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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 989 mal aufgerufen
 X.4a. Was macht eine gute Anlage aus? Identität (ausgen. Fahrzeuge)
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Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.573

19.11.2017 12:39
#16 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Die Steigung ist nicht nur wichtig für dir Identität, sondern auch für den Berieb!
Ohne Steigung macht Vorspann oder Nachschieben keinen Sinn!
Kurze Züge, Spitzkehren oder eine Elektrifizierung sind schwer begründbar!
Und für den Ng genügt eigentlich eine T3 und keine T16.1!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

OOK Offline




Beiträge: 3.657

19.11.2017 13:15
#17 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Zitat von Gilpin im Beitrag #15
dazu fällt mir doch glatt etwas ein, das Aufstellen von Neigungsanzeigern
Sehr gute Idee. Da gibt's beim BAE-on-tour Diorama nur ein kleines Problem: Neigungsanzeiger zeigen entgegen ihrem Namen nicht die Neigung an, sondern die Änderung der Neigung. Und eine solche Änderung gibt es auf dem Dio leider nicht. So dass es keinen belastbaren Grund gibt, welche aufzustellen. (Übler Designfehler.)

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Gilpin Offline




Beiträge: 827

19.11.2017 13:25
#18 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Hi,
dass es

Zitat von OOK im Beitrag #17
eine solche Änderung ... auf dem Dio leider nicht
gibt, war mir nicht klar! Dumm gelaufen.
Bis dann,
Reiner

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 205

21.11.2017 12:03
#19 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Hallo Forumer, dieser Strang hat bei mir einen Gedankengang ausgelöst: Wie ist das bei Triptis II? Immerhin hat sich bei der Planung ergeben, dass der prinzipielle Steigungsverlauf auf der Anlage dem Vorbild entspricht; Triptis liegt beim Vorbild auf der Wasserscheide zwischen Saale und Weißer Elster, bildet also den höchsten Punkt der Strecke. Auf der Anlage ist es ähnlich, von Triptis aus geht es in der einen Richtung die Wendel abwärts nach Niederpöllnitz, in der anderen Richtung geht es an der Wand entlang abwärts bis Oppurg, die maximale Steigung ist 23 o/oo. Das stiftet schon mal ein Stück Identität.

Nun habe ich mir die Neigungsverhältnisse beim Vorbild angeschaut: Zwischen Triptis und Oppurg ist die mittlere Neigung 8 o/oo, also deutlich weniger als im Modell. Aber: Auf der Strecke habe ich einen Längenmaßstab von eins zu dreimal 87, also 1:261. Das bedeutet, dass die Neigung entsprechend steiler sein muss, also drei mal 8 o/oo, das wären 24 o/oo, was ziemlich genau dem Vorbild entspricht.

Darf man so rechnen? Oder muss man sich als Purist nach den Original-Steigungen richten? Dann müsste man aber auch die originalen Streckenlängen nachbilden (was nur bei Turnhallen-Anlagen wirklich möglich ist).

In meiner Erinnerung an das Vorbild gab es nur einen wirklich schweren Güterzug (das war der einzige mit einer 44 als Zuglok, den ich auf dieser Strecke erlebt habe). Das war ein Militärzug mit russischen Panzern, überall auf den Wagen saßen finstere Soldaten mit Kalaschnikows. Die 44 hatte große Mühe, den Zug über die Steigung zu ziehen, es ging bei Volldampf nur recht langsam voran, für mich ein herausragendes Dampflok-Erlebnis, zumal das Wetter einen ziemlich dunklen Himmel-Hintergrund erzeugt hat. Die Lok fuhr mit eingeschalteter Triebwerksbeleuchtung, das hatte ich vorher noch nie geshen. Ich war damals so 12 und bekam es wegen der düsteren Stimmung mit der Angst zu tun, beinah wäre ich weggelaufen.

Doch zurück zur Anlage, da habe ich auch einen relativ schweren Güterzug mit einer Länge von knapp vier Metern, den schafft eine Roco-44 mit Kardanantrieb gerade nicht mehr, deshalb hat der Zug eine zweite Zuglok (eine 95), damit geht es schön kontinuierlich und schön langsam den Berg rauf. Die Doppeltraktion ist hier also aufgrund der Anlagen-Topografie wirklich notwendig; auf einer flachen Anlage wäre das wahrscheinlich weniger sinnvoll.

Mit Gruß - Helmut

517 008 Offline



Beiträge: 89

21.11.2017 12:54
#20 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Hallo Helmut,

ich würde eine Verkürzung der Strecken fü unumgänglich halten. Selbst in Turnhallen wird man entsprechende Streckennetze mit vielen Betriebsstellen nicht abbilden können. Daraus jetzt aber bei 1/3 Streckenlänge dreifache Steigung anzusetzen, klingt für mich übertrieben. Würde man den Ansatz z.B. auf die Berninabahn oder eine Steilstrecke übertragen, kämen extreme Steigungen dabei heraus, die dann auch für die Modelle nicht mehr zu bewältingen sind.

Daher würde ich hier den Ansatz bevorzugen, dass es stimmig wirken muss. Spielt die Anlage im Flachland, dann ist 1% vielleicht schon zu viel. Ist es eine Steilstrecke, dann sollten es schon mindestens 3% sein, sonst wird es unglaubwürdig aussehen.

Grüße, David

OOK Offline




Beiträge: 3.657

21.11.2017 16:40
#21 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Ich stimme David zu. Die Längenstauchung der Modellbahn und die Steigungen sind zwei Paar Stiefel. Die Längenstauchung sieht man ja im Prinzip nicht, weiß es nur. Die Steigung hingegen sieht man sehr genau. Nun gibt es reichlich Modellbahner, wie ich bemerkt habe, die Steigungen nicht differenziert wahrnehmen. Ich schon. Wie schon zu Beginn des Stranges erwähnt, sah ich beim ersten Besich des Museums in Bergün, dass die Albula-Anlage nicht die 35‰ des Vorbilds steil war, sondern deutlich weniger. Den tatsächlichen Wert von 25‰ habe ich natürlich nicht genau sagen können.
Die Harzbahnen haben die typische Neigung von 33‰, die bilde ich exakt nach. Auch beim BAE-on-tour-Diorama. Diese Steigung mit dem Faktor der Längenverkürzung zu mutiplizieren, wäre ein Unding.
Das braucht dich, Helmut aber nicht zu irritieren. Für deine Triptis II-Anlage macht das mit den 3 x 0,8 = 2,4 ‰ durchaus Sinn und sieht vermutlich "richtig" aus. Es gibt eben keine allgemeingültigen Gesetze.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Fdl Triptis Offline




Beiträge: 205

21.11.2017 17:18
#22 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Hallo Otto, ich bin übrigens der gleichen Meinung, du hast aber eine gute Begründung gegeben:

Zitat von OOK im Beitrag #21
Die Längenstauchung der Modellbahn und die Steigungen sind zwei Paar Stiefel. Die Längenstauchung sieht man ja im Prinzip nicht, weiß es nur. Die Steigung hingegen sieht man sehr genau.


Das ist es! Und es sieht tatsächlich richtig aus, die 23 Promille sind gut als deutliche Steigung erkennbar, während 8 Promille kaum auffallen.

Mit Gruß - Helmut


P.S./Edit: Wie gibt man denn das Sonderzeichen Promille ein?

OOK Offline




Beiträge: 3.657

21.11.2017 19:30
#23 RE: Identitätsstifter Steigung antworten

Da musst du mal in deine Tastaturbelegung schauen. Auf dem MAC geht es so: shift + alt + e
Oder unter Sonderzeichen einfügen. Dann geht das aber nicht direkt im Forum, dann musst du dir das Zeichen irgendwohin auf den Schreibtisch legen und dann mit copy + paste einfügen.

Oder klaust es einfach aus meinem Posting.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

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