Ich bin ziemlich hin- und hergerissen. Die Siebertalbahn hat was, v.a. wenn sie privatbahnisch daherkäme (ich sag nur: Elna!). Bräuchte es noch einen passenden Schlepptriebwagen. Überflüssig wäre jetzt die Köf. DB ginge aber auch: BR 94.5 wäre traumhaft (angekündigt für 2014), VT98 sowieso.
Der Mauervorsprung in der Ecke rechts unten könnte mit der Glasfabrik (ehem. Holzscheiferei) quasi umbaut werden. Das Schotterwerk auf der gegenüberliegenden Seite stelle ich mir als recht imposantes Halbrelief vor. Nur: wie da die Beladung gestalten? Am besten durch eine funktionierende Schüttung (Jürgen???)

Wie Ihr seht habe ich in den Plänen noch nicht allzuviel ausgestaltet. Ich lasse das Ganze jetzt erst mal wirken...

Liebe Grüße aus Ostwestfalen!

Michael

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hwunderlich Offline




Beiträge: 354

27.01.2013 18:55
#14 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Hallo Michael,

von den Fahrstrecken gesehen ist Sieber natürlich sehr, sehr reizvoll!!

Aber von den Anschliessern her würde ich immer noch RS-Hasten bevorzugen;
insbesondere die metallverarbeitende Industrie finde ich interessanter.
Ausserdem ist die Klapplösung deutlich Rückenschonender als die Tauchstelle!

Eine solche Tauchstelle ist mit zunehmendem Alter sehr anstrengend; das habe ich vor
kurzem bei einem MoBa-Kollegen erst wieder festgestellt, der ein an sich recht
schönes Rundum-Konzept in seinem MoBa-Keller installiert hat.

Hast Du die Planungen nach ESE-Vorbildern eigentlich mittlerweile vollständig
eingestellt oder hast du da auch noch was in der Pipeline?

Gruß Hartmut

Edit hat die Rechtschreibzng verschlimmbessert :)

Grüsse aus Höchst am Main

Hartmut

Michael Sterna Offline




Beiträge: 92

31.01.2013 20:42
#15 RE: Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne - Teil 3 antworten

Nur noch zur Ergänzung der letzte Hasten-Entwurf mal etwas 'ausgemalt':



Gegenüber der WHG hier nun der Bauunternehmer; neu hinzugekommen ist das Vaillant-Werk, das ich mir in Remscheid-Bliedinghausen 'abgeguckt' habe - vielen lieben Dank für den Tipp an Hartmut. Es tarnt hier den Mauervorsprung, der an dieser Stelle so unelegant in den Keller ragt.

Die Bahnhofseinfahrt ist jetzt auch von einem Stellwerk aus signaltechnisch gesichert; hier werden ebenfalls die Einfahrweichen gelegt.

Der Breuer-Rangiertraktor (von Brawa angekündigt) würde sich hervorragend im BSI-Werk machen. Und die V60 steht zur Abholung bereit...

Liebe Grüße aus Ostwestfalen!

Michael

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