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Dieses Thema hat 28 Antworten
und wurde 1.415 mal aufgerufen
 X.4a. Was macht eine gute Anlage aus? Identität (ausgen. Fahrzeuge)
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GySEV Offline



Beiträge: 8

30.12.2009 17:03
#16 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

"Auf dem Land gab es hauptsächlich Bauernhäuser" ist zwar inhatlich richtig, aber schau dir die regionalen Unterschiede an. Nur in meiner näheren (sagen wir ca 50 km im Umkeis) Umgebung gibt es mindestens vier oder fünf verschiedene Stile von Bauernhäusern. Nach dem Krieg stimmt auch, ist aber auch mehr allgemein gehalten. Man hat oft nur den Stil der 20er Jahre nachgebaut, mit einfachen Mitteln und ohne den vielen Zierrat. Und natürlich wurden viele Häuser nach 1945 renoviert. Dabei behielten sie die äußere Bauform, wurden aber oft auch vereinfachend renoviert.

Es ist m.E. sehr schwer identitätsstiftende Gebäude anzubieten. Meine geplante Anlage soll in meiner nähreren Wohnumgebung (Seewinkel - Burgenland - Österreich) angesiedelt sein.
Nach wirklich jahrelangem Suchen und Warten: Pola hatte den Bahnhof Schönbrunn (auch Regensburg) im Programm. Diesen Bau konnte man für den Bahnhof Bruck an der Leitha nutzen, der ein typischer Bau an der StEG-Strecke von Wien nach Budapest war - damit hatte sichs auch schon.
Österreichische Alpenhäuser, Voralpenhäuser - gibts hier einfach nicht.
Für den Nachkrieg interessant: einige Häuser von Kibri.

Kleinstädtische Bauten wie es sie auch in Deutschland gibt und gegeben hat, wären in großen Teilen Europas einzusetzen, das dürfte die gewerblichen Häuselbauer nicht interessieren.

Pläne von Wohnhäusern, Bauernhäusern und anderen Bauten habe ich schon gesammalt, jetzt warte ich nur mehr darauf, bis ich endlich viel Zeit habe

Lucky

OOK Offline




Beiträge: 3.599

30.12.2009 17:35
#17 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Zitat von SHE-M.L.-BRL

Zitat von Boscho
Es hat schon einen Grund, warum auf einer bekannten deutschen 0e-Anlage, die im Harz situiert ist, Gebäude nach konkreten Vorbildern stehen.


Was für ne 0e-Anlage???



Der Frage möchte ich mich anschließen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

Boscho Offline




Beiträge: 293

30.12.2009 17:39
#18 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Zitat von Martin
Was für ne 0e-Anlage???


Na: die BAE des werten Forengründers. Link auf die Gebäudeseite

Otto hat da einiges verwurstet, was in realitas nicht allzu fern, aber eben doch woanders rumsteht, mithin als harztypisch angesehen werden kann, in seiner jeweiligen Bekanntheit aber eher was für Harz-Insider ist.

Grüße!
B.

Pfalzbahn Offline




Beiträge: 1.526

30.12.2009 17:44
#19 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Boscho,

0m !

Gruß Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Boscho Offline




Beiträge: 293

30.12.2009 18:36
#20 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Hätte einer der Herren mal bitte einen Strick für mich?

Hubert hat latürnich sowas von Recht - es ist ganz klar Spur Null Emm. Danke.

Grüße!
B. (Peinlichpeinlichpeinlich...)

OOK Offline




Beiträge: 3.599

30.12.2009 19:10
#21 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Boscho, wen du die BAE mal besichtigen kommst, lege ich ein Kreuz* vor die Tür, da kannst du dann hinkriechen.

* ein 0m-Warnkreuz, die Nachbarn müssen es ja nicht mitkriegen.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

SHE-M.L.-BRL Offline



Beiträge: 15

30.12.2009 19:39
#22 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Und ich dachte schon es gäbe noch ne Harzer Anlage, bei der jemand die Spur vertauscht hat.
Martin

HFy Offline



Beiträge: 467

30.12.2009 19:55
#23 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Ist Kibris "Realschule" nicht ein Teil des Gebäudes von Calw?

eisenhans Offline




Beiträge: 376

31.12.2009 08:43
#24 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Zitat von OOK
Was würden wir denn einem Kleinserienhersteller von Gebäudemodellen an Bauwerken empfehlen, die einerseits identitätsstiftend sind, andererseits die Anlage geografisch nicht zu genau festlegen? Ich meine EG, Gs, Wohnhäuser, Fabriken, Brücken etc.


Die diskussion hat ja wohl ergeben, dass man garnix empfehlen kann. Wenn ein Modellbahner Hochbauten als Identitätsstifer benutzen will, bleibt eigentlich nur der Selbstbau oder zumindest heftige Veränderung/Anpassung der Bausätze. x-mal Calw und Ableitunng davon zu verwenden, ist zwar zeitsparend, aber solange man es bemerkt, dass es halt immer wieder der Kibri-Bausatz ist, ist da nix mit Identität. Meint

Der Eisenhans

Boscho Offline




Beiträge: 293

31.12.2009 08:50
#25 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

... oder andersrum - je nach Betrachtungsweise.

Aber es ist natürlich korrekt: das Modell des Bahnhofs Calw war der Ausgangspunkt. Mit Fallers "Bonn" sieht das übrigens ähnlich aus - da ist auch alles mögliche draus geworden. Im Grunde genommen sollte das für uns genauso wie für die Industrie Ansporn sein, zu suchen, was für Modelle sich für eine Typenserie eignen. Ich bin mir sicher: da käme einiges zusammen. Pola hatte da - wenn ich mich recht entsinne - mit einer Serie von Stadthäusern vorgelegt.

Ich sehe das übrigens anders als der Eisenhans: Beispiel Berlin - die Berliner Stadthäuser sehen auch irgendwie alle gleich aus und sind doch verschieden. Wenn man also einen Bausatz gekonnt modifiziert - egal ob industrieseitig oder als kit bashing - dann kann das auch mit zigmal dem gleichen Bausatz sehr überzeugend aussehen. Es gibt ja zahllose Variationsmöglichkeiten - Farbe, Stockwerkszahl, Grundriss, Verputz oder Klinker, Dachneigungen, Bedachungen, ...

Grüße!
B.

eisenhans Offline




Beiträge: 376

31.12.2009 10:04
#26 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Zitat von Boscho
Ich sehe das übrigens anders als der Eisenhans: Beispiel Berlin - die Berliner Stadthäuser sehen auch irgendwie alle gleich aus und sind doch verschieden. Wenn man also einen Bausatz gekonnt modifiziert - egal ob industrieseitig oder als kit bashing - dann kann das auch mit zigmal dem gleichen Bausatz sehr überzeugend aussehen. Es gibt ja zahllose Variationsmöglichkeiten - Farbe, Stockwerkszahl, Grundriss, Verputz oder Klinker, Dachneigungen, Bedachungen, ...


Berliner Stadthäuser ok, aber die intelligenten und kreativen Abwandlungen ds immer gleichen Bausatzes ergeben halt immmer die Identität Fallerleben, Kibringen oder Vollmertal. Mehr nicht. Meint

Der Eisenhans

OOK Offline




Beiträge: 3.599

31.12.2009 10:37
#27 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Zitat von eisenhans

Berliner Stadthäuser ok, aber die intelligenten und kreativen Abwandlungen ds immer gleichen Bausatzes ergeben halt immmer die Identität Fallerleben, Kibringen oder Vollmertal. Mehr nicht.


Ich glaube Tony Koester war's, der gesagt hat, man könne ruhig so allerlei Kraut- und Rübengebäude aus Bausätzen auf die Anlage stellen, die Identität entsteht dann durch einige ausgesuchte "signature structures". Da könnte ein Knackpunkt sein. Wenn man viele, viele Gebäude baut, kann man die schlechterdings nicht alle selber bauen, aber hier und da ein markantes, für die Gegend absolut typisches und signifikantes Bauwerk selber gebaut (oder bauen gelassen) und schon ist gesagt, wo das Ganze spielt.
Anlagen, die nur eine Neugruppierung von tausendmal gesehenen Bausatzgebäuden zeigen, sind "generic", d.h. identitätslos.

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

HFy Offline



Beiträge: 467

31.12.2009 12:20
#28 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Die Amis tun sich da etwas leichter, weil bei ihnen die Städte alle so ähnlich aussehen, zumindest in dem "bit in the middle" zwischen den Küsten, wie dem weitgereisten Iain Rice auffiel. Bei uns hat es selbst beim Wiederaufbau nicht immer so geklappt mit der vielgerühmten Gesichtslosigkeit, die breitete sich erst später aus. Manchmal klappte es aber doch; im Stadtgebiet von Düren gab es bis zur Kommunalreform nur ein Gebäude, das halbwegs eine regionale Zuordnung ermöglichte, und das war ausgerechnet ein Fachwerk-Güterschuppen der Dürener Kreisbahn, den man typischerweise vor ein paar Jahren abgerissen hat. Ansonsten kam es natürlich vor, daß neue Gebäude zwischen alte gesetzt wurden, was dann aber das Gegenteil dessen ist, was Tony Koester meinte.
Die in meiner Jugend sensationellen Stadthäuser von Kibri gehörten zu den ersten Bausätzen, die sich in ganz Deutschland zu Hause fühlen dürfen. Aber damit haben wir schon das nächste Problem: Sie gehören in Mittel- und Großstädte und treten immer in ganzen Hauserblöcken auf, weil sie alle auf einmal zu Zeiten Kaiser Willms gebaut wurden, und zwar da, wo vorher keine Häuser waren. Dasselbe gilt auch von den Reihenhaus- und Einfamilienhaussiedlungen (Kibri hat unabsichtlich mein Elternhaus nachgebildet). So ergibt sich natürlich keine Identität, was aber auch nicht Sinn der Sache ist. Demgegenüber lassen sich Allerweltsgebäude aus den fünfziger Jahren (und später) mit Bauten aus dem heiligen römischen Reich kombinieren, die versehentlich nicht bombardiert oder beim Wiederaufbau nicht abgeräumt wurden, was nämlich auch vorkam, in mancher Stadt gab es Nachkriegszerstörungen.

Herbert

Gilpin Offline




Beiträge: 798

12.12.2014 16:52
#29 RE: Identität (Kapitel 3.1.2) antworten

Hallo HFy,

nachdem Du feststellst:

Zitat von HFy im Beitrag #8
Ein erheblicher Teil dessen, zum Glück aber nicht alles, was man in H0 und kleiner kaufen kann, hat zwar attraktive Vorbilder, die aber zumeist nicht in Steinwurfweite eines schienengebundenen Verkehrsmittels anzutreffen sind. Ein Rathaus liegt nur selten in Bahnhofsnähe



kam Faller laut Neuheitenblatt 2014 (das mir jetzt erst in die Hände fällt) auf die Idee, uns mit drei typischen Gebäuden aus Lindau zu beglücken (in N): Rathaus, 2 Türme im Hafen, dazu der sehr bekannte bayerische Löwe, der auf den See hinaus guckt. Nachdem der Bahnhof direkt am Hafen liegt, wird so durchaus möglich, ein Modell das Bahnhofs Lindau (und wir reden ja von N...) durch Anstückeln des Hafens überdeutlich als Lindau auszuweisen. Nur: was soll das Rathaus? Das ist beim besten Willen vom Bahnhof aus nicht zu sehen - man müsste schon sehr viel Altstadt nachbilden, um es sinnvoll aufstellen zu können. Eisenbahnbetrieblich bringt das aber gar nichts. Wünschenswert wäre das Empfangsgebäude, gern selektiv komprimiert, die Bahnsteige, die Dieseltankstelle...

Außerhalb von Lindau führen die Gebäude nur zum hier diskutierten Loreley-Tunnel-Effekt.

Gruß,
Gilpin

(Damit ein hier mitlesender Faller-Produktmanager sich nicht ärgern muss - den Leuchtturm samt Löwen habe ich gekauft. Nur so, wegen der Schönheit Lindaus...)

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