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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 4.973 mal aufgerufen
 VII.1. Anlagenbau konkret
Bocklbahn Offline




Beiträge: 76

29.12.2009 10:53
Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Hallo miteinander,

hier nun ein paar Worte, wie ich den Unterbau meiner Anlage angegangen bin. Der direkte Link zur Anlagenplanung ist hier zu finden:
Wenn Einem Gutes widerfährt...

Grundsätzlich verwende ich 12 mm – Pappelsperrholz, das leicht zu bearbeiten ist. Die Längsseiten der Segmente werden, soweit die Landschaftsplanung schon zu 100% sicher ist mit der Stichsäge in Form gebracht, kann aber auch noch später bearbeitet werden. Für die Stirnseiten fixiere ich provisorisch mit Spax-Schrauben immer die zwei Nachbarplatten zusammen, zeichne das Profil mit Gleisbett und seitlichen Wassergräben auf, und schneide beide Platten am Stück mit der Stichsäge zu. Dabei ist darauf zu achten, dass man das Sägeblatt nicht zu dünn wählt, damit sich der Schnitt in der Tiefe nicht schräg verzieht. Eventuell wäre hier eine Bandsäge besser geeignet, die ich aber nicht habe. Nun werden die 4 Platten mit Spaxschauben zu einem Rahmen zusammengefügt. Dann setze ich alle 30 – 40 cm Querspanten ein, die sich am tiefsten Punkt der Anlage orientieren. Der Abstand ist wichtig, damit man später noch mit dem Akkuschrauber Stützbretter für Gleistrasse und Landschaftsbau anbringen kann. Man kann die Ecken noch zusätzlich versteifen, ich selber mache es nicht, da ich noch keine Probleme mit Verzug hatte. Auch verleime ich die Bretter nicht, das hat bei späteren Änderungen (Verbesserungen) einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.

Die Gleistrasse selber wird auch mit der Stichsäge in Form gebracht, dann an den Querspanten ähnlich Brückenpfeilern die senkrechten Stützbretter angebracht (worauf zu achten ist, dass die Oberkante fluchtet und keine Wellenform entsteht – Wasserwaage oder gerades Metallprofil verwenden). Für wichtig halte ich in dem Zusammenhang auch noch zu erwähnen, die Gleistrasse selber nicht an den Stirnseite direkt waagrecht zu verschrauben, da es sonst die Stirnseite verziehen kann und die beiden Profile dann lückenhaft aneinanderstoßen. Zum Abschluß das Schotterbett mit 4 mm starken Sperrholzstücken aufgekleben, evtl. einfärben und schon kann das Gleis verlegt werden.

Auf folgenden Bild ist alles im Text beschriebene zu sehen:


Im Bereich von Bahnanlagen verwende ich anstatt des Trassenbrettes gerne ganze Platten, da es die Gestaltung vereinfacht, Wassergräben kommen im Bereich wo rangiert wird auch in der Wirklichkeit nicht vor, sondern sind mit Splitt gefüllt. Natürlich muss man im Bereich von Wasserläufen, Straßenunterführungen etc. entsprechende Lücken vorsehen.

Kleinere Platten können an den Spanten auch parziell eingesetzt werden, beispielsweise dort, wo es auf eine exakt waagrechte Unterlage ankommt (Standort von Häusern, Arbeiten mit Gießharz...)

Hier wird am Grenzbach noch mit Gießharz gearbeitet, daher ist da Bachbett mit einer Holzplatte "unterfüttert".


Das war's eigentlich schon. Noch zu den Standbeinen: Ich habe bei einer Ladenbaufirma günstig Schraubfüße für den Regalbau erstehen können. Als Füße selber kommen 70 x 45 mm-Fichtenlatten zum Einsatz, an der Unterseite wird eine M 10-Einschlaghülse montiert und der Schraubfuß eingedreht. Aufwand pro Fuß ca. 3 Minuten. Den fertigen Fuß fixiere ich mittels einer Schraubzwinge am Segmentkasten und bohre zwei 10mm-Löcher, in die ich mit zwei M8-Maschinenschrauben den Fuß befestige. Durch den 2 mm größeren Durchmesser kann man etwas korrigieren. Ebenso werden übrigens auch die Segmente untereinander verbunden.


Was gibt’s noch zu sagen? Grundsätzlich reichen mir pro Segment zwei Beine, das andere Ende stützt sich am Nachbarsegment mit auf. Mein ganzes Vorgehen hat sicherlich Ähnlichkeit zum Modulbau, nur dass hier keine genormten Übergänge vorhanden sind und auch die Kabel nicht steckbar durchgehen. Für eventuelle Umbauten ist aber an jedem Segmentübergang das Gleis getrennt und wieder mit einem Schienenverbinder zusammengesetzt, ebenso gibt es an der Unterseite verschraubte Kabelübergänge mittels Lüsterklemmen.

Vom Landschaftsbau berichte ich gerne später zu gegebenem Zeitpunkt. Das Ausfüllen der Segmentkästen erfolgt großzügig mit dickeren Styropor- und Styrodurplatten, auf denen in Schichtbauweise die Landschaft entsteht. Es kommen auch Kartonstreifen zum Einsatz, ebenso Zeitungspapier-Fetzen, die in Ponal-Leim-Wasser getränkt werden, oder auch wieder 4 mm Sperrholzstreifen (Straßenbau). Die restliche Gestaltung erfolgt dann mit Spachtelmasse.

Als Abschluß noch ein bildlicher Vorteil der Spantenbauweise: Am Sägewerk musste ich das Ladegleis verlängern. Auf dem Nachbarsegment wurde lediglich ein senkrechtes Stützbrett an der Spante angeschraubt, an der Stirnseite ebenfalls ein kleines Ablageklötzchen befestigt (und nicht wie erwähnt die Trasse durch die Stirnseite angeschraubt), Grundplatte drauf - fertig.


Schöne Grüße
Robert

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.911

29.12.2009 11:08
#2 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Hallo Robert,

für deinen ausführlichen Baubericht! Ich glaube ich weis jetzt wie ich meine Segmente baue!
Eine Frage hätte ich noch wie hoch sind deine Segmente (Mindesthöhe)?

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Bocklbahn Offline




Beiträge: 76

29.12.2009 11:18
#3 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Zitat von Pfalzbahn

Eine Frage hätte ich noch wie hoch sind deine Segmente (Mindesthöhe)?



Hallo Hubert,

die Höhen sind unterschiedlich, die kleinste Spantenhöhe sind 10 cm. Hier kann man mit den beiden senkrechten Bohrungen übereinander gerade noch die Beine anschrauben. Natürlich kann man bei einer höheren Spante die Bohrungen auch weiter auseinander legen, was sicherlich mehr Stabilität verleiht. Bei meinem Fall kann man im Schnitt sagen: an der Vorderseite 12 cm, an der Hinterseite, wo die Landschaft ansteigt 18 cm, was aber wie gesagt durch die Landschaftsgestaltung variiert. An der Anlagenzunge (= Schenkel aus der alten Anlage) und am Schreibtisch sind die Höhen am geringsten.

Gruß Robert

gerhard_k Offline



Beiträge: 1

14.01.2015 19:38
#4 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Hallo, Robert -

Komme gerade neulich an dieses Forum, und nach jetzt 5 Jahren scheinen die Bilder, jedenfalls für mich, nicht mehr verfügbar zu sein, das heisst die Links gehen ins leere.
Hast Du sie irgendwo anders noch bereit?

TIA (Danke im Voraus) - Gerhard

OOK Offline




Beiträge: 4.298

14.01.2015 21:37
#5 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Robert ist leider mittlerweile verstorben und kann die Bilder nicht mehr restaurieren.
Außer im "Blauen Buch" kannst du auf dieser Website das Gesuchte finden: http://www.lokalbahn-reminiszenzen.de/flb/flb_main.htm deren Weiterbestehen Thomas Englich nach Roberts Tod organisiert hat.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Nordling Offline



Beiträge: 34

15.07.2017 22:56
#6 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Leider ist die oben genannte Site "vorübergehend nicht zu erreichen",
scheinbar bleibt zur Zeit "nur" das "Blaue Buch" zum Studium ... .

Viele Grüße

Heino

OOK Offline




Beiträge: 4.298

16.07.2017 07:07
#7 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Ja, man rätselt, was dem "ollen Onkel Tom", wie er sich selber nannte, zugestoßen ist. Er ist aus allen Foren verschwunden. Und die genannte Website ist down.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/
www.0m-Blog.de

Nordling Offline



Beiträge: 34

28.07.2017 16:25
#8 RE: Holzunterbau meiner Anlage Antworten

Noch kurz OT : "Onkel Tom" war im H0-Forum heute online ...

Viele Grüße

Heino

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