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Modellbahnanlagen
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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 827 mal aufgerufen
 X.3. Der Modellbahner
Seiten 1 | 2
OOK Offline




Beiträge: 3.599

07.05.2009 08:04
#16 RE: Modellbahn: Gruppen- oder Einzelarbeit? antworten

Zitat von ow

Das Problem oder die Ursache liegt an der Mentalität des Deutschen:
Kommt ein Deutscher in ein Lokal und sieht daß an jedem Tisch ein oder zwei Personen sitzen, dann sagt er enttäuscht zu seiner Begleitung, das Lokal ist voll, wir haben keinen Platz, wir gehen wieder.

Genau zu dem Typus gehöre ich - eigentlich - auch. Ich habs andersherum auch nicht so gern, wenn ich mit meiner (weibl.) Begleitung da schon sitze und zwei Figuren möchten sich dazu setzen.

Aber mit der Modellbahn ist es etwas anderes. Hier geht es nicht um Zufallstreffer, sondern um ein gewolltes und geplantes Miteinander. Wenn das von Otto (ow) Beschriebene die ganze Wahrheit wäre, gäbe es ja auch keine FCs in Deutschland.
Gerade bei der Modellbahn habe ich für mich - sonst notorischer Einzelgänger - herausgefunden, dass die Synergie von mehreren Leuten mehr ist als die Summe der Einzelenergien. Und es bewährt sich hervorragend. Wer sich's nicht vorstellen kann, möge mal zur BAE kommen (an einem Bautag).

OOK
http://ferrook-aril.jimdo.com/

ow Offline




Beiträge: 245

07.05.2009 13:18
#17 RE: Modellbahn: Gruppen- oder Einzelarbeit? antworten

Zitat von OOK

Das Problem oder die Ursache liegt an der Mentalität des Deutschen:..........
...........Gerade bei der Modellbahn habe ich für mich - sonst notorischer Einzelgänger - herausgefunden, dass die Synergie von mehreren Leuten mehr ist als die Summe der Einzelenergien. Und es bewährt sich hervorragend. Wer sich's nicht vorstellen kann, möge mal zur BAE kommen (an einem Bautag).


Da habe ich mal wieder den fünfte Schritt vor dem zweiten gemacht(gedacht). Der Hintergrund zu meiner Aussage ist der:
Meine Moba ist voll in die Wohnung, d.h. auch in die Privatsphäre der Familie integriert. Geschlossene Türen gibt es nur bei Sägestaub und Lackiergeruch. Ich würde schon gern mit Mitstreitern Betrieb machen und Synergien ernten, aber ob meine bessere Hälfte, die im Nachtwams durch die Lokführer und Mehdorns durchtänzeln darf, das auch will? und
Ich habe damit gemeint, daß wir Teutonen allzuprivates draußen halten wollen.

Wie lösen das andere, deren Anlage nicht im Keller, sondern auch in der Wohnung ist?

Dienst ist Dienst(bei der Moba !) und Privat ist Privat meint Otto (ow)

absolute_Null Offline



Beiträge: 137

07.11.2012 10:09
#18 RE: Modellbahn: Gruppen- oder Einzelarbeit? antworten

Hallo,

der Beitrag ist schon etwas älter, aber ich möchte dennoch darauf antworten!

Zitat von OOK im Beitrag #12
Wir haben das Thema "Anlagenbau und -betrieb allein oder mit Freunden" beim letzten BAE-Bautag auch gestreift. Was festzustellen ist: es kann nicht der Sinn sein, jemand zu einer der Varianten zu überreden, nicht mal zu überzeugen, denn es gibt Mentalitäten und jeder muss es so machen, wie es für ihn richtig ist.Aber: das Projekt muss zu der Entscheidung passen: So wie es kaum Sinn macht, eine 1,20 x 2,40 m-Anlage mit vier Freunden zusammen zu betreiben, so wenig Aussicht auf Erfolg hat es, ein Großprojekt allein bauen und betreiben zu wollen.Sich den Bau allein zuzutrauen ist oft schon deswegen eine Fehlannahme, weil man davon ausgeht, dass man immer genauso wild drauf sein wird, an der Anlage zu schaffen, wie derzeit. Und das ist höchst unwahrscheinlich.Und der Betrieb: kaum ein Modellbahner, der eine Anlage entwirft, denkt sich den Betrieb, der auf ihr stattfinden soll, bis zum Ende durch - ein schwerwiegender Fehler, der den Keim des Abbruchs der Anlage in sich trägt.


Nun, bei mir ist es so, dass das Basteln an der Modellbahn und der Betrieb mich entspannen und den Stressabbau fördern.
Es kommt natürlich auch vor, dass ich - nachdem ich tagelang Bäume gebaut habe - zur Abwechslung gerne etwas anderes in die Hand nehme! ...aber der Spaß am Basteln bleibt bestehen und irgendwann habe ich dann auch wieder Lust Bäume zu bauen!
Auch kann man "Großprojekte" alleine bewältigen!
Meine RüKB ist etwa 25 qm groß und nicht die größte Anlage die ich allein gestemmt habe bzw. stemme!
Wie oben schon geschrieben: Es entspannt mich!
Natürlich ist es vollkommen legitim auf die Hilfe anderer zu setzen. Niemand kann wohl alles, so dass man auch die Stärken anderer nutzen sollte, wenn es denn die Möglichkeit gibt.

Beim Betrieb ist es bei mir ähnlich!
Ich betreibe die Anlage zu ca. 90 % der Zeit allein. Die Anlage gibt dies auch her, da beim Vorbild nur eine Lok auf der Strecke fuhr. Problematisch ist nur das bedienen der Fähre! Da komme ich dann theoretisch etwas ins Schwitzen! (Aber nur theoretisch, da ich hier den Güterumlauf meinen Möglichkeiten anpasse(n muss))
Der Betrieb kann aber auch auf mehrere "Mitspieler" problemlos erweitert werden.
Ein weiterer Mitspieler übernimmt die Rangierarbeiten in Fährhof und fährt einen Güterzug (denn dann ist Erntezeit)! Kommt ein weiter Mitspieler hinzu, wird der Fahrplan um einen Triebwagen erweitert. Danach werden die Bahnhöfe besetzt und ein Zugleiter kommt hinzu!
Für mehr als 7 Mitspieler ist jedoch räumlich kaum Platz.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich gerne an der eigenen Anlage alleine bastele (auch "Großprojekte" und dass dies auch möglich ist), aber gerne mit mehreren Betrieb mache, jedoch mir auch die Möglichkeit des alleinigen Betriebes erhalte, da leider nicht immer jemand "greifbar" ist, weshalb ich auch bewusst ein entsprechendes Vorbild gewählt habe!


Gruß
Joachim

HFy Offline



Beiträge: 467

07.11.2012 16:27
#19 RE: Modellbahn: Gruppen- oder Einzelarbeit? antworten

Fatal ist's, wenn eine Anlage zwingend mehrere Personen braucht und sich dann keiner findet oder aber der Betrieb nur mit einer Person möglich ist, z.B. weil es ein zentrales Stellpult gibt und sonst nichts. In beiden Fällen ist das Potential nicht ausgeschöpft und das Verhältnis von Aufwand und Ertrag unbefriedigend. Im übrigen können auch verhältnismäßig kleine Anlagen mehrere Modellbahner gut beschäftigen; in Ottos Anlagenplanungsbuch sind ja ein paar Beispiele. Die Zwengernalpbahn von Leiserbrunnen über Zwengen nach Kleine Schiebegg (traverser) kann fast schon mehr Leute in Atem halten als hineinpassen, was an dem spezifischen Betrieb des Vorbildes liegt, wo mehrere Personenzüge im Pulk hintereinander herfahren (auf der Anlage können es nur zwei sein) und dazwischen noch der Güterverkehr zum autofreien Kurort Wengen und weiter zur Kleinen Scheidegg und aufs Jungfraujoch gequetscht werden muß; in der Hochsaison wird in praktisch jedem Bahnhof gekreuzt. Besetzt man dann noch die Bahnhöfe mit Fahrdienstleitern, dann wird es aber schon sehr eng! Die Vorschriften über die Stehplätze in öffentlichen Verkehrsmitteln verlangen immerhin 0,25 Quadratmeter pro "Beförderungsfall", was auf etwa sieben Personen hinausläuft.

Herbert

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