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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 3.141 mal aufgerufen
 II.5. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
Michael Sterna Offline




Beiträge: 92

28.05.2008 18:58
Rolf Knipper antworten

Werte Freunde!

Dank der Gnade der späten Geburt musste ich meine Vorbilder nicht jenseits des großen Teiches suchen (mein Schulenglisch wurde eher von Songtexten aufpoliert...), sondern konnte schon im eigenen Land 'aus den Vollen schöpfen', ich nenne da als Beispiele: Meinhold, Siepmann, Carstens...

Wie manche von Euch wissen, war mein größtes modellbahnerisches Vorbild der unlängst viel zu früh verstorbene Rolf Knipper. Dinge, wie z.B. die Übergänge zur Kulisse oder das Wegtarnen der Strecken, die die sichtbare Anlage verlassen, wurden bei mir zu 'Basics', die auch heute noch Gültigkeit haben. Beeindruckend war seine Kunst Vorbildsituationen so auf die häuslichen Gegebenheiten anzupassen, dass sie sowohl modelltechnisch funktionierten, dabei aber dennoch einen hohen Wiedererkennungswert hatten (ich erinnere mich nicht, ob er das Wort von der 'selective compression' dazu bemühen musste, aber genau das war es!).

UND: Rolf Knipper war stets bodenständig genug, dass er ohne Zögern auf das vorhandene industrielle Angebot zurückgegriffen hat, es aber dann auch immer soweit verbesserte, umbaute, verfeinerte, dass am Ende was einzigartiges dabei herauskam - ein echter Knipper eben!
Ich erinnere an seine Heimanlage 'Elberfeld' oder an die Ruhrgebietsmodule ('Zeche Martha').
Ich spielte kurz nach Fertigstellung unserer EuroNorm-Doppelhaushälfte mit dem Gedanken einen Knipper-Entwurf zu adaptieren ('Epoche 3 im Tal der Sieg').

Eigentlich sollte dies kein Nachruf werden. Ich habe heute beim Blättern durch die aktuelle Miba, die ich wie so oft im Zeitschriftenladen begutachtet und für nicht unbedingt kaufenswert befunden habe, eine Anzeige des Verlages gesehen. Demnach wird es in Bälde ein Sonderheft mit Anlagenplänen von rk geben - ein 'best of' quasi. Ich bin geneigt dieses Heft unbesehen beim Verlag vorzubestellen, wenn es denn schon ginge. Jdenfalls darf man gespannt sein.

Michael

Liebe Grüße aus Ostwestfalen!

Michael

http://kleinbahn-spur0.jimdo.com/
http://kleinbahnfreund.jimdo.com/

Nico2 Offline



Beiträge: 18

28.05.2008 21:16
#2 RE: Rolf Knipper antworten
Michael, da kann ich viele Gedanken teilen. Auch ich war und bin noch immer von vielen Knipper-Projekten fasziniert, und das nicht nur, weil er sich rein zufällig immer Vorbilder aussuchte, die häufig auch auf meiner Liste standen... (und vieles wie du richtig sagst mit überschaubaren Mitteln realisierte).
Durch meine norddeutschen Wurzeln einerseits und meine neue berufliche Heimat Ruhrgebiet und Wuppertaler Raum meine ich auch mit der Behauptung zumindest nicht völlig aus der Theorie zu sprechen, dass die realisierten Projekte die Atmosphäre ihrer (abgewandelten) Vorbilder wirklich toll wiederzugeben verstanden, wie z.B. „Mariensiel“, die „Entenjagd im Stapeler Moor“, oder die am Ende zu einer Großanlage zusammengefügten „Elberfeld“, „Herbede“ und „Sprockhöfel“. Letzteres ist finde ich übrigens ein tolles Beispiel, wie eine Anlage (zusammen)wachsen kann!
Dazu habe ich gleich mal eine Frage: weiß jemand, ob und wenn ja wo man einen Gleisplan des Anschlusses der Elberfelder Anlage finden kann? Bislang habe ich nur die Verbindung Herbede-Sprockhöfel vorliegen und die Gesamtanlage in Natura nur einmal auf Fehmarn (leider unter ungünstigen Verhältnissen) gesehen.
Das war jetzt auch schon fast ein Nachruf... ich hoffe, es hielt sich noch in Grenzen.

Nico

Michael Sterna Offline




Beiträge: 92

13.06.2008 22:13
#3 RE: Rolf Knipper antworten

Das besagte Knipper-Spezial ist mittlerweile erschienen.
Alles alte Bekannte. Da ich aber meine frühe Miba-Spezial-Sammlung schon lange aufgelöst hatte, freue ich mich diese Entwürfe in kompakter Form wieder im Haus zu haben.
Wäre ich Herr Miba hätte ich das Heft noch mal anders gemacht. Mir persönlich fehlen die Entwürfe, die auch zu Anlagen wurden (Elberfeld, Zeche Marta, Sprockhöfel, Mariensiel, Stapeler Moor..). Da hätte man noch vortrefflicher darstellen können, wie der Knipper gearbeitet hat und wie aus Papier was Lebendiges wurde. Dafür hätte ich den ein oder anderen eher schwachen Entwurf (subjektiv) weg gelassen.
Sei's drum - ich mag das Heft und empfehle es weiter. Auch wenn manche der Entwürfe nicht unbedingt den doch recht hohen Ansprüchen der hier Aktiven genügen werden.

Liebe Grüße

Michael

Liebe Grüße aus Ostwestfalen!

Michael

http://kleinbahn-spur0.jimdo.com/
http://kleinbahnfreund.jimdo.com/

Chris Offline



Beiträge: 4

18.08.2009 23:15
#4 RE: Rolf Knipper antworten

Auch ich bin immer wieder begeistert von Rolf Knippers Anlagen und seinen vielen Entwürfen.
Besonders "Zeche Martha" mit dem 'Schauspiel' von Be- und Entladungen und das persönliche Gespräch mit dem Erbauer über seine Anlage haben sich mir tief ins Gedächtnis eingegraben.

Inzwischen kann ich mir eine Modellbahnanlage ohne die Einbindung solcher Funktionsabläufe nicht mehr vorstellen.

Beim Anschauen (genauer: Studieren) seiner Eintwürfe habe immer mich immer wieder dabei ertappt, wie ich nach Funktionen, Gleisverbindungen und Infrastrukturen aller Art gefahndet habe, die sich erst beim zweiten Hinsehen erschliessen liessen. Genialerweise fügten sich diese Zutaten immer in den zur Verfügung stehenden Platz ein und generieren dabei oft einen signifikanten Mehrwert der Anlage.

Von dem posthum veröffentlichen Heft seiner schönsten Anlagenentwürfe bin ich übrigens auch ein wenig enttäuscht, da es m.E. nicht wirklich ein 'Best of' ist. Zum Glück gibt es ja noch andere Veröffentlichungen....

Gruß

Christoph (Chris)







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